In Kärnten laden 20 Slow Trails dazu ein, abzuschalten und Energie zu tanken. Gleichsam als Ruhepol ist in jedem Fall einer der zahlreichen Kärntner Seen in der Nähe. Der Name Slow Trail verrät schon einiges: Es geht nicht darum, möglichst rasch möglichst weite Strecken zurückzulegen. Vielmehr findet man entlang der Slow Trails die besten Voraussetzungen, um langsam und bedacht mit der nahezu unberührten Natur in Kontakt zu kommen und die beinahe magische Kraft, die von ihr ausgeht, „richtig gehend“ aufzusaugen. Wobei wir bei einem entscheidenden Punkt angelangt sind: dem richtigen Gehen. Denn wer richtig geht, geht so, dass es Freude macht. Dass genügend Zeit bleibt, das Naturschauspiel und die landschaftliche Schönheit wahrzunehmen. 20 Slow Trails laden dazu ein. Für Sie haben wir uns sechs davon etwas genauer angesehen.

Aussichtsplattform am Slow Trail Kitzelberg
Aussichtsplattform am Slow Trail Kitzelberg © Kärnten Werbung - Gert Perauer

Slow Trail Kitzelberg

Das Naturabenteuer beginnt für Sie im südlichen Teil von St. Kanzian am Westufer des Klopeiner Sees. Parkplätze gibt es genügend im Ort. Vorbei am idyllischen Kleinsee, der als verstecktes Anglerparadies gilt, geht es auf der breiten Forststraße, die sich durch den Wald schlängelt, hinauf auf den 686 m hohen Kitzelberg. Oben angekommen, genießen Sie von der modernen Aussichtsplattform einen der atemberaubendsten Seen-Weitblicke Kärntens über den Klopeiner See, den Turnersee und das gesamte Jauntal.

Länge: 6,6 Kilometer
Höhenmeter: 245 Meter
Schwierigkeitsgrad: mittel
Bodenbeschaffenheit: Asphalt, Schotter und Waldweg

Detail-Informationen und GPS-Daten

Der Längsee lässt sich auf dem Slow Trail mühelos umrunden
Der Längsee lässt sich auf dem Slow Trail mühelos umrunden © Mittelkärnten - Michael Stabentheiner

Slow Trail Längsee

Rund um den Längsee, der wie ein Juwel in der sanften, umliegenden Landschaft eingefasst ist, führt dieser Slow Trail. Vorbei an den ehrwürdigen Mauern von Stift St. Georgen geht es das Ufer des größten Badesees Mittelkärntens entlang, bis man nach Rottenstein kommt. In dem kleinen beschaulichen Weiler nahe dem Westufer des Sees scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Auch für Sie kann es sich lohnen stehen zu bleiben und auf einem der zahlreichen Rastplätze entlang des Weges innezuhalten. Weiter führt der Slow Trail am Golfplatz vorbei wieder zurück zum Strandbad, wo Sie mit einem Sprung ins glasklare Wasser Körper und Seele etwas Gutes tun können.

Länge: 8 Kilometer
Höhenmeter: 91 Meter
Schwierigkeitsgrad: leicht
Bodenbeschaffenheit: Asphalt, Schotter, Waldweg

Detail-Informationen und GPS-Daten

Der Slow Trail Schaukelweg wird seinem Namen gerecht
Der Slow Trail Schaukelweg wird seinem Namen gerecht © Wörthersee Tourismus - Christian Fatz

Slow Trail Schaukelweg

Wenn Sie zur Ruhe kommen und beschaulich die Eindrücke der Natur auf sich wirken lassen möchten, dann ist der Slow Trail Schaukelweg südlich vom Wörthersee - auch bekannt als St. Margarethen-Runde - genau das Richtige für Sie. Der Einstieg in den Rundweg befindet sich direkt in Reifnitz. Der Weg führt vorbei am Opferstein, einer heidnischen Kultstätte, und bietet die Gelegenheit, malerische Kleinode wie die Bergkirche St. Margarethen, die Burgruine Reifnitz und die Kirche St. Anna zu erkunden. Fühlen Sie die Leichtigkeit des Seins: Unterwegs laden Schaukeln und Hängematten dazu ein, Geist und Seele baumeln zu lassen.

