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Bauern gegen Ennstal MilchMöglicher Abzug für Milch-Direktvermarkter sorgt wieder für Aufregung

Direktvermarkter-Regelung soll im März kommen - Kritischer Milchbauernverein kritisiert geplante Abschläge und ortet Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung.

© Ennstal Milch/Lorenz Masser
 

Im Herbst 2019 gingen die Wogen hoch, als die Ennstal Milch mit einem Schreiben ankündigte, dass es künftig bei stark schwankenden Milch-Anlieferungen an die Molkerei (bei Direktvermarktern üblich) zu Preisabzügen komme. >>Wir berichteten ausführlich<<

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wasloswerden
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Diese selbsternannten Rebellen....

...schaden dem Betrieb und damit der Region.
Selbstverständlich sind Lieferverträge zulässig und standardisiert.

Selbstverständlich muss nicht jeder an die Genossenschaft liefern.

Selbstverständlich sitzen Bauernvertreter in den Gremien der Genossenschaft und entscheiden sicher informiert und bedacht wie man mit den Genossenschaftsmitgliedern umgeht.

Selbstverständlich hat die Generalversammlung alle Rechte andere Vertreter zu entsenden und das anders umzusetzen.

...und zuletzt: Nach 100 weiteren Kündigungen bei der RHI ein „Danke“ an die Genossenschaft für 1000 (!!!!) Arbeitsplätze in der Region!

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scionescio
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Jeder produzierende Betrieb hat Lieferverträge mit seinen Lieferanten- und selbstverständlich sind diese Verträge von beiden Seiten einzuhalten!

Ein Tischler muss sich auch darauf verlassen können, dass er genug Holz bekommt, damit er die seinerseits verkauften Sessel auch herstellen kann - wenn da der Holzhändler sagen würde, er liefert jetzt zwischendurch weniger als vereinbart, weil er gerade einen anderen Kunden hat, wo er mehr verdient, würde wohl jeder sagen, das ist lächerlich!
Aber unsere Milchbauern mit den subventionierten Turbokühen sind etwas Besonderes: sie produzieren mit importierten Kraftfutter Milchseen, für die es weder in Österreich noch in Europa einen Bedarf gibt und sind auch noch am Klimawandel maßgeblich beteiligt (durch die Unmengen an ausgebrachter Gülle). Die Milch wird nach China exportiert (den Chinesen wird eingeredet, dass sie dann so groß wie die Europäer werden) oder als Milchpulver nach Afrika (und ruinieren damit die heimischen Milchbauern).
Tipp: im WDR wurde eine sehr aufschlussreiche Dokumentation („System Milch“) ausgestrahlt- falls die wiederholt wird, unbedingt anschauen!

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StadloberWalter
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artikel auch gelesen?

Sie haben den Artikel aber schon gelesen, oder? Dass es um Direktvermarkter geht, die genau das alles negative, das Sie aufzählen NICHT tun? Die täglich Einblick in ihre Arbeit geben und deren Produkt vor Ort gefragt ist und denen mit marktbeherrschender Stellung die Grundlage entzogen werden soll.

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scionescio
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Dann ist ja alles gut - aber wenn sie eh direktvermarkten: wozu brauchen sie dann zusätzlich Verträge?

Schaut einfach nach Rosinenpicken und Risikominimierung auf Kosten anderer aus ... wenn sie meinen Kommentar gelesen und verstanden haben, würden sie wissen, dass ich dieses Verhalten kritisiert habe. Wenn er nur 500Liter selbst verkaufen kann - wozu braucht er dazu 15 Kühe im Stall? Wenn er von den 500Litern nicht leben kann, muss er sich etwas anderes suchen - ein Tischler, der nur 5 Sessel im Monat verkauft wird auch zusperren müssen ... und bekommt sicher keine Subventionen vom Staat!
Es gibt viel zu viel Milch, die kein Mensch braucht und trotzdem produzieren die Bauern jedes Jahr mehr davon, obwohl es angeblich so ein schlechtes Geschäft ist - aber offensichtlich lässt es sich mit den Subventionen doch gut (über)leben!

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