Teurer Tarifdschungel an der LadesäuleWarum sich die Preise um das bis zu Zwölffache unterscheiden

Ein E-Auto zu laden, ist in Österreich an vielen Orten möglich. Doch für welchen Betrag und mit welcher Stromstärke, das ist ziemlich undurchsichtig. Warum das Betanken eines Stromers oftmals teuer wird als gedacht.

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Faustregeln haben etwas für sich. Zum Beispiel, dass eine Kilowattstunde Strom immer so um die 20 Cent kostet. Da bekommt man natürlich schnell das Grinsen, wenn man sich so ausrechnet, was das Betanken eines E-Mobils mit 60-kWh-Akku kostet. Fast nichts – oder in der Realität: harmlose 12 Euro, die bei modernen Elektroautos für mindestens 300 Kilometer gut sein können. Diese Autos sollen also nicht nur die Umwelt, sondern auch das Geldbörserl schonen. Doch spätestens jetzt tritt eine zweite, uralte Faustregel in Kraft: Man darf die Rechnung nie ohne den Wirt machen. Und in unserem Falle bedeutet das: die Betreiber der öffentlichen Ladestationen.

So kann es nämlich sein, dass man für eine Aufladung in Wien 55 Euro zahlen muss, in der Steiermark sogar an die 80 Euro. Wie kann das sein? Die Ladenetzbetreiber verwenden hierfür einen kleinen Trick: Sie nennen sich selbst viel lieber „Mobility Service Provider“, also Dienstleister für Mobilität. Und als solcher kann man die Tarife mehr oder weniger nach eigenem Gutdünken aussuchen.

Die Arbeiterkammer hat sich diesem Thema bereits angenommen und erstaunliche Differenzen feststellen müssen: Hierzulande wird nicht nach Amperestunden, sondern nach der Standzeit am Lader abgerechnet (man zahlt also auch dann noch, wenn der Akku schon längst wieder aufgeladen ist), und diese Minutenpreise unterscheiden sich teils um das Zwölffache. Unterschiede im dreistelligen Eurobereich sind durchaus möglich.

Wobei ein weiteres Problem darin besteht, dass an den Säulen nicht angeschrieben steht, mit welcher Leistung der Strom aus der Leitung fließt. Natürlich ist es gerechtfertigt, mehr zu verlangen, wenn die Amperezahl entsprechend höher liegt. Nur können vor allem kleine, billigere E-Mobile dieses Potenzial gar nicht ausschöpfen, da ihr Onboard-Lader die hohen Ströme gar nicht verarbeiten kann. Im Gegensatz zu den hochpreisigen Modellen, was zu einer skurrilen Tatsache führt: Wer ein Luxusmobil fährt, tankt oftmals günstiger.

Jänner bis Oktober 2021: Top 20 Neuwagen

Platz 20: VW ID.4

Mit 2181 verkauften Stück und einem Marktanteil von 1,1 Prozent kämpft sich das Elektro-SUV VW ID.4 auf den 20. Platz.

VOLKSWAGEN

Platz 19: Seat Ateca

2203 verkaufte Stück bedeuten für den Seat Ateca ein Minus von 23 Prozent, einen Marktanteil von 1,1 Prozent und den 19. Platz in der Zulassungsstatistik.

SEAT

Platz 18: BMW X1

Auf Platz 18 landet der BMW X1 mit einem Plus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr: 2228 Stück wurden verkauft, damit hält er einen Marktanteil von 1,1 Prozent.

BMW

Platz 17: Skoda Karoq

Platz 17 gehört dem Skoda Karoq, der heuer bislang 2502  Kunden fand und damit einen Marktanteil von 1,2 Prozent kassiert. Damit liegt er im Vergleich zum Vorjahr bei einem Minus von 7 Prozent.

SKODA

Platz 16: Seat Leon

Der Seat Leon landet mit einem Plus von 8,9 Prozent auf dem 16. Platz. Das entspricht 2557 verkauften Stück und einem Marktanteil von 1,2 Prozent.

SEAT

Platz 15: VW Tiguan

Der VW Tiguan hat mit einem Minus von 17,9 Prozent den 15. Platz geholt. Die Bilanz: 2583 Stück und ein Marktanteil von 1,3 Prozent.

