Im niederbayerischen Eggenfelden wurden im Frühjahr gleich zwei Holzkonstruktionen mit verbotener NS-Symbolik aufgestellt, wie BR24 berichtet. Im ersten Fall handelt es sich um einen handgefertigten, rund drei mal vier Meter großen Torbogen mit der zynischen Aufschrift „Arbeit macht frei“, der jenem des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz nachempfunden und an seinen Stützpfeilern mit Hakenkreuzen „verziert“ wurde. Ebendieses Gebilde wurde vom mutmaßlichen Täter, einem 33-jährigen Polen, vor dem Eingang des örtlichen Finanzamts platziert.
Im zweiten Fall soll derselbe Mann Mitte April ebendort eine weitere selbstgebaute Holzkonstruktion aufgestellt haben, die einen Ofen darstellen soll, an dem ebenso Hakenkreuze sowie die Aufschrift „Zyklon B, SS-kaliert“ angebracht wurden.
Derzeit ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen den Verdächtigen, der sich bereits wegen eines davon unabhängigen Haftbefehls in Untersuchungshaft befand. Wie deutsche Medien nun berichten, soll sich der Mann aufgrund von Steuerschulden vom Finanzamt ungerecht behandelt gefühlt haben. Im Fall einer Verurteilung könnte der 33-Jährige mit einer Geldstrafe davonkommen, das Höchstmaß wäre eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.