An die Gründerzeit vor 135 Jahren erinnert heute nur noch ein verhältnismäßig kleines Wasserkraftwerk am Unternehmensstammsitz in Wildon. „Unsere Geschäftsfelder sind heute völlig andere“, sagt Richard Frizberg, der die Führung des Familienunternehmens in fünfter Generation übernommen hat. So ist man mittlerweile mit rund einem Dutzend Tochterunternehmen weltweit tätig. Treibende Kraft hinter der Transformation ist die Digitalisierung und Automatisierung.

„Es wird aber keinen Massenexodus von Arbeitskräften geben – ganz im Gegenteil“, beruhigt Frizberg. So sind in der Produktion heute zwar Schweißroboter im Einsatz, es werden aber Mitarbeiter gebraucht, die sie programmieren und damit arbeiten können. „Diese Veränderungsdynamik in Produktionsprozessen wird bleiben“, ist er überzeugt: „Deshalb investieren wir über eine Million Euro pro Jahr in Forschung und Entwicklung.“

Jüngstes Beispiel der Innovationskraft ist das Energieprojekt „Sonnenspeicher Süd“ auf dem Gelände eines früheren Basaltbergwerks in Weitendorf bei Wildon südlich von Graz. Dort soll im Rahmen eines Joint Ventures mit Wasser aus der Kainach ein Speichersee mit 1,5 Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen entstehen, der abgedeckt und durch die Energie aus 62 Hektar Sonnenkollektoren, einem Biomasse-Heizwerk und einer Hochleistungswärmepumpe stufenweise auf bis zu 120 Grad erwärmt wird. Das heiße Wasser soll bei Mellach in das Fernwärmenetz eingespeist werden und ab 2026 mehr als ein Viertel des Grazer Fernwärmebedarfs decken. Jährlich können so rund 100.000 Tonnen CO2 vermieden werden.

Diese Serie soll der Schwerkraft der Krisen entgegenwirken. Sie erscheint als Medienkooperation der „Kleinen Zeitung“ und wird von den teilnehmenden Unternehmen finanziell unterstützt.