Länge: 6,1 Kilometer
Höhenmeter: 180 Meter
Schwierigkeitsgrad: leicht
Bodenbeschaffenheit: Asphalt- und Waldboden

Detail-Informationenund GPS-Daten

Blick auf den Millstätter See vom Slow Trail Mirnock
Blick auf den Millstätter See vom Slow Trail Mirnock © Kärnten Werbung - Gert Perauer

Slow Trail Mirnock

Als Berg weithin sichtbar und als Kraftort bekannt, erhebt sich der sagenumwobene Mirnock am Ostufer des Millstätter Sees. Vom Alpengasthof Bergfried auf 1130 m Seehöhe führt ein abschnittsweise steilerer Weg durch den Wald zu verschiedenen Aussichtsplätzen, die atemberaubende Ausblicke auf den Millstätter See und die umliegende Bergwelt freigeben. Tipp: Genießen Sie in den Abendstunden vom „Sternenbalkon“ aus das Naturschauspiel des Sonnenuntergangs! Am Slow Trail Mirnock werden die Sage des Mirnock-Riesen und die Geschichte der Mirnock-Bauern erzählt sowie die wohltuende Wirkung des Waldes erlebbar gemacht. Infotafeln dazu befinden sich am Ausgangspunkt des Slow Trails, beim Aussichtspunkt bei der Bergfried-Hütte und im Wald beim Abstieg zurück zum Alpengasthof Bergfried.

Länge: 3,1 Kilometer
Höhenmeter: 156 Meter
Schwierigkeitsgrad: mittel
Bodenbeschaffenheit: Forstweg, Waldweg mit Wurzeln

Detail-Informationen und GPS-Daten

Das smaragdgrüne Wasser macht den Slow Trail Afritzer See zu etwas Besonderem
Das smaragdgrüne Wasser macht den Slow Trail Afritzer See zu etwas Besonderem © Region Vi - Fa - Os - Gert Perauer

Slow Trail Afritzer See

Zum Slow Trail am malerisch gelegenen Afritzer See, eingebettet zwischen Mirnock und Wöllaner Nock, starten Sie am besten an der Südseite des Sees. Dort befindet sich ein Parkplatz, den Sie leicht an dem Eingangstor aus gekreuzten Bootsspanten erkennen können. Entlang des Ufers geht es rund um den See, das dunkelgrün schimmernde, glasklare Wasser stets vor Augen. Durchatmen und wirken lassen lautet die Devise. Zum Innehalten bieten Hängematten und Sitzgelegenheiten entlang der Strecke hinreichend Gelegenheit.

Länge: 4,6 Kilometer
Höhenmeter: 39 Meter
Schwierigkeit: leicht

Detail-Informationen und GPS-Daten

Ruheplatz Gossariawiese am Slow Trail Weissensee
Ruheplatz Gossariawiese am Slow Trail Weissensee © Weissensee Information - Gert Perauer

Slow Trail Weissensee

Wahlweise vom Ostufer (Zufahrt über Stockenboi/Windische Höhe) oder von Neusach (Zufahrt übers Drau- oder Gailtal und Techendorf) können Sie sich auf den 8,8 km langen Uferweg entlang des Weissensees begeben. Die landschaftliche Kulisse ist wie geschaffen für einen Slow Trail. Zumal der Weissensee nicht als Ganzes auf einer Straße umrundet werden kann. Der östliche Teil, der etwas an einen Fjord erinnert, ist völlig naturbelassen. Wer sich in dieser idyllischen Umgebung auf den Weg macht, gelangt zu einsamen Buchten, wunderbaren Ruheplätzen und einer neu errichteten Aussichtsplattform, die den Blick über den See auf die Gailtaler Alpen freigibt.
Tipp: Die Strecke zurück lässt sich ganz entspannt auf einem der Linienschiffe genießen, die von Anfang Mai bis Ende Oktober planmäßig verkehren.

Länge: 6,4 Kilometer
Höhenmeter: 134 Meter
Bodenbeschaffenheit: Schotter, Waldweg mit Wurzeln, Asphalt
Schwierigkeit: mittel

Detail-Informationen und GPS-Daten

Entstanden in Kooperation mit Wörthersee-Rosental Tourismus