Die Exportquote der Sandvik Mining and Construction in Zeltweg könnte kaum höher sein, sie liegt bei nahezu 100 Prozent. Ein Paradebeispiel für ein erfolgreiches Exportunternehmen also, obwohl Managing Director Günter Sauermoser meint: „Ein bisschen schade ist es schon, dass wir fast alles für den Export produzieren, aber wir sind eben auf den Bereich Mining spezialisiert und der kommt in Österreich und im Grunde auch in ganz Europa kaum vor.“
Vorausschauen und reagieren
Der Exportpreis hat für Sauermoser große Bedeutung: „Wir freuen uns sehr darüber und finden Institutionen wie das ICS extrem wichtig. Auch wenn wir weltweit verknüpft sind, konnten wir über das ICS unser Netzwerk erweitern und z. B. Lieferanten in Australien finden.“
Die Wurzeln von Sandvik Zeltweg liegen in einem Eisenwerk im Jahr 1851, heute werden modernste Maschinen für den Abbau von Mineral- und Erzlagerstätten entwickelt und hergestellt. Man muss aber nicht weit in die Vergangenheit schauen, um Veränderungen in der täglichen Arbeit zu bemerken. Günter Sauermoser: „Wir haben heute eine sehr hohe Volatilität. Vor einigen Jahren haben wir etwa unser Business Continuity Planning einmal im Jahr gemacht, jetzt passiert das quartalsmäßig. Da geht es darum, verschiedene Szenarien durchzudenken und festzulegen, wie wir die Produktion sichern.“ Ob Kriegsgeschehen, Pandemie oder spontane Zölle aus den USA – mit sich verändernden Rahmenbedingungen kommt das Unternehmen zurecht: „Man muss sich anpassen, flexibel sein und schnell reagieren.“
Dass diese Taktik funktioniert, beweisen laufende Investitionen: „Wir schauen positiv in die Zukunft und investieren beispielsweise gerade in ein neues Bürogebäude und eine neue Produktionshalle bei uns am Standort Zeltweg.“