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Corona Österreich und WeltReproduktionsrate in Deutschland über kritischem Wert 1

+++ Infiziertenzahl weltweit knapp vor Vier-Millionen-Grenze +++ Großbritannien plant Quarantänepflicht für Einreisende aus dem Ausland +++ Pandemie trifft Gesundheitskasse +++ Erfolge bei Behandlung durch Medikamenten-Kombi +++ Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Ticker!

 

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  • Aktuell gibt es in Österreich 15.776 positive Testergebnisse (Stand: Samstag, 21 Uhr, Quelle: Gesundheitsministerium). Hierzulande sind 615 Personen an den Folgen des Coronavirus verstorben. 13.928 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 309 Personen aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 79 auf Intensivstationen.
  • Aktuell Erkrankte in den Bundesländern: 1.290
    (Stand: Samstag, 21 Uhr, Gesundheitsministerium). 
  • Stand nach Bundesländern: Burgenland (47), Kärnten (11), Niederösterreich (182), Oberösterreich (48), Salzburg (44), Steiermark (264), Tirol (105), Vorarlberg (28), Wien (561).
  • Erfolge bei Behandlung durch Medikamenten-Kombi
  • Fokus auf Risikogruppen fördert weitere Ausgrenzung von Älteren
  • Infografiken: Das Coronavirus in Österreich und der ganzen Welt.
  • Psychotherapie Helpline 0720 12 00 12 bietet täglich von 8 bis 22 Uhr kostenfreie Hilfe.

Der gestrige Tag zum Nachlesen

Samstag, 9. Mai 2020

Wieder kritischer Wert in Deutschland

Die Ansteckungsrate beim neuen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder über die kritische Marke 1 gestiegen. Die sogenannte Reproduktionszahl liege mit Datenbestand 9. Mai 0:00 bei 1,10, wie das RKI in einem am Samstagabend veröffentlichen Situationsbericht schreibt. Der Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

Das RKI hat immer wieder betont, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsse die Reproduktionszahl unter 1 liegen. Am Mittwoch hatte das RKI den Wert noch mit 0,65 angegeben. Seitdem war die Reproduktionszahl stetig gestiegen.

Das Institut teilte jedoch weiter mit: Wegen der statistischen Schwankungen, die durch die insgesamt niedrigeren Zahlen verstärkt würden, könne noch nicht bewertet werden, ob sich der während der vergangenen Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetzt - oder es zu einem Wiederanstieg der Fallzahlen kommt. "Der Anstieg des geschätzten R-Wertes macht es erforderlich, die Entwicklung in den nächsten Tagen sehr aufmerksam zu beobachten", schreibt das RKI.

 

22.10 Uhr: Johnson stellt Pläne für weiteres Vorgehen vor

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson stellt am Sonntag seine Pläne für das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie vor. In einer Fernsehansprache am Abend richtet sich Johnson an die Bevölkerung. Die Verantwortung für die Maßnahmen liegt in der Hand der einzelnen Nationen England, Schottland, Wales und Nordirland. Johnson spricht am Sonntag für England.

Zuletzt war der Druck auf Johnson gewachsen, die Ende März erlassenen Kontaktbeschränkungen zu lockern. Wales kündigte zuletzt bereits die Wiedereröffnung von Gartencentern und Bibliotheken an. Der britische Umweltminister George Eustice warnte dagegen bereits im Vorfeld von Johnsons Ansprache, die Engländer sollten nicht mit allzu großen Veränderungen rechnen, es gebe noch große Herausforderungen. Großbritannien ist von der Coronavirus-Pandemie besonders schwer getroffen. Laut der Johns-Hopkins-Universität infizierten sich mehr als 212.000 Menschen, mehr als 31.000 starben. Auch Johnson selbst war schwer erkrankt.

