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Nordirland - Österreich 0:1David Alaba: "Das müssen wir besser machen"

Oft sind 1:0-Siege Zitterspiele – dieses 1:0 der Österreicher in Nordirland war aber ein klarer Erfolg. Fodas Elf bleibt Tabellenführer in der Gruppe B1 der Nations League.

Michael Gregoritsch sorgte für Österreichs Auswärtssieg in Nordirland
Michael Gregoritsch sorgte für Österreichs Auswärtssieg in Nordirland © GEPA pictures
 

Je länger das Spiel in Belfast dauerte, desto klarer wurde, dass sich Österreich an diesem Abend nur selbst schlagen können würde. Denn abgesehen vom laut geschmetterten „Sweet Caroline“ der (naturgemäß wenigen) nordirischen Fans war es nur das ÖFB-Team, das „sweet“ agierte. Oder besser: dominant. Bestimmend. Die Nordiren mögen Einiges vorgehabt haben an diesem Abend, als Verlängerung ihres Zwischenhochs, das sie in die letzte Play-off-Runde um einen der noch zu vergebenden EM-Startplätze brachte, aber eines hatten sie definitiv nicht: die Kontrolle über das Spiel.

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Zu bestimmt trat das Team von Franco Foda auf, zu hungrig. Die Gier nach dem Ball war der Mannschaft, die David Alaba diesmal als Linksverteidiger auf den Platz führte, anzumerken. Kaum war das Spielgerät verloren, ging man in den Gegenangriff über. Und waren in den ersten Minuten vielleicht noch Abstimmungsprobleme zu erkennen, so lief die Maschinerie immer geschmierter. Nur das mit dem erfolgreichen Torschuss, das klappte nicht nach Wunsch.

In der ersten Hälfte haben wir ein tolles Spiel gemacht. Da haben wir viel Druck gemacht, eine souveräne Mannschaftsleistung gezeigt und ein schönes Tor erzielt. Nach der Pause waren wir nicht wach genug und hätten fast noch den Ausgleich bekommen. Da mussten wir etwas zittern. Aber der Sieg war absolut verdient.

Franco Foda

Denn ganz ehrlich: An sich hätte diese Partie schon in der ersten Hälfte entschieden sein müssen, allein der abermals starke Christoph Baumgartner hätte innerhalb weniger Minuten einen Doppelpack schnüren müssen – einmal, als er nach haarsträubendem Fehler von Abwehrspieler Cathcart alleine vor Michael McGovern auftauchte, den Ball aber an Keeper und Tor vorbei zirkelte (29.).

Ich bin sehr glücklich. Es ist etwas ganz Besonderes, für das Nationalteam zu treffen. Die Nordiren haben nach der Pause alles nach vorne geworfen und wir waren nicht mehr so ballsicher. Aber wir haben es vor unserem Tor sehr gut verteidigt. Jetzt sind wir Erster mit sechs Punkten und wollen auch vorne bleiben.

Michael Gregoritsch

Oder sechs Minuten später, als er nach Traumkombination über Alaba, Ranftl und Gregoritsch drei Meter vor dem Tor zum Ball kam, den aber im Zweikampf über die Latte setzte. Und selbst Martin Hinteregger lässt solche Chancen, wie er sie nach Alaba-Freistoß in Minute 24 bekam, nur selten aus – diesmal tat er es.

So wollten wir nicht aus der Pause kommen, sondern wie in der ersten Hälfte weitermachen. Das müssen wir besser machen und kühlen Kopf bewahren.

David Alaba

Aber, wie gesagt: Es war eine Frage der Zeit, bis einer der Angriffe erfolgreich enden würde, in Minute 42 war es soweit, abermals nach Traumkombination: Pavao Pervan (richtig, der Tormann), klärte früh auf Schlager, der für Alaba verlängerte, der auf Hinteregger ablegte – und dessen Flanke köpfelte Michael Gregoritsch trocken ein, mit seinem vierten Tor im Teamtrikot.

Österreich hätte es also leicht(er) haben können, aber man hält sich offenbar gern an Gewohntes; und seit sechs Spielen endete jedes Spiel der Österreicher mit nur einem Tor Unterschied. Und so sah man sich nach dem Wechsel auch aktiveren Nordiren gegenüber, ließ diese besser ins Spiel kommen.

Von meinen beiden Chancen hätte schon eine drin sein müssen. Ich schaue, dass ich es in Rumänien besser mache.

Christoph Baumgartner

Überbeschäftigt wurde Österreichs Abwehr aber trotzdem nicht gerade, erst in Minute 68 musste Pavao Pervan nach einem Kopfball erstmals wirklich eingreifen. Der Rest? Man vermisste nach dem Wechsel den Zug zum Tor der Österreicher, die Gier auf den Ball – so blieb es bei der engen Partie, die die klaren Kräfteverhältnisse so gar nicht widerspiegelt.

Am Mittwoch geht es nun in der Nations League in Bukarest als Tabellenführer gegen Rumänien um eine gelungene Revanche für die bittere 2:3-Heimniederlage. Die Rumänen bekamen ihrerseits in Norwegen gleich eine 0:4-Packung aufgebrummt. Überragend dabei, einmal mehr: Erling Haaland, der gleich drei Mal traf.


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Danke für Ihr Verständnis.

fans61
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Ranftl

Sehr schwach.

fon2024
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andaman

fans61 mußt dir halt das Spiel anschauen.

one2go
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Wenn

ich den Dragovic (seit langem nur noch Ersatzspieler) bei der Bundeshymne zusehe, wird mir schlecht (selbst unser deutscher Bundestrainer ist imstande diese zu singen)!

schteirischprovessa
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Also, wenn man mich fragt, ist das

kein 4-2-3-1 sondern eine 3er-Kette, bei der Lainer und Ranftl bei Ballbesitz die Flügel beackern und bei Ballverlust mit drei Innenverteidigern eine 5er-Kette bilden.

wmeikl
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es fragt dich

nur KEINER!