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Corona Österreich und WeltTrump: "GM muss Beatmungsgeräte bauen"

7399 Infizierte in Österreich +++ Trump zwingt GM zur Produktion von Beatmungsgeräten +++ Lombardei vermeldet Rückgang an Neuinfektionen +++ Boris Johnson positiv auf Coronavirus getestet +++ Peak "zwischen Mitte April und Mitte Mai" +++ Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Blog!

 
  • 7399 Personen sind in Österreich bisher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. 39.552 Testungen wurden durchgeführt. 58 Menschen sind verstorben und 225 wieder genesen. 800 Erkrankte hospitalisiert, 128 auf Intensivstation. Stand Freitag, 15.00 Uhr.
  • Die Infektionsfälle aufgeteilt nach Bundesländern: Burgenland (138), Kärnten (202), Niederösterreich (1.140), Oberösterreich (1.217), Salzburg (687), Steiermark (759), Tirol (1.752), Vorarlberg (501), Wien (1.003).
  • Anschober: Peak "zwischen Mitte April und Mitte Mai".
  • Die Lombardei meldete sinkende Zahl neuer Infektionen.
  • Großbritanniens Premierminister Boris Johnson ist mit dem Coronavirus infiziert.
  • Weltweit wurden bisher insgesamt 551.337 bestätigte Fälle bekannt gegeben. 127.564 Menschen haben sich wieder erholt.

Freitag, 27. März

23.49 Uhr: Mehr als 100.000 Infizierte in den USA

Die USA sind nach jüngsten Angaben das globale Epizentrum der Coronavirus-Pandemie, mehr als 100.000 Menschen haben sich laut Erhebungen der Johns-Hopkins-Universität mit Covid-19 infiziert. 

22.50 Uhr: Irland verschärft seine Einschränkungen drastisch

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verschärft Irland die Beschränkungen für die Bürger. Von Mitternacht an müssten alle zu Hause bleiben, sagt Ministerpräsident Leo Varadkar am Freitag. Ausnahmen würden nur für diejenigen gelten, deren Arbeit unerlässlich sei, für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Sozialfürsorge.

Nur zum Einkaufen von Lebensmitteln, zu kurzen sportlichen Betätigungen und zwingend erforderlichen Familienbesuche dürfe die Wohnung verlassen werden. Alle Zusammenkünfte im Freien seien außerhalb der Familie untersagt. Der öffentliche Personenverkehr dürfe nur noch von Beschäftigten genutzt werden, deren Arbeit unerlässlich sei. Die Maßnahmen gelten bis zum 12. April.

22.35 Uhr: Tirol wiederholt Aufruf an Besucher von Skihütte

Das Land Tirol hat Freitagabend erneut einen Coronavirus-Aufruf gestartet. Alle Personen, die sich vom 10. März bis zur Schließung des Betriebs am 15. März im Lokal "Alte Mittel" in Westendorf aufgehalten haben, sollen auf ihren Gesundheitszustand achten. Falls bei Personen seit dem 10. März Symptome aufgetreten sind, sollten diese umgehend die Gesundheitsberatung 1450 kontaktieren.

Oder sie sollen mit den Gesundheitsbehörden in ihren Heimatländern Kontakt aufnehmen, wurde seitens der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel appelliert. Der Grund: Man habe erfahren, dass zwei im Nachhinein positiv auf das Coronavirus getestete Männer aus dem Bezirk Kitzbühel vom 10. bis 15. März bereits mit grippeähnlichen Symptomen in der Skihütte tätig waren. Da einer der beiden Männer am 12. März zudem die "Karatbar" in Westendorf besuchte, erstrecke sich der Aufruf auch auf Personen, die sich am selben Tag in dieser Bar befunden haben, hieß es.

Unterdessen wiesen die Gesundheitsbehörden einmal mehr darauf hin, dass es unter anderem auch für Inhaber von Gast- und Schankbetrieben bei meldepflichtigen Erkrankungen wie dem Coronavirus eine gesetzliche Verpflichtung gibt, diese zu melden. Bei Nicht-Melden drohe eine Anzeige nach dem Epidemiegesetz.

22.15 Uhr: USA haben mehr als 100.000 Infizierte

In den USA sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters vom Freitag 100.040 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist weltweit die höchste Infektionszahl. In China, wo die Pandemie ihren Anfang nahm, wurden nach offiziellen Angaben 81.340 Infektionen bestätigt, in Italien sind es 86.498.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag das 2,2 Billionen Dollar schwere Hilfspaket gegen die Corona-Krise unterzeichnet. Zuvor hatte das Repräsentantenhaus die Hilfen gebilligt. Bei der Unterzeichnung sagt Trump, nun könnten Unternehmen und Einzelpersonen Unterstützung erhalten. Er erwarte zudem, dass Tausende dringend benötigte Beatmungsgeräte produziert werden.

Zudem zwingt Trump den Autoriesen Gerneral Motors mit einem Gesetz aus den 50er-Jahren zur Produktion von Beatmungsgeräten. 

21.55 Uhr: Vier Tote auf Kreuzfahrtschiff vor Panama

Auf einem Kreuzfahrtschiff vor Panama sind vier Passagiere gestorben. Es handle sich um vier ältere Menschen, teilte die Reederei Holland America Line am Freitag mit, ohne weitere Details zu nennen. Zwei Menschen an Bord seien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, hieß es weiter.

53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder hätten sich mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Medizinerteam an Bord gemeldet.

21.37 Uhr: "Earth Hour" 2020 - Licht aus am 28. März

Die "Earth Hour 2020" ist wohl einer der wenigen weltweiten Events, der nicht der Coronavirus-Pandemie zum Opfer fallen wird. Am Samstag, dem 28. März, heißt es um 20.30 Uhr wieder für eine Stunde "Licht aus" für den Klimaschutz. Die vom WWF ausgerufene "Earth Hour" findet weltweit bereits zum 14. Mal statt.

Auch in Österreich ist es um 20.30 Uhr so weit: Zahlreiche Städte und Gemeinden, Sehenswürdigkeiten und Unternehmen werden für eine Stunde ihre Lichter abdrehen, um symbolisch auf die Folgen der Klimakrise und das damit verbundene Artensterben aufmerksam zu machen. "Die Coronavirus-Pandemie bestimmt derzeit unseren Alltag, aber auch der Klima-Notfall ist weiterhin akut. Nur wenn wir unsere Umwelt in Zukunft besser schützen, sind wir als Gesellschaft langfristig krisensicher aufgestellt", sagte WWF-Programmleiterin Hanna Simons. Die "Earth Hour" sei ein Weckruf.

21.30 Uhr: Boliviens größte Mine unterbricht Arbeit

Boliviens San Cristobal-Mine in Potosi, die über eines der größten Zink-, Blei- und Silbervorkommen der Welt verfügt, hat wegen der verschärften Maßnahmen aufgrund der Covid-19-Pandemie vorübergehend den Betrieb eingestellt. Dies gab ihr Betreiber Minera San Cristobal in einer Erklärung "angesichts der Bestimmungen der Regierung und der Sorge um die Gesundheit und das Leben der Arbeitnehmer" am Freitag bekannt.

Minera San Cristobal ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des japanischen Sumitomo-Konzerns. Die bolivianische Übergangspräsidentin Jeanine Anez hatte am Mittwoch den Gesundheitsnotstand ausgerufen, der von Donnerstag an bis zum 15. April gelten sollte. Die neuen Einschränkungen sahen vor, die Grenze komplett zu schließen und die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung enorm einzuschränken.

21.20 Uhr: Istanbul liefert Essen für Alte

Die türkische Millionenmetropole Istanbul wird in der Corona-Krise alte Menschen ohne Einkommen sechs Wochen lang mit Lebensmittellieferungen unterstützen. Gouverneur Ali Yerlikaya sagte am Freitag, dass ab Montag für rund 50.000 Menschen ab 65 Jahre 300.000 Essenspakete zur Verfügung gestellt würden. Die Kosten würden weitgehend von Gebern gedeckt.

21.10 Uhr: Mehr als 48.300 Infizierte und 315 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 48.300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10.180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9.729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Mehr als 315 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bisher bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

21.05 Uhr: Mercedes-Benz unterstützt Herstellung von Medizingeräten

Der Autobauer Mercedes-Benz will in der Coronavirus-Krise die Herstellung von medizinischem Gerät unterstützen. Mithilfe von 3D-Druckern könnten einzelne Bauteile gefertigt werden, die wegen der Pandemie derzeit in der Medizintechnik dringend benötigt würden, teilte die Daimler-Tochter am Freitag mit.

"Wir stehen mit unserer Expertise und unserem Spezialwissen für die Fertigung bereit, jetzt ist es an der Medizintechnik, uns zu kontaktieren. Unsere 3D-Drucker stehen auf jeden Fall zur Verfügung", sagte das Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz AG, Jörg Burzer.

Bei Pkw komme der 3D-Druck üblicherweise im Prototypenbau und in der Kleinserienfertigung zum Einsatz. Auch Volkswagen prüft derzeit, ob es mit 3D-Druckern Medizintechnik-Teile fertigen kann.

20.55 Uhr: Erdogan ruft Türken zur freiwilligen Quarantäne auf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ruft seine mehr als 80 Millionen Landsleute auf, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben. Die Menschen sollten ihre Häuser nicht verlassen, es sei denn zum Einkauf dringend benötigter Dinge. Sie sollten sich an die Auflagen halten, wenn sie striktere Maßnahmen vermeiden wollten.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus würden zudem alle internationalen Flüge gestrichen, kündigt am Freitag Erdogan an. Alle 30 Großstädte im Land würden Pandemie-Räte einrichten, um notfalls weitere Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen.

20.40 Uhr: Fast 300 neue Covid-19-Todesfälle in Frankreich

In Frankreichs Krankenhäusern sind innerhalb von 24 Stunden 299 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit sei die Zahl der Todesfälle insgesamt auf 1.995 gestiegen, teilte am Freitagabend der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, mit.

Am Donnerstag hatte die Zahl der neuen Todesfälle noch bei 365 gelegen, sie ging am Freitag also zurück. Allerdings sind in der Statistik nur Menschen erfasst, die in Krankenhäusern starben. Todesfälle im eigenen Heim oder in Alters- und Pflegeeinrichtungen werden bisher in Frankreich nicht erfasst. Salomon kündigte aber an, dass dies ab Montag geschehen soll.

Landesweit infizierten sich den Angaben zufolge bis Freitag knapp 33.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. Von ihnen werden mehr als 15.700 in Krankenhäusern behandelt, fast 3800 davon auf Intensivstationen.

Wegen der Corona-Pandemie gilt in Frankreich seit dem 17. März eine strenge Ausgangssperre, diese wurde am Freitag bis zum 15. April verlängert.

20.10 Uhr: Merkel telefonierte mit Trump wegen Krise

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Trump telefoniert. Schwerpunkt des Gesprächs sei der Austausch zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie gewesen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitagabend mit. Beide hätten vereinbart, hierzu im engen Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu nutzen. Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt.

Weiteres Thema des Telefonats seien die Entwicklungen in Afghanistan gewesen. Man sei sich einig gewesen, "dass im gemeinsamen Bemühen um Frieden und Stabilität in Afghanistan auch weiterhin eine enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika erforderlich ist".

20.00 Uhr: Italiens Präsident ruft EU zu Solidarität auf

Angesichts der zunehmenden Zahl von Coronavirus-Todesopfern hat der italienische Präsident Sergio Mattarella am Freitag in einem Appell an die EU zu Solidarität aufgerufen. Mattarella urgierte die EU zu "gemeinsamen Initiativen". "Ich hoffe, dass jeder voll begreift, wie akut die Bedrohung für Europa ist", sagte der Präsident.

Solidarität sei im gemeinsamen Interesse notwendig, meinte der Staatschef in seiner Videobotschaft an die Nation "Auch heute melden wir eine schmerzhaft hohe Zahl von Todesopfern", sagte der Präsident, der die Italiener aufrief, die Vorbeugungsmaßnahmen streng einzuhalten, um eine weitere Ausbreitung der Epidemie zu bekämpfen.

