Das Marktleben liegt Barbara Kropiunig im Blut. Schon die Eltern der heute 45-Jährigen waren mit einem Stand auf diversen Märkten in Kärnten, Slowenien und Norditalien vertreten. Mittlerweile steht die jüngste von insgesamt drei Schwestern an der Front des Familienbetriebes, der in Suetschach im Rosental beheimatet ist und neben einem mobilen Marktstand auch einen Hofladen sowie die Buschenschenke und eine Jausenstation Kurasch umfasst.
An einem Markttag heißt es für Kropiunig früh aus den Federn, Tagwache ist um zwei Uhr morgens. Dann geht es bereits an die finalen Arbeiten, denn nur zwei Stunden später startet die 45-Jährige ihren Marktwagen, um ihre Kunden am Waidmannsdorfer Wochenmarkt, der jeden Mittwoch und Samstag stattfindet, mit diversen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Seit rund 40 Jahren ist das Familienunternehmen dort vertreten. „20 Jahre lang sind wir auch am Benediktinermarkt gestanden“, erzählt Barbara Kropiunig. Persönliche Gründe zwangen sie aber zum Aufhören. Stammkunden wissen aber, wo sie zu finden ist. In den Sommermonaten fährt die Rosentalerin zusätzlich jeden Montag nach Bodensdorf, jeden Dienstag nach St. Jakob im Rosental und jeden Donnerstag nach Faak am See, um auch dort ihre Produkte an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Unterstützung erfährt Kropiunig dabei von Ehemann Erwin und den beiden Söhnen Lukas (20) und Manuel (27), übrigens gelernter Fleischermeister.
Fleisch aus der Region
Apropos Produkte: Diese stammen zum überwiegenden Teil aus eigener Produktion. Produkte, die nicht selbst erzeugt werden, werden von Bauern aus der Region bezogen, wie beispielsweise der Topfen vom „Hoflodn“ der Familie Antonitsch in Feistritz im Rosental. Die Landwirtschaft hat Barbara Kropiunig bereits 2014 aufgegeben, das Fleisch, das weiterverarbeitet wird, wird daher ebenfalls von Bauern aus der Region bezogen.
Produziert werden Speck, diverse Würstel, Salami, Schinken oder Schweinsbraten, diverse Aufstriche, diverse Nudelspezialitäten (wie Spinatnudel, Käsnudel, Fleischnudel etc.) und Knödel (Semmelknödel, Tirolerknödel, Leberknödel oder Kaspressknödel). Wer auf die süße Seite schlägt, hat die Qual der Wahl zwischen einem frischgemachten Reindling, einer Nusspotize oder köstlichen Schaumrollen. Für Gestresste, denen der Magen knurrt, hat Kropiunig, wöchentlich abwechselnde Menüs im Angebot, wie beispielsweise Zwiebelrostbraten, Gulasch oder Ritschert (von September bis März). „Das Essen gibt es portionsweise zum Mitnehmen. Zu Hause muss es nur noch aufgewärmt werden“, erklärt Barbara Kropiunig.