22.00 Uhr: Brand in Moskauer Krankenhaus forderte einen Toten

Bei einem Brand in einem Krankenhaus im Norden Moskaus ist am Samstag ein Mensch ums Leben gekommen. Das Spasokukozky-Krankenhaus Nr. 50, in dem auch fast 700 Covid-19-Patienten behandelt wurden, musste wegen des Feuers teilweise evakuiert werden, wie die Behörden mitteilten. Allerdings sei der Brand im ersten Stock schnell gelöscht worden. Wieso das Feuer ausbrach und ob der Gebäudeteil mit den Corona-Patienten betroffen war, wurde nicht mitgeteilt. Mehrere Nachrichtenagenturen berichteten, dass die Intensivstation von dem Brand betroffen sei.

In Russland breitet sich das neuartige Coronavirus derzeit rasant aus, die Hauptstadt Moskau zählt zu den am schwersten betroffenen Gebieten. Bis Samstag wurden landesweit knapp 199.000 Infektionen bestätigt, mehr als 1800 Infizierte starben nach Angaben der Behörden.

21.25 Uhr: Rechtsextremer griff Presseteam an

Ein Rechtsextremer hat laut Polizei am Samstag ein Presseteam in der deutschen Stadt Dortmund angegriffen. Der Mann habe gegen die Kamera der Journalisten geschlagen und eine Person leicht verletzt, teilte die Polizei mit. Der 23-Jährige kam in Polizeigewahrsam. Zuvor habe der Mann auf einer untersagten Versammlung auf dem Alten Markt einen Medienvertreter beleidigt.

Die Stadt Dortmund hatte die für den Samstagnachmittag angemeldete Demonstration gegen Corona-Einschränkungen aus infektionsschutzrechtlichen Gründen verboten. Dennoch erschienen der Polizei zufolge bis zu 150 Menschen, unter ihnen eine Gruppe polizeibekannter Rechtsextremer. Für welches Medium die Journalisten unterwegs waren, teilte die Polizei nicht mit. In Berlin waren innerhalb weniger Tage am Rande von Corona-Protesten Vertreter von ARD und ZDF attackiert worden.

21.09 Uhr: Brasiliens Parlament ordnet Staatstrauer an

Angesichts der anhaltenden Ausbreitung der Corona-Pandemie hat das brasilianische Parlament eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer des neuartigen Virus angeordnet. Vor dem Kongress in der Hauptstadt Brasília wurde am Samstag die Nationalflagge auf halbmast gesetzt. Während der Trauerzeit sind öffentliche Feiern untersagt.

Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 war zuletzt auf über 10.000 gestiegen. Während die Gouverneure einiger Bundesstaaten zuletzt strenge Ausgangsbeschränkungen verhängten, lehnt die Regierung des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro Einschränkungen des öffentlichen Lebens ab und fordert eine rasche Rückkehr zur Normalität.

20.50 Uhr: Deutschland über kritischen Wert

Die Ansteckungsrate beim neuen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder über die kritische Marke 1 gestiegen. Die sogenannte Reproduktionszahl liege mit Datenbestand 9. Mai 0:00 bei 1,10, wie das RKI in einem am Samstagabend veröffentlichen Situationsbericht schreibt. Der Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

20.35 Uhr: Spaniens Regierungschef mahnt Bevölkerung zur Vorsicht

Kurz vor den geplanten Lockerungen der Corona-Ausgangsbeschränkungen in Spanien hat Regierungschef Pedro Sánchez die Bevölkerung aufgerufen, weiterhin zur Eindämmung der Pandemie beizutragen. "Ich fordere Sie auf, die größte Vorsicht und Umsicht walten zu lassen", appellierte Sánchez am Samstag in einer Rede an die 47 Millionen Menschen im Land.

Das neuartige Coronavirus sei schließlich "nicht verschwunden", argumentierte der sozialistische Premier (PSOE). Spanien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern weltweit. Hier wurden bisher knapp 224.000 Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus und rund 26.500 Todesfälle bei Infizierten registriert. Am 14. März hatte Spanien die europaweit schärfste Ausgangssperre verhängt. Mittlerweile hat sich die Ausbreitung des Virus in dem EU-Land deutlich verlangsamt.