19.58 Uhr: Slowakei sperrt Grenzen für Lastautos

Bis auf Widerruf hat die Slowakei am Freitag die Staatsgrenzen für Lastwagen geschlossen. Damit solle verhindert werden, dass sich wie bisher Kolonnen von der ungarischen Grenze durch das ganze Land ziehen, begründete die slowakische Polizei auf ihrer offiziellen Facebookseite den Schritt.

Da Ungarn schon länger seine Grenzen geschlossen hält, bilden sich auf slowakischer Seite schon seit Tagen derart lange Lkw-Rückstaus, dass sie auch den Verkehr in der Hauptstadt Bratislava behindern und im Norden bis nach Tschechien reichen.

Ausgenommen von der slowakischen Sperre sind nach Polizeiangaben alle Transporte, die eine Adresse in der Slowakei als Ziel haben, sowie Tiertransporte und Lieferungen von verderblichen Waren. 

19.55 Uhr: Belgien verlängert auch Ausgangssperre

Die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre in Belgien gilt noch mindestens bis nach den Osterferien. "Die Maßnahmen werden um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert", sagte Regierungschefin Sophie Wilmes am Freitag in Brüssel. Die Einschränkung des öffentlichen Lebens sei derzeit die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen.

Zudem sollen die Regeln strenger durchgesetzt und Verstöße stärker geahndet werden. Seit vergangenem Mittwoch dürfen die Menschen in Belgien nur in Ausnahmefällen, etwa für Arztbesuche und Lebensmitteleinkäufe, ihre Häuser verlassen und müssen dabei Mindestabstand halten. Öffentliche Verkehrsmittel verkehren weiterhin und der Weg zur Arbeit ist nur erlaubt, wenn ein Arbeiten von zu Hause aus nicht möglich ist. Auch sportliche Betätigung an der frischen Luft ist gestattet - solange Distanz gewahrt wird.

Belgien verzeichnete bisher 7.284 bestätigte Ansteckungsfälle, 289 Menschen starben.

19.40 Uhr: US-Krankenhausschiff erreichte Los Angeles

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist ein Krankenhausschiff der US-Marine in der Millionenmetropole Los Angeles angekommen. Das schwimmende Krankenhaus "USNS Mercy" mit seinen 1.000 Krankenbetten legte am Freitag am Hafen von Los Angeles an. Coronavirus-Patienten sollen auf dem 272 Meter langen Schiff nicht behandelt werden.

Foto © (c) AP (Mark J. Terrill)

19.25 Uhr: Gast gab in US-Restaurant 10.000 Dollar Trinkgeld

Großzügige Geste in Krisenzeiten: 10.000 Dollar Trinkgeld hat ein Gast im US-Bundesstaat Florida in einem Restaurant vor dessen Schließung wegen der Coronavirus-Pandemie hinterlassen. "Trotz all der negativen Geschichten, die ihr derzeit hört, gibt es in dieser Welt wirklich fantastische Menschen", schrieb die Restaurantkette Skillets auf ihrer Facebook-Seite.

19.15 Uhr: WHO: Mangel an Schutzkleidung ist enorme Bedrohung

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird der Mangel an Schutzkleidung für das medizinische Personal immer mehr zu einem drängenden Problem. "Wenn das medizinische Personal in Gefahr ist, sind wir alle in Gefahr", warnte am Freitag in Genf der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Dies sei eine enorme Bedrohung.

"Der chronische globale Mangel an Schutzkleidung ist inzwischen eine der größten Herausforderungen in unserer kollektiven Anstrengung, Leben zu retten" sagte Tedros. "Dieses Problem kann nur in internationaler Kooperation und Solidarität gelöst werden." Tedros zufolge schickte die WHO bereits knapp zwei Millionen Stück Schutzkleidung in 74 Länder. Etwa ebenso viel solle demnächst an weitere 60 Staaten gehen.

19.11 Uhr: Homepage für Härtefall-Fonds-Anträge zeitweise überlastet

Am Freitag um 17 Uhr wurden die Online-Antragsformulare für den Härtefallfonds freigeschaltet. Offensichtlich aufgrund des großen Ansturms ist die Seite immer wieder überlastet und kann teilweise nicht aufgerufen werden. Appell der Wirtschaftskammer: Es ist genug Zeit.

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19.00 Uhr: WHO warnte vor unkontrollierten Medikamenteneinsatz

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, Medikamente gegen das neuartige Coronavirus einzusetzen, deren Wirksamkeit bisher nicht nachgewiesen ist. "Die Geschichte der Medizin ist voller Beispiele von Mitteln, die auf dem Papier und im Reagenzglas funktionierten, aber nicht im Menschen, oder die sogar schädlich waren", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf.

Zudem könnten unkontrollierte Versuche Engpässe bei Medikamenten kreieren, die Patienten mit anderen Diagnosen dringend bräuchten. Unter anderem hatte US-Präsident Donald Trump das Malariamittel Chloroquin ins Gespräch gebracht, und getwittert, es könne vielleicht bahnbrechende Ergebnisse bringen. Prompt versuchten Tausende in den USA, sich das Medikament zu besorgen.

Weltweit starteten am Freitag in mehr als 45 Ländern Tests mit vier Medikamenten oder Kombinationen von Medikamenten, sagte Tedros. Die ersten Patienten wurden in Norwegen und Spanien in die Studie aufgenommen. Es handelt sich um die "Solidaritätsstudie", die durch große Beteiligung schneller Ergebnisse bringen soll als herkömmliche klinische Studien.

18.40 Uhr: Formel 1 hilft bei Produktion von Atemgeräten

Die Formel 1 bietet im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ihre technologische Hilfe an. Sieben in England ansässige Teams aus der Königsklasse des Motorsports oder deren Technologieabteilungen wollen bei der Herstellung und Lieferung von Atemgeräten Unterstützung leisten.

Wie die Formel 1 am Freitag mitteilte, haben sich die Rennställe einer industrieübergreifenden Initiative in Großbritannien angeschlossen. Damit soll die britische Regierung unterstützt werden.

Weltmeister-Team Mercedes, Red Bull, Racing Point, Haas, McLaren, Renault und Williams werden demnach als "Projekt Boxengasse" bezeichnet. Die Rennställe stellen ihr technologisches Know-how zur Verfügung.

18.35 Uhr: Trump-Tirade gegen General Motors

US-Präsident Donald Trump hat den Autobauer General Motors (GM) wegen angeblich unzureichender Hilfe bei der Produktion von Beatmungsgeräten zur Bewältigung der Corona-Krise attackiert. "Wie üblich mit "diesem" General Motors, scheinen die Dinge einfach nie zu funktionieren", twitterte Trump am Freitag.

Der Konzern halte sein Versprechen nicht ein, "sehr schnell" 40.000 Beatmungsgeräte zu liefern, behauptete er. Trump deutete an, nun das für Kriegszeiten vorgesehene Gesetz "Defense Production Act" einzusetzen, um stärker in die Privatwirtschaft eingreifen zu können.

Der US-Präsident wird wegen seines Krisenmanagements und relativierenden Äußerungen zur Corona-Pandemie selbst heftig kritisiert.

18.30 Uhr: Frankreich verlängert Ausgangssperre

Frankreich verlängert wegen der weiter starken Ausbreitung des Coronavirus die seit zehn Tagen geltenden Ausgangssperre bis zum 15. April. Premierminister Edouard Philippe sagte am Freitag zur Begründung, das Land stehe noch "am Anfang der epidemischen Welle".

Am Wochenende erwartet die Regierung erneut einen sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen. Neben den überlasteten Krankenhäusern in Ostfrankreich riefen auch die Pariser Kliniken um Hilfe. Philippe sprach nach einem Krisentreffen der Regierung vor einer "extrem" großen Welle, die "über Frankreich hinwegspült". In den kommenden Tagen werde die Situation für die Krankenhäuser und die Bürger besonders schwierig werden, warnte er.

18.25 Uhr: Katze positiv auf Covid-19 getestet

In Belgien ist eine Katze positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Es handle sich um einen Einzelfall, der "bei engem Kontakt zwischen dem Tier und einem (infizierten) Menschen" auftreten kann, sagte ein Behördensprecher am Freitag in Brüssel. Demnach hatten Wissenschafter der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Lüttich das Haustier eines Corona-Kranken untersucht.

Das Virus könne in seltenen Fällen von Menschen auf Tiere übertragen werden, sagte der für die Corona-Krise zuständige Behördensprecher weiter. Es gebe aber keinen Grund zu der Annahme, dass dies ein wichtiger Faktor in der Ausbreitung der Epidemie sei. "Bisher gibt es keinen Beweis dafür, dass ein Haustier das Virus auf Menschen oder an andere Haustiere übertragen kann", unterstrich auch die Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA).

In Hongkong hatten die Behörden in den vergangenen Wochen zwei Fälle gemeldet, in denen Hunde sich bei ihren Halten mit dem Virus infiziert hatten. Dort hätten die Tiere keine Symptome gezeigt, erklärte AFSCA. Die Katze in Belgien hingegen habe "vorübergehend an Atem- und Verdauungsproblemen gelitten".

18.04 Uhr: Deutsche Bierbrauer von Pleitewelle bedroht

Deutschlands Bierbrauern droht wegen der Corona-Krise nach eigenen Angaben eine Pleitewelle. Die mittelständisch geprägte Brauwirtschaft sei von der Pandemie "massiv betroffen", sagte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), der "Bild"-Zeitung laut Vorabmeldung vom Freitag. Vor allem die Schließung von Restaurants und Bars treffe die Unternehmen hart.

"Die mittelständisch geprägte Brauwirtschaft ist massiv betroffen, weil viele der bundesweit 1.500 Brauereien einen Großteil ihres Umsatzes über die regionale Gastronomie erzielen", sagte Eichele. Auch das Exportgeschäft sei weitgehend zum Erliegen gekommen. Eichele fürchtet deshalb jetzt eine Pleitewelle. "Im Mittelstand brennt es lichterloh. Viele Brauereien werden diese Krise ohne Hilfe nicht überstehen."

Das bisherige Hilfsangebot der Bundesregierung bewertete Eichele indes kritisch. "Stundungen oder Kredite helfen in einer Situation, in der das gesamte Gastgewerbe mit dem Rücken zur Wand steht, nicht weiter. Nur Soforthilfen in Form von unbürokratischen Zuschüssen können die drohende Pleitewelle in der Gastronomie noch abwenden."

17.57 Uhr: Städtebund will Absicherung

Der Städtebund fordert eine Absicherung der Städte gegen die Folgen der Coronakrise. Es sei selbstverständlich, dass man die Krisenbewältigungsmaßnahmen des Bundes mittrage. Doch langfristig sollte daran gedacht werden, im Sinne eines europäischen Rettungsschirmes auch die kommunale Ebene abzusichern.

Wie Städtebund-Präsident Michael Ludwig (SPÖ) weiter ausführte, könnte die Coronakrise für Städte und Gemeinden auch weitreichende finanzielle Auswirkungen haben. Bezugnehmend auf Annahmen des KDZ erwartet der Wiener Bürgermeister ein starkes Sinken der Ertragsanteile. Die Kommunalsteuer als wichtigste Steuer sei jetzt schon eingebrochen, zusätzlich entfielen Einnahmen aus Veranstaltungen oder Märkten.

17.48 Uhr: Papst spendet Sondersegen - gleich im Livestream

Papst Franziskus wird um 18 Uhr eine ganz besondere Antwort auf die Corona-Pandemie geben: Vor dem Petersdom wird er laut Kathpress eine Andacht halten und von den Stufen der vatikanischen Basilika herab den Sondersegen "Urbi et orbi" spenden. Die Zeremonie auf dem leeren Petersplatz wird in Österreich von ORF III und hier auf der Website der Kleinen Zeitung live übertragen. Der Segen "Urbi et orbi", "der Stadt und dem Erdkreis", wird heutzutage sonst nur zu Ostern und Weihnachten gespendet, außerdem unmittelbar nach einer Papstwahl.

17.43 Uhr: 919 Tote binnen 24 Stunden in Italien

Italien hat am Freitag seinen eigenen, traurigen Rekord von Corona-Toten gebrochen. Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer kletterte innerhalb von 24 Stunden um 919 auf insgesamt 9.134 Tote, teilte der italienische Zivilschutz mit. Noch nie war seit Beginn der Epidemie am 20. Februar die Zahl der Gestorbenen an einem einzigen Tag so stark gestiegen.

