Sie wolle noch länger an den skurrilen und eigenartigen Gedanken festhalten, welche Kunstschaffende anfangs oft ignorierten, die aber meist noch ein wenig länger bei einem verbleiben würden, freute sich Wollner in ihrer Dankesrede im Palais de Festival.
In "Everytime" erzählt Wollner das Leben der von Birgit Minichmayr bravourös gespielten Mutter Ella, die mit ihren beiden Töchtern Jessie (Carla Hüttermann) und Melli (Lotte Shirin Keiling) in einfachen, aber glücklichen Verhältnissen lebt - bis Jessie im Drogenrausch an der Seite ihres Freundes Lux (Tristán López) verunglückt. Gemeinsam mit Lux muss Ella mit der Trauer leben lernen und ein neues Leben um den Verlust herum aufbauen.
Die Jury unter Vorsitz der französischen Schauspielerin Leila Bekhti würdigte neben der zentralen Ehrung an Sandra Wollner noch weitere Werke aus der insgesamt 19 Arbeiten umfassenden Schiene. So vergab sie ihren Jury-Preis an "Elephants in the Fog" von Abinash Bikram Shah sowie ihren Spezialpreis an "Iron Boy" von Louis Clichy.
Bei den Darstellerinnen wurde das Trio Daniela Marín Navarro, Marina de Tavira und Mariangel Villegas für seine Leistung in Valentina Maurels "Forever Your Maternal Animal" ausgezeichnet. Bei den Herren siegte hingegen Bradley Fiomona Dembeasset mit seinem Part in "Congo Boy" von Rafiki Fariala.
(S E R V I C E - www.festival-cannes.com/en/f/everytime/ )