VOLKSWAGEN

Platz 14: Hyundai Tucson

Mit einem Plus von 2,2 Prozent holt sich der Hyundai Tucson den 14. Platz. 2658 Stück wurden verkauft, der Marktanteil liegt bei 1,3 Prozent.

HYUNDAI

Platz 13: VW ID.3

Auf Platz 13 fährt der VW ID.3. 2678 Stück wurden verkauft, sein Marktanteil liegt bei 1,3 Prozent. Das ist ein Plus von 492,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

VOLKSWAGEN

Platz 12: Seat Arona

Platz 12 geht an den Seat Arona: Er holt sich 2722 Verkäufe, einen Marktanteil von 1,3 Prozent und ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von 8,1 Prozent.

SEAT

Platz 11: Dacia Sandero

Dacias neuer Kleinwagen Sandero fährt den elften Rang ein. 2995 verkaufte Stück machen 1,5 Prozent Marktanteil und ein Plus von 65,7 Prozent aus.

DACIA

Platz 10: VW T-Cross

Der VW T-Cross hat mit 3132 Stück den zehnten Platz und 1,5 Prozent Marktanteil erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 7,5 Prozent.

VOLKSWAGEN

Platz 9: Tesla Model 3

Auf den neunten Rang schafft es das Model 3 von Tesla mit 3149 Stück und 1,5 Prozent Marktanteil. Das ist ein Plus von 56,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

TESLA

Platz 8: Seat Ibiza

Der Seat Ibiza ergattert den achten Platz. Vom Spanier wurden heuer bisher 3265 Stück abgesetzt. Marktanteil: 1,6 Prozent bei einem Plus von 25,1 Prozent.

SEAT

Platz 7: VW Polo

Der VW Polo landet auf Platz 7: 3563 Kunden haben sich heuer bisher für den Wolfsburger entschieden. Das macht einen Marktanteil von 1,7 Prozent und ein Minus von 20,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

VOLKSWAGEN

Platz 6: Skoda Fabia

Ein Minus von 20,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr kassiert der Skoda Fabia. Mit 3583 verkauften Stück landet er auf Platz 6 mit einem Marktanteil von 1,8 Prozent.

ŠKODA

Platz 5: VW Bus

Auf Platz 5 parkt der VW Bus: Mit 3717 Stück fährt er einen Marktanteil von 1,8 und ein Plus von 16,4 Prozent ein.

VOLKSWAGEN

Platz 4: VW T-Roc

3864 VW T-Roc wurden heuer bereits verkauft. Das macht 1,9 Prozent Marktanteil, ein Plus von 1,6 Prozent und den vierten Platz in der Zulassungsstatistik.

VOLKSWAGEN

Platz 3: VW Golf

Der VW Golf hat seinen angestammten Spitzenplatz verloren und fällt auf Rang 3 zurück: Mit 4359 verkauften Stück hält er einen Marktanteil von 2,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 21,4 Prozent.

VOLKSWAGEN

Platz 2: Skoda Octavia

2020 war er das meistverkaufte Auto Österreichs - und auch heuer hatte der Skoda Octavia bisher die Nase vorn, ist jetzt aber auf Platz 2 zurückgefallen. 4584 neue Besitzer hat der Bestseller 2021 gefunden, das macht 2,2 Prozent Marktanteil und ein Minus von 34,1 Prozent.

SKODA

Platz 1: Fiat 500

Paukenschlag an der Spitze: Platz 1 geht in einem Zwischensprint an die Fiat-500-Familie: Vom Kleinwagen 500, der neuen elektrischen Variante, dem SUV 500X und dem Van 500L wurden heuer bisher 5578 Stück abgesetzt. Das entspricht einem Plus von 36,3 und einem Marktanteil von 2,7 Prozent.