17.31 Uhr: Großlieferungen von Schutzausrüstung

Ab dem Wochenende sollen die ersten Großlieferungen von Schutzausrüstung in Österreich eintreffen. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage mitteilte, sollen bis Samstag elf Millionen Handschuhe, zwei Millionen FFP2- und FFP3-Masken im Land sein. Dazu kommen 1.500 Liter Desinfektionsmittel, die ab nun jede Woche geliefert werden sollen. Am Montag sollen Schutzanzüge kommen.

Der Bund sei vor drei Wochen in die Großbeschaffung eingestiegen, "um akute Versorgungsprobleme zu vermeiden". Der Ankauf sei nach der offensiven Beschaffung Chinas, als dort die Corona-Krise ausbrach, und nachfolgenden Exportverboten Frankreichs und Deutschlands zum Stillstand gekommen. Zuvor hatten Spitäler, Ärztekammern und andere ihren Bedarf direkt bei Produzenten von Schutzkleidung gedeckt. Das Material kam in vielen Fällen aus Deutschland.

17.27 Uhr: Volkswagen verschiebt Hauptversammlung

Der Autobauer Volkswagen verschiebt aufgrund der Coronavirus-Pandemie seine Hauptversammlung. Das ursprünglich für den 7. Mai geplante Treffen werde an einem späteren Zeitpunkt stattfinden, teilte das DAX-Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mit. "Die Gesundheit von Aktionärinnen und Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der beteiligten Dienstleister hat höchste Priorität", sagte Finanzvorstand Frank Witter. Ein Termin stehe noch nicht fest.

Mit der Absage reiht sich Volkswagen in eine Reihe von Unternehmen ein, die ihre Aktionärstreffen wegen der Coronakrise ebenfalls abgesagt haben - darunter etwa die DAX-Konzerne Daimler, Deutsche Telekom, Merck KGaA und Beiersdorf und Henkel.

17.23 Uhr: UN-Chef mit digitalen Problemen

Auch UN-Generalsekretär António Guterres hat während der Corona-Krise mit Problemen bei der Umstellung aufs digitale Arbeiten zu kämpfen. Bei einem Briefing zum Umgang der Vereinten Nationen mit der Pandemie brach am Freitag der Stream bei Guterres' Rede für etwa sieben Minuten zusammen.

Als die Übertragung wieder einsetzte, fragte ein sichtlich irritierter UN-Chef: "Können sich mich jetzt hören?". Der Portugiese hielt seine Rede dann zu Ende und sprach unter anderem davon, dass alle UN-Konferenzen und Kommunikation nun virtuell abgehalten würden. "Mit all den Schwierigkeiten und Fehlern, die Sie offensichtlich schon beobachtet haben".

17.11 Uhr: Argentinien schließt Grenzen auch für eigene Bürger

Wegen der Corona-Krise riegelt Argentinien seine Grenzen komplett ab. Bis kommenden Mittwoch dürfen selbst argentinische Staatsbürger nicht mehr in ihr Heimatland einreisen, wie die Regierung in Buenos Aires am Freitag mitteilte. Vor knapp zwei Wochen hatte Argentinien bereits seine Grenzen für Ausländer geschlossen.

Laut einem Bericht der Zeitung "La Nación" wurden seitdem etwa 12.000 Argentinier aus dem Ausland mit Repatriierungsflügen heimgeholt. Weitere 10.000 sollen noch im Ausland gestrandet sein.

Bisher infizierten sich in Argentinien 590 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. 14 Patienten starben. Seit einer Woche gelten weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Bis zum 31. März dürfen die Menschen landesweit ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen. Erlaubt sind nur Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Es wurde erwartet, dass die Ausgangsbeschränkungen noch weiter verlängert werden.

17.05 Uhr: Deutschland nimmt Kranke aus Italien und Frankreich auf

Deutschland erhöht seine Hilfen für andere von der Corona-Krise betroffene EU-Staaten deutlich - und geht damit jetzt auch in die mediale Offensive. Bundesländer und Städte wollen insgesamt 123 Corona-Intensivpatienten aus Frankreich und Italien aufnehmen, sagte ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amtes der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

Die Angebote der deutschen Bundesländer addierten sich mittlerweile auf 73 Plätze für Schwerkranke aus Italien. Aus Frankreich sollen 50 Patienten aufgenommen werden. Gleichzeitig wurden bereits 1700 EU-Bürger bei deutschen Rückholaktionen aus dem Ausland zurückgebracht. Zudem wurde medizinische Schutzausrüstung etwa nach Frankreich, Italien, Österreich und in die Schweiz geliefert. Nach Angaben von Europa-Staatsminister Michael Roth gingen aus Deutschland auch 60.000 Atemschutzmasken nach Schweden und 100.000 Masken nach Rumänien. Damit wird auch auf die Kritik etwa aus Südeuropa reagiert, dass sich Deutschland in der Corona-Krise egoistisch verhalte. "EU-Solidarität ist das Gebot der Stunde", betonte Außenminister Heiko Maas in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".

16.55 Uhr: Weltweit mehr als 25.000 Todesfälle

Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus hat sich weltweit auf mehr als 25.000 erhöht. Wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP ergab, starben seit dem ersten Auftreten des Virus im Dezember 25.066 Menschen an der Lungenerkrankung Covid-19. Die meisten Verstorbenen wurden in Europa registriert.

Italien ist mit mehr als 8.160 Todesfällen weiterhin das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt, gefolgt von Spanien mit 4.858 und China mit knapp 3.300 Todesfällen. In der zentralchinesischen Provinz Hubei war das neuartige Coronavirus im Dezember erstmals aufgetreten.

Weltweit stieg die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle auf mehr als 547.000. Gemessen an den Infektionsfällen sind die USA, Italien und Spanien am stärksten von der Pandemie betroffen. Einen Anstieg bei den Infektionsfällen verzeichnet auch Lateinamerika. Wie eine AFP-Zählung auf der Basis von Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergab, haben sich seit dem Auftreten des ersten Falls in Lateinamerika vor einem Monat mehr als 10.000 Menschen mit dem Erreger SARS-Cov-2 infiziert, 182 Menschen starben.

16.47 Uhr: IWF sieht Weltwirtschaft in der Rezession

Die Weltwirtschaft befindet sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Coronavirus-Pandemie bereits in der Rezession. "Es ist klar, dass wir in eine Rezession eingetreten sind", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Freitag. Diese werde schwerer ausfallen als jene im Jahr 2009 in Folge der weltweiten Finanzkrise.

Weil die Weltwirtschaft zum "plötzlichen Stillstand" gekommen sei, hätten Schwellenländer jetzt einen Finanzbedarf von 2,5 Billionen Dollar (rund 2,3 Billionen Euro), sagte Georgieva in einer Online-Presseunterrichtung. Dies sei aber noch das untere Ende der Schätzungen. Inzwischen haben mehr als 80 Staaten Nothilfen vom IWF beantragt.

16.32 Uhr: Italiens Wirtschaft verliert 3 Milliarden Euro pro Tag

Die italienischen Industriellen warnen vor einer tiefen Rezession in Italien. Wegen des Produktionsstopps verliere Italiens Wirtschaft drei Milliarden Euro pro Tag, berichtete der Präsident des Industriellenverbandes Unindustria, Filippo Tortoriello, nach Medienangaben. "Italien braucht mindesten 200 Mrd. Euro, damit die Unternehmen die Löhne zahlen können und genug Liquidität haben", sagte Tortoriello.

Der italienische Industrieminister Enzo Amendola beklagte mangelnden Zusammenhalt in Europa. "Wir fordern konkrete Maßnahmen. In Europa fehlt es an einer Reaktion der Politik, um den Neustart der Wirtschaft zu fördern", sagte Amendola im Interview mit dem TV-Sender "Rainews24".

Das Wirtschaftsinstitut Prometeia geht von einem Rückgang von Italiens Bruttoinlandprodukt (BIP) von 6,5 Prozent im Jahr 2020 aus. 2021 soll es dann zu einem BIP-Wachstum von 3,3 Prozent und 2022 von 1,2 Prozent kommen. Die Hilfspakete der Regierung werden nur in geringem Ausmaß die interne Nachfrage stützen, geht aus der Prometeia-Analyse hervor. Bis Ende 2020 soll Italiens Defizit auf 6,6 Prozent des BIP und die Verschuldung auf 150 Prozent des BIP klettern.

16.07 Uhr: Deutscher Präsident unterzeichnete Maßnahmenpaket

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die im Eilverfahren verabschiedeten Gesetze für das Corona-Maßnahmenpaket am Freitag unterzeichnet. Die sechs Vorlagen seien ausgefertigt worden, teilte das Präsidialamt in Berlin mit. Die umfangreichen Hilfsprogramme können damit in Kraft treten.

Am Vormittag hatte der Bundesrat (Länderkammer des deutschen Parlaments) die Gesetze gebilligt, die auch dem Bund die Aufnahme zusätzlicher Milliardenschulden ermöglichen. Sie waren am Montag vom Kabinett und danach unter Verzicht auf die sonst üblichen Fristen am Mittwoch vom Bundestag beschlossen worden.

16.05 Uhr: Auch Porr startet Baustellen in Österreich wieder

Neben Bauriesen Strabag nimmt auch Österreichs zweitgrößter Baukonzern Porr nach der Sozialpartner-Einigung über spezielle Schutzmaßnahmen für die Bauarbeiter gegen die Covid-19-Ansteckungsgefahr die Tätigkeit auf seinen Baustellen hierzulande wieder auf. Porr hatte vorige Woche den laufenden Betrieb von über 1.000 Baustellen im Land zum allergrößten Teil eingestellt, wie auch andere Baufirmen.

Unter Einhaltung der nötigen Gesundheits- und Schutzmaßnahmen werde man den Betrieb auf den Baustellen schrittweise wieder aufnehmen, so CEO Karl-Heinz Strauss am Freitag in einer Aussendung. Als einer der Wirtschaftsmotoren Österreichs müsse die Bauwirtschaft mit allen angeschlossenen Lieferketten unbedingt funktionieren, "denn sonst sind die Löscharbeiten verheerender als der derzeitige Brand". In den internationalen Märkten werde der Baubetrieb der Porr aus heutiger Sicht weiterhin fortgeführt.

16.00 Uhr: Lombardei meldete sinkende Zahl neuer Infektionen

Die Lombardei meldet eine sinkende Zahl neuer Infektionsfälle. "Die Epidemiekurve beginnt zu sinken, der Rückgang hat begonnen", sagte der lombardische Präsident Attilio Fontana bei einer Pressekonferenz am Freitag. Laut Fontana müsste man einen Trend von fünf Tagen unter die Lupe nehmen, um Schlüsse über die Entwicklungen der Epidemie ziehen zu können. Am Donnerstag war wieder ein leichter Anstieg bei der Zahl der neuen Infektionsfälle in der Lombardei gemeldet worden, was Sorgen ausgelöst hatte.

In Italien könnte in den kommenden Tagen der Höhepunkt der Corona-Pandemie erreicht werden. Es gebe Hinweise darauf, dass dieser Punkt kurz bevorstehe, sagte der Direktor von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS), Silvio Brusaferro, am Freitag.

15.50 Uhr: Italien verlängert Schulschließung über 3. April hinaus

Italien verlängert die Schulschließungen. Schulen, Kindergärten und Universitäten müssten länger als bis zum Ende des zunächst geplanten Zeitraums vom 3. April geschlossen bleiben, sagte Bildungsministerin Lucia Azzolina dem Sender RAI am Freitag. "Unser Ziel ist es, dass die Schüler erst dann wieder in die Schule zurückkehren, wenn wir vollkommen sicher sind, dass es sicher ist. Die Gesundheit hat Vorrang", sagte die Ministerin. Schulen und Universitäten in Italien sind seit dem 5. März landesweit geschlossen.

15.49 Uhr: Bregenzer Festspiele entscheiden bis 30. Mai

Die Bregenzer Festspiele werden bis spätestens 30. Mai darüber entscheiden, ob das diesjährige Festival (22. Juli bis 23. August) stattfinden kann oder nicht. Nach derzeitigem Stand gehe man von einer planmäßigen Durchführung aus, teilte Festspielsprecher am Freitag in einer Aussendung mit. Dennoch wurde der Großteil der ganzjährig beschäftigten Belegschaft in Kurzarbeit geschickt.