20. 30 Uhr: Frankreichs Parlament für Verlängerung von Notstand

Frankreichs Parlament hat endgültig der Verlängerung des Ausnahmezustands im Gesundheitsbereich zugestimmt. Die Nationalversammlung votierte am Samstagabend für eine Verlängerung bis zum 10. Juli. Am Nachmittag hatte der von der Opposition dominierte Senat zugestimmt. Die Abgeordneten und Senatoren hatten sich zuvor auf einen Kompromiss geeinigt. Der Ausnahmezustand im Gesundheitsbereich war Ende März ausgerufen worden und zunächst auf zwei Monate befristet.

20.25 Uhr: Dresden-Team nach zwei Corona-Fällen in Quarantäne

Die komplette Mannschaft des deutschen Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden ist nach zwei positiven Corona-Fällen unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Wie der Club aus Sachsen auf seiner Homepage mitteilte, habe das zuständige Gesundheitsamt in Dresden "nach einer intensiven Analyse der Situation noch am Samstag darüber entschieden". Die Namen der betroffenen Spieler nannte der Verein des Österreichers Sascha Horvath mit Verweis auf die Privatsphäre nicht.

19.40 Uhr: 26.310 Tote in Zusammenhang mit Coronavirus in Frankreich

In den vergangenen 24 Stunden hat Frankreich 80 Corona-Tote verzeichnet - das ist der niedrigste Wert seit Wochen. Insgesamt seien seit Beginn der Epidemie 26.310 Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, teilte am Samstag das Gesundheitsministerium mit.

Auf vier Regionen im Land entfallen 75 Prozent der im Krankenhaus behandelten Fälle. Dies sind: der Großraum Paris, die an Deutschland grenzende Region Grand Est, Auvergne-Rhône-Alpes im Südosten des Landes und Hauts-de-France im Norden.

18.40 Uhr: Erstmals unter 105 Coronavirus- Infizierte in Tirol

In Tirol ist die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus Infizierten am Samstagabend erstmals unter die 100er-Marke gerutscht. Während in den vergangenen 24 Stunden sieben weitere Personen als genesen galten, gab es nur ein weiteres positives Testergebnis. Damit sank die Zahl der aktuell Erkrankten auf 99. Die Anzahl der Todesfälle blieb stabil auf 107.

Zuletzt habe es in Tirol am 11. März weniger als 100 Infizierte gegeben, freute sich Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) über die positive Entwicklung. Trotzdem mahnte er ein, weiterhin den Mindestabstand einzuhalten und wenn notwendig einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. "Tirol ist auf einem sehr guten Weg! Tirol war vom Coronavirus sehr stark betroffen, deshalb war es auch erforderlich, dass wir besonders strenge Regelungen getroffen haben", meinte Platter.

Die meisten Infizierten gab es mit 28 in der Landeshauptstadt Innsbruck, gefolgt vom Bezirk Kufstein mit 23 aktuell Erkrankten. Im lange Zeit am stärksten vom Coronavirus betroffenen Bezirk Landeck waren noch zwölf Personen infiziert. In den beiden als Hotspots geltenden Orten St. Anton und Ischgl gab es noch drei bzw. noch einen Erkrankten.

18.20 Uhr: Testzentrum soll im Straßburger Europaparlament öffnen

Im Europäischen Parlament in Straßburg soll ab Montag ein neues Corona-Testzentrum seine Türe öffnen. Es werde eine Kapazität von 2.000 Personen pro Tag haben, teilten die zuständige Präfektur, die Stadt, die Gesundheitsbehörde und das Parlament am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung mit.

