Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Ladeverluste nicht mitgerechnetWie stark der Verbrauch bei E-Autos vom Bordcomputer abweicht

Weil Ladeverluste nicht erfasst werden, weicht die Verbrauchsangabe des Bordcomputers bei Elektroautos von der Realität ab. Der ADAC hat Differenzen von bis zu 25 Prozent ermittelt.

© Daniel Krasoń/stock.adobe.com
 

Die Entscheidung für ein Elektrofahrzeug orientiert sich vielfach am Energieverbrauch und damit an den Kosten fürs Aufladen. Die Angaben im Bordcomputer sind jedoch nur die halbe Wahrheit: Sie zeigen lediglich den Verbrauch für den Antrieb an – Verluste beim Ladevorgang bleiben unberücksichtigt, müssen aber mitbezahlt werden.

Der ADAC hat 15 E-Autos auf ihren realen Verbrauch an der Ladesäule im Vergleich zur Angabe im Bordcomputer untersucht. Ergebnis: Je nach Fahrzeug weichen die Angaben 10 bis 25 Prozent voneinander ab.

Bordcomputer sind grundsätzlich ein sinnvolles Extra und gehören bei vielen Automodellen zur serienmäßigen Ausstattung oder kosten nur einen geringen Aufpreis. Sie informieren über gefahrene Wegstrecken, fällige Wartungsdienste, Durchschnittsgeschwindigkeiten oder den Verbrauch. Der Bordcomputer zeigt bei E-Autos jedoch nur den Verbrauchswert beim Fahren, nicht den gesamten Strombedarf.

Die Ergebnisse des Tests im Überblick Foto © ADAC

Der Grund: Die Messsysteme im Auto können die beim Aufladen anfallenden Verluste nicht erfassen. Ladeverluste entstehen beim Laden in der vorgelagerten Elektroinstallation und der Ladestation, im Bordladegerät des Fahrzeuges und in der Antriebsbatterie.

Ladeverluste addieren sich zusammen mit sonstigen Ungenauigkeiten von Bordcomputern zum Teil erheblich: So muss man beim Tesla Model 3 LR knapp 25 Prozent zur Bordcomputer-Angabe addieren, beim Seat Mii Electric knapp 21 Prozent und beim Jaguar i-Pace gute 17 Prozent. Aber auch der Renault Zoe (knapp 19 Prozent), der Nissan Leaf (17,6 Prozent) und der VW e-up! (15,6 Prozent) zeigen ein deutliches Plus. Lediglich der Kia e-Niro (9,9 Prozent) bleibt unter der 10-Prozent-Marke.

Kommentare (26)

Kommentieren
lisigerti
2
20
Lesenswert?

Zukunft

Nun die Zukunft sind Verbrennungsmotoren mit synthetischen Kraftstoffen. Die Elektros brauchen mehr Ressourcen u. Energie als uns bekannt ist!

baumi1000
1
2
Lesenswert?

und wieviel energie brauchtman um einen

liter e-fuel herzustellen?

Pablo63
5
3
Lesenswert?

Uns ist alles bekannt.

Der Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors ist unterirdisch, besonders mit synthetischen Kraftstoffen aus Fossilenergie.

schadstoffarm
5
6
Lesenswert?

Omg

Das schlechteste aus 2 Welten.

Pablo63
20
13
Lesenswert?

Ich bin fassungslos.

Auch mein Kühlschrank scheint wesentlich mehr zu verbrauchen als angegeben wenn ich die Leitungsverluste vom Kraftwerk (Umspannwerke sind die Obersauerei!!!) bis in meine Küche einberechne. Vielen vielen Dank an KZ und ADAC für die Aufdeckung dieser bisher völlig unbekannten, wirklich weltbewegenden Fakten.

schadstoffarm
1
14
Lesenswert?

25%

Ist kein bemmerl. Wenn das Laden wirklich so ineffizient ist besteht handlungsbedarf, aber so genau geht das aus dem Artikel nicht hervor.

Miraculix11
2
11
Lesenswert?

Das Meisterstück ist der Citroen Mehari

0,5%-1% Entladung des Akkus pro Stunde. Kann sich ja jeder ausrechnen nach wieviel Tagen der Akku leer ist.

melahide
4
19
Lesenswert?