15.40 Uhr: "Stream Aid": Popstars veranstalten Benefiz-Konzert

Die Popsängerinnen Rita Ora und Ellie Goulding, der Sänger und Songwriter John Legend sowie andere Stars aus der Musikszene wollen am Samstag ein Benefiz-Konzert veranstalten, das im Livestream übertragen wird. Die Einnahmen von "Stream Aid 2020" sollen einer Stiftung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugutekommen, mit der diese den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie unterstützt.

Das Event soll von 5.00 bis 18.00 Uhr MEZ auf der Streamingplattform Twitch übertragen werden. Neben musikalischen Darbietungen werden auch Gaming-Wettbewerbe gestreamt. Zuschauer können während der Veranstaltung Geld spenden oder den Stream selbst verlinken und in ihrem Netzwerk zu Spenden aufrufen.

Weitere Popstars, die sich bei "Stream Aid 2020" angekündigt haben, sind Joe Jonas von den Jonas Brothers, der frühere Bee-Gees-Musiker Barry Gibb und Sänger Dan Smith von der Band Bastille. Auch die Gruppe The Lumineers und EDM-Musiker Steve Aoki sind dabei.

15.36 Uhr: 20 Prozent der Schüler nicht erreichbar

Eine Umfrage unter runter 110 "Fellows" (junge Studienabsolventen, die nach der Ausbildung für einen bestimmten Zeitraum als Lehrkräfte arbeiten) des Bildungsnetzwerks "Teach for Austria" ergab, dass in Zeiten des Zuhauselernens der regelmäßige Kontakt zu 80 Prozent der Schüler möglich ist. 20 Prozent hingegen, zirka 4000 Betroffene, seien nicht erreichbar - das wird auf mangelnde Hardware oder schlechte Internetverbindung zurückgeführt.

60 Prozent der Befragten gaben an, dass die Motivation der Schüler eine Hürde sei, fast ebenso viele meinen, dass es zu Hause an Unterstützung fehle. Eine Tech-for-Austria-Lehrkraft berichtet: "Viele meiner Schülerinnen und Schüler sind derzeit komplett auf sich allein gestellt". Sie verfügen "nicht über genug Medien und Hardware, da ihnen die Eltern meist nicht helfen können und sie daheim auch gar nicht die nötigen Arbeitsplätze haben".

15.30 Uhr: Ärztekammer empfiehlt Testung aller Abgeordneten

Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres empfiehlt, dass alle Teilnehmer der kommenden Plenarsitzungen des Nationalrats auf das Coronavirus getestet werden sollen. Gerade in der aktuellen Situation sei eine voll einsatzfähige Legislative von entscheidender Bedeutung.

Im Falle von Nichttestungen sei die Gefahr sehr groß, dass aufgrund der Enge des Raumes und der Dauer von Plenarsitzungen im Falle infizierter Personen diese andere Personen anstecken könnten, erklärte Szekeres in einer Aussendung. Schnelltests wären dafür allerdings nicht geeignet, da sie für eine akute Erkrankung keine sicheren Ergebnisse bringen.

Die Plenarsitzungen sind für Donnerstagabend bzw. Freitagmittag angesetzt. Die erste davon wird nur wenige Minuten dauern, die zweite jedoch vermutlich doch zumindest mehr als eine Stunde. Neben den Abgeordneten müssten bei Szekeres' Vorschlag auch die anwesenden Regierungsmitglieder und alle sonstigen Personen, die den Plenarsaal betreten dürfen, also z.B. gewisse Parlamentsmitarbeiter, getestet werden. Der Teilnehmerkreis bei der Sitzung ist allerdings eingeschränkt, nachdem man sich in der Präsidiale auf nur 96 anwesende Mandatare verständigt hat.

15.23 Uhr: Drakonische Strafen und Gewalt

Bei der Überwachung der Einhaltung von Anti-Corona-Maßnahmen kommen in einzelnen Ländern inzwischen teils drakonische Strafen oder sogar Gewalt zum Einsatz. Im südostasiatischen Stadtstaat Singapur, der schon vor der Pandemie für seine harten Strafen berüchtigt war, riskieren die Einwohner künftig Gefängnis- und hohe Geldstrafen, wenn sie nicht genug Abstand voneinander halten.

Im zentralafrikanischen Uganda schoss die Polizei nahe der Hauptstadt Kampala auf zwei Menschen, die gemeinsam auf einem Motorrad fuhren. Den Regeln nach dürfen öffentliche Verkehrsmittel gar nicht mehr genutzt werden, in einem Auto dürfen sich nicht mehr als drei Menschen und auf einem Motorrad nicht mehr als ein Mensch befinden.

15.20 Uhr: Warum die Strategie massenhafter Tests umstritten ist

"Testen, testen, testen", lautet die Parole der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Südkorea gilt hier mit seinen vielen Tests als Vorbild. Jeder Verdachtsfall soll getestet, jeder Mensch mit bestätigter Infektion isoliert und jede Kontaktperson unter Quarantäne gestellt werden, so die Strategie in der Theorie. Doch die Praxis sieht vielerorts ganz anders aus.

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15.00 Uhr: Menschenrechtsgericht setzt Urteilsverkündung aus

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wird wegen der Corona-Krise seine Entscheidungen und Urteile vorerst nicht mehr verkünden. Das Gericht setze seine Arbeit fort, die Urteilsverkündung werde jedoch ausgesetzt, teilte der Gerichtshof in Straßburg Freitag mit. Damit will er sicherstellen, dass Betroffene nicht wegen der Corona-Krise die Frist verpassen, gegen ein Urteil vorzugehen.

Normalerweise haben die Parteien nach dem Verkünden eines Urteils drei Monate Zeit, um eine Verweisung des Falls an die Große Kammer zur erneuten Verhandlung zu beantragen. Die Große Kammer hat eine ähnliche Funktion wie ein Berufungsgericht. Wegen der Ausgangssperren und -beschränkungen in zahlreichen Ländern ist es für die Beteiligten jedoch derzeit praktisch unmöglich, diese Frist einzuhalten.

Das Gericht hatte Mitte März bereits mitgeteilt, dass es wegen der Corona-Krise "außergewöhnliche Maßnahmen" ergriffen habe, um seine Arbeit fortsetzen zu können. Das Gericht habe seine "wesentliche Tätigkeit", insbesondere die Bearbeitung vorrangiger Fälle, beibehalten, hieß es in der Mitteilung von Freitag. Auch die Annahme von Anträgen und die Zuordnung zu den zuständigen Stellen sei sichergestellt.

14.54 Uhr: Schweden begrenzt Versammlungen auf 50 Teilnehmer

Schweden führt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schärfere Begrenzungen von öffentlichen Versammlungen ein. Zusammenkünfte mit mehr als 50 Teilnehmern werden verboten, wie Ministerpräsident Stefan Löfven am Freitag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekannt gab. Bisher lag diese Grenze bei 500 Personen.

Von der neuen Maßnahme seien unter anderem Examensfeiern, Hochzeiten und Beerdigungen betroffen, fügte Sozialministerin Lena Hallengren hinzu. Laut Innenminister Mikael Damberg gilt die neue Begrenzung ab Sonntag.

14.47 Uhr: Zahl der Coronavirus-Infektionen auf US-Flugzeugträger steigt

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen auf dem US-Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" steigt. "Es wurden zusätzliche positive Covid-19-Fälle festgestellt", erklärte US-Admiral Mike Gilday am Donnerstag (Ortszeit) zu dem Kriegsschiff, das derzeit im Hafen der Pazifikinsel Guam liegt. Das "Wall Street Journal" berichtete von "mindestens 23" bestätigten Fällen.

Gilday betonte, niemand sei ernsthaft erkrankt oder in ein Krankenhaus eingeliefert worden. "Wir nehmen diese Bedrohung sehr ernst und arbeiten schnell daran, positive Fälle zu identifizieren und zu isolieren und gleichzeitig eine weitere Ausbreitung des Virus an Bord des Schiffes zu verhindern."

Auf dem Flugzeugträger mit mehr als 5.000 Besatzungsmitglieder waren zu Wochenbeginn drei Seeleute positiv getestet worden. Seit Donnerstag wird laut Marineminister Thomas Modly die gesamte Besatzung auf das Virus getestet. Vor Guam hatte der Flugzeugträger Mitte März in einem Hafen in Vietnam angelegt. Ob sich die ersten Marinesoldaten dort mit dem SARSmi-CoV-2-Erreger infiziert haben, ist aber unklar.

14.40 Uhr: UNO-Menschenrechtsbüro kritisiert Orbans Sondervollmachtspläne

Das UNO-Menschenrechtsbüro hat Bedenken wegen der Sondervollmachten, die der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban angesichts der Corona-Pandemie anstrebt. Es sehe so aus, als gebe das geplante Gesetz der Regierung unbegrenzte Macht, per Dekret zu regieren und schalte die parlamentarische Aufsicht auf unabsehbare Zeit aus, sagte der Sprecher des UNO-Menschenrechtsbüros am Freitag in Genf. Notstandsgesetze dürften immer nur vorübergehend gelten, sagte er. Es müsse sowohl angemessene legislative als auch juristische Kontrolle geben, so Rupert Colville.

Insbesondere seien Passagen besorgniserregend, die Haftstrafen für die Verbreitung falscher Informationen vorsähen, die die Regierungsarbeit in der Gesundheitskrise beeinträchtigten. Man müsse zwar gegen falsche Informationen vorgehen, sagte Colville. Aber diese Passagen könnten die legitime Arbeit von Journalisten einschränken.

Das Parlament wollte den Gesetzentwurf zu den Vollmachten Anfang nächster Woche beschließen. Auch die Generalsekretärin des Europarats, Marija Pejčinović Burić, hatte Bedenken geäußert. Ein unbestimmter und unkontrollierter Ausnahmezustand könne nicht garantieren, dass die Grundprinzipien der Demokratie eingehalten würden. Orban wies die Kritik zurück.

14.36 Uhr: Karl Habsburg gesund aus Quarantäne entlassen

Offiziell sind bis Freitag 225 Personen in Österreich wieder genesen. Einer unter ihnen ist Kaiser-Enkel Karl Habsburg. Er teilte am Donnerstag mit, dass "ich nach der Infizierung mit dem Covid-19-Virus nach fast drei Wochen offiziell wieder gesund" sei.

Auf APA-Anfrage sagte der ehemalige EU-Parlamentarier, dass er sich öffentlich nicht näher zur Erkrankung äußern möchte, und verwies auf seine Mitarbeiter. Auf der österreichischen Homepage der Paneuropabewegung, wo er als deren Präsident unter "Karl von Habsburg" geführt wird, teilte er am Donnerstag mit, dass er soeben - nach negativem Corona-Test - den Bescheid über die Aufhebung der Isolation erhalten habe. "Auch wenn damit die häusliche Quarantäne für mich aufgehoben ist, ist es auch für mich keine Rückkehr zum normalen Leben. Die Lage macht es notwendig, zu Hause zu bleiben. Das ist die beste Möglichkeit, um die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen." Aus seinem Haus in Niederösterreich hatte er während der Krankheit wissen lassen, dass es zwar lästig sei, ihm aber gut gehe. "Es ist ja nicht die schwarze Pest."

14.19 Uhr: Djokovic spendet 1 Million Euro für medizinische Geräte

Der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic stellt eine Million Euro zur Verfügung, damit in Serbien u.a. Beatmungsgeräte gekauft werden können. "Ich möchte allen medizinischen Mitarbeitern auf der Welt und in meiner Heimat Serbien meinen Dank dafür aussprechen, dass sie allen helfen, die mit dem Coronavirus infiziert sind", sagte Djokovic Medien in einer Videokonferenz.

Er selbst hält sich in Marbella (Spanien) auf, wo eine Trainingsbasis von ihm liegt. "Leider infizieren sich jeden Tag immer mehr Menschen. Meine Frau Jelena und ich haben einen Plan gemacht, wie wir unsere Mittel am besten jenen spenden können, die in Not sind." Die Entscheidung fiel auf medizinische Geräte.

