Wenn es Jung und Alt nach Leoben zieht, dann muss der Gösser Kirtag in der Stadt sein. Der Kirtag hat sich in den letzten Jahren zu dem heimlichen Nationalfeiertag der Leobenerinnen und Leobener entwickelt – heuer findet das bunte Treiben am Donnerstag, dem 10. Oktober, ab 9 Uhr statt. Mehr als 40.000 Besucher aus nah und fern flanieren jedes Jahr auf der mit vier Kilometern längsten Standlmeile , die sich von Leoben-Göß bis auf den Hauptplatz in die Innenstadt erstreckt.

Begleitet von Festtags-Musik kommt beim Durchstöbern der einzelnen Stände Jahrmarktstimmung auf. Zwischendurch empfiehlt sich eine kleine Rast samt kulinarischer Stärkung. Am Gösser-Kirtag werden jedes Jahr mehr als 5000 Grillhendl, 9000 Bratwürstl und 30.000 Krügerl Bier konsumiert. Auch für die Nachspeise ist gesorgt. Naschkatzen finden vor Ort selbstverständlich gebrannte Mandeln, Lebkuchen und mehr.

Der Gösser Kirtag in Leoben zählt zu den am besten besuchten Jahrmärkten Österreichs. Traditionell wird er am Donnerstag nach dem ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Der Ursprung des Gösser Kirtages geht auf ein Kaiserprivileg aus dem Jahr 1836 zurück. Damals erteilte Kaiser Ferdinand die Erlaubnis, dass in der Nähe des Stiftes Göß an diesem Tag neben einem Viehmarkt auch ein Krämermarkt stattfinden darf. Die Bauern der Umgebung boten ihre Rinder zum Verkauf an, und die ländliche Bevölkerung hatte Gelegenheit, sich bei fahrenden Händlern mit notwendigen Anschaffungen für den Alltag einzudecken. Im Laufe der Zeit hat sich der ehemalige Versorgungsmarkt zu seiner heutigen Form entwickelt: ein vielseitiger Krämermarkt mit reichlichen kulinarischen Angeboten und Volksfestcharakter.