Ein Erdbeben der Stärke 4,4 hat Donnerstagfrüh das Gebiet rund um den „Supervulkan“ bei Neapel erschüttert. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von drei Kilometern im Gebiet der Phlegräischen Felder und wurde klar auch in Neapel selbst gespürt. Der Erdstoß sorgte für Aufregung unter der Bevölkerung, es gab jedoch keine Meldungen von Verletzten oder größeren Schäden.
Auf das erste Erdbeben folgte ein weiterer Erdstoß mit Stärke 2,1, wie das italienische Institut für Geologie und Vulkanologie mitteilte. Bewohner flüchteten auf die Straße. Die Schulen bleiben geschlossen, das Bahnnetz wurde kontrolliert.
Bürgermeister in Kontakt mit Zivilschutz
„Es war ein starkes Erdbeben. Wir sind unterwegs, um eventuelle Schäden zu begutachten“, teilte der Bürgermeister von Bacoli – einer Gemeinde im Phlegräischen Gebiet – Josi Della Ragione über seine Social-Media-Profile mit. „Ich stehe in Kontakt mit der Präfektur von Neapel, dem Zivilschutz der Region Kampanien und dem Vesuv-Observatorium, um die Lage zu überwachen. Ich bin mir der Sorgen, die jeder von uns in diesen Minuten empfunden hat, absolut bewusst, aber ich rufe die Bevölkerung zur Ruhe auf“, so der Bürgermeister.
Millionen für Gebiet bereitgestellt
Die italienische Regierung stellte im Februar 2025 rund 184 Millionen Euro für das Gebiet um den „Supervulkan“ bei Neapel bereit. So sollen 50 Projekte im Areal der Phlegräischen Felder finanziert werden, um die Auswirkungen der ständigen Erdbeben auf Gebäude und Infrastruktur in der Gegend zu verringern.