Den Augen verlangen herbst- und winterliches Wetter am Steuer Höchstleistungen ab. Dadurch blinzelt man weniger, und durch die Lüftung trocknen die Augen aus, beginnen zu jucken oder schmerzen.

Dazu kommt, dass Sehschwächen durch kontrastarmes, dämmriges Licht in der kalten Jahreszeit verstärkt werden. Dass viele Autofahrer zu schlecht sehen, haben Untersuchungen belegt! Unentdeckte oder unkorrigierte Sehschwächen – dazu zählen auch Nachtkurzsichtigkeit oder eingeschränktes Dämmerungssehen – gefährden die Verkehrssicherheit. Werden gerade noch die Mindest-Sehanforderungen für den Führerschein erreicht oder ist die Brille zu schwach geworden, verkürzt sich die Zeitspanne vom Erkennen einer Gefahr bis zum (möglichen) Unfall immens! Wer ohne Sehkorrektur einen Unfall verursacht, bekommt mindestens eine Mitschuld. Ein Risiko, dass einfach reduzierbar ist: Regelmäßige Sehtests beim Augenoptiker sollten für Autofahrer zur Routine werden – ohne lange Wartezeit und inklusive Beratung über die passende Sehhilfe.

Dabei gibt es Lösungen, die etwa Nachtfahrten wesentlich angenehmer machen: Spezielle Autofahr-Brillengläser funktionieren ganz normal als „Alltagsbrille“, reduzieren aber mittels eigener Beschichtung Blendungen (vor allem durch LED-Lichter) auf ein Miminum. Auch bei Gleitsichtgläsern gibt es solche, die extra fürs Autofahren entwickelt wurden. Eine Rolle spielt auch die Form der Fassung – sie sollte, ebenso wie die Bügel, schmal sein, die Gläser groß. Gebogene Gläser reduzieren außerdem seitlichen Lichteinfall. Eine Brille sollte man übrigens nicht dauerhaft im Auto liegen lassen – hohe Temperatur und -schwankungen schaden den Gläsern.

Noch ein Tipp zum Schluss: Um Blendungen zu entgehen, am besten an entgegenkommenden Autos rechts vorbeischauen und sich auf das vordere Fahrzeug konzentrieren.