FIAT
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So wie zu den Anfängen der Handys vor mehr als 20 Jahren, gibt es derzeit bei der Ladeinfrastruktur einen Tarifdschungel mit Datenpaketen, Roaminggebühren und Mitgliedsvorteilen, in dem diverse Unklarheiten lauern. Wie konnte man es so weit kommen lassen? „Wir haben darauf keinen Zugriff. Und das ist auch gut so, weil sonst gäbe es nämlich überhaupt keine privaten Ladestellen“, sagt Michael Hantigk, zuständig für das Ladenetz bei E-Control, der österreichischen Regulierungsbehörde für die Strom- und Gaswirtschaft, über das Zeitabrechnungsmodell. „Ansonsten müsste jeder Betreiber nämlich ein Stromlieferant werden und dafür gäbe es aus guten Gründen sehr große Hürden zu überwinden. Die jetzige Regulierung ist zur Unterstützung privater Initiativen also zuerst einmal als positiv zu bewerten. Hat aber den Pferdefuß, dass wir uns nicht drum kümmern können.“

Modellvorstellung: BMW iX3

BMWs mittleres SUX X3 ist künftig als Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid und eben auch rein elektrisch zu haben Wobei das Strom-SUV iX3 seine Kollegen um knapp drei Zentimeter überragt.

BMW

Der Elektromotor kann eine maximale Leistung von 210 kW (286 PS) und ein Drehmoment von 400 Newtonmetern generieren. In 6,8 Sekunden saust der Hecktriebler von 0 auf 100 km/h, der Vortrieb ist bei Tempo 180 elektronisch begrenzt.

BMW

Die Lithium-Ionen-Batterien tief im Bauch des SUV haben einen Brutto-Energiegehalt von 80 kWh, der für eine Reichweite von bis zu 460 Kilometern nach dem WLTP-Zyklus gut sein soll.

BMW

Laden lässt sich der 400-Volt-Hochvoltspeicher sowohl ein- als auch dreiphasig mit einer Leistung von bis zu 11 kW. Beim Anschluss an eine Gleichstrom-Schnellladestation können Ladeleistungen von bis zu 150 kW realisiert werden.

BMW

Dafür liegt im Kofferraum der neu entwickelte „Flexible Fast Charger“: Er umfasst ein Ladekabel, das mithilfe von Adaptern für den Anschluss an Haushalts- und Industriesteckdosen genutzt werden kann.

BMW

Ein bissl Energie in die Akkus speisen kann man bekanntlich auch beim Rekuperieren: Wie viel da gerade am schlauesten ist, kann der iX3 mithilfe von Navigationsdaten und den von den Sensoren der Fahrerassistenzsysteme ermittelten Verkehrssituation selbst austüfteln – aber natürlich kann ihm der Fahrer auch ins Handwerk pfuschen.

BMW

Der Wählhebel auf der Mittelkonsole kennt auch die Stufe B, bei der so stark gebremst wird, dass man zum Fahren fast nur das Strompedal braucht.

BMW

Den Mangel der akustischen Kopplung an die Geschwindigkeit bei Elektroautos geht BMW mit dem neuen Feature „Iconic Sounds Electric“ an die Ohren: Lastwechsel werden von einem fließend modulierten Sound, die Rekuperation in Schub- und Bremsphasen von einer sanft gefilterten akustischen Rückmeldung begleitet, sodass jeder Fahrzustand mit einem passenden Klangbild abgebildet wird. 

BMW

Naturgemäß sind beim iX3 die charakteristischen Nieren m Kühlergrill nebst der Frontschürze geschlossen, da dahinter kein Verbrennungsmotor gekühlt werden will.

BMW

Und weil ein geringerer Luftwiderstandsbeiwert – von 0,29 sprechen wir hier – die Reichweite streckt: Bis zu zehn Kilometer sollen alleine die neuen Aerodynamik-Räder bringen.

BMW
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Das heißt also: Der Regulierungsbehörde sind die Hände gebunden. „Unser Regulatorium endet beim Stromzähler. Auf alles danach haben wir keinen Zugriff mehr. Und da ist es egal, ob dann nur eine Kaffeemaschine in einem Schanigarten betrieben oder eben Strom an Autos weitergegeben wird“, erklärt.

