Weichenstellungen für einen Wirtschaftsraum

800 Tage sind es noch, bis die Koralmbahn in Betrieb genommen wird. Sie ist nicht die einzige leistungsstarke Bahnverbindung, die der Standort braucht.

Die Koralmbahn strahlt als Impulsgeberin für die Wirtschaft weit über die Region hinaus
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Die Koralmbahn strahlt als Impulsgeberin für die Wirtschaft weit über die Region hinaus

In 45 Minuten von Graz nach Klagenfurt? Ab Dezember 2025 wird das möglich sein. Dann wird der Passagierverkehr auf der neuen Bahnverbindung starten. Kernstück der Hochgeschwindigkeitsstrecke – die Züge werden mit bis zu 250 km/h unterwegs sein – ist der rund 33 Kilometer lange Koralmtunnel. Noch wird vor und im Berg intensiv gebaut, gebohrt, geschraubt und betoniert. Entlang der Trasse vor dem Tunnel verlegen Bautrupps insgesamt 13.000 Gleistragplatten und schweißen darauf die 120 Meter langen Schienenstücke fest. Es ist ein Mammutprojekt, mit dem für den gesamten südösterreichischen Raum die Weichen Richtung enormer Entwicklungsmöglichkeiten gelegt werden. Um diesbezüglich die Kräfte auf beiden Seiten der Koralm zu bündeln, wurde die Dachmarke „AREA Süd“ geschaffen, die den Wirtschaftsraum entsprechend positionieren soll. Er umfasst immerhin ein knappes Drittel der Fläche Österreichs, auf dem 1,8 Millionen Menschen und mehr als 50.000 Arbeitgeberbetriebe mit 730.000 Beschäftigten eine Wirtschaftsleistung von etwa 70 Milliarden Euro erbringen.

Internationale Brückenfunktion 

In einer Studie von Joanneum Research, der Universität Graz und des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) wird außerdem auf die internationale Brückenfunktion verwiesen. So ist die Koralmbahn zusammen mit dem Semmering-Basistunnel, der 2030 in Betrieb gehen wird, ein Schlüsselprojekt der künftigen Baltisch-Adriatischen Achse der Europäischen Union. Umso wichtiger ist, dass die verbleibenden 800 Tage bis zur Eröffnung genutzt werden, um entsprechende Begleitprojekte auf Schiene zu bringen. Im entsprechende Maßnahmenprogramm der Wirtschaft (nachzulesen auf www.area-sued.at) finden sich dafür überregionale Anschlüsse wie die Pyhrn-Schober-Strecke beziehungsweise regionale Zugverbindungen wie die Thermenbahn in der Oststeiermark.

Melanie Franke, Direktorin Rogner-Therme Bad Blumau
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Melanie Franke, Direktorin Rogner-Therme Bad Blumau

Ländliche Regionen sterben immer mehr aus. Es sollte Ziel sein, sie für alle attraktiv zu gestalten. So ist auch die Thermenregion auf eine Zuganbindung als umweltfreundliche Alternative angewiesen. Zahlreiche Arbeitsplätze sind daran gebunden.“

— Melanie Franke, Direktorin Rogner-Therme Bad Blumau
Josef Herk, WK- Präsident Steiermark
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Josef Herk, WK- Präsident Steiermark

Durch die Koralmbahn ergibt sich für den Süden Österreichs eine Jahrhundertchance. Es entsteht der zweitgrößte Ballungsraum des Landes. Für diesen gilt es, unter der Dachmarke „AREA Süd“ einen Vorzeige-Wirtschaftsstandort in Europa zu schaffen.“

— Josef Herk, WK- Präsident Steiermark
Manfred Kainz, WK-Regionalstellenobmann Deutschlandsberg
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Manfred Kainz, WK-Regionalstellenobmann Deutschlandsberg

Mit der Koralmbahn wird die Basis für eine Wirtschafts- und Technologieachse im Süden Österreichs gelegt, die wir mit den mehr als 50.000 Arbeitgeberbetrieben in der Region weiterentwickeln wollen. Das Potenzial in diesem Wirtschaftsraum ist riesig.“

— Manfred Kainz, WK-Regionalstellenobmann Deutschlandsberg

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