Auch

hier, wie bei Diesel und Benzin, ist es eine „einfache“ Rechnung. Man fährt vollgetankt los... und beim nächsten (Voll)Ladevorgang vergleicht man ...“wie viele kw/h hab ich geladen. Wie weit bin ich gekommen“. Dann hab ich den Verbrauch. Was ein Bordcomputer sagt ist mir ziemlich egal.

scionescio
7
18
Lesenswert?

@melahide: ist es wirklich so schwer, den Sinn des Artikels zu erfassen?

Ich kenne derzeit nur eine Handvoll eichfähiger Ladesäulen in Deutschland (die überwiegende Mehrheit ist nicht eichfähig und rechnet deshalb pauschal ab) dh die Ladesäule kann dir im Gegensatz zu einer Tanksäule (dort ist das Zählwerk geeicht und die 40Liter in der Anzeige sind auch in deinem Tank und abgesehen von vernachlässigbaren Effekten wie Verdunstung, stehen dir auch 40Liter zur Verbrennung zur Verfügung) gar nicht genau sagen, welche Strommenge sie abgegeben hat.
Deine Anzeige im BEV schummelt dir auch nur irgendwas vor, weil die Verluste durch Transformation, Ladegerät, Inverter, Batteriemanagementsystem, Selbstentladund, etc. wie durch Zauberhand im Nirwana verschwinden - welche fiktiven kw/h willst du also zu deinen gefahrenen Kilometern in Beziehung setzen? Problem jetzt verstanden?

melahide
15
1
Lesenswert?

Ich schau

Auf den Stromzähler bei Beginn des Ladevorgangs und am Ende. Die beiden Zahlen subtrahiere ich ..

Bertram Gloeckner
2
3
Lesenswert?

komme auch nur auf 7,9% Ladeverlust

der Rest sind Luxus wie Wächter-Modus, Vorklimatisierung oder ein wenig Phantomverlust

scionescio
6
10
Lesenswert?

@melahide: lassen wir es wieder einmal gut sein - ich gebe auf;-)

Anhand deiner Kommentare zu anderen Themen bin ich davon ausgegangen, dass du meine Erklärung verstehen kannst - anscheinend hast du unerklärliche Aussetzer, sobald es um BEVs geht ...

SoundofThunder
0
5
Lesenswert?

🤔

Wenn der Akku anhand jeder einzelnen Zelle ausgemessen wird (Innenwiderstand,Spannungsdifferenz zu den anderen Zellen,Kapazität,....) der Akku zuerst entladen wird bevor er geladen wird wäre das eventuell eine Lösung (Ausbalancieren,im Modellbau nichts neues). Aber das kostet Zeit (die man nicht hat) und zusätzliche Balancer-Anschlüsse (was nur bei einheitlichen Stecksystemen möglich wäre und kostenintensiv ist).Wieviele Zellen hat so ein Lipo-Akku in den E-Autos?

Carlo62
0
7
Lesenswert?

Ohne Zellenbalancing...

...würde ein Akkusatz eines BEV nach wenigen Ladevorgängen in Flammen aufgehen. Natürlich werden alle Zellen überwacht, das passiert intern und daher ist nach außen auch kein Balancinganschluss geführt. Bei 200-250 in Serie geschalteten Zellen kannst Du Dir selber gut vorstellen, wie der Balance-Stecker sinst aussehen müsste.

scionescio
4
14
Lesenswert?

@Sound: in den BEVs sind mehrere Tausend einzelne Zellen verbaut, wobei schon zu Beginn ein großer Prozentsatz als Reservezellen mitgeführt wird ...

... durchschnittlich hält eine einzelne Zelle ja nie mehrere Jahre ohne massiven Kapazitätsverlust - daher werden einfach Reservezellen nach und nach dazugeschalten, wenn einzelne Zellen schwächer werden oder ganz ausfallen - das erklärt auch das hohe Gewicht und nach außen hin schaut es für den Laien so aus, als ob ein Akku etliche Jahre ohne nennenswerten Kapazitätsverlust halten könnte (das ist ungefähr so, als ob du ständig einen zweiten Motor mitführen würdest und dann behauptest, dein Motor schafft locker eine Million Km, weil du unbemerkt einfach auf den Reservemotor umschaltest, wenn der erste Motor kaputt ist). Aus diesem Grund kann man auch kein gebrauchtes BEV kaufen, weil man nicht weiß, wie viele Reservezellen noch vorhanden sind (die Hersteller hüten diese Information wie einen Augapfel) und dann plötzlich der Akku massiv einbrechen kann.
Es wird auch jetzt schon sehr genau gemessen, was in den Akku rein- und rausfließt, aber die Differenz ist leider nicht die Strommenge, die dir zur Verfügung steht, weil durch elektrochemische Vorgänge Ladung verlorengeht. Durch Selbstendladung verliert ein BEV sogar verhältnismäßig recht viel Kapazität dh du brauchst es nur vollgeladen mehrere Tage stehen lassen und kannst zusehen, wie du Reichweite verlierst. Diese Angaben sind aber größtenteils geschätzt (die Messung von zB Spannung ist da nicht genau genug) und die Hersteller sind dann bei der Anzeige mehr oder weniger ehrlich.

