Ist das noch gesund?Podcast: Wie fühlt es sich an, mit Long Covid zu leben?

Permanente Erschöpfung, Gedächtnisschwierigkeiten und Verlust des Geschmackssinns: Long Covid hat viele Gesichter. Maarte Preller war eine der ersten in Österreich, die sich mit ihrer Erkrankung an die Öffentlichkeit wandte. Im Podcast erzählt sie, wie das Leben mit Long Covid aussieht und erklärt, was für Betroffene getan werden sollte.

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Maarte Preller; Long Covid; Podcast
Maarte Preller ©  Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)
 

Als Maarte Preller ins Redaktionsgebäude der Kleinen Zeitung kommt, um den Podcast aufzuzeichnen, nehmen wir den Lift hinauf in den zweiten Stock. Denn auch viele Monate nach ihrer Covidinfektion stellen Treppen für Maarte eine große Hürde dar. Denn Maarte leidet an Long Covid.

Schon vor dem ersten Lockdown im März erkrankte sie am Coronavirus. Nach der Genesung folgte der Rückschlag: Symptome kamen zurück und Maarte war nicht mehr fähig ihrem Beruf nachzugehen. Darauf folgte ein Ärztemarathon: Denn damals war noch sehr wenig über Long Covid bekannt. Damit es andere Patientinnen und Patienten leichter haben, gründete Maarte Preller schließlich die Selbsthilfegruppe Long Covid Austria. All das erzählt sie in der neuen Podcastfolge: 

Von Long Covid spricht man, wenn vier Wochen nach Abklingen einer Coronaerkrankung noch immer Symptome bestehen oder solche wiederkommen. Wie lange diese bestehen bleiben können, ist noch unklar. Wie viele Österreicherinnen und Österreicher betroffen sind, ist schwer zu sagen. Es könnte eine hohe Dunkelziffer geben.

Wie die Coronainfektion verlaufen ist, spielt offenbar keine unmittelbare Rolle dafür, ob Long Covid entstehen kann. Das heißt, wer einen schweren Verlauf hatte, muss nicht unbedingt anschließend an Long Covid leiden. Umgekehrt kann Long Covid auch nach milden und symptomlosen Verläufen auftreten. Stark betroffen sind junge Menschen - und hier vor allem Frauen. Auch bei Kindern kommt Long Covid vor.

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Kommentare (11)
Hardy1
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Fragt doch mal den Kickl.....

...was dieser alles seit seiner Corona Erkrankung von sich gibt, ist besorgniserregend......

vitruvius
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Ja danke für diesen Beitrag

Ich war selber am Anfang vergangenen Jahres an Covid erkrankt und musste deswegen einige Wochen ins Spital. Als nicht mehr der Jüngste aber noch im Berufsleben stehend, und auch mit einer Krebsdiagnose vor drei Jahren gehöre ich zu den Risikopatienten.
Ich litt dann ein paar Monate lang auch an ziemlich argen Erschöpfungszuständen (wie im Podcast vorgebracht), und konnte mich kaum eine Stunde auf meine Arbeit konzentrieren. Die Neurologin die ich aufsuchte hat dann den Befund mit Verdacht auf Long-Covid ausgestellt.
Aber ich hatte Glück. Nach einem weiteren Monat der Stagnation ging es dann schön langsam wieder bergauf, Ich habe diesen Zustand mit Ende vergangenen Jahres wieder überwunden, und kann auch meiner beruflichen Tätigkeit wieder voll nachkommen.

Ich kenne inzw. einige mit diesen Long-Covid-Symptomen die aber noch immer tw. daran leiden. Ich hoffe dass die meisten wieder bald gesunden können wie ich. Sonst wird das neue gesellschaftliche Herausforderungen und Probleme bringen, deren Umfang man derzeit noch gar nicht abschätzen kann.
Wieder einmal: Covid ist etwas anstrengender als die Grippe. Nehmen wir das ernst und verharmlosen das bitte nicht.

nijinsky
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Ausgewogen?

Für die Ausgewogenheit der Berichterstattung, wäre es aber auch gut mal etwas über "Leben mit Impfschäden" zu lesen. Denn geben tut es beides. Danke.

DannyHanny
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Nijinsky

Welche??
Das Aua Händchen, Kopfweh, Fieber......zählen nicht dazu!
Und über andere äusserst seltene, wie Thrombosen, Herzmusekelentzündungen etc. Wird und wurde laufend berichtet!
Und über die eingebildeten " Impfschäden" weil ein Wehwechen, eine Krankheit nach einer Impfung aufgetreten ist und sicher nicht, im Zusammenhang mit der Impfung zu sehen und möglich ist.....braucht man nicht berichten!!

halelale
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@DannyHanny

Du bist ein Beispiel für massiven Frontenbau. Andere Meinungen werden abgetan oder mit Bagatellbeispielen ins Lächerliche gezogen. Nach dem Prinzip kenn ich nicht, gibt's nicht.

halelale
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Kyle Warner

kT

iMissionar
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Die Kleine muss sich entscheiden

Räumt sie Redakteuren wie dem werten Journalisten Renner Platz ein, sodass man in Leitartikeln leicht abschätzig die Impfung ins Lächerliche ziehen kann? Gibt Sie handverlesenen Experten Raum, die eine Impfpflicht madig machen? Oder nimmt man an Long-COVID Erkrankte ernst? Eine „Haltung“ zu haben nötigt einem auch ab sich dafür zu entscheiden.

halelale
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vielleicht gibt es einfach kein Schwarz/Weiß,....

.... auch wenn das viele gerne hätten im Frontenbauwahn.

Urkondia
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Hörempfehlung

Wichtiges Thema, tolles Interview! Long Covid - nach zwei Jahren Ausnahmezustand immer noch die große Unbekannte.

Kaine
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Danke!

für die Selbsthilfegruppe und den Podcast.

DannyHanny
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Viele,wollen es nicht glauben!!

Junge Arbeitskollegin (27) mit mildesten Symptomen an Covid 19 erkrankt und seit fast 6 Monaten nicht mehr arbeitsfähig!!
Zähne putzen z.B.: endet in Schweissausbrüchen, 10 Stufen Stiege nur mit zig maligne stehenzubleiben zu schaffen......
Die junge Frau ist verzweifelt, da auch die Fortschritte in der Therapie fast nicht messbar sind!
Dieser Virus ist teuflisch!