Eisschnelllauf-Sprint-WMVanessa Herzog: "Ich bin weiterhin angriffslustig"

Eisschnellläuferin Vanessa Herzog liegt nach zwei von vier Rennen bei der Sprint-WM in Holland nur knapp hinter Bronze.

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Vanessa Herzog
Vanessa Herzog © AP
 

"Die Sprint-Vierkampf-Weltmeisterschaft in Holland ist nicht mit der Sprint-Europameisterschaft in Südtirol zu vergleichen, wo ich Europameisterin geworden bin. Dort bin ich gegen die Nummern sechs, sieben und acht der Welt gelaufen. Hier in Heerenveen ist die absolute Crème de la Crème am Start“, erzählt Eisschnellläuferin Vanessa Herzog vor dem befürchteten schweren Wettkampf in Holland. Dabei ließ es die Kärntnerin im ersten Bewerb über die 500 Meter ordentlich krachen. Lediglich um vier Hundertstelsekunden musste sie sich ihrer japanischen Dauerrivalin Nao Kodaira geschlagen geben.

Gerade einmal 80 Minuten später stand bereits der 1000er auf dem Programm. Den ging die 23-Jährige allerdings einen Hauch zu verkrampft an, wie sie selbst verrät: „Ich bin technisch sehr unsauber gefahren und wollte darüber hinaus einfach zu viel des Guten. Ich habe mich auf Zeiten fokussiert und das ging dieses Mal leider nach hinten los, aber dafür konnte sich der 500er in jedem Fall sehen lassen. Generell kann ich mit dem Tag zufrieden sein, aber er hat auch gezeigt, dass man sich nicht den kleinsten Fehler erlauben darf.“

Tom Herzog, Trainer und Ehemann von Vanessa, traf es gestern mit einer Aussage definitiv auf den Punkt: „Wenn man Vierte ist, dann waren drei andere besser und so etwas wird natürlich auch akzeptiert.“

Gläschen Rotwein darf sein

Die Ausgangslage als Halbzeitvierte sieht Herzog relativ gelassen. Nur eine einzige Hundertstelsekunde trennt die amtierende Weltmeisterin über 500 Meter von WM-Bronze – auch Silber ist absolut noch in Griffweite. Ob Kodaira noch zu knacken sein wird, ist eher fraglich, „wobei jede Athletin heute erstmals zwei Toprennen abliefern muss. Es ist alles so eng beisammen, doch es braucht garantiert zwei herausragende Läufe“. Gestern ließen Tom und Vanessa Herzog den Tag entspannt ausklingen. „Ich bin auf dem Eis ausgefahren, hab auf dem Rad gesessen, die Rennen Revue passieren lassen und das Gläschen Rotwein durfte später auch nicht fehlen. Vielleicht gibt mir das noch einen Schub.“

Heute Früh wird neuerlich ein kurzes Eistraining eingeschoben, um sich wieder die Basics einzuprägen. „Ich bin komplett angriffslustig mit dem Blick auf eine weitere WM-Medaille. Ob es sich ausgeht, wird man nach dem letzten 1000er sehen. Ich bin zwar schon Weltmeisterin, aber ich kann jetzt nicht von mir erwarten, dass ich jedes Rennen gewinne, aber natürlich ist es mein Anspruch. Ich werde heute wieder Vollgas geben.“

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