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Teurer Tarifdschungel an der LadesäuleWarum sich die Preise um das bis zu Zwölffache unterscheiden

Ein E-Auto zu laden, ist in Österreich an vielen Orten möglich. Doch für welchen Betrag und mit welcher Stromstärke, das ist ziemlich undurchsichtig. Warum das Betanken eines Stromers oftmals teuer wird als gedacht.

© Buffaloboy/stock.adobe.com
 

Faustregeln haben etwas für sich. Zum Beispiel, dass eine Kilowattstunde Strom immer so um die 20 Cent kostet. Da bekommt man natürlich schnell das Grinsen, wenn man sich so ausrechnet, was das Betanken eines E-Mobils mit 60-kWh-Akku kostet. Fast nichts – oder in der Realität: harmlose 12 Euro, die bei modernen Elektroautos für mindestens 300 Kilometer gut sein können. Diese Autos sollen also nicht nur die Umwelt, sondern auch das Geldbörserl schonen. Doch spätestens jetzt tritt eine zweite, uralte Faustregel in Kraft: Man darf die Rechnung nie ohne den Wirt machen. Und in unserem Falle bedeutet das: die Betreiber der öffentlichen Ladestationen.

Kommentare (9)

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Carlo62
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Nach Amperestunden...

...wird sowieso nie abgerechnet, liebes KlZ Team!

diss
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Ich werde mir in den nächsten 5 Jahren

aus diesen Gründen kein E-Auto kaufen!!

Geerdeter Steirer
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Ein schlechteres oder unausgegorenes Argument hast nicht parat @diss ?!?

Diese Art von Mobilität muss oder sollte jeder für sich nach Gebrauchszweck des KFZ entscheiden !

Eine Gratissäule wie von @melahide angefügt ist auch ein totaler Unsinn, der Strom kommt zwar aus der Dose, jedoch die Kosten für die Gewinnung bzw. Erzeugung fallen immer an, egal welche Energiequelle es betrifft .
Energie kostet eben und da ist diese Art vieles gratis beziehenzu wollen und es so zu handhaben verantwortungslos !

melahide
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Weil du

dir für die nächsten 5 Jahre eine neue Ausrede anheften kannst? Ich hab in zwei Jahren in Österreich NOCH NIE „öffentlich“ geladen. Nur in Slowenien, da hat es immer funktioniert. Sonst lade ich daheim oder bei einer Gratissäule!

scionescio
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@melahide: und die Gratisladesäule wird es auch künftig geben und ist deshalb ein Argument für die e-Mobilität?

Warum soll jemand anderer deinen Strom bezahlen? Und glaubst du ernsthaft, dass ein Ladestellenbetreiber vom Verschenken leben kann?
Du wirst dich noch wundern, was der Strom an der Ladestelle kosten wird, wenn es eine Abhängigkeit davon gibt - und bei einer größeren Verbreitung wird auch der Staat sich einen Ersatz für die Mineralölsteuer einfallen lassen.
Selbst die 79ct pro kWh bei Ionity sind vom Konsortium noch subventioniert (dh ca. 16€ für 100km - ein Diesel fährt um dieses Geld damit 300km) und nicht kostendeckend.
Ohne eigene PV am Dach wird ein BEV bald ein sehr teurer Spaß sein - und die PV Anlage bekommst du auch nicht geschenkt und musst sie vorfinanzieren.

Ragnar Lodbrok
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...noch ein Grund warum E Mobilitität

nach wie vor nicht serienreif ist - diese Kinderkrankheiten machen E-Autos zu einem Nischenprodukt für Individualisten und Pseudoumweltschützer...

scionescio
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Eines der Hauptprobleme liegt darin, dass die überwiegende Mehrheit der installierten Ladesäulen nicht eichfähig sind und daher gar nicht nach gelieferter Strommenge abrechnen dürfen ...

... daher müssen als Umgehung Pauschaltarife angeboten werden. Da sich am verkauften Strom nichts verdienen lässt ( wenn fünf Kunden jeweils drei Stunden laden und alle zusammen dafür 60€ bezahlen, sind das die Tageseinnahmen für den Ladestellenbetreiber - davon muss er den Strom, die Wartung für die Ladesäule und die Miete für 20qm Fläche bezahlen - bei zigtausenden Euros Anschaffungskosten für eine Ladessäule und Anschlusskosten im mindestens sechsstelligen Bereich geht sich da kein Geschäftsmodell aus - eine Tankstelle hat den gleichen Umsatz pro Zapfpistole in 5min!) muss man eben auch die Zeit zusätzlich verkaufen (Tesla hat zB eine sündteure Blockiergebühr eingefügt)- da Schnellladen den Akku noch schneller degradieren lässt, sind die Ladestellen abseits der Autobahnen ja auch stundenlang besetzt.
Dazu kommt noch ein erbitterter Kampf unter den Anbietern, der zu wahnwitzigen und sehr intransparenten Roaminggebühren führt.
Laut Gesetz muss es aus Gründen der Versorgungssicherheit möglich sein, an jeder Ladesäule Strom zu beziehen - wenn ich aber beim jeweiligen Betreiber kein Abo habe, darf der einen geschmalzenen Aufpreis verlangen - da fast alle mittlerweile eine fixe Grundgebühr verlangen, ist das bei jeder weiteren Reise - vor allem ins Ausland - ein sehr teurer Spaß, weil es nicht sinnvoll ist, bei zehn Anbietern jeweils ein paar Euros monatlich Grundgebühr ohne Gegenleistung zu bezahlen ( für das Geld kann man schon Diesel für 1000km tanken)!

Geerdeter Steirer
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@scionescio, ............

realistisch, richtig und nachvollziehbar gut beschrieben !

melahide
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Ja

das ist richtig. Vor allem treibt hier wieder einmal der „liberale“ Markt sein Unwesen. Jeder Stromverbund hat eigene Ladekarten oder eigene Apps, ladet man mit der „falschen“ Karte gibt es Roaminggebühren.

In Slowenien ist die Ladeinfrastruktur auf den Autobahnen an das Tankstellennetz angebunden. Mit einer App kann man landesweit laden. In Österreich wieder mal unmöglich, obwohl man immer den gleichen Strom ladet ...