Ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben. Auch in Krankheit oder Alter. Das wünschen sich die meisten von uns. Jeder pflegebedürftige Mensch hat grundsätzlich auch das Recht darauf, trotz Hilfebedarfs möglichst lange seine Intim- und Privatsphäre zu wahren. Um diese grundlegenden Rechte des Menschen zu garantieren muss die Pflege und Betreuung individuell auf den Pflegebedürftigen ausgerichtet werden.
Individuelle Auswahl
Ob ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden, unterstützt von der Hilfe einer kompetent geschulten Person, oder aber in einer qualifizierten Einrichtung, bei der zu jeder Tages- und Nachtzeit Hilfe bereitsteht und eine ganzheitliche Pflegeversorgung auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung gewährleistet ist: Um die für sich richtige Entscheidung zu treffen, ist es wichtig, sich im Vorfeld umfassend über die bestehenden Möglichkeiten zu informieren. Denn die Angebote von Beratung, Pflege und Betreuung in Österreich sind so zahlreich wie unterschiedlich. So kann auch für jeden eine individuell zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann.
Gewohntes Umfeld
Ist die Pflegebedürftigkeit bereits sehr weit fortgeschritten, ist die verantwortungsvolle Versorgung in den eigenen vier Wänden oft nicht mehr möglich. Dann ist es unumgänglich, einen Pflegeplatz in einem Heim anzunehmen. Die größte Angst, die bei Betroffenen dann aufkeimt, ist, alltägliche Gewohnheiten, die gewohnte Umgebung und das damit verbundene persönliche Umfeld verlassen zu müssen. Und man fürchtet sich vielleicht ein wenig vor dem Neuen und Ungewohnten. Qualifizierte Pflegeeinrichtungen wissen um diese Angst. Ihr Ziel ist es daher, die persönliche Lebensqualität des Pflegebedürftigen so weit wie möglich zu erhalten und Raum für individuelle Entfaltung zu schaffen. So kann den Bewohnern von Pflegeheimen so viel Normalität des täglichen Lebens erhalten bleiben, wie irgendwie möglich ist.
Besonderes Augenmerk wird in qualifizierten Einrichtungen auch darauf gelegt, neben der medizinisch notwendigen Versorgung auch genügend Ausgleich auf sozialer Ebene zu bieten. Das Miteinander bei kulturellen Veranstaltungen, Sport oder gesellschaftliches Beisammensein stehen hier im Fokus. Um den Senioren die Möglichkeit zur persönlichen Entfaltung zu bieten, werden sie auch von der Konzeption bis hin zur Durchführung verschiedener Veranstaltungen in die Prozesse mit eingebunden. Der Vorteil: Die Senioren erhalten sich nicht nur ihre Lebensfreude sondern bleiben sowohl geistig als auch körperlich fit.
Geschulte Pflegekräfte
Speziell qualifiziertes Pflegepersonal ist das A und O für eine kompetente Pflege. Daher wird bereits vor der Ausbildung, in Aufnahmegesprächen, darauf geachtet, wer wirklich für diesen Beruf geeignet ist. Denn ein Beruf in der Pflegebranche bedeutet, in einem menschlich und fachlich fordernden Tätigkeitsbereich zu arbeiten. Hat man jedoch die erste Hürde gemeistert, stehen beruflich viele Wege offen: Von der einjährigen Ausbildung zum Pflegehelfer über die dreijährige Ausbildung an Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege zum diplomierten Krankenpfleger bis hin zu Studien an Fachhochschulen und Universitäten ist alles möglich.
Um den Beruf des Krankenpflegers aufzuwerten, wird derzeit darüber verhandelt, die Ausbildung generell auf akademisches Niveau anzuheben. Doch auch heute schon arbeiten viele Diplom-Krankenpflegeschulen bereits mit Fachhochschulen zusammen: Den Schülern ist es so möglich, den wissenschaftlichen Teil ihrer Ausbildung an einer FH zu absolvieren und so einen akademischen Grad zu erlangen.