14.03 Uhr: Bereits 5.300 Österreicher zurückgeholt

Im Rahmen der während der Coronakrise gestarteten, "größten Rückholaktion von Österreichern aus dem Ausland aller Zeiten" hat das Außenministerium bereits rund 5.300 gestrandete, heimische Urlauber zurückgeholt. Am Freitag startet ein Notflug aus Peru, der Samstagfrüh in Wien landen wird, wie das Außenamt auf APA-Nachfrage mitteile.

Demnach sollen an Bord der Maschine auch Staatsbürger anderer Nationalitäten sein. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hatte nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen Anfang der Woche berichtet, dass die Mitgliedsstaaten ihre Ressourcen gerade in puncto Repatriierung stärker bündeln wollten. Für Sonntag ist ein Rückholflug aus Bali und Malaysia geplant. Weitere Notflüge von den Philippinen, aus Vietnam, Argentinien, Chile und Australien sollen laut Außenamt folgen. Gestern landete ein Repatriierungsflug aus Sri Lanka und Indien.

14.02 Uhr: Soforthilfeanträge für Künstler ab Montag möglich

Zwei konkrete finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten stehen bald für heimische Künstler und Kulturschaffende zur Verfügung. Nach dem gestern präsentierten Härtefallfonds, der sich etwa an freie Dienstnehmer oder Ein-Personen-Unternehmen richtet, sind ab Montag Anträge für Zuwendungen des Künstler-Sozialversicherungsfonds möglich, hieß es am Freitag aus dem Kunst- und Kulturstaatssekretariat.

13.55 Uhr: Tod einer 16-Jährigen schockiert Frankreich

Der Tod der 16-jährigen Julie schockiert Frankreich: Die Jugendliche ist das bisher jüngste Opfer der Coronavirus-Pandemie in dem Land, wie das Gesundheitsministerium in Paris am Donnerstagabend bekannt gab.

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13.35 Uhr: Einkaufshilfe auf vier Beinen

Eine besonders niedliche Einkaufshilfe hat ein junger Mexikaner: Weil er in häuslicher Quarantäne saß, hat er nach eigenen Angaben seinen Vierbeiner zum Einkauf geschickt. Seine kleine Hündin kehrte mit der gewünschten Ware im Maul auch wieder zurück.

13.24 Uhr: Immer mehr Patienten verschweigen Erkrankung

Immer mehr Patienten, die sich dieser Tage an den Rettungsnotruf 144 wenden, verschweigen laut Rotem Kreuz ihre Corona-Erkrankung oder Symptome einer möglichen Infektion. Das gefährde nicht nur die Rettungskräfte selbst, sondern in der Folge auch andere Patienten, erklärte der Bundesrettungskommandant Gerry Foitik am Freitag auf APA-Anfrage. Das Rote Kreuz ruft zur "Fairness" auf.

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13.14 Uhr: Epidemiekurve gibt in Italien nach

Der Anstieg bei der Zahl der Coronavirus-Fälle in Italien war zuletzt geringer als in den vergangenen Tagen. "Die Epidemiekurve gibt leicht nach", bestätigte der Chef der nationalen Gesundheitsbehörde ISS, Silvio Brusaferro, bei einer Pressekonferenz am Freitag in Rom.

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13.05 Uhr: Deutschland: Hilfspaket von historischem Ausmaß

In Deutschland ist die parlamentarische Bewilligung des historischen Maßnahmenpakets zur Bewältigung der Coronakrise abgeschlossen. Nach dem Bundestag stimmte am Freitag auch die Länderkammer des Parlaments, der Bundesrat, dem 156 Milliarden Euro schweren Paket zu.

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13.03 Uhr: Industrieproduktion bricht laut Bank Austria um 7 % ein

Die Stillstände in der Wirtschaft aufgrund der Coronavirus-Pandemie lassen auch die heimische Industrie einbrechen. Die Industrieproduktion in Österreich dürfte heuer um rund 7 Prozent zurückgehen, schätzen die Ökonomen der Bank Austria. Der vom Institut ermittelte Einkaufsmanagerindex (EMI) verzeichnete aufgrund der Krise im März den stärksten Rückgang seit Beginn der Finanzkrise im Herbst 2008.

Dieser markante Rückgang weise auf eine "abrupte Verschärfung" der seit dem Frühjahr 2019 laufenden Industrie-Rezession hin, erklärte Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer am Freitag in einer Aussendung. Dass sich das Produktionsminus heuer im Gesamtjahr auf 7 Prozent begrenzen lasse, stehe unter dem Vorbehalt, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung in der zweiten Jahreshälfte schrittweise wieder rückgängig gemacht werden können.

12.43 Uhr: Mehrere Hundertjährige sind wieder genesen

In Italien mehren sich die Berichte von über Hundertjährigen, die nach einer Coronavirus-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden. Eine 102-jährige Frau, die in einem Seniorenheim in Genua lebt, konnte das Spital verlassen, in dem sie vor zwei Wochen wegen Herzbeschwerden eingeliefert worden war. Dort wurde sie positiv auf das Coronavirus getestet.

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12.40 Uhr: Bachmann-Preis wird 2020 nicht vergeben

Erstmals in der Geschichte des Wettlesens finden die "Tage der deutschsprachigen Literatur" 2020 wegen des Coronavirus nicht statt. Wie der ORF am Freitag bekannt gab, wird der Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt heuer nicht vergeben: "Diese Entscheidung erfolgt aus vielen Gründen. An erster Stelle steht die Gesundheit", sagte ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard. Derzeit könne niemand abschätzen, wie sich die Corona-Situation in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird: "Eine öffentliche Veranstaltung dieser Größenordnung wäre aus heutiger Sicht unverantwortbar", hieß es vom ORF. Die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur finden voraussichtlich in der Zeit von 16. bis 20. Juni 2021 statt.

12.37 Uhr: Amerika wird zum globalen Epizentrum

Weltweit sind die USA jetzt das Land mit den meisten gemeldeten Coronavirus-Infektionen. Die Behörden haben dort inzwischen fast 86.000 Fälle erfasst. Die USA überholten damit China, wo die Krankheit im Dezember erstmals auftrat. Bis Freitag wurden nach Angaben der Johns Hopkins Universität knapp 81.900 Fälle gemeldet. An dritter Stelle folgt Italien mit 80.600 Infektionen.

12.23 Uhr: Boris Johnson wurde positiv getestet

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das gab Johnson selbst in einer Stellungnahme bekannt.

12.20 Uhr: Fragen an Frankreichs Polizei: "Darf mein Mann noch zu seiner Geliebten?"

"Kann mein Mann das Wochenende bei seiner Geliebten verbringen?", fragt eine Frau, die in einer offenen Ehe lebt. "Ein Fremder streichelt mein Pferd - kann er es mit dem Coronavirus anstecken?", beschäftigt eine Tierfreundin. Seit die französische Regierung eine Ausgangssperre verhängt hat, erhält die Polizei nach eigenen Angaben viele Anrufe besorgter Bürger - und manche sind ungewollt komisch.

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12.18 Uhr: SPÖ für Task Force zu "Big Data"

Auch die SPÖ zeigt sich beim möglichen Einsatz von "Big Data" gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie skeptisch. Für Parteichefin Pamela Rendi-Wagner ist dies "eine äußerst sensible Thematik", sie verlangte am Freitag via Aussendung die Einsetzung einer Task Force mit Vertretern der Opposition, der Datenschutzbehörde und Verfassungsrechtsexperten.

"Big Data" könne wesentliche Eingriffe in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger bedeuten, meinte Rendi-Wagner.

12.09 Uhr: Intensivbetten im OECD-Vergleich

12.02 Uhr: Kaserne in Spittal an der Drau weiter gesperrt

Nachdem ein kranker Soldat negativ auf das Coronavirus getestet worden ist, bleibt die Türk-Kaserne in Spittal an der Drau weiterhin gesperrt. Das gab Heeressprecher Christoph Hofmeister am Freitag bekannt. "Die Krankheitssymptome sind so, dass man sich dazu entschlossen hat, noch einen zweiten Test durchzuführen", sagte Hofmeister.

Aus Sicherheitsgründen bleibt deshalb die Kaserne geschlossen, bis das nächste Testergebnis vorliegt. 

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11.57 Uhr: Pharmaindustrie hegt leise Hoffnung auf rasche Therapie

Eine Vielzahl an Forschungsprojekten und klinischen Studien zum neuen Coronavirus weckt bei Vertretern der österreichischen Pharmaindustrie Hoffnung auf rasch verfügbare Therapieoptionen. Trotz Möglichkeiten zur Beschleunigung von Entwicklung und Zulassung dürfe der Weg dorthin über "fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse" aber nicht verlassen werden, heiß es am Freitag vor Journalisten.

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11.40 Uhr: Türke wollte Einreise erzwingen

Ein 71-jähriger Mann aus der Schweiz hat sich am Donnerstag am Grenzübergang Lustenau - Au rabiat gezeigt, weil ihm die Einreise nach Österreich verweigert wurde. Der im Grenzort Heerbrugg wohnhafte Türke wollte in Lustenau einkaufen gehen. Als er nicht durchgelassen wurde, beschimpfte er die Polizisten und fuhr mit dem Auto auf die Beamten los, so die Exekutive. Ein Beamter wurde verletzt.

11.30 Uhr: Mittlerweile 933 Erkrankte in Wien

In Wien ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen von Donnerstag auf Freitag wieder merklich gestiegen: Mittlerweile gibt es 933 erkrankte Personen, wie das Rathaus in einer Aussendung am Freitag mitteilte. Zudem starben zwei weitere Menschen an den Folgen der Erkrankung - nunmehr gibt es 16 Todesfälle. Wieder gesund sind 35 Personen.

11.20 Uhr: Weltweit 40 Millionen Tote ohne Gegenmaßnahmen

Ohne Gegenmaßnahmen hätte die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge heuer bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

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11.15 Uhr: Arznei-Mittel-Nachfrage deutlich zurückgegangen

Ähnlich wie im Lebensmittel-Handel ist auch in den Apotheken nach den anfänglichen Hamsterkäufen im Zuge der Corona-Krise Ruhe eingekehrt. Der österreichische Arzneimittel-Vollgroßhandel (PHAGO) registrierte in der zweiten Woche der Maßnahmen durch die Bundesregierung eine Beruhigung im Medikamenten-Bereich.

Schmerz-Medikamente rangieren nach wie vor an oberster Stelle, gefolgt von Blutdrucksenkern. Mittel zur Behandlung koronarer Herzkrankheiten sowie Antidiabetika sind im Vergleich zu letzter Woche deutlich weniger nachgefragt worden. Die geringste Steigerung gibt es laut Arzneimittel-Radar des Voll-Großhandels bei Antibiotika.

10.55 Uhr: Keine Einreise mehr nach China

In China ist die Zahl "importierter Fälle" mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag mitteilte, wurden 55 weitere Erkrankungen bei eingereisten Menschen nachgewiesen. Insgesamt zählt China damit knapp 600 solcher Fälle. Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen.

10.45 Uhr: Evaluierung am Wochenende

Entgegen ursprünglichen Erwartungen hat die Regierung am Freitag noch keine Bilanz vorgelegt, wie die bisher eingeleiteten Maßnahmen in der Coronakrise wirken. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte für das Wochenende eine Evaluierung an. Am Montag werde man mehr sagen können. Positiv wertete er, dass man bei den Krankheitsfällen punktgenau bei den Prognosen liege. Was die Antikörper-Schnelltests angeht, erwartet Anschober einen Einsatz in zwei bis drei Wochen.

>> Näheres zur Pressekonferenz

10.40 Uhr: Armani produziert Schutzkleidung für Ärzte

In Zeiten der Coronavirus-Krise stellen auch die klangvollsten Namen der italienischen Luxusindustrie ihre Produktion um. So startet die Modegruppe Armani mit der Herstellung von Schutzmänteln für Sanitäter. Produziert werden die Schutzmäntel in vier Fabriken, in denen bisher Jacken entstanden, berichteten italienische Medien. Modepapst Giorgio Armani hat bereits zwei Millionen Euro für das öffentliche Gesundheitssystem gespendet.

