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Nahost-Konflikt spitzt sich zuIsrael setzt mit der Annexion sehr viel aufs Spiel

Der Nahostkonflikt verschärft sich: Israel will sich ab 1. Juli große Teile des Westjordanlands einverleiben – mit Rückendeckung von US-Präsident Donald Trump.

Auch in Israel selbst kam es zu Solidaritätsbekundungen mit den Palästinensern
Auch in Israel selbst kam es zu Solidaritätsbekundungen mit den Palästinensern © AP
 

Es ist ein höchst umstrittenes Thema – die vom israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu angekündigte unilaterale Entscheidung, am 1. Juli Teile des palästinensischen Westjordanlandes zu annektieren, also dort das israelische Zivilrecht zu verhängen. Das Vorhaben bezieht sich zunächst auf 22,3 Prozent des Gebietes des sogenannten „Area C“, das derzeit unter israelischer Kontrolle ist. Konkret wurde Netanjahu bislang lediglich zum Gebiet des Jordantales, das sich im Osten des Palästinensergebietes, entlang der Grenze zu Jordanien, bis zum Toten Meer zieht. Welche Blöcke jüdischer Siedlungen hinzukommen könnten, soll nach Netanjahus Aussagen gemeinsam mit der US-Regierung entschieden werden. Experten sprechen von insgesamt 30 bis 32 Prozent des gesamten Westjordanlandes, das annektiert werden soll.

Kommentare (1)

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Morioka
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1
Lesenswert?

Israel schadet sich doch nur selbst mit dieser Annexion ...

Effektiv haben sie zwar ein Teilgebiet unter ihre Kontrolle gebracht, was über Kurz oder Lang zum Problem der Grenzverteidigung führen wird. Hatte Israel nicht geplant, Grenzzäune in annexierten Gebieten zu bauen? Unmöglich, bei Gebieten dieser Grösse, schon allein der Kosten wegen!

Leider wird es wohl nie zu einer Einigung zwischen den beiden kommen, bis es mal wieder so richtig kracht - da, und das übliche: Palästina ist Unschuldig, die Israeli waren es - Nein, Israeli wollen den Frieden mit Palästina, und haben sich nur verteidigt ...

Da wird es wohl nie Frieden geben, bis nicht irgendwann eine Seite die Andere ausgelöscht hat, ob Frau, Mann oder Maus, alles muss weg, denn das Gebiet gehört - Ja, wem?

Eine friedliche Lösung wäre, es so zu machen, wie Inder und Chinesen, in ihrem Grenzstreit. Die schiessen nicht etwa, nein die liefern sich Massenschlägereien, und drängen sich in die Eine oder Andere Richtung von der Grenze weg. Führt zwar auch zu diplomatischen Verwicklungen, aber ausser blauen Augen und blauen Flecken, ist weiterhin nichts passiert.
In grossem Stil, alle Kämpfe so ausgetragen, wäre die Welt einen grossen Schritt weiter, hin, in Richtung Frieden. Unschuldige wären nicht mehr in Gefahr, wie schön wäre das?