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18.12 Uhr: Pharmazeut in Indien starb an Heiltrank

In Indien ist ein Pharmazeut nach dem Trunk eines selbstgemischten vermeintlichen Corona-Heilmittels gestorben. Der Chef des Pharmazeuten, der das Gemisch ebenfalls probiert habe, sei mit einer Vergiftung ins Krankenhaus gebracht worden, sagte der Polizeichef im südindischen Chennai, Ashok Kumar, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Der 47-jährige Pharmazeut K Sivanesan kaufte die Inhaltsstoffe für das Gebräu demnach auf einem Markt und entwickelte das Gemisch nach einer Recherche im Internet gemeinsam mit seinem Chef in einer Wohnung. Es habe sich um eine Mischung aus Stickoxid und Natriumnitrat gehandelt.

18.10 Uhr: Mazda will mit Milliardenkrediten durch Coronakrise kommen

Der japanische Autobauer Mazda Motor strebt einem Insider zufolge zur Bewältigung der Corona-Pandemie-Folgen Kredite im Volumen von umgerechnet insgesamt 2,6 Milliarden Euro an. Mazda habe dazu bei mehreren Großbanken und anderen Instituten angefragt, sagte die in den Vorgang direkt eingeweihte Person. Mitsubishi UFJ Financial, Sumitomo Mitsui Financial und Mizuho Financial sowie andere Kreditgeber dürften wohl zusagen. Von den Banken und von Mazda war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Das Wirtschaftsblatt "Nikkei" hatte zuerst darüber berichtet.

18:05 Uhr: Gastronomie protestiert gegen Tischabstand in Italien

Die italienischen Restaurant-Inhaber protestieren gegen angebliche Pläne der Regierung in Rom, Lokale zur Einhaltung eines Abstands von bis zu vier Metern zwischen den Tischen aus Sorge vor Ansteckungsgefahr einzuhalten. "Dies bedeutet die Schließung aller Restaurants", protestierte der Gastronomie-Verband FIPE am Samstag.

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18.00 Uhr: 47 Coronavirus-Erkrankte im Burgenland

Im Burgenland sind mit Stand Samstagabend 47 am Coronavirus erkrankte Personen gemeldet worden. Das sind sieben weniger als am Vortag. 279 Menschen galten laut Angaben des Koordinationsstabs Coronavirus unter Berufung auf das Dashboard des Gesundheitsministeriums als genesen. Die Zahl der Personen unter behördlich angeordneter häuslicher Quarantäne verringerte sich im Bundesland im Vergleich zum Freitag um vier auf 174 Personen. In den burgenländischen Spitälern und Covid-19-Stationen befanden sich sechs Erkrankte, keine davon musste intensivmedizinisch behandelt werden.

17.50 Uhr: Frankreich will bessere Zusammenarbeit

Frankreich fordert angesichts der Coronavirus-Krise künftig eine bessere Zusammenarbeit in Europa im Bereich Gesundheit. Das geht aus einer am Samstag anlässlich des Europatages veröffentlichten gemeinsamen Mitteilung von Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian und Europaministerin Amélie de Montchalin hervor.

"Wir werden dafür sorgen müssen, dass das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten in der Lage ist, beim ersten Anzeichen von Gefahr Alarm zu schlagen, strategische Vorräte an Gesundheitsprodukten und -geräten anzulegen, unsere Forschungsanstrengungen zu bündeln und die Verbindungen zwischen unseren Krankenhausdiensten zu stärken", hieß es es darin.

17.45 Uhr: Vatikanische Museen bereiten Wiederöffnung vor

Weil in Italien ab 18. Mai Museen wieder öffnen sollen, bereiten sich auch die Vatikanischen Museen auf eine Wiederöffnung vor. Einen genauen Termin könne er noch nicht nennen, sagte der Generalsekretär des Governatorats der Vatikanstadt, Fernando Vergez Alzaga, laut Kathpress dem Portal "Vatican News".