Wie geht man jetzt also am besten weiter vor? „Wir sehen, dass mehr Transparenz wichtig wäre. Das ist unser Ansatz.“ Und auch der Gesetzgeber ist sich dieses Themas durchaus bewusst. „Es ist auch schon auf der To-do-Liste. Wie weit oben aber, können wir nicht sagen“, sagt Hantigk. Und die Probleme fangen damit gerade erst einmal an: „Es muss zum Beispiel noch geklärt werden, ob es sich bei der Problematik um ein Wettbewerbs- oder Verkehrsthema handelt, ob also das Wirtschafts- oder das Verkehrsministerium dafür zuständig ist. Man steht also noch völlig am Anfang, zumindest wenn man die E-Mobilität wirklich weit verbreiten möchte. Aber das gilt auch für die Unternehmen. Ladestationen sind immense Investitionen und jetzt beginnt dieses Geschäftsmodell erst langsam, sich zu etablieren“, sagt der Experte.

Modellvorstellung: Nissan Ariya

Der Nissan Ariya steht auf der neuen Elektroplattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi, die den Designer einige Freiheiten einräumt, die auch gerne genommen wurden.

NISSAN

Da wären die ultrakurzen Überhänge gemessen an der Länge von 4595 Millimetern, der 2775 Millimeter lange Radstand oder die neue Interpretation des geschlossenen Kühlergrills, in dessen Mitte das Markenlogo bestehend aus 20 LED prangt. Flankiert wird das Ganze von dünnen LED-Scheinwerfern, die mit sequenziellen Blinkern kombiniert sind.

NISSAN

Wann genau der Ariya in Österreich auf den Markt kommt, das verrät Nissan noch nicht – aber dass man die Wahl zwischen fünf Varianten haben wird. Grundsätzlich sind zwei Batterien im Angebot: eine mit 63 und eine mit 87 kWh, jeweils mit Zwei- oder Vierradantrieb.

NISSAN

Den Einstieg bilden folgerichtig die beiden Modelle mit Frontantrieb, einer maximalen Leistung von 160 beziehungsweise 178 kW (218/242 PS), einem Drehmoment von bis zu 300 Newtonmetern und Reichweiten von bis zu 360 respektive 500 Kilometern.

NISSAN

Zwei Elektromotoren – also einen zusätzlichen an der Hinterachse - haben die Ariyas mit Allradantrieb: Bei der Variante mit 63-kWh-Batterie klettert die Leistung damit auf bis zu 205 kW (279 PS) und 560 Newtonmeter, während die Reichweite auf 340 Kilometer sinkt. Dem 87-kWh-Akku sollen sich 225 kW (306 PS), bis zu 600 Newtonmeter und ein Aktionsradius von bis zu 460 Kilometer entlocken lassen.

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Topmodell ist die Performance-Version mit großem Akku, Allrad, 290 kW (394 PS) Leistung und einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern.

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Verdauen kann der Ariya sowohl Gleichstrom (Schnellladen mit bis zu 130 kW) als auch Wechselstrom, zudem ist ein Drei-Phasen-Ladegerät an Bord, das mit bis zu 22 kW zuzelt.

NISSAN

Weil beispielsweise die Klimaanlage unter der Motorhaube sitzt und es auch keinen Getriebetunnel braucht, soll das Platzangebot für die Passagiere äußerst großzügig ausfallen. Das Kofferraumvolumen liegt bei den Fronttrieblern bei 468, bei den Allradversionen bei 415 Litern.

NISSAN

Das Armaturenbrett kommt weitgehend ohne klassische Knöpfe und Schalter aus. Im zentralen Bereich sind lediglich kapazitive haptische Tasten für die Klimaanlage geblieben, die bei Berührung durch Vibrationen das gleiche Gefühl wie mechanische Schalter vermitteln und erst bei eingeschaltetem Motor erscheinen. 

NISSAN

Unterhalb der Instrumententafel versteckt sich eine Aufbewahrungsbox mit ausklappbarem Tisch – so wird das Cockpit auf Wunsch zum mobilen Büro. Als zentrales Bedien- und Informationselement dienen gleich zwei 12,3 Zoll große Displays: die Instrumentenanzeige direkt hinter dem Lenkrad und der zentrale Bildschirm daneben, die miteinander vernetzt sind. Das zusätzliche Head-up-Display projiziert die wichtigsten Informationen ins Blickfeld des Fahrers. Viele Funktionen lassen sich auch per Sprachbefehl steuern.