10.35 Uhr: Pariser Eiffelturm sagt Helfern "Merci"

Aus Solidarität mit den Helferinnen und Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird der Pariser Eiffelturm künftig jeden Abend in besonderem Licht erstrahlen. Ab Freitag soll immer um 20.00 Uhr das Wort "Merci" an das Pariser Wahrzeichen projiziert werden, teilte die Stadt Paris am Freitag mit. Von 20.30 bis 23.00 wird der Turm die Pariserinnen und Pariser daran erinnern, zu Hause zu bleiben. Abwechselnd sollen auf dem Turm die Worte "Restez chez vous" und "Stay at Home" (Bleibt zu Hause) zu lesen sein. Zuletzt hatte der Eiffelturm aus Dank für das Krankenhauspersonal abends schon länger geglitzert als gewöhnlich.

10.13 Uhr: Italien rekrutiert zusätzliche Krankenpfleger

Das von der Coronavirus-Krise schwer belastete Italien startet mit der Rekrutierung zusätzlicher Krankenpfleger. Der Zivilschutz hat auf seiner Webseite einen Aufruf veröffentlicht: Gesucht werden Krankenpfleger, die vor allem in der Lombardei, der am stärksten betroffenen Region, eingesetzt werden sollen.

10.08 Uhr: Niederlande setzen Tiertransporte wegen Corona aus

Die Proteste der Tierschützer zeigen endlich Wirkung: Ab sofort sollen von den Niederlanden aus keine Zuchtrinder, Pferde, Schafe, Ziegen und exotische Tierarten mehr exportiert werden dürfen. Auch Milchkühe, die zur Schlachtung ins Ausland transportiert werden sollten, müssen im Land bleiben. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) erwartet, dass Österreich nun nachzieht. 

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9.47 Uhr: Bauarbeiter dürfen unter Auflagen wieder auf die Baustellen

Acht-Punkte-Maßnahmenpaket für Weiterbetrieb: Zu nächtlicher Stunde einigten sich die Sozialpartner mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober darauf, unter welchen Bedingungen auf Österreichs Baustellen wieder gearbeitet werden darf.

>> Das ist der Maßnahmenplan

9.45 Uhr: Wiener Segler in der Ägäis gestrandet

Während noch Tausende im Ausland gestrandete, österreichische Urlauber auf ihre Rückholung warten, hängt ein Wiener Universitätsprofessor im Mittelmeer fest. Sebastian Kummer segelt derzeit in der Ägäis, darf aber schon seit rund drei Wochen in keinem europäischen Hafen anlegen, wie er der "Kronen Zeitung" (Online) am Freitag erklärte.

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9.32 Uhr: Anschober: Pflege-Akutsituation in zwei, drei Wochen

Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) droht wegen möglicher Ausfälle von ausländischem Pflegepersonal in wenigen Wochen eine "Akutsituation". Derzeit gebe es in den Bundesländern nur wenige Akutfälle. Es sei jedoch zu erwarten, "dass eine derartige Akutsituation in zwei, drei Wochen eintreten kann", sagte Anschober am Freitag im Ö1-Morgenjournal. Deswegen werde ein "konkretes Ersatzangebot" erarbeitet.

>> Mehr zu den Plänen

 

9.26 Uhr: Trump arbeitet in Coronakrise eng mit China zusammen

Trump schrieb auf Twitter: "China ist schon weit vorangekommen und hat ein großes Verständnis des Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Großer Respekt!"

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9.24 Uhr: Ausgangsbeschränkung für ganz Ungarn verhängt

Ungarn verhängt eine Ausgangsbeschränkung. Die Maßnahme im Kampf gegen das neue Coronavirus gilt von morgen, Samstag, bis 11. April. Das gab der ungarische Premier Viktor Orban am Freitag im Staatsrundfunk Kossuth-Radio bekannt. Zugleich betonte er, dass es sich dabei um keine Ausgangssperre handle.

In diesen zwei Wochen dürfen die Bürger ihre Wohnungen oder Wohnorte nur noch mit dem Ziel der Arbeitsverrichtung oder der Beschaffung der Grundversorgung verlassen. Eine weitere Ausnahme gibt es für den Transport von Kindern zur Aufsicht in Schulen und Kindergärten. Erlaubt bleiben auch Spaziergänge im Freien bei Einhaltung eines Abstands.

9.22 Uhr: So wird auf das Corona-Virus getestet

9.15 Uhr: FC Barcelona kürzte Fußballstars das Gehalt

Nach dem Scheitern von Verhandlungen über einen Gehaltsverzicht mit seinen Stars hat der FC Barcelona dem Team und vielen Mitarbeitern die Arbeitszeit und damit den Lohn gekürzt. Der spanische Fußballmeister begründete die Eingriffe in die Verträge mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Laut spanischem Recht können Unternehmen im Falle höherer Gewalt zu solchen Mitteln greifen.

9.13 Uhr: Zweiter Mann stellte sich nach "Corona-Challenge"

Nach einer gefährlichen "Corona-Challenge" in Oberösterreich hat sich am Donnerstagabend der zweite Täter, ein 27-jähriger Linzer, gestellt. Laut Polizei sei der soziale Druck auf ihn wohl zu hoch geworden. Der Mann hatte in einem Supermarkt in einen Apfel gebissen und ihn wieder zurück ins Regal gelegt. Ein Video davon wurde über Social Media verbreitet.

>> Hier geht es zum unlaublichen Fall

9.08 Uhr: 400 Tirol-Urlauber meldeten sich bereits beim Verbraucherschutzverein

Der VSV hatte am Dienstag gegen Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), Landesräte, Bürgermeister und Seilbahngesellschaften eine Anzeige eingebracht und gleichzeitig eine europaweite Sammelaktion für Personen gestartet, die davon ausgehen, sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem Coronavirus angesteckt zu haben. "Wir hatten gestern (Donnerstag) Abend 18.00 Uhr, nach zwei Tagen Sammlung, bereits 400 Betroffene, die sich gemeldet haben", sagte VSV-Obmann Kolba.

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9.02 Uhr: Russland schließt Cafas und Restaurants

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollen in Russland ab Samstag alle Cafes und Restaurants für gut eine Woche schließen. Die Regionen seien angewiesen worden, den Gastronomiebetrieb bis 5. April einzustellen, ausgenommen seien Lieferdienste, hieß es am Freitag in einem Dekret von Ministerpräsident Michail Mischustin. Die Regionalbehörden sollen zudem empfehlen, Reisen einzuschränken.

8.50 Uhr: Ein Experiment mit fast acht Milliarden Menschen

Experten hatten davor gewarnt. Seit Jahren immer wieder. Nun ist er da, der nächste weltumspannende Seuchenerreger. Und das mit solcher Macht, dass viele Staatschefs von einem "Krieg" sprechen.

>> Expertenmeinungen zum Pandemie-Marathon, den verschiedenen Maßnahmen und den möglichen Langzeitfolgen

8.47 Uhr: Elton John macht sich für kleine Plattengeschäfte stark

Rockstar Elton John ruft seine Fans dazu auf, unabhängige Plattengeschäfte zu unterstützen. Seine Botschaft sendete der 73-Jährige am Donnerstagabend auf Twitter: "Ich weiß, dass es schwierige Zeiten sind, aber bitte versucht, unabhängige Plattenläden zu unterstützen. Viele von ihnen können direkt zu euch nach Hause liefern", erklärte er.

8.42 Uhr: Weltweiter Kirchenappell zum Schutz vor Ansteckung

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) und acht regionale ökumenische Organisationen haben in einer gemeinsamen pastoralen Erklärung zum Zusammenhalt und zum Schutz vor Ansteckung angesichts der Corona-Pandemie aufgerufen, wie Kathpress meldet.

Die Kirchenführer riefen in der Erklärung vom Donnerstag dazu auf, "dass wir die Formen unserer Gottesdienste und die Art unserer Gemeinschaftlichkeit an die Bedürfnisse in dieser Zeit der pandemischen Ansteckung anpassen, um jedes Risiko zu vermeiden, dass wir zum Ausgangspunkt der Virenübertragung werden anstatt zu einem Werkzeug der Gnade". Der Glaube an den Gott des Lebens verpflichte die Christen dazu, Leben zu schützen. Die Kirchen und öffentlichen Dienste dürften nicht zu Ausgangspunkten der Virenübertragung werden. Körperliche Distanz bedeute nicht geistliche Isolation.

8.39 Uhr: Kanadierin entkam IS und muss nun in Quarantäne

Eine Kanadierin, die in Westafrika von Islamisten entführt worden war, ist nach ihrer glücklichen Flucht wieder in ihrem Heimatland eingetroffen - ganz frei ist sie aber noch nicht: Sie muss wegen der Corona-Pandemie zunächst in eine 14-tägige Quarantäne, wie ihre Familie am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Die Frau aus Sherbrooke in der Provinz Quabec und ihr italienischer Freund waren im Dezember 2018 in der Nähe der Stadt Bobo-Dioulasso in Burkina Faso gekidnappt worden. Medienberichten zufolge wurden sie ins Nachbarland Mali verschleppt, wo sie schließlich fliehen konnten. Sie sei glücklich, wieder in der Heimat zurück zu sein, teilte die Frau mit. "Mein Herz ist nun bei all denen, die in dieser kritischen Zeit der Pandemie leiden."

8.24 Uhr: Auch im Home Office kann man aufs Klima schauen

Unsere digitale Kommunikation und die damit verbundenen Geräte wie Smartphone, Laptop & Co benötigen für ihren täglichen Einsatz viel Energie. Weltweit sind es etwa 3 % des Energiebedarfs und somit mehr als der gesamte Flugverkehr. „Besonders jetzt, wenn viele Menschen von zu Hause arbeiten, sind wir auf die digitale Kommunikation besonders angewiesen“, so EVN-Sprecher Stefan Zach.

>> Energiekonzern gibt Tipps und Tricks zum klimabewussten Arbeiten

8.11 Uhr: Trump: US-Regierung könnte Anteile von Airlines übernehmen

Die US-Regierung könnte sich nach Meinung von Präsident Donald Trump im Zuge eines Rettungsprogramms an strauchelnden Fluggesellschaften beteiligen. Die USA könnten es nicht zulassen, dass die Airlines wegen der Coronavirus-Epidemie Pleite gingen, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus.

Falls die Regierung Fluggesellschaften mit Krediten oder Direkthilfen unterstütze, könne sie sich auch an ihnen beteiligen, sagte er. "Wenn wir das nicht machen, hätten wir keine Airlines mehr", sagte Trump.

>> Mehr zu den Plänen von Trump

8.07 Uhr: Arzt erklärt: "Epidemie-Ausmaß in Italien wurde zu spät erkannt"

Bei 75.000 SARS-CoV-2-Infizierten und 7.500 Todesfällen stellt sich in Italien als von Covid-19 in Europa meistbetroffenem Land die Frage nach den Gründen dieser Entwicklung. "Am Anfang wurde die Massenverbreitung der Infektion zu spät erkannt", sagte der italienische Arzt und Epidemiologe Alessandro Pini - im Einsatz für "Ärzte ohne Grenzen" in der Lombardei.

>> Mehr zur Lage in Italien

8.05 Uhr: Papst spendet Sondersegen "Urbi et orbi"

Papst Franziskus will am Freitagabend eine ganz besondere Antwort auf die Corona-Pandemie geben: Vor dem Petersdom wird er laut Kathpress eine Andacht halten und von den Stufen der vatikanischen Basilika herab den Sondersegen "Urbi et orbi" spenden. Die Zeremonie auf dem leeren Petersplatz wird in Österreich von ORF III ab 18.00 Uhr und auch bei uns live übertragen. Der Segen "Urbi et orbi", "der Stadt und dem Erdkreis", wird heutzutage sonst nur zu Ostern und Weihnachten gespendet oder unmittelbar nach einer Papstwahl. 

8.03: PK Anschober/Nehammer um 10.00 Uhr -  Wir berichten live!

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) werden heute, Freitag, über Aktuelles zum Coronavirus berichten.

8.01:  Frühlingserwachen ganz ohne Besucher im Zoo Schönbrunn

Ohne Besucherandrang genießen die Zootiere von Schönbrunn die ersten Sonnenstrahlen. Seit 11. März ist der Tiergarten präventiv geschlossen. Die Wienerinnen und Wiener wollen aber dennoch nicht auf die Elefanten, Krokodile, Giraffen und Kattas verzichten. Deshalb wird der Zoo mit der Aktion "Von Tier zu dir - Grüße aus dem Tiergarten Schönbrunn" jeden Tag ein anderes Tier online präsentieren.

