Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nach wie vor die größte Herausforderung für Unternehmerinnen und alle berufstätigen Frauen mit Kindern. „Eine Mutter muss sich darauf verlassen können, dass die Kinderbetreuung dauerhaft angeboten wird, um einen Job im Ausmaß von 40 Stunden annehmen zu können oder sich selbstständig zu machen“, so Legner. Die Sommerferien sind auch ein Grund, warum so viele Teilzeitbeschäftigte auf eine Vollzeitstelle verzichten. Legner: „Dass die fehlende Kinderbetreuung und die daraus resultierende Arbeitszeitreduktion nicht nur Auswirkungen auf das Gehalt, sondern auch auf die Pensionsbezüge hat, ist den wenigsten bewusst.“ Denn gerade in Zeiten akuten Fachkräftemangels muss eine funktionierende und gut ausgebaute Kinderbetreuung oberste Priorität haben, denn diese trägt maßgeblich dazu bei, das Arbeitskräftepotenzial voll auszuschöpfen.

Sommerbetreuung finden

Frau in der Wirtschaft bietet seit elf Jahren die Plattform www.sommerbetreuung.at an und plädiert für ein durchgehendes, leistbares und auf Unternehmer:innen und berufstätige Frauen abgestimmtes Sommerbetreuungsangebot. „Über eine Suchfunktion können Angebote nach Region, Monat sowie mit oder ohne Übernachtung gesucht und gefunden werden. Das Angebot wird laufend aktualisiert und ergänzt. Wer selbst eine Sommerbetreuung für Kinder anbietet, kann sich bei uns melden und wir stellen alle Infos kostenlos online“, so Tanja Telesklav, Landesgeschäftsführerin von FiW Kärnten: „Auch für alle anderen Ferien und Fenstertage wird das Angebot sukzessive ausgebaut. Wir wollen ein Tool mit der größten Auswahl an Ferienbetreuungsmöglichkeiten aus ganz Kärnten anbieten. Sofort buchbar wie ein Urlaub.“

Das Angebot ist vielfältig.

Groß ist die Nachfrage bei Alpenvereins-, Tanz-, Reit- und Englischcamps sowie nach den „Computer Kids“ von 4everyoung. Neu sind beispielsweise die magischen Feriencamps „Geheimagenten auf Waldmission“ und „Hexenakademie 2.0“, Sommer-Fotokurse oder das „Weltklimaspiel“ für 14- bis 18-Jährige im Educational Lab. Die tageweise Betreuung sowie ein erweitertes Angebot an Wochenenden, vor allem in den Tourismusregionen, ist in Kärnten noch ein großes Problem. „Ab der zweiten Augusthälfte gibt es ein deutlich reduziertes Angebot. All diese Kriterien, verbunden mit dem Wunsch nach Aufwertung und Wertschätzung der Lehre, haben im Vorjahr zur Idee der Berufsschnupper-Woche geführt. Das Interesse war riesengroß, die Plätze im Nu vergriffen“, so Legner. Deshalb gibt es dieses Jahr von 19. bis 23. August eine Fortsetzung.

Nähere Informationen: www.sommerbetreuung.at

Diese Serie wird finanziell unterstützt von der Wirtschaftskammer Kärnten