NISSAN
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Wirklich Geld verdient hat mit den Stromsäulen also noch niemand und zum Tragen kommen die Kurzschlüsse in den derzeitigen Verrechnungsmodellen ohnehin erst in einigen Jahren. „Problematisch wird es erst dann, wenn die breite Masse auf Elektroautos umsteigt. Da wären auch große Regulierungen, egal ob die Abrechnung nach Kilowattstunden oder nach Minuten geht, nicht notwendig, sondern erst einmal Transparenz. Dass es einen Kalkulator gibt, dem alle Anbieter ihre Preise melden müssen.“

Die Erfahrungen zeigen aber, dass es kaum einen Nutzer gibt, der unvorbereitet seinen nächsten Ladeplatz ansteuert. Hantigk: „Die Profis haben schon sieben oder acht verschiedene Ladekarten, aber so weit muss man ja gar nicht gehen. Wichtiger wäre es, sich einmal in Ruhe anzusehen, welche Verträge und Karten es gibt, und vor allem, welches Ladeverhalten ich habe und welcher Anbieter dann für mich der beste ist. Optimal wäre es da natürlich, meine Situation dann auf unserer Homepage in einen Rechner einzugeben um gleich zu wissen, was man wo zahlt. Aber dafür müssten zuerst die Gesetze verändert werden.“

Worauf man beim Laden auchen muss

  • Angebote vergleichen. Es gibt zahlreiche Anbieter auf dem Markt, die teils nur in einzelnen Bundesländern fungieren. Viele bieten Abo-Modelle zu Pauschalpreisen an, doch oft stecken Stolpersteine im Kleingedruckten.
  • Fahrprofil analysieren. Ob ein Anbieter zum persönlichen Anwendungszweck passt, hängt auch davon ab, wo und wie viel man mit dem E-Mobil unterwegs ist. Fährt man nur in der eigenen Stadt? Ist man in ganz Österreich unterwegs? Sogar im angrenzenden Ausland? Viele Faktoren, die bei der Wahl des richtigen Ladenetzbetreibers wichtig sind.
  • Lademöglichkeiten vor Ort. Der wichtigste Teil des Lademixes: Kann ich daheim oder in der Firma das E-Auto laden? So günstig wie eine eigene Wallbox wird es an öffentlichen Ladestationen nämlich nie sein.
  • Die eigene Wallbox. Ein eigener Garagenplatz reicht noch lange nicht, denn eine  Möglichkeit zum schnellen Laden darf man nicht einfach so installieren. Oftmals fehlt es der Garage an der passenden Stromversorgung. Und selbst wenn, darf die Montage nur ein Fachmann durchführen. Zudem unterscheiden sich die Bauvorschriften und Meldepflichten von Bundesland zu Bundesland.
  • Ein- und dreiphasige Wallboxen. Auch wenn es deutlich stärkere Einphasen-Wallboxen im Handel gibt – in Österreich sind nur Exemplare zulässig, die auf 20 Ampere und 4,6 kW Ladeleistung limitiert sind. Wer mehr Power möchte, muss die deutlich teureren Dreiphasen-Exemplare nehmen. Wer da mit einer illegalen Einrichtung erwischt wird, dem drohen saftige Strafen.

Kommentare (9)
Carlo62
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Nach Amperestunden...

...wird sowieso nie abgerechnet, liebes KlZ Team!

diss
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Ich werde mir in den nächsten 5 Jahren

aus diesen Gründen kein E-Auto kaufen!!

A6TLUK0I30K939HI
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Ein schlechteres oder unausgegorenes Argument hast nicht parat @diss ?!?

Diese Art von Mobilität muss oder sollte jeder für sich nach Gebrauchszweck des KFZ entscheiden !

