Oft wird Biodiversität mit „Artenvielfalt“ übersetzt, dabei bezeichnet sie die gesamte Vielfalt des Lebens. So kann auch innerhalb einer Art Vielfalt herrschen. Wer über eine Streuobstwiese spaziert und Schafnase, Kronprinz Rudolf oder Maschanzker entdeckt, sieht letztlich nur eine Art: den Kulturapfel.
Vielfalt des Lebens
Die Vielfalt der Lebensräume und Landschaften gehört genauso zum Begriff der Biodiversität – vom Gartenteich bis zum Ozean. Wo sich Biodiversität bei uns besonders schön zeigt, weiß Europaschutzgebietsbetreuer Emanuel Trummer-Fink: „Weniger berührte Gegenden wie etwa die Gebirgsmassive der Hochschwabgruppe, des Toten Gebirges oder des Nationalparks Gesäuse sind die Gebiete, die die Zentren der Artenvielfalt in der Steiermark bilden. Aber auch Kulturlandschaftsbereiche können eine hohe Biodiversität bieten wie z. B. das Mittlere Lafnitztal.“
Doch die Vielfalt ist gefährdet: „Besonders in den letzten 70, 80 Jahren gab es enorme Biodiversitätsverluste in den Hügel- und Tallagen der Steiermark, die sich hauptsächlich durch intensive menschliche Landnutzung erklären. Aber auch vor den Wäldern und Gewässern macht der Biodiversitätsverlust nicht Halt und selbst die Lebensgemeinschaftender höchsten Gipfel werden zunehmend bedroht.“
Darum belohnt der M. & W. Graf Biodiversitätspreis des Landes Steiermark jetzt Projekte, die Biodiversität fördern und erhalten, mit insgesamt 12.500 Euro. Machen Sie mit!