Was Lina wohl dazu sagen würde? Ihre Mama Tamara Pirkner ist überzeugt: Sie wäre glücklich darüber. Mit der Gründung des gemeinnützigen Vereins „Linas Stern“ ist einer von Linas letzten Herzenswünsche in Erfüllung gegangen. „Ihr Traum war es, einen Ort zu schaffen, an dem Familien mit einem ähnlichen Schicksal Kraft schöpfen und ihre Sorgen für einen Moment vergessen können“, erzählt Pirkner.
Im Mai des vergangenen Jahres musste sie ihre Tochter für immer verabschieden. Lina starb im Alter von nur zehn Jahren an Krebs. Jahrelang hatte das Mädchen mit bewundernswerter Stärke gegen die Krankheit gekämpft. Sie überstand Operationen, Chemotherapien und Bestrahlungen, ohne ihren Lebensmut zu verlieren. Die Familie aus dem Lavanttal sammelte Spenden, um Lina eine Therapie im Ausland finanzieren zu können. Doch dazu kam es leider nicht mehr. Nun soll das Geld – dank zahlreicher Spender kamen rund 380.000 Euro zusammen – anderen krebskranken Kindern und ihren Familien zugutekommen. Etwa 100.000 Euro wurden bereits weitergespendet an Betroffene und für soziale Zwecke.
Kärntner Kinderkrebshilfe
Der neu gegründete Verein „Linas Stern“ arbeitet eng mit der Kärntner Kinderkrebshilfe zusammen. „Wir sehen das als wertvolle Ergänzung unserer bestehenden Hilfsangebote“, sagt Kinderkrebshilfe-Obfrau Angelika Granitzer. Durch die enge Abstimmung könne man sicherstellen, dass betroffene Familien gezielt und unbürokratisch zusätzliche Unterstützung erhalten – etwa bei besonderen sozialen Härtefällen oder bei größeren Anschaffungen. „Wir schätzen den Einsatz der Familie Pirkner sehr, die trotz ihres schweren Schicksalsschlags anderen betroffenen Familien Hoffnung und konkrete Hilfe schenkt“, betont Granitzer.
Tamara Pirkner steht dem Verein als Obfrau vor. Ihre Stellvertreterin ist Manuela Kasch, die Lina als Krankenschwester auf der Kinderonkologie in Graz während ihrer schweren Erkrankung begleitet hat. Ziel des Vereins ist es, ein starkes Netzwerk aufzubauen und Familien krebskranker Kinder nicht nur finanziell, sondern auch mit Beratung und persönlicher Unterstützung zur Seite zu stehen. „Gemeinsam sind auch die schwersten Wege ein Stück leichter“, sagt Tamara Pirkner aus eigener schmerzlicher Erfahrung.