>> Mehr zur Akion in Schönbrunn

7:49 Uhr: Lebensmittellieferungen am Sonntag

Die Regierung hat die erlaubten Lieferzeiten für den Lebensmittelhandel sowie für Drogerien ausgedehnt. Ab heute dürfen Rewe, Spar & Co - zusätzlich zu den bisherigen Lieferzeiten bis Samstagabend - nun auch bis Sonntagnacht und an Feiertagen Lebensmittel und Drogerieartikel zustellen. Dies gilt auch für kleinere Lebensmittelhändler, teilten Arbeitsministerium und Sozialpartner mit. Und es darf das ganze Warenangebot geliefert werden.

7:40 Uhr: Offensive gegen Fake News für Migranten

Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat neben der bereits laufenden Informationskampagne für Migranten eine Offensive gegen Falschmeldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestartet. Dabei sollen Mythen und Fake News in 16 Sprachen korrigiert werden. Im Zuge der laufenden Info-Kampagne wurden bereits mehr als 260.000 Menschen via SMS, Mail und online kontaktiert.

>> Näheres zur Info-Kampagne

7.32 Uhr: Europol warnt vor "Coronakriminalität"

Europol hat eine Zunahme von Verbrechen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie signalisiert. Kriminelle und organisierte Banden hätten ihre Methoden sehr schnell angepasst und profitierten von der Krise, warnt die europäische Polizeibehörde in einem am Freitag in Den Haag veröffentlichten Bericht. Ermittler konstatieren demnach zunehmend Fälle von Cybercrime, Betrug, Diebstahl, Fälschungen.

>> Mehr zum Europol-Bericht

7.28 Uhr: Schweden geht einen anderen Weg - ohne Verbote

In Schweden sind derzeit - im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern in Europa - Kindergärten und Unterstufenschulen, ebenso wie die meisten Geschäfte geöffnet.

>> Mehr zum schwedischen Modell

7.25 Uhr: Reportage: Zwischen Ambulanz und Labor

Durch gute Vorbereitung konnte ein unkontrollierter Übergang des Coronavirus auf gefährdete Gruppen bislang verhindert werden, sagt Michael Moser, Oberarzt im Klinikum Klagenfurt. Das System könne aber nur langsam wieder hochgefahren werden. Testkapazitäten in Österreich reichen nicht aus.

>> Hier geht es zur Reportage!

7.22 Uhr: Studie: Über 81.000 Tote in USA möglich

Die University of Washington hält einer Studie zufolge in den USA in den kommenden vier Monaten mehr als 81.000 Tote durch das neue Coronavirus für möglich. Manche Schätzungen gingen sogar von 162.000 Todesopfern aus, andere dagegen von 38.000, sagt Studienleiter Christopher Murray.

Die große Abweichung begründet er damit, dass die unterschiedlich schnelle Ausbreitung des Virus in verschiedenen Regionen den Forschern Rätsel aufgebe.

7.09: Anschober: Peak "zwischen Mitte April und Mitte Mai"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erwartet, dass Österreich der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen noch bevorsteht. "Je erfolgreicher wir sind, desto geringer ist der Peak, aber desto länger dauert es auch, bis alle Erkrankungen stattfinden. Ich gehe von einem Zeitfaktor irgendwo zwischen Mitte April bis Mitte Mai aus", sagte Anschober im ORF-Radio am Freitag in der Früh.

>> Das sagte Anschober im Ö1-Morgenjournal

5.31 Uhr: China meldet erstmals wieder lokale Infektion

In China haben die Behörden am Donnerstag 55 Neu-Infektionen gemeldet. Unter diesen Fällen sei zum ersten Mal seit drei Tagen auch wieder eine sogenannte örtliche Infektion. Alle anderen Fälle stünden im Zusammenhang mit Reisenden aus dem Ausland. Damit sind insgesamt 81.340 Infektionen bekannt. Die Zahl der Todesopfer stieg um fünf auf 3.292.

>> Die Lage in China

In Südkorea ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen wieder leicht zurückgegangen. Wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten, kamen am Donnerstag 91 Fälle hinzu. Damit liegt die Zahl der täglich erfassten Fälle seit einigen Tagen um die Schwelle von 100. Bisher wurden 9.332 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet, 139 Todesfälle wurden vermeldet.

Auch Australien stellt Tausende aus dem Ausland heimkehrenden Bürger wegen der Coronavirus-Pandemie unter Quarantäne. Premierminister Scott Morrison erklärte am Freitag, die Menschen sollten in Hotels untergebracht werden. Es werde überwacht, dass angeordnete Isolierung auch eingehalten werde. In Australien sind bis Freitag 3.000 Coronavirus-Erkrankungen bekannt geworden. Anfang März waren es noch weniger als 100. Der Anstieg schürt Ängste, dass es zu einer größeren Verbreitung kommen könnte.

Das Wichtigste vom Donnerstag:

Der Live-Ticker zum Nachlesen.

Weltweit haben sich mittlerweile mehr als eine halbe Million Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Mindestens 501.556 Infektionsfälle wurden in 182 Ländern laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend gemeldet. Die Zahl der Menschen, die an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 starben, lag bei 22.920.

In Frankreich starben innerhalb von 24 Stunden weitere 365 Corona-Patienten. Unter den Opfern ist auch ein 16-jähriges Mädchen, wie die französischen Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten. Insgesamt starben in Frankreich bisher 1.696 Menschen an Covid-19. Die Zahl der Erkrankten auf den Intensivstationen des Landes stieg seit Mittwoch um 548 auf 3.375 Patienten, teilte der Generaldirektor im französischen Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, mit.

Derweil meldete Großbritannien erstmals mehr als hundert Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden. 115 Patienten seien seit dem Vortag an Covid-19 gestorben, womit sich die Zahl der Toten auf 578 erhöhte, erklärte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstagabend. Die Zahl der offiziell registrierten Infektionsfälle liege bei 11.658 - 2.000 mehr als am Mittwoch.

Bei den offiziell gemeldeten Infektions- und Todesfällen handelt es sich nach Einschätzung von Experten nur um einen Bruchteil der tatsächlichen Corona-Fälle weltweit. In vielen Ländern mangelt es an Testkapazitäten, vielerorts werden zudem nur Patienten mit schweren Symptomen auf das Coronavirus getestet. Virologen gehen daher von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.

Die Lage in Österreich

In Österreich stieg die Zahl der Todesfälle aufgrund von Covid-19 am Donnerstag von 30 auf 49 deutlich an, jene der Erkrankten lag bei 6.816. Bei 87 Prozent gebe es einen sehr milden Krankheitsverlauf, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz. Europaweit ist die Zahl auf über 250.000 gestiegen. Mehr als die Hälfte der Fälle gab es in Italien und Spanien.

Die meisten Fälle in Österreich gab es erneut in Tirol mit 1.644, gefolgt von Oberösterreich mit 1.149. Insgesamt betrug die Steigerungsrate seit Mittwoch (15.00 Uhr) 15,07 Prozent. Für die vergangenen vier Tage betrug die Quote 18,05 Prozent. Von den 49 Personen, die an COVID-19 gestorben sind, stammten die meisten - nämlich 14 - aus Wien. Die weiteren Toten nach Bundesländern: Burgenland (2), Kärnten (2), Niederösterreich (12), Oberösterreich (3), Salzburg (1), Steiermark (11) und Tirol (4).

Seit gestern 15.00 Uhr stieg die Zahl der Neuinfektion somit um weiter 449 Fälle, wie aus dem amtlichen "Dashboard COVID19" des Gesundheitsministeriums (Stand. 20.00 Uhr) hervorging. Das Auswertungstool ging am Donnerstagabend nach einer Wartungspause wieder online.

In Echtzeit: Das Coronavirus in Österreich und der ganzen Welt

Erst Wuhan, dann die ganze Welt: Das Coronavirus kennt keine Grenzen und stellt die globalisierte Moderne auf die Probe. In fünf laufend aktualisierten Grafiken liefern wir einen kontinuierlichen Überblick über die Ausbreitung des Virus, die Zahlen der Geheilten und Todesfälle.

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Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (73)

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Heinzchen
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Aktionäre

Es geht immer nur um die Aktionäre die zufriedengestellt werden müssen. Und diese Damen und Herren reicht ein Haus alleine nicht.

SagServus
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Bevor man nach Staatshilfe ruft, wäre ein Aufruf zur Kapitalerhöhung an die Eigentümer angebracht.

Inwiefern ändert das was an der Tatsache, dass es hier um einen staatlich verordneten Shutdown handelt und K&Ö hier nicht aus Eigenverschulden in eine eventuelle Schieflage kommen könnte?

Gerade in der jetzigen Zeit halte ich es nicht gerade für sinnvoll eine sozialistische Debatte darüber zu beginnen, ob Großunternehmer auch staatliche Hilfe in Anspruch nehmen dürfen oder ihr Privatvermögen zuerst dafür aufbrauchen müssen.

SagServus
7
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P.S.:

Abgesehen davon, ruft K&Ö nicht nach Staatshilfe (weil die hat die Regierung bereits zugesagt) sondern nur nach schnellerer Gewährung und Ausbezahlung dieser.

Und wenn K&Ö schon danach schreit weils den Zustand nur wenige Wochen durchhalten, was wirds dann wohl auf der kleineren Ebene spielen?

checker43
4
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SagServus

KÖ rief nach einer Haftung des Staates für aufzunehmende Millionenkredite. Was der Staat sicher nicht ersetzen wird und auch nie zusagte, waren solche Haftungen, die gleichbedeutend mit dem Ersatz der Umsatzausfälle wären. Das Geld hat der Staat nicht.

HB2USD
10
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Und wenn K&Ö zusperrt

gibt es für 1600 Angestellte keine Arbeit und Graz ein für die Einwohner das Attraktivste Kaufhaus verloren.

checker43
0
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HB

Die werden nicht zusperren, sondern zunächst in Insolvenz gehen. Die Gläubiger bekommen eine Quote und dann geht das Geschäft weiter. Falls die Insolvenz nicht durchführbar ist, geht es in Konkurs und es werden sich finanzkräftige Käufer finden, die die Angestellten weiterbeschäftigen.

Mein Graz
2
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@HB2USD

Zur Attraktivität vom Kastner:
Ich bin Grazer - und ich war schon mindestens 15 Jahre nicht mehr beim Kastner.
Überteuert, unübersichtlich und nicht kundenorientiert - zumindest nicht für mich.

SagServus
2
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KÖ rief nach einer Haftung des Staates für aufzunehmende Millionenkredite

Was der Staat ja mit 80% macht, die restlichen 20% Ausfallsrisiko sollen die Banken tragen.

checker43
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Das

ist die Regelung für familien- und inhabergeführte Tourismusbetriebe. Für Aktiengesellschaften und nicht EPU/KMU finde ich keine solche Haftungen.

checker43
8
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Der

Staat soll denen helfen, die sich nicht aus eigener Kraft helfen können. Wer etwa Mindestsicherung beziehen will, muss auch zuerst seine Vermögenswerte veräußern bis auf 4.000 Euro.

Oder sollen wir Red Bull auch staatlich helfen und Großgrund(wald)besitzern?

SagServus
4
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Oder sollen wir Red Bull auch staatlich helfen und Großgrund(wald)besitzern?

Wenn diese auf Grund der derzeitigen Situation Hilfe benötigen wieso nicht?

Wir reden hier von einer besonderen Situation und nicht davon, dass hier Unternehmen wie z.B. Vapiano jahrelange Misswirtschaft betrieben haben und jetzt die Coronakrise voranstellen um sich über den Staat zu sanieren.

checker43
4
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Also

ich würde eine Hilfe für DM und MM ausschließen. Auch für EPUs und Kleinunternehmen sind die Unterstützungen an eine Einkünfteobergrenze gekoppelt. Eine Hilfe an Milliardäre wäre da unkonsequent.

checker43
6
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Und

es trägt auch der Staat keine Schuld am Shutdown, sondern der Virus, also höhere Gewalt.

SagServus
6
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...

Den Shutdown hat aber der Staat beschlossen und nicht der Virus.

