Wie sehen Helden aus? Wissen Sie nicht? Dann werfen Sie doch einen Blick auf die Mädchen und Buben in dem großen Bild: Das sind die Schülerinnen und Schüler der 4a der Volksschule Leutschach, die sich heuer mit dem Thema Helfen auseinandergesetzt – und eine großartige Hilfsaktion auf die Beine gestellt haben. Mit sensationellem Erfolg: 3000,32 Euro kamen für „Steirer helfen Steirern“ zusammen – konkret für die Familie Sterner, deren Sohn im Vorjahr fast an einem Keim gestorben wäre. Er musste mehrmals wiederbelebt werden und trug schwere Folgeschäden davon. Seine Mama war damals hochschwanger ...

Wer ist reich, wer ist arm?

Am Anfang des Schulprojektes, das Lernbegleiterin Lena Pichler initiiert hatte, stand eine simple Frage. „Wer von euch ist reich?“ Zwei Kinder meldeten sich, erzählten, dass sie daheim ein großes Haus und einen Pool hätten ... Dann lernten die Schüler anhand von drei Beispielen Kinder in anderen Teilen der Welt kennen, die auf einem kalten Lehmboden schlafen und bis zu 30 Kilometer zu Fuß zur Schule gehen müssen. Und erfuhren, dass es auch in Österreich Mädchen und Buben gibt, die in Armut leben. Als dann erneut gefragt wurde, wer reich sei, „waren plötzlich alle Hände oben“. Und die Idee zu einer Spendenaktion war geboren.


„Uns war es wichtig, schnell und in unserer Region zu helfen“, betonen Lena Pichler sowie Klassenlehrerin und Schulleiterin Claudia Pronegg – also wandte sich die Schule an „Steirer helfen Steirern“. Die Schüler bastelten Spendenboxen, sammelten daheim – und wurden auch sonst im Heimatort tatkräftig unterstützt. So durfte auch an Arbeitsplätzen von den Eltern und im Lehrerzimmer der Volksschule gesammelt werden. Und die Jugendband von Leutschach rief gleich bei zwei Erstkommunionfeiern zum Spenden auf.

Als Anerkennung für die jungen Helden, die so viel Herzblut in die Aktion gelegt hatten, gab’s vom Lehrerteam für jede und jeden ein Armband.
Und von uns gibt’s ein ganz großes Dankeschön!