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Nach nur zehn MonatenOliver Wieser tritt als SPÖ-Geschäftsführer zurück

SPÖ-Landesgeschäftsführer Oliver Wieser wirft das Handtuch, das Mandat will er aber behalten. Er war nur zehn Monate im Amt – und geht „aus familiären Gründen“. Vorläufig übernimmt Günter Pirker die Geschäfte.

Landesgeschäftsführer Oliver Wieser erklärte am Montag, nach nicht einmal einem Jahr im Amt, seinen Rücktritt © Jürgen Fuchs
 

Keinen ruhigen Herbst hat die steirische SPÖ: Nach den Wirren im Gefolge des Rücktritts von Bundesparteichchef Christian Kern – bekanntlich musste ja der Steirer Max Lercher unsanft als Bundesgeschäftsführer abtreten – läuft es nun auch in der SPÖ-Landeszentrale nicht nach Plan. Denn der erst im Dezember 2017 bestellte Landesgeschäftsführer Oliver Wieser erklärte heute, nach nicht einmal einem Jahr im Amt, seinen Rücktritt.

Bis zur Klärung übernimmt Wiesers Stellvertreter, der Vorsitzende des SPÖ-Gemeindevertreterverbandes Günter Pirker, die Geschäfte. Gleichzeitig bedeutet das einen weiteren Aderlass für die Bundespartei und das Team rund um die designierte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner:

Pirker war zuletzt nämlich an die Löwelstraße "entliehen" gewesen, um gemeinsam mit Max Lercher die Parteiorganisation zu managen. Im Team hatten Lercher und Pirker für eine "Erdung" der Parteizentrale in Wien gesorgt, durch die es möglich war, die verschiedenen Lager und auch die regionalen Verbände der SPÖ gut anzubinden. Lercher ist weg und auch Pirker nun zumindest vorübergehend nicht mehr so intensiv wie bisher verfügbar, um dem neuen Mann in der Löwelstraße, Thomas Drozda, unter die Arme zu greifen.

Rückzug "aus familiären Gründen"

Offiziell wurde der Abschied Wiesers mit „familiären Gründen“ erklärt. "Neben der politischen Arbeit war und bin ich vor allem auch Familienmensch. Für diese möchte ich in Zukunft wieder mehr Zeit haben“, so Wieser.

Doch der politische Quereinsteiger gilt intern seit Längerem als amtsmüde. Vor allem der unsanfte Fall seines Vorgängers Lercher in der Bundespartei wurde von dem gebürtigen Grazer kritisch kommentiert. Schon vor 14 Tagen soll er rücktrittswillig gewesen sein, wurde aber von Parteichef Michael Schickhofer noch zurückgehalten. Angeblich legte Wieser zunächst eine „Nachdenkpause“ ein.

Nun hat es sich der 45-jährige Parteimanager anders überlegt. Am gestrigen Sonntag kam es zur vertraulichen Aussprache mit Schickhofer und dem SPÖ-Klubobmann im Landtag, Hannes Schwarz. Am Abend fiel dann die Entscheidung: Wieser nimmt den Hut. Beruflich arbeitete er vor seinem Eintritt in die Politik als Professor an der Fachhochschule Campus 02 für Marketing, Vertrieb und Organisation. Er hat dorthin aber kein Rückkehrrecht.

Das Mandat behält Wieser

Wieser war überhaupt erst 2015 zur SPÖ gestoßen, als diese im Zuge ihrer Parteiöffnung nach Talenten außerhalb der Parteigrenzen Ausschau hielt. Sein 2015 errungenes Landtagsmandat will Wieser behalten : „Ich lebe nach wie vor leidenschaftlich für die Politik. Deshalb werde ich auch mein Mandat weiter ausüben. Lediglich die Doppelbelastung, in Verbindung mit der Landesgeschäftsführung möchte ich in Zukunft vermeiden."

Schickhofer muss nun eineinhalb Jahre vor den wichtigen Gemeinde- und Landtagswahlen die Parteizentrale erneut umbauen. Wer als neuer Geschäftsführer bestellt wird, ist offen. Ein „logischer“ Nachfolger wäre der Vorgänger, nämlich Max Lercher – aber der wird sich die Rückkehr in die steirische Landespolitik wohl nicht antun, zumal er privat in Wien verankert ist. Lercher hat nach einer verkündeten „Auszeit“ noch nicht erklärt, ob er überhaupt in der Politik weitermacht.

 

Kommentare (7)

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struge1
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Da soll solch noch einer Auskennen,

Rücktritt, freiwilliger Rücktritt, Rücktritt vom Rücktritt...... 😆😉

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Für die Steiermark
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Genial !

Eine bessere Wahlwerbung, für die anderen Parteien kann man nicht machen. vielleicht auch ein Absturz, wie die SPD in Bayern, dann ist auch die Steirische SP bald einstellig.

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Balrog206
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Da

Musste ein Platz für den Maxi frei gemacht werden 😂😂😂😂

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alsoalso
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Oh oh

was bedeutet das....

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wirsind4
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Oliver Wieser

Sehr schade!!!!
Er ist einer der sich voll und ganz für die Partei geopfert hat. Er ist einer der wenigen Politiker der mit dem sogenannten Fußvolk auf Augenhöhe gesprochen hat. Ich wünsche ihm alles Gute. Ein Genosse aus Frohnleiten.

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untrpos
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Oliver Wieser war

Ein guter und sympathischer Geschäftsführer. Schade um ihn. Ich hoffe jetzt wieder auf Max Lercher...

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ofex
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Da geht's zu

Ja werd denn sonst?? Reine Postenschacherei, so sieht's halt besser aus.

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