"Wir haben ein Gesundheitsprotokoll für alle Mitarbeiter erstellt; bei ihnen wird bei der Ankunft am Arbeitsplatz Fieber gemessen sowie Handschuhe und Masken ausgehändigt." Für die Besucher sollten eventuell Thermoscanner wie auf Flughäfen eingesetzt werden. Schutzmasken würden auf jeden Fall verpflichtend wie auch eine vorherige Anmeldung, um Menschenaufläufe zu vermeiden. Ein Gedränge wie zu früheren Zeiten in der Sixtinischen Kapelle dürfe es nicht wieder geben, so Vergez. Sobald die Vorschriften endgültig feststünden, würden sie auf der Website der Museen veröffentlicht.

17.35 Uhr: Mehr als 180 Infizierte in westdeutschem Schlachthof

Im Landkreis Coesfeld im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen haben die Gesundheitsbehörden weitere Mitarbeiter eines von der Corona-Pandemie betroffenen Schlachtbetriebs untersucht. Unter den Mitarbeitern seien bis Samstag 183 Infektionen mit dem Virus nachgewiesen worden, teilte der Landkreis mit. Insgesamt seien bei knapp 920 der rund 1200 Mitarbeiter Abstriche entnommen worden.

17.05 Uhr: Mehr als 169.100 Infizierte und 7.400 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Samstagnachmittag über 169.100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 167.800 Infektionen). Mindestens 7.426 mit dem Erreger SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bisher gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 7.305).

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitag bei 0,83 (Datenstand 8.5. 0:00 Uhr). Das bedeutet, dass zehn Infizierte gut acht weitere Personen anstecken. Damit ist der Wert etwas höher als in den vergangenen Tagen. Am Donnerstag gab das Robert Koch-Instituts (RKI) den Wert mit 0,71 an, am Mittwoch mit 0,65. Die Reproduktionszahl ist mit einer gewissen Unsicherheit behaftet.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 143.300 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

17.00 Uhr: Infiziertenzahl weltweit knapp vor Vier-Millionen-Grenze

Weltweit ist die Zahl der am Coronavirus Infizierten weiter stark im Ansteigen und mit 3,96 Millionen knapp an der Vier-Millionen-Grenze. In Österreich hingegen bewegt sich die Zahl der jemals Infizierten schon seit 23. April in kleinen Schritten im 15.000er-Bereich. 15.833 Fälle wurden bis Samstag (9.00 Uhr) vermeldet, mit einem Plus von einem Verstorbenen seit Freitag gab es bisher 615 Todesopfer.

16.40 Uhr: Ruf nach mehr Kontrolle in deutschen Schlachthöfen

Die Schlachtindustrie in Deutschland steht wegen der hohen Zahl von Corona-Infektionen unter ihren Mitarbeitern in der Kritik: Politiker und Gewerkschafter forderten am Samstag schärfere Kontrollen und bessere Arbeitsbedingungen - gerade auch für ausländische Kräfte in Sammelunterkünften, wo die Infektionsgefahr besonders hoch ist.

16.20 Uhr: China räumte Mangel in Gesundheitssystem ein

China hat Schwachstellen in seinem Gesundheitssystem eingeräumt. Der Coronavirus-Ausbruch habe "Mängel bei der Prävention großer Epidemien" offenbart, sagte der stellvertretende Leiter des nationalen Gesundheitsausschusses, Li Bin, am Samstag. Er kündigte verschärfte Kontrollen und eine bessere Vorsorge an.

Die Gesundheitsbehörde werde ein "zentralisiertes, einheitliches und effizientes" System aufbauen, mit dem schneller auf Krisen reagiert werden könne, sagte Li. Dafür sei der Rückgriff auf künstliche Intelligenz und andere Technologien im Gespräch. Auch die internationale Zusammenarbeit solle verstärkt werden.

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16.15 Uhr: Färöer-Inseln frei von Infizierten

Die zum dänischen Königreich gehörenden Färöer-Inseln sind offiziell corona-frei. Es gebe keine aktiven Fälle mehr, teilte die Regierung am Samstag mit. Die insgesamt 187 mit dem Coronavirus infizierten Menschen seien allesamt genesen. Todesfälle in Verbindung mit dem Virus hatte es auf der Inselgruppe im Nordatlantik nicht gegeben.

