5600 Schülerinnen und Schüler sind heuer in der Steiermark bereits für die Sommerschule angemeldet. 1.500 davon müssen heuer verpflichtend in den Sommerferien die Schulbank drücken. Denn für Kinder in Deutschförderklassen beruht die Sommerschule heuer erstmals nicht mehr auf Freiwilligkeit, sondern ist ein Muss. Sie müssen heuer direkt von der Schule registriert werden. Bei Kindern die freiwillig die Sommerschule besuchen, müssen die Eltern die Anmeldung übernehmen.
Die Steiermark reiht sich mit der bisherigen Anmeldezahl damit auf Platz vier im Vergleich der Bundesländer ein. Absoluter Spitzenreiter ist Wien mit 13700 Anmeldungen, 5700 davon verpflichtend. Auf Wien folgen Niederösterreich mit 9400 Anmeldungen, davon 1400 verpflichtend und Oberösterreich mit 6500 Anmeldungen, davon 2400 verpflichtend. Das Burgenland ist das Schlusslicht mit 1100 Anmeldungen, davon 300 verpflichtend.
Österreichweit mehr Anmeldungen, in der Steiermark weniger
Österreichweit sind bisher 48.200 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Davon sind laut dem Bildungsministerium rund 33.900 freiwillig dabei, 14.300 sind zur Sommerschule verpflichtet. Die aktuellen Zahlen sind aber nur ein Zwischenstand, denn die Anmeldefrist läuft noch. Es fehlen zumindest noch rund 1800 Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern, die verpflichtend die Schulbank drücken müssen.
Aber bereits jetzt liegt die Zahl der angemeldeten Kinder und Jugendlichen über der im Vorjahr. Damals besuchten 41.100 Schülerinnen und Schüler die Sommerschule. In der Steiermark liegt man hingegen bisher noch unter dem Wert des Vorjahres. 2025 starteten in der Steiermark 6515 Schülerinnen und Schüler in die Sommerschule.
Verpflichtung für Lehrpersonen dürfte vom Tisch sein
Aufgrund der heuer deutlich mehr erwarteten Schülerinnen und Schüler hatte Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) zuletzt eine Verpflichtung für Lehrkräfte zum Unterricht an der Sommerschule ins Spiel gebracht, falls sich nicht genug Pädagoginnen und Pädagogen freiwillig melden sollten. Das dürfte nicht nötig sein. Statt wie im Vorjahr 5.600 haben sich bisher 6.800 Personen gemeldet, die an einer Sommerschule unterrichten wollen.
„Die steigenden Anmeldezahlen sowohl was Lehrende, als auch Schülerinnen und Schüler betrifft, unterstreichen die besondere Bedeutung der Sommerschule als nachhaltiges Unterstützungsangebot im österreichischen Bildungssystem“, betonte Bildungsminister Wiederkehr in einer Aussendung. „Denn wer insbesondere auch im Sommer die deutsche Sprache spricht, hat im neuen Schuljahr einen klaren Startvorteil.“