Im Sommer kann man sie endlich wieder hervorholen, die Bikinis, und mit ihnen ins kühle Nass springen. Nach dem Baden sollte man jedoch so schnell wie möglich die klitschnasse Badekleidung wechseln. In Verbindung mit einem auch nur leicht windigen Wetter können nämlich schnell Harnwegsinfekte entstehen.

Wer anfällig für Blasenentzündungen ist, sollte darauf achten, den Körper nicht auskühlen zu lassen
Wer anfällig für Blasenentzündungen ist, sollte darauf achten, den Körper nicht auskühlen zu lassen © Wisniewska
© Tim UR

Blasenentzündungen werden oft von Menschen, die nicht an einer solchen leiden, mit einem Schulterzucken abgetan. Mit dem leichten Brennen beim Wasserlassen, das man noch von der Entzündung aus der Kindheit kennt, hat eine solche Krankheit bei Erwachsenen oft nichts mehr zu tun. Starke Schmerzen und Krämpfe, die den Schlaf rauben, Schüttelfrost und Fieberschübe und in extremen Fällen sogar zeitweise Inkontinenz, bedingt durch die Krämpfe, können auftreten.Dazu kommt die Gefahr, dass die Krankheit zu einer Nierenbeckenentzündung führen kann. Gerade Frauen sind für einen Harnwegs­infekt durch die kürzere Harnröhre besonders anfällig. Dennoch werden Blasenentzündungen von vielen nicht ernst genommen und auch die Schulmedizin bietet gegen eine solche Entzündung in erster Linie Antibiotika. Wer gerade zu häufigen Harnwegsinfekten neigt und nicht ständig zu Antibiotika greifen möchte, kann mit alternativen Mitteln versuchen vorzubeugen. Zu beachten ist hier, dass nicht jedes Mittel bei jedem Menschen gleich erfolgreich wirkt. Auf den eigenen Körper zu hören, oder besser einen ganzheitlichen Mediziner zu konsultieren, sei an dieser Stelle em­pfohlen. Von Zitronensaft über Zinnkraut bis hin zum „Klassiker", der Preiselbeere, zeigen wir an dieser Stelle einige wirksame Heilmittel zur Vorbeugung der lästigen Krankheit.Preiselbeere. Die rote kleine Beere wird seit Jahren als schlechthin das Hausmittel gegen Blasenentzündung gehandhabt. Wie gut es wirklich wirkt, ist medizinisch nicht bestätigt – fest steht nur, dass von Person zu Person eine bessere oder schlechtere Wirkung erzielt werden kann. Ein Tipp: zu Preiselbeermuttersaft greifen.

Schafgarbe. Die Pflanze zählt zu den so genannten ­Frauen-
kräutern. Durch die entzündungshemmenden Stoffe der Scharfgarbe hilft diese auch gegen Blasen­entzündungen. Daneben wird sie aufgrund ihrer blut­stillenden Eigenschaften ­unter anderem gegen Regelschmerzen eingesetzt und bei starkem Blutverlust nach der Geburt.

Zitronensaft. Bei der Anwendung von Zitronensaft gehen die Meinungen oft auseinander. Ausprobieren schadet prinzipiell nicht. Durch tägliches Trinken des Saftes sollen sich die schädlichen Bakterien nicht so leicht in der Harnröhre festsetzen können. Auf diese Weise kann eine Blasenentzündung erst gar nicht entstehen.