Als Nation habe der Archipel das geschafft, was nur wenige Länder geschafft hätten, sagte Ministerpräsident Bardur a Steig Nielsen. "Unser harter Kampf hat sich ausgezahlt." Dies sei möglich gewesen, "weil die Menschen, die Familien und Organisationen bereit waren, ihren Alltag zu ändern und unter sehr schwierigen Umständen Verantwortung zu übernehmen". Schon bald werde das Land so weit wie möglich zur Normalität zurückkehren können. So sollte am (heutigen) Samstag die Fußballliga den Betrieb wieder aufnehmen - noch ohne Zuschauer.

15.35 Uhr: Franzosen sehnen Lockerung der Ausgangssperre entgegen

Uneingeschränkt das Haus verlassen, zum Friseur gehen oder anderswo als im Supermarkt einkaufen: Das ist für die meisten Franzosen ab Montag erstmals seit fast zwei Monaten wieder möglich. Dann wird die Ausgangssperre gelockert, eine der strengsten Europas. Für den Großraum Paris und das Grenzgebiet zu Deutschland gelten aber strengere Auflagen. Auch Urlaubern macht die Regierung keine Hoffnung.

Rund 400.000 Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen öffnen nach Angaben der französischen Regierung am Montag wieder. Dazu zählen Friseure, Kleidergeschäfte, Blumen- und Buchläden. Cafes und Restaurants müssen vorerst geschlossen bleiben, wie auch Theater, Kinos, Konzertsäle und Sportstätten.

Dafür können sich die Franzosen endlich wieder frei bewegen. Das Haus verlassen ist erstmals wieder ohne Auflagen möglich, und auch Fahrten im Umkreis von 100 Kilometern um den Wohnort. Größere Distanzen sind nur aus "zwingenden" beruflichen und familiären Gründen möglich, etwa für eine Beerdigung. Auch rund eine Million Kinder und Jugendliche können ab Montag wieder zum Unterricht.

15.30 Uhr: Kaum Jubel über Lockerungen ab Montag auf Mallorca

Die in weiten Teilen des Corona-Hotspots Spanien bevorstehenden Lockerungen des Lockdowns haben auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln kaum Jubel ausgelöst. Zwar dürfen Hotels ab Montag erstmals seit zwei Monaten wieder öffnen und Restaurants und Bars im Außenbereich wieder Gäste bewirten. Doch das Wochenblatt "Mallorca Zeitung" prophezeite am Samstag: "So gut wie alle Häuser werden geschlossen bleiben. Der Grund? Man befürchtet, dass man kaum Kunden haben wird. "Warum sollen wir denn öffnen, wenn es keine Flüge gibt, mit denen unsere Gäste anreisen können?", wurde Christoph Gräwert, Direktor des 900-Betten-Hotels "Samos" in Magaluf vom Blatt zitiert. Zudem sei bisher "nicht ansatzweise klar, welche Sicherheitsvorschriften wir einhalten müssen". Auch die mallorquinische Hoteliersvereinigung FEHM ließ wissen, dass man auf genauere Anweisungen warte.

15.00 Uhr: Durchreise über Südtirol erlaubt

Pünktlich zum Muttertag gibt es für viele Tiroler eine weitere Erleichterung in der Coronakrise. Die Durchreise von Nord- nach Osttirol und umgekehrt durch Südtirol ist wieder erlaubt. "Es freut mich sehr, dass wir mit Südtirol eine Lösung finden konnten, die es den Tirolerinnen und Tirolern nun erlaubt, durch Südtirol durchreisen zu können", erklärte LH Günther Platter (ÖVP) am Samstag.

Dabei seien jedoch jedenfalls die Bestimmungen der Einreiseverordnung des Bundes zu beachten, hieß es. Das bedeutet, dass laut Auskunft des Gesundheitsministeriums insbesondere Fahrten zu familiären Zwecken, Berufsfahrten und Fahrten zur gesundheitlichen Versorgung ohne weitere Einschränkungen möglich sind.

