Mit Spannung wurde die Entscheidung der zwölf Vereine (Budapest ist noch nicht stimmberechtigt) im Rahmen der ordentlichen Generalversammlung in Salzburg über die Aufnahme eines neuen Mailänder Vereins in die ICE-Liga erwartet. Am Ende wurde Mailand als neuer Teilnehmer bestätigt, erhielt also die acht oder mehr benötigten Stimmen. Zuvor gaben die Pioneers aus Vorarlberg bekannt, dass sie ihr Budgetloch im letzten Moment noch füllen konnten und Österreichs höchster Spielklasse weiterhin erhalten bleiben. Damit werden in der Saison 2026/27, die am 18. September startet, erstmals 14 Mannschaften an der ICE-Liga teilnehmen.
In den nächsten zwei Jahren wird die neue Mannschaft am Messegelände in Rho, wo auch das Olympische Eishockeyturnier stattgefunden hat, in einer provisorischen Halle, der „Milan Ice Fiera Arena“, mit rund 4000 Sitzplätzen (Fertigstellung im Oktober geplant) ihre Heimspiele austragen. Die Kosten dafür sollen sich auf rund fünf Millionen Euro belaufen. Parallel dazu wird eine permanente Halle realisiert. Federführend hinter dem Mailänder Projekt ist einerseits die institutionelle Krypto-Verwaltungsgesellschaft „House of Doge“, die beim amtierenden Meister der zweitklassigen Swiss League sowie beim italienischen Fußballverein Triestina (Serie C) beteiligt ist. Auf der anderen Seite ist Christof Leitner, der mit „Realice – Ice Rink Technologien“ auch für den Bau der Eisanlagen für Olympia zuständig war.
Ljubljanas Miha Butara neuer Vizepräsident
Im Rahmen der Generalversammlung wurde zudem einstimmig ein neuer Vizepräsident gewählt. Nach dem Ausscheiden von Viktor Szelig übernimmt künftig Miha Butara, Präsident von Olimpija Ljubljana, diese Funktion im Präsidium der ICE Hockey League. Darüber hinaus wurde im Rahmen einer außerordentlichen Wahl Mag. Wolfgang Kofler einstimmig als neues Mitglied des ständig neutralen Schiedsgerichts der ICE League gewählt.
Grünes Licht für Open-Air-Spiel
Die Klubs bekannten sich zur grundsätzlichen Durchführung des Mountain Classic. Mit dem geplanten Outdoor-Spiel an der Skisprungschanze in Bischofshofen im Jänner soll ein außergewöhnliches Eventformat geschaffen werden, das weit über die Liga hinaus Aufmerksamkeit erzeugen kann.
„Wir sind stolz darauf, dass die Liga weiter wächst und künftig mit 14 Teams ausgetragen wird. Mit Mailand stößt nicht nur ein wichtiger Eishockeystandort zu unserer Liga, sondern auch eine europäische Metropole mit einem enormen Marktpotenzial. Daraus ergeben sich zahlreiche Chancen für die weitere Entwicklung unserer Liga – sowohl im sportlichen als auch im wirtschaftlichen und medialen Bereich. Gleichzeitig wurden wichtige Maßnahmen in den Bereichen Marketing, Streaming und Vermarktung beschlossen, die unsere Professionalisierung weiter vorantreiben werden“, fasst Liga-Vizepräsident Erich Falkensteiner zusammen.