„Wir sehen uns auf den globalen Märkten nach wie vor mit einer äußerst angespannten Situation konfrontiert“, sagt Manfred Kainz, Obmann des Landesgremiums Außenhandel, mit Blick auf die aktuelle Situation der steirischen Exportwirtschaft. Angesichts dieser Kulisse könne die Bilanz für das vergangene Jahr als „durchaus solide bewertet werden“. Tatsächlich bedeutet das letztjährige Warenexportvolumen von 28,7 Milliarden Euro das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte. Gegenüber dem Rekordjahr 2022 gab es allerdings ein Minus von 341 Millionen Euro beziehungsweise 1,2 Prozent. Vor allem die für den steirischen Standort prägende Industrie steckt in einer Rezession.
Gemeinsam mit den anhaltend trüben Prognosedaten für die nahe Zukunft sorgt diese Entwicklung bei Unternehmensvertretern für Alarmstimmung. Es sind die Rahmenbedingungen im Inland, die das Reüssieren im Ausland zunehmend erschweren, weshalb auf Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit gedrängt wird
Wege zu neuen Märkten
Demzufolge müsse man vor allem den Kostendruck bei Energie und Arbeit in den Griff bekommen beziehungsweise bürokratische Hürden abbauen, um die Standortattraktivität für Exportunternehmen abzusichern. „Denn auch die besten Produkte brauchen wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen“, heißt es seitens der Unternehmen. Um den Außenhandel als Wachstumsmotor wieder ins Laufen zu bringen, fordert Kainz zudem den Ausbau von Handelsabkommen.
Aktuell geht mehr als ein Viertel der heimischen Exporte nach Deutschland (Warenwert: 7,9 Milliarden Euro). Dahinter folgen die USA (3,1 Milliarden Euro), Italien (1,8 Milliarden Euro). Daneben ist man aber intensiv mit der Erschließung neuer Märkte beschäftigt. Große Hoffnungen liegen diesbezüglich auf Indien als eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaften der Welt und einem aktuellen Fokusland des Internationalisierungscenters (ICS), das steirische Exporteure auf deren Weg zu neuen Märkten mit umfangreichen Serviceleistungen unterstützt.
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