14.55 Uhr: Air France führt Fiebermessungen und Maskenpflicht ein

Passagiere der Air France müssen sich ab Montag auf umfassende Sicherheitsvorkehrungen wegen des Coronavirus einstellen. Die französische Fluggesellschaft führt schrittweise Fiebermessungen vor dem Start jedes Fluges ein, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Wie im gesamten öffentlichen Verkehr müssten Fluggäste zudem einen Mundschutz tragen. Die "systematischen" Fiebermessungen würden über kontaktlose Infrarot-Thermometer erfolgen, erklärte das Unternehmen. Passagieren mit einer höheren Körpertemperatur als 38 Grad könne demnach das Boarding verweigert werden. Ihr Flugticket werde dann kostenlos auf einen späteren Zeitpunkt umgebucht.

Masken müssten ab Montag sowohl von Passagieren als auch vom Bord- und Flughafenpersonal getragen werden, erklärte Air France weiter. Man werde sich überdies bemühen, die Fluggäste so weit wie möglich voneinander entfernt zu platzieren. In Frankreich gilt im gesamten öffentlichen Verkehr eine Maskenpflicht.

14.45 Uhr: Rumäniens Rotkreuz-Vizechef wollte absichtlich Infektion

Viorel Catarama, Vizepräsident des Rumänischen Roten-Kreuzes, Ex-Politiker und Möbelfabrikant, hat demonstrativ versucht, sich mit dem neuen Coronavirus zu infizieren. Er wolle beweisen, dass die auch in seinem Land geltenden Corona-Vorsichtsmaßnahmen überflüssig seien. Damit handelte er sich ein Strafverfahren ein, berichteten Rumäniens Medien am Samstag.

Catarama habe in dem Dorf Barbulesti einen an Covid-19 erkrankten Mann umarmt und damit gegen das Gesetz zur Verhinderung der Ausbreitung von Seuchen verstoßen, teilte die Staatsanwaltschaft in der Stadt Urziceni mit. "Ich bin fest davon überzeugt, dass mir nichts geschehen wird", postete der 65-jährige Catarama auf Facebook. Er werde beweisen können, "dass es ein großer Irrtum war, Rumänien (mit dem Corona-Lockdown) in den Bankrott zu treiben und unsere Grundrechte und Freiheiten zu unterdrücken. Dies werden die Schuldigen früher oder später verantworten müssen".

14.35 Uhr: Zahl der Toten in Iran gesunken

Im Iran ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Teheran die Zahl der Corona-Toten weiter gesunken. Innerhalb von 24 Stunden lag sie bei unter 50, sagte Ministeriumsprecher Kianusch Dschahanpur am Samstag. Zwar gab es im gleichen Zeitraum 1.520 Neuinfizierte, aber die meisten von ihnen brauchten nicht in Krankenhäuser eingeliefert werden, so der Sprecher im Staatsfernsehen.

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14.20 Uhr: Treffen von rund 100 GTI-Fans in Kärnten aufgelöst

Rund 100 GTI-Fans haben sich am Freitag sowie Samstagvormittag unter anderem nahe der berühmten "Turbo-Kurve" beim Campingplatz Arneitz am Faaker See in Kärnten getroffen. Als die Behörde das bemerkte, wurde der Platz gesperrt, bestätigte Bernd Riepan, Bezirkshauptmann von Villach-Land, am Samstag Medienberichte. Nun wolle man beobachten, ob sich die Fahrer an anderen Orten versammeln.

Das GTI-Treffen in Reifnitz hätte von 20. bis 23. Mai stattfinden sollen, wurde aber wegen der Coronavirus-Pandemie bereits im März abgesagt. Die aktuellen Maßnahmen sehen laut Riepan vor, dass sich nicht mehr als zehn Personen versammeln dürfen. Mit rund 100 Leuten waren es Freitag und Samstag viel zu viele. Manche packten ihre Klappstühle aus, andere begutachteten die aufgemotzten Antriebe bei geöffneten Motorhauben, schilderte Riepan. Beim "Gummi-Geben" wurde niemand ertappt, aber eine Sperre des Areals war nötig.

