Bei Höchsttemperaturen um die 30 Grad lässt es sich entspannt auf die Tourismuszahlen der Wintersaison zurückblicken. Und wenn davor auch noch ein dickes Plus steht, macht das Bilanzieren gleich noch mehr Spaß. Erstmals konnte die Steiermark von November bis April mehr als sechs Millionen Nächtigungen verzeichnen. 125.600 Übernachtungen mehr als im Vergleichszeitraum 2024/25 bedeuten einen Anstieg von 2,1 Prozent. Noch deutlicher ist das Plus bei den Ankünften – sie stiegen um 2,4 Prozent auf 1,89 Millionen. Die Zahlen basieren auf einer Hochrechnung der Landesstatistik.

„Der steirische Wintertourismus bleibt verlässlicher Wachstumsmotor. Mehr als sechs Millionen Nächtigungen und ein klarer Aufwärtstrend, insbesondere aus den Nahmärkten, sprechen eine deutliche Sprache: Urlaub ist ein hohes Gut, das die Menschen heute mehr denn je brauchen“, freut sich Landeshauptmann und Tourismusreferent Mario Kunasek (FPÖ) über die frischen Zahlen. Steiermark-Tourismus-Boss Michael Feiertag sieht darin die Früchte der gezielten Werbemaßnahmen: „Mehr als 2,8 Millionen Nächtigungen kamen aus den internationalen Nahmärkten. Besonders der CEE-Raum hat sich positiv hervorgetan, mit dynamischen Entwicklungen aus Tschechien, Ungarn, Slowenien und Polen.“ Im Juni werden übrigens mehr als 50 Reiseveranstalter aus dem CEE-Raum an der „Austrian Destination Experience“ in der Steiermark teilnehmen.

Aber auch Bayern habe sich als Markt mit einem Plus von 14,4 Prozent an Nächtigungen besonders stark entwickelt, heißt es bei Steiermark Tourismus. Bei den Unterkünften gab es in diesem Winter die größten Zuwächse im Bereich Ferienwohnungen und 3-Sterne-Betriebe, die höheren Kategorien blieben auf hohem Niveau stabil.

Mario Kunasek und Michael Feiertag freuen sich über eine positive Winterbilanz
Mario Kunasek und Michael Feiertag freuen sich über eine positive Winterbilanz © STG/Jaden Gynes

Die eher mickrige Schneelage machte ja im vergangenen Winter einige Regionen zu schaffen, vielerorts gab es zu wenig Niederschlag und nur eingeschränkten Lift- bzw. Loipenbetrieb. Aber nicht überall: In der Weststeiermark freute man sich über mehr Schnee als in den letzten Jahren. Die Hebalm (Klug Lifte) verzeichnete etwa eine der besten Saisonen, auch am Hauser Kaibling im Ennstal jubelt man über einen Spitzenwinter. Dort blieb man sogar noch über Ostern geöffnet.