scionescio
5
23
Lesenswert?

Ob man da jetzt auch von Schummelsoftware sprechen wird und es Sammelklagen gegen die Hersteller geben wird?

Da weltweit der überwiegende Anteil des Stroms noch von fossilen Kraftwerken stammt, produzieren die BEVs jetzt also auch bis zu 25% mehr CO2- die Klimabilanz der Sondermüllkisten mit den Riesenakkus (wegen des höchst problematischen Entsorgung ) ist jetzt noch schlechter als vorher und alle mühsam mit gewagten Annahmen hingetrimmten Studien, wo ein BEV wegen des bei der Akkuproduktion anfallenden CO2 nach ein paar 100.000 Km zumindest pari ist, sind noch unglaubwürdiger als vorher (zB wird die thermische Verwertung des Akkus nicht eingerechnet).
Wenn es einmal eichfähige Ladestellen gibt und nicht mehr pauschal abgerechnet wird, dürfen die BEV-Fahrer also auch mit bis zu 25% höheren Betriebskosten rechnen - da werden die Akkus jetzt dann 20 Jahre halten müssen, damit sie mit einem Diesel kostenmäßig pari sind ... wer das glaubt;-)
Dass Tesla die sparsamste Technologie besitzt, ist auch wieder einmal widerlegt: sie schummeln wie üblich nur am meisten bei der Software und zeigen einfach an, was die Fanboys sehen wollen. Der Unterschied zwischen SR und Long Range zeigt auch schön, dass die naiven Angeber in ihren umweltschädlichen Protzkisten dafür bezahlen, dass ihnen die Software einfach eine höhere Reichweite vorgaukelt, die sie im echten Leben aber nicht „erfahren“ können (gleich wenig, wie die angeblichen vielen Hundert Pseudo-PS, die nur sehr kurzzeitig zur Verfügung stehen) - typisch Tesla eben: viel Schein für die Gläubigen , wenig Sein in der Realität ;-)

schadstoffarm
8
3
Lesenswert?

Schwurbelmeister scio

Reichweite, spaltmaße und v8 war gestern, sag dem dodge charger und Chevy Camaro adieu. Und ließ Studien dies Papier wert sind.

melahide
17
5
Lesenswert?

Wenn

Sie so weiter machen werden Sie eines Tages noch ein wichtiger Berater von Donald Trump! Vielen Dank!!

scionescio
4
16
Lesenswert?

@melahide: keine Sorge, ich lebe auch jetzt schon ausgezeichnet davon, dass mir Firmen hohe Tagsätze für meine Beratung bezahlen ...

Da ich es mir mittlerweile leisten kann, mir meine Kunden auszusuchen, wird der Spätpubertierende auch künftig ohne meinen Rat auskommen müssen.

melahide
15
5
Lesenswert?

Und

die Erdöllobby zählt da vermutlich zu den glücklich auserwählten die von ihrem Rat profitieren dürfen?

scionescio
4
7
Lesenswert?

@melahide: Mir fehlt das Wissen, die Ausbildung und Erfahrung um im Erdölbereich etwas Sinnvolles beitragen zu können ...

... im IT-, Mobilitäts-, Energieversorgungs- und Automotive-Bereich schaut es da anders aus und neben Automobilkonzernen aus Europa, Japan, Korea und den USA zähle ich auch NGOs zu meinen Kunden - die müssen allerdings nicht dafür bezahlen und dienen hauptsächlich als persönlicher Wohlfühlfaktor;-)

melahide
10
3
Lesenswert?