Unter anderem deswegen, weil die Leute zu dumm waren die ersten Empfehlungen (Menschenansammlungen zu vermeiden etc. etc.) nicht zu beachten und geglaubt haben, man kann ja eh so weitermachen wie bisher und das betrifft einen eh nicht.

checker43
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Damit

war auch zu rechnen.

checker43
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Aber

die Schließung von Kaufhäusern war davon nicht betroffen. Hätte kaum Sinn gemacht, Kaufhäuser offen zu lassen und den Leuten zu sagen, sie sollen nicht hingehen.

SagServus
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Hätte kaum Sinn gemacht, Kaufhäuser offen zu lassen und den Leuten zu sagen, sie sollen nicht hingehen.

Wieso nicht?

Was ist an der Aussage zu Hause zu bleiben und nur für das nötigste raus zu gehen so schwer verständlich gewesen?

Wir verstehen offensichtlich unter nötigste, dass man auch während einer Pandemie noch bei H&M groß einkaufen gehen muss weil die ein paar Wochen alte Jean nicht mehr in ist.

checker43
3
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Wenn

sich die Leute unrealistischerweise daran gehalten hätten, wäre der Umsatzeinbruch gleich hoch wie mit der Schließung. Ob 1000 Kunden weniger am Tag oder 960 weniger am Tag ist auch schon egal.

hasy
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Anschober: Peak

Warum muss man peak
schreiben, gipfel würde jeder verstehen!

Carlo62
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Weil peak in diesem Zusammenhang Höhepunkt bedeutet

und nicht Gipfel.

Church-Hill
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Manche glauben, dass sie dadurch

intelligent wirken.

AonFlux
62
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Lebenslang

Jetzt ist es egal wie lange sie das Land noch einsperren... Das Land und Wirtschaft ist irreperabel zerstört.... 1000euro für Kleinstunternehmer als Hilfe? Das zeigt, welche Vorstellungen von der Realität in Wien herrschen.... Schade um dich, Oesterreich, schade um all die Mühen der Vorfahren um dieses Land nach dem Krieg so muehevoll aufzubauen.

checker43
6
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Das

nennt man Schicksal. Die heute bis 80-Jährigen kennen maximal den Ölschock. Für die älteren und bereits Verstorbenen waren Kriege und "irreparable" Zerstörungen der Wirtschaft eher die Norm als die Ausnahme. Deshalb sagten die auch immer "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not". Der Rat wäre zu beherzigen gewesen, dann würde man auch zwei Monate ohne Einkommen aushalten.

Mein Graz
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@checker43

Generell stimme ich zu, nur in einem Punkt nicht, nämlich, dass man - hätte man gespart - auch 2 Monate ohne Einkommen auskommt.

Gerade junge EPU's fangen oftmals klein an, das Einkommen ist nicht hoch, am Anfang müssen oft Schulden zurück gezahlt werden. Da bleibt nicht viel zum Sparen!
Stand man schon mehrere Jahre im Berufsleben sollte es zutreffen. Bei Jungen und solchen mit niedrigem Einkommen häufig auch dann nicht, wenn die Ausgaben eingeschränkt werden und kein tolles Auto angeschafft, kein Urlaub gemacht wurde!

checker43
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@Mein Graz

Die EPUs, die gerade angefangen haben, sind nicht die Norm. Und dass zu geringe Kapitalpölster die Hauptursache für das Scheitern von EPUs sind, ist auch bekannt. Man muss sich eine Firmengründung auch leisten können, wenn das auf Kredit erfolgt, reicht ein rauer Wind und man ist weg.

Mein Graz
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@checker43

Stimmt natürlich.
Ich wollte aufzeigen, dass auch in diesem Fall nicht alle über einen Kamm geschoren werden sollten.

AonFlux
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Checker43

Man sieht, Sie haben keine Ahnung von den Erlebnissen der Kriegsgeneration. 1945 war das Oel nicht die Sorge, und ihre Annahme, dass man damals die Krise als Norm gesehen hat, ist verachtend dieser Generation gegenüber.

checker43
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AonFlux

Und Sie haben von Grundrechnungsarten keine Ahnung. Ein heute 80-Jähriger wurde 1940 geboren und hat den 2. Weltkrieg nicht wirklich voll bewusst mitgemacht, schon gar nicht als Wirtschaftstreibender oder Pendler mit Auto. Deren erste Krisen waren die Ölkrisen.

Dann bitte auch genauer lesen: "Die älteren und bereits Verstorbenen": Damit sind die vor 1940 Geborenen gemeint. Wer z.B. 1900 geboren wurde, hat zwei Weltkriege mit Dauer von 10 Jahren und eine Weltwirtschaftskrise und einen Bürgerkrieg in Österreich in seinen dann 45 Lebensjahren mitgemacht. Deshalb waren Krisen die Norm für diese 1900 geborene Generation, nicht die Ausnahme.

Mein Graz
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@AonFlux

In meiner Familie gibts ein EPU - derzeit völlig ohne Einkommen. Angebote übers Internet (Vorträge, Online-Kurse) kommen erst langsam in Schwung. Mit den 1000 € sind erst mal die Mietkosten abgedeckt, und für 1 Woche die Einkäufe. Und dann kommt der Zusammenhalt in der Familie zum Tragen!

Irreparabel ist gar nix zerstört. Die Wirtschaft wird wieder in Schwung kommen, denn wer sich vor der Corona-Krise viel Bekleidung/Schuhe gekauft hat wird das auch nachher tun. Die Leute lauern auch nur auf den Moment, wenn die Baumärkte wieder aufsperren. Das gilt für die meisten Sparten.

Und selbst das EMU in meiner Familie wird nach der Krise wieder aufblühen - es muss nur über die Durststrecke geholfen werden!

AonFlux
8
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Arbeitlose können weniger ausgeben

Ihnen ist hoffentlich bewusst, dass man mit der Arbeitslosenunterstuetzung oder der Grundsicherung, sogar in der Kurzarbeit einiges weniger an Budget haben wird als in einem normalen Einkommensverhaeltnis? Da wird man es sich zweimal überlegen, wie man sein Geld ausgibt. Die Grunderhaltungskosten werden gleich bleiben, wenn nicht sogar steigen. Damit bleibt dann weniger für das restliche Leben, das ist sonnenklar. Auch Ihr Unternehmen wird das massiv spueren.

Mein Graz
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@AonFlux

Klar wird es anfangs spürbar sein, aber es wird sich erholen. Ob es massive Einbrüche gibt wird die Zeit weisen.
Und um nicht in Vergessenheit zu geraten wird jetzt ja auch fleißig an Online-Auftritten gearbeitet - sozusagen als Vorbereitung für "die Zeit danach".

Dazu kommt, dass viele der jetzt als arbeitslos gemeldeten schon mit einer Wiedereinstellungsgarantie gekündigt wurden, und alle diejenigen haben in Zukunft wieder ein Einkommen zur Verfügung. Natürlich müssen dann erst einmal Schulden abgestottert werden aber auch diese Zeit vergeht.

Ich bin für das EPU in meiner Familie zuversichtlich, und der Selbständige der es hat auch.

SagServus
6
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Das Land und Wirtschaft ist irreperabel zerstört....

Die Wirtschaft ist in der Weltgeschichte so oft irreparabel zerstört gewesen, da muss man sich fragen wie es überhaupt noch eine Wirtschaft geben kann.

politicus1980
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€ 1.000,--

Ich hoffe einmal, das es sich hierbei nur um eine erste Maßnahme handelt, die schnell ausbezahlt werden kann.
Es wäre schon ein trauriges Zeichen, wenn fast jeder Arbeitslose, mehr als ein Unternehmer bekommen würde, um sich seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

UHBP
7
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@aon...

Dein Leben muss auch wohl auch schon vor der Krise eine Katastrophe gewesen sein, oder?
€1.000 als Kleinstunternehmer, sind immerhin €1.000. Wenn die Kleinstunternehmer €10.000 verdient haben, dann werden sie sich wohl etwas erspart haben, oder? Ein Penthouse im Ersten Bezirk geht sich da aber sicher nicht aus. Ist aber auch nicht Aufgabe des Staates "privaten Luxus" mitzufinanzieren.

Tyche
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Na dann, flux auf …

nach Amerika ins gelobte Trumpl-Land! … Da sind Tote wurscht – und Reiche werden noch reicher …

HansWurst
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MIMIMI

Außerdem: irreparabel!

SANDOKAN13
31
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Bis dorthin

ist der Wirtschaftskreislauf tot. Wie gesagt, die Therapie darf nicht tödlicher sein als die Krankheit. Man kann davon ausgehn dass Geschäfte und Lokale noch vor Ostern aufsperrn. Eine andere Möglichkeit ist gar nich vorstellbar!!

Mein Graz
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@SANDOKAN13

Tote brauchen keine boomende Wirtschaft, die brauchen nur mehr einen Bestatter.

luze
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Die harte LANDUNG hat uns noch nicht erreicht!

Ich denke, unsere Regierung ist total überfordert. Nur mit versprochenem Geld für die Wirtschaft ist dem Virus nicht beizukommen. Die Menschen jedoch werden alleine gelassen. Siehe Zivildiener. Gleiches gilt für Krankenschwestern etc. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich sagen, der Bundeskanzler schafft sogar die 50% Hürde in der politischen Beliebtheitsskala und die Wirtschaft wird durch Corona trotz allem den Bach hinunter gehen. Infizierte und Tote gibt es immer mehr und die politischen Reden werden immer länger.

luze
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Fakt ist, dass ............

Eine neue Studie von Experten der Universität Princeton, des National Institutes of Health und des Departement of Ecology and Evolutionary Biology der University of California liefert jetzt folgendes Ergebnis:
- auf Plastikoberflächen halten sich die Viren 16 Stunden, also fast einen ganzen Tag,

- auf Stahl 13 Stunden,

- auf Karton 8,5 Stunden,

- auf Kupfer 3,4 Stunden,

- in unserer Luft liegt die Lebensdauer der Coronaviren bei 2,7 Stunden.

Viel Spaß noch bei Finger nach unten!!!

SagServus
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Sehr kurzsichtig....

Es bringt der Wirtschaft genau nichts wenn sie das Ostergeschäft abgrasen können und dann die Infektionszahlen wieder in die Höhe schnellen und dann selbst zusperren können weil die halbe Belegschaft infiziert ist und das ganze über Monate weiter verschleppt wird.

SANDOKAN13
15
7
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Humane Kollateralschäden

wird man sich nicht ersparn können. Aber will man wirklich Milliionen Arbeitslose und das Zusammenbrechen des Geldverkehrs und sozialer Systeme riskiern. Free Bleeding und sozialer Darwinismus wird anorchestriert werden müssen. DAs Virus läuft sich irgendwann tot, sowie nach einem Jahr bei der spanischen Grippe. Die Starken werden überleben.

Mein Graz
2
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@SANDOKAN13

"Humane Kollateralschäden" - wie Menschen verachtend ist denn das?
"Die starken werden überleben" - und die Schwachen, die Alten, die Vorbelasteten braucht eh kein Mensch?

Hast du Angehörige, die es treffen kann?
Was fühlst du bei solchen Aussagen?

checker43
4
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Es

wird keine Millionen Arbeitslose (in Ö) geben, der Geldverkehr wird auch nicht zusammenbrechen und das soziale System auch nicht. Würden die Wirtschaftsforscher tatsächlich so sehen, könnte man überlegen, ob man 60.000 Tote in Kauf nimmt dafür.

Schwache Firmen werden pleite gehen, die starken werden überleben.

Planck
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Interessant.

Sie meinen also sowas wie "ohne hässliche Bilder wird's nicht gehen"? Oder wie.

checker43
2
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Wir haben

keine Konsumkrise. Einige oder viele Unternehmen werden in Insolvenz gehen müssen, ja. Dann gibts eine 20%-Quote für die Gläubiger und nach der Sache sperrt man wieder auf. Die Leute haben ja Geld und werden es wieder ausgeben.

SagServus
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DAs Virus läuft sich irgendwann tot, sowie nach einem Jahr bei der spanischen Grippe.

Die spanische Grippe ist aber sicher kein Massstab dafür wie sich so eine Pandemie auf die Wirtschaft auswirkt. Weil als die spanische Grippe auftrat, lag die Wirtschaft schon am Boden auf Grund des ersten Weltkrieges.

HansWurst
5
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Vor Ostern

sperrt gar nichts auf.

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