Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup musste unter anderem auf Nenad Cvetkovic, Jannes Horn, Lukas Grgic, Bendeguz Bolla und Yusuf Demir verzichten, dennoch war seine Truppe in der Anfangsphase gefährlich. Petter Nosa Dahl schlenzte den Ball knapp daneben (5.) und scheiterte allein aufs Tor zulaufend an Ried-Goalie Andreas Leitner (7.), der zudem einen Schuss von Nikolaus Wurmbrand entschärfte (10.).
Doch dann kam Ried vor 4.638 Zuschauern auf. Ein von Kouadio Ahoussou abgefälschter Schuss von Ante Bajic ging an die Latte (11.), ehe die Oberösterreicher aus einer Standardsituation zuschlugen. Nach einem kurz abgespielten Corner flankte Yussef Nasrawe zur Mitte, Havenaar versenkte den Ball per Kopf im langen Eck.
Rapid fiel danach wenig ein, erst gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Gäste wieder im gegnerischen Strafraum vorstellig, als Romeo Amane das lange Eck deutlich verfehlte (44.). Die zweite Hälfte begann mit einem von Rapid-Schlussmann Niklas Hedl gebändigten Versuch von Yusuf Maart (51.). Die Hütteldorfer stemmten sich gegen die Niederlage, schafften es aber vorerst nicht, wirklich zwingende Chancen herauszuspielen - bis Dahl mit einer sehenswerten Aktion die Ried-Abwehr aushebelte und Amane nur noch abvollieren musste.
Zwei Minuten später war es mit der grün-weißen Freude schon wieder vorbei. Nach einem weiten Einwurf brachte Boguo das Spielgerät mit einem harmlosen Schuss in Richtung Tor. Serge-Philippe Raux-Yao wollte klären, rasierte aber den Ball und machte ihn so unhaltbar für Hedl. Die Liga schrieb das Tor zumindest vorerst Boguo zu. Die letzten Minuten waren durch ideenloses Ballgeschiebe von Rapid gekennzeichnet, Rieds Sieg beim Heim-Abschied von Trainer Maximilian Senft geriet nicht mehr in Gefahr.