Aha

es muss ihnen dann aber ziemlich weh tun, dass E-Mobilität mit all den vorhandenen Schwächen die sie hat ... noch immer weniger schädlich als Verbrenner sind ... versuchen sie deshalb unter jeden Artikel wo das Wort“E-Auto“ drin vorkommt ihre Meinung zu äußern ... weil zu Verbrennern sagen sie nie was kritisches. Sie kritisieren immer den Rohstoffverbrauch von E-Autos. Kobalt zb geht zu 5 % in E-Autos. Die anderen 95 % landen in Legierungen (auch im Motor ihres Verbrenners, Flugzeugen), Smartphones, Laptops .. ich hab da noch nie ein kritisches Wort von ihnen gelesen? Laptops verbrauchen den gleichen Strom wie E-Autos ... wo ist da ihre Kritik?

Sie geben ihre Meinung wieder. Ihre Meinung ist: „E-Autos sind böse“. Sie sind aber besser als Verbrenner. Und das ist keine Meinung!

scionescio
4
11
Lesenswert?

:melahide: BEVs sind nur darin besser, lokal keine Emissionen zu erzeugen ... und dieser einzige Vorteil wiegt nur in ganz wenigen Nischenanwendungen alle anderen Nachteile auf ...

... allein schon die Tatsache, dass man etwas angeblich so Tolles mit viel Steuergeld fördern muss, sollte sie zum Nachdenken anregen.
Bessere Alternativen haben sich immer durchgesetzt, weil sie den Konsumenten Vorteile gebracht haben (auch wenn sie anfänglich sauteuer waren zB Smartphone, Digitalkamera, Flat-TV, ...) - das BEV hat aber nur Vorteile für die Energieversorgerlobby, die Chinesen (weil sie Europas Vorherrschaft im Automotive-Sektor brechen wollen und uns abhängig von ihren Batterien machen) und Musk - der Durschnittskonsument hat nur gewaltige Nachteile (Kosten, Reichweite, Zeitverlust durch Nachladen, geringe Durchschnittsgeschwindigkeit, Sicherheit).
Ihre persönliche Meinung ist kontrafaktisch und hält keiner Objektivierung stand ... zumindest, wenn man in der Lage ist, Fakten zu verstehen!

melahide
9
3
Lesenswert?

Und

wo soll bitte die Alternative sein? Ölabhängigkeit von den Arabern? Das wirtschaftliche Systemfiasko „alles nach China auslagern“ können sie dem E-Auto nicht anlasten. Ihr Smartphone wird auch in China gebaut. Wir schaffen es nicht einmal mehr ein Mobilfunknetz ohne die Chinesen aufzubauen... und außer Renault verschlaft jeder europäische Autokonzern jede Entwicklung. Die Japaner und Südkoreaner experimentieren schon mit Wasserstoff. USA, China hat den E-Auto Markt, Japan die Hybridtechnologie. Europa verschlaft ALLES. Und dann wollen sie die Fahne hochhalten als wäre Europa noch ein „Global Player“ im Automobilbereich ...:)

scionescio
3
6
Lesenswert?

@melahide: die europäische Autoindustrie ist in einem 80% Marktsegment die nächsten Jahrzehnte unangefochten an der Spitze ...

... und werden nur durch dumme Politiker mit noch dümmeren Gesetzen künstlich zum Mitarbeiterabbau gezwungen.
Selbst die größten Optimisten glauben mittlerweile nicht mehr daran, dass BEVs in den nächsten Jahrzehnten mehr als 20% abdecken können - damit wird sich auch eine Infrastruktur nie rechnen.
BEVs mögen in ein paar Einzelfällen sinnvoll sein (hauptsächlich als Zweit- und Drittauto - daher belasten sie insgesamt zusätzlich durch ihre Emissionen und tragen gesamthaft nicht zu einer CO2 Reduktion bei) - eine sinnvolle und machbare Alternative für die allgemeine Mobilität werden sie die nächsten Jahrzehnte sicherlich nicht sein - oder kann sich jemand vorstellen, dass in Indien, Brasilien, Kanada, Australien, etc. nur mehr BEVs unterwegs sind?

baumi1000
6
2
Lesenswert?

strom kann heute relativ einfach

und überall erzeugt werden und die infrastruktur ist auch einfacher herzustellen als bohrinseln , raffinerien , tankschiffe,pipelines etc einfach ein stromkabel legen - fertig