Es war ein Spießrutenlauf, der sich für die Polizei letztlich auszahlte. Wochenlang suchten die Beamtinnen und Beamten nach einem Fahrraddieb, der insbesondere rund um das Grazer LKH aktiv war. Nun konnten sie zuschlagen.

Die Polizei hatte zunächst Lichtbilder veröffentlicht und auf wichtige Hinweise aus der Bevölkerung gehofft. Letztlich kam das entscheidende Puzzlestück aber aus dem Ausland. Mit Hilfe der Kriminalpolizeiinspektion Leipzig führte die Spur zu einem 51-jährigen Polen, der in Deutschland lebt.

Super-Recognizer helfen

Entscheidend war dabei die Gruppe der Super-Recognizer – also Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, sich Gesichter zu merken. Bei der Polizei unterstützen diese Talente nun in unterschiedlichen Bereichen die kriminalpolizeilichen Ermittlungen. So auch bei diesem Fall.

Nach der Identifizierung des Mannes konnte dieser am 20. Mai 2026 im Bereich der Fahrradständer beim Auskundschaften von Fahrrädern wahrgenommen und auch festgenommen werden. Bei der Festnahme entdeckten die Polizisten in seinem Rucksack einen Eisenschneider. Der 51-Jährige wird in die Justizanstalt Jakomini eingeliefert.