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Demonstration

NGOs fordern wegen immer größerer Dramen mehr Hilfsgelder

Angesichts des Krieges in Syrien und im Irak, dem Flüchtlingsdrama im Mittelmeer und der jüngsten Erdbeben-Katastrophe in Nepal protestieren Hilfsorganisationen am Dienstag vor dem Kanzleramt für mehr Auslandshilfe. Die Regierung solle ihre eigenen Versprechen einhalten und in den kommenden Jahren den Fonds für humanitäre Hilfe aufstocken, heißt es vom Dachverband Globale Verantwortung.

© APA
 

Die Regierung beschloss vergangene Woche den Finanzrahmen für die Budgets von 2016 bis 2019. Darin sind im Ressort von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) Einsparungen von 21 Millionen Euro festgelegt worden. Daher ist unklar, ob mehr Geld für den bisher mit fünf Millionen Euro dotierten Auslandskatastrophenfonds herausschaut. Im Regierungsprogramm hatten SPÖ und ÖVP 2013 eine Aufstockung auf 20 Millionen versprochen. Aus dem Fonds wird kurzfristige humanitäre Hilfe für Notleidende in Katastrophen- und Konfliktgebieten gezahlt.

Vertreter von 39 Organisationen, darunter das Rote Kreuz, die Diakonie und Care, wollen die Regierung bei der Protestaktion am Ballhausplatz an ihre Versprechen für mehr Auslandshilfe erinnern. "Wann, wenn nicht jetzt", sagte Annelies Vilim, Geschäftsführerin der Globalen Verantwortung. Mehr Geld müsse es auch für die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) geben, denn mangelnde Perspektiven seien für viele Menschen der Grund zur Flucht nach Europa. Die Regierung müsse nun einen Stufenplan vorlegen, um bis 2018 eine EZA von 150 Millionen und eine Dotierung des Auslandskatastrophenfonds mit 20 Millionen Euro zu erreichen.

Österreichs Ausgaben für die Unterstützung ärmerer Staaten sind im Vorjahr auf ein neues Tief gesunken. Nach Zahlen der OECD machte die offizielle Entwicklungshilfe 2014 nur noch 0,26 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Im Jahr davor waren es noch 0,28 gewesen. Österreich blieb damit weiterhin sehr deutlich hinter dem UNO-Ziel von 0,7 Prozent für Entwicklungshilfe zurück. In die offizielle Entwicklungshilfe werden auch Mittel anderer Ministerien eingerechnet, etwa Entschuldungen armer Staaten durch das Finanzministerium.

Im Außenministerium verweist man darauf, dass Kurz bereits in der Vorwoche mehr Mittel für Auslandshilfe von seinen Regierungskollegen gefordert hat. "Ich bin nach wie vor überzeugt, es braucht noch stärkeres Engagement Österreichs. Dafür nötig ist eine Gesamtanstrengung der Regierung zur Erhöhung der Mittel für Entwicklungs- und humanitäre Hilfe, um die Lebensbedingungen in den Krisen- u Konfliktbeginnen zu verbessern", sagte der Außenminister laut einem Sprecher.

Kommentare (11)

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Mit Österreich geht es ständig bergab!

ABER NGO´s fordern !
Aber sie leben gut damit, auf Kosten anderer!

MrMystery
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fragt bei der Kirche nach!

mit diesem Geld was die ngo s einnehmen, wird einen kleinen Teil der hilfsbedürftigen geholfen, und mit dem großteil des Geldes werden Putsche organisiert!! verbrecherbande!

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Merkt keiner

Dass all das hier Geschriebene, für den Windkanal, für NICHTS ist und alles im Weltraum ungehört verhallt? Alles ist Nutzlos, jedes einzelne Wort. Es wird über die Menschen geherrscht und sie glauben, das sei in ORDNUNG in der Gesellschaft. Der Mensch wird im Staat als Person tituliert, aber nicht als Mensch!

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NGOs fordern wegen immer größerer Dramen mehr Hilfsgelder

Ja liebe NGO's, dann packt euer Geldbörserl aus und sponsert halt ein wenig!
Ich kann es mir nicht mehr leisten... und wenn ich spende dann nur mehr für arme Österreicher!!!

2f12da7953e63452bc0f382d8b1cee3f
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das ist egal, der Staat macht das schon mit den eingenommenen Stuergeldern, da brauchst nix mehr spenden zusätzlich.

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Das neue Sparprogramm?

Einkommen und Renten kürzen, die Infrastruktur verkommen lassen und zusperren, das Gesundheitswesen, die Bildung und die Sicherheit minimieren, dazu die Kaufkraft und die Lebensqualität seit 2005 ständig verschlechtern. Österreich verliert wirtschaftlich und wissenschaftlich international immer mehr den Anschluss und dann fordern NGO`s mehr Steuergeld???
In die Entwicklungsländer sind seit Jahrzehnten mehrere Marshall-Plan-Budgets wirkungslos versickert.
Wie man einst wirtschaftlich blühende Staaten nachhaltig ruiniert kann man am Beispiel von Simbabwe(Rhodesien) und dem Absteiger Südafrika nachvollziehen. Österreich hat fast immer geholfen, aber jetzt steht das Land selbst am Wendepunkt, es bedarf großer Anstrengungen und Sparsamkeit um das müde gewordene Werkl wieder ins Laufen zu bringen.

schneealpe
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solange 1% der Weltbevölkerung 99% des Kapitals zur Verfügung hat , wäre so manches zu hinterfragen !
Genau diese Oligarchie macht in den ärmsten Ländern die profitabelsten Geschäfte mit all den Folgen für den Rest der Welt.
Alle wissen es , gegen die Macht der Finanzindustrie knickt jeder Politiker ein.
Die Einen bleiben im Dunkeln , die Anderen wollen wiedergewählt werden......

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Fühlt sich für die ÖsterreicherInnen

keiner mehr zuständig oder sehen wir das alle so falsch. Die NGOs hängen einem auch schon zum Hals raus. Schulden machen auf Kosten unserer Nachkommen, eine Frechheit sondergleichen. Geht zu den Ölscheichs und den reichensten 3 Familien dieser Erde. Die schwimmen in Geld.Stoppt lieber einmal die Kriege, wir zetteln keinen an und machen auch keinen Krieg.

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Nicht nur fordern

sondern alle Europäer überzeugen, dass sie kein Erdöl mehr verwenden, nicht mit "Ethian" o.a. nach Dubai, Katar oder sonstwo hin fliegen, sich mit brasilianischen Soja ernähren, der amerikanischen Lebensart nacheifern und ein wenig nachdenken sollen, wäre eine lohnende Aufgabe für alle NGOs.

urlaubsflieger
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Wir sind doch nicht das Sozialamt der
Welt!!Bei 500tausen Arbeitslosen und eine
Firma nach der anderen entläßt Arbeiter
weil in Österreich die Kaufkraft fehlt
und die NGOs Fordern u.Fordern!!
Schafft doch zuerst Arbeitsplätze und
vernichtet keine bestehende!!!

luxx
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Hilfsgelder?

die sollen sich die Hilfsgelder bei den Ölscheichs und bei den Ölmultikonzernen holen. Allein in Afrika hinterließen diese Konzerne zigtausend Quadratmeter verseuchtes Land durch die Ölgewinnung, und das sollen wir bezahlen? Geht's noch