Eine Gratissäule wie von @melahide angefügt ist auch ein totaler Unsinn, der Strom kommt zwar aus der Dose, jedoch die Kosten für die Gewinnung bzw. Erzeugung fallen immer an, egal welche Energiequelle es betrifft .
Energie kostet eben und da ist diese Art vieles gratis beziehenzu wollen und es so zu handhaben verantwortungslos !

melahide
3
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Weil du

dir für die nächsten 5 Jahre eine neue Ausrede anheften kannst? Ich hab in zwei Jahren in Österreich NOCH NIE „öffentlich“ geladen. Nur in Slowenien, da hat es immer funktioniert. Sonst lade ich daheim oder bei einer Gratissäule!

scionescio
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@melahide: und die Gratisladesäule wird es auch künftig geben und ist deshalb ein Argument für die e-Mobilität?

Warum soll jemand anderer deinen Strom bezahlen? Und glaubst du ernsthaft, dass ein Ladestellenbetreiber vom Verschenken leben kann?
Du wirst dich noch wundern, was der Strom an der Ladestelle kosten wird, wenn es eine Abhängigkeit davon gibt - und bei einer größeren Verbreitung wird auch der Staat sich einen Ersatz für die Mineralölsteuer einfallen lassen.
Selbst die 79ct pro kWh bei Ionity sind vom Konsortium noch subventioniert (dh ca. 16€ für 100km - ein Diesel fährt um dieses Geld damit 300km) und nicht kostendeckend.
Ohne eigene PV am Dach wird ein BEV bald ein sehr teurer Spaß sein - und die PV Anlage bekommst du auch nicht geschenkt und musst sie vorfinanzieren.

Ragnar Lodbrok
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...noch ein Grund warum E Mobilitität

nach wie vor nicht serienreif ist - diese Kinderkrankheiten machen E-Autos zu einem Nischenprodukt für Individualisten und Pseudoumweltschützer...

scionescio
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Eines der Hauptprobleme liegt darin, dass die überwiegende Mehrheit der installierten Ladesäulen nicht eichfähig sind und daher gar nicht nach gelieferter Strommenge abrechnen dürfen ...

... daher müssen als Umgehung Pauschaltarife angeboten werden. Da sich am verkauften Strom nichts verdienen lässt ( wenn fünf Kunden jeweils drei Stunden laden und alle zusammen dafür 60€ bezahlen, sind das die Tageseinnahmen für den Ladestellenbetreiber - davon muss er den Strom, die Wartung für die Ladesäule und die Miete für 20qm Fläche bezahlen - bei zigtausenden Euros Anschaffungskosten für eine Ladessäule und Anschlusskosten im mindestens sechsstelligen Bereich geht sich da kein Geschäftsmodell aus - eine Tankstelle hat den gleichen Umsatz pro Zapfpistole in 5min!) muss man eben auch die Zeit zusätzlich verkaufen (Tesla hat zB eine sündteure Blockiergebühr eingefügt)- da Schnellladen den Akku noch schneller degradieren lässt, sind die Ladestellen abseits der Autobahnen ja auch stundenlang besetzt.
Dazu kommt noch ein erbitterter Kampf unter den Anbietern, der zu wahnwitzigen und sehr intransparenten Roaminggebühren führt.
Laut Gesetz muss es aus Gründen der Versorgungssicherheit möglich sein, an jeder Ladesäule Strom zu beziehen - wenn ich aber beim jeweiligen Betreiber kein Abo habe, darf der einen geschmalzenen Aufpreis verlangen - da fast alle mittlerweile eine fixe Grundgebühr verlangen, ist das bei jeder weiteren Reise - vor allem ins Ausland - ein sehr teurer Spaß, weil es nicht sinnvoll ist, bei zehn Anbietern jeweils ein paar Euros monatlich Grundgebühr ohne Gegenleistung zu bezahlen ( für das Geld kann man schon Diesel für 1000km tanken)!

A6TLUK0I30K939HI
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@scionescio, ............

realistisch, richtig und nachvollziehbar gut beschrieben !

melahide
1
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Ja

das ist richtig. Vor allem treibt hier wieder einmal der „liberale“ Markt sein Unwesen. Jeder Stromverbund hat eigene Ladekarten oder eigene Apps, ladet man mit der „falschen“ Karte gibt es Roaminggebühren.

In Slowenien ist die Ladeinfrastruktur auf den Autobahnen an das Tankstellennetz angebunden. Mit einer App kann man landesweit laden. In Österreich wieder mal unmöglich, obwohl man immer den gleichen Strom ladet ...