Boden-ständig und zukunftsorientiert: Die Geowissenschaft

Als GeowissenschaftlerIn ist dein naturwissenschaftliches Know-how breit gefächert: Du suchst nach Rohstoffen in allen Aggregatzuständen und analysierst deren Zusammensetzung, oder untersuchst Verschmutzungen von Boden und Wasser. Die Begutachtung von Untergründen für Bauvorhaben und die wissenschaftliche Erforschung von Felsmechanik gehört ebenso dazu, aber als GeowissenschaftlerIn bist du nicht nur bodenständig, sondern auch ganz zukunftsorientiert, denn in den Geowissenschaften und der Geotechnik liegt der Schlüssel zu einigen der größten Herausforderungen der Menschheit: nämlich die nachhaltige Versorgung unserer Gesellschaft mit Rohstoffen, Energie und Wasser sowie der Schutz des komplexen Systems Erde.

Die Welt ist dein riesiges Outdoor-Lab?

Dann herzlich willkommen bei den NAWI Graz Geowissenschaften! Diese Interessen solltest du für das Studium mitbringen:

Bei der Probenansprache ist Teamarbeit im internationalen Umfeld gefragt.
Bei der Probenansprache ist Teamarbeit im internationalen Umfeld gefragt. © International Ocean Discovery Program JOIDES Resolution Science Operator (Tim Fulton)

Die Liebe zur Natur ist eine Grundvoraussetzung. Umweltauswirkungen menschlichen Handelns sollten dir auch nicht egal sein, du solltest dich für physikalische, chemische und biologische Prozesse interessieren und neugierig auf die Erschließung von (neuen) Ressourcen sein. Auch die Zustandserfassung und -erhaltung von Bauwerken und die Risiken von Naturgefahren findest du spannend.

Geballte Expertise im NAWI Graz Geozentrum

Das 2016 gegründete interuniversitäre NAWI Graz Geozentrum führt Fachbereiche der Geowissenschaften und der Geotechnik von Uni Graz und TU Graz zusammen, zu denen du über das Studium der Geowissenschaften oder des Bauingenieurwesens Zugang findest. Vom NAWI Graz Bachelorstudium Geowissenschaften profitierst du somit in ganz besonderer Weise: Die bereits zuvor sehr enge Kooperation zwischen TU Graz und Uni Graz in den Geowissenschaften wurde noch einmal vertieft und mit geotechnischen Fächern wesentlich erweitert. Den AbsolventInnen stehen nach Abschluss des Bachelorstudiums individuelle Schwerpunktsetzungen im darauf aufbauenden Masterstudium Geosciences und in weiterer Folge in einem Doktoratsstudium in folgenden Fachdisziplinen offen:

  • Geologie
  • Paläontologie und Stratigraphie
  • Mineralogie und Hydrogeochemie
  • Ingenieurgeologie
  • Bodenmechanik, Grundbau und numerische Geotechnik
  • Felsmechanik und Tunnelbau
  • Hydrogeologie
  • Petrologie und Geochemie
Für die Probenanalyse kommt High-Tech zum Einsatz.
Für die Probenanalyse kommt High-Tech zum Einsatz. © NAWI Graz/Lunghammer

Raus in die Welt

Hangstabilisierung: Erkenntnisse aus den Geowissenschaften bilden die Grundlage für geotechnische Lösungen, wie hier z.B. die Sicherung eines Hanganschnitts.
Hangstabilisierung: Erkenntnisse aus den Geowissenschaften bilden die Grundlage für geotechnische Lösungen, wie hier z.B. die Sicherung eines Hanganschnitts. © Matthias Rebhan

Im Rahmen der Geländearbeit als GeowissenschaftlerIn sammelst du Datenmengen, die du im Anschluss auswertest. Daher solltest du auch Interesse an der EDV haben sowie ein Faible für Genauigkeit und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Wenn du außerdem Freude an Fremdsprachen und fremden Kulturen hast, dann bist du bereit für dieses spannende Studium.Wissen aus den oben genannten Fachdisziplinen kann über folgende Ausbildungswege erworben werden:

  • Bachelor Geowissenschaften und dem darauf aufbauenden Master Geosciences
  • oder
  • Bachelor Bauingenieurwissenschaften und dem darauf aufbauenden Master Geotechnical and Hydraulic Engineering