14.10 Uhr: Lukaschenko empfiehlt Wodka-Trinken und Saunabesuche

Weißrussland hat ungeachtet der empfohlenen Schutzmaßnahmen keine Ausgangssperre oder Abstandsregeln zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verhängt und anders als andere Länder weltweit seine Grenzen offengelassen. Präsident Alexander Lukaschenko hat die Angst vor dem Coronavirus als "Psychose" abgetan und stattdessen Wodka-Trinken, Saunabesuche oder Eishockey-Spiele zur Bekämpfung des Virus empfohlen.

Anlässlich des Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 75 Jahren und des Sieges über den Hitler-Faschismus ließ Lukaschenko trotz internationaler Kritik am Samstag eine große Militärparade abhalten. Tausende Soldaten marschierten durch die Hauptstadt Minsk, Panzer und Kampfjets waren ebenfalls beteiligt. Auch Zuschauer, von denen nicht alle Schutzmasken trugen, waren zugegen.

14.00 Uhr: Kein Nasen-Mundschutz bei Geburt

Ein Mund-Nasen-Schutz während der Geburt ist aus medizinischer Sicht nicht zu empfehlen. Die Gesundheit von werdenden Müttern und ihren Kindern ist oberstes Gebot und ist in Einklang mit den notwendigen Schutzmaßnahmen zu bringen, betont das Gesundheitsministerium. Krankenhäuser müssen andere, geeignete Schutzmaßnahmen treffen, um ihre MitarbeiterInnen, Gebärende und Kinder zu schützen.

Seitens des Gesundheitsministeriums gibt es keine Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der Geburt. In der Lockerungs-Verordnung BGBl. II Nr. 197/2020 ist die rechtlich vorgegebene Regel für den Gesundheitsbereich folgende:  Beim Betreten von Pflegeheimen, Krankenanstalten und Kuranstalten sowie beim Betreten von Orten, an denen Gesundheits- und Pflegedienstleistungen erbracht werden, hat der Betreiber bzw. Dienstleistungserbringer durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren.

13.52 Uhr: Weltweit einzige Militärparade in Weißrussland

Die Ex-Sowjetrepublik Weißrussland (Belarus) hat trotz der Coronavirus-Pandemie als einziges Land weltweit eine riesige Militärparade zum 75. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus gefeiert. "Der Feiertag ist uns heilig", sagte Präsident Alexander Lukaschenko am Samstag in Minsk.

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13.49 Uhr: Hofer sieht "zum Glück noch gewisse Selbstbestimmtheit"

Für FPÖ-Chef Norbert Hofer zeigt die EU "durch die Flüchtlings- und Coronakrise auf, wie verletzlich dieses Konstrukt tatsächlich ist und wie es durch politischen Einfluss ausgehebelt werden kann und wird." Hofer betonte in einer Aussendung, die EU sei nicht mit Europa gleichzusetzen, "denn einerseits befinden sich nicht alle Staaten Europas in der EU und anderseits gibt es zum Glück noch eine gewisse Selbstbestimmtheit der einzelnen Länder."

Eine Selbstbestimmtheit, die, wie der FPÖ-Obmann in einer Aussendung meinte, "uns gerade in Krisenzeiten vor noch mehr Schaden bewahrte".

13.35 Uhr: Entscheidung über NBA-Saison-Neustart wohl erst im Juni 

Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA könnte möglicherweise erst im Juni über einen Neustart der wegen der Corona-Krise unterbrochenen Saison entscheiden. Das sagte NBA-Commissioner Adam Silver übereinstimmenden Medienberichten zufolge am Freitagabend (Ortszeit) in einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern der Spielergewerkschaft NBPA.

Zudem sollen für die seit 11. März unterbrochene Saison weiter Play-offs über die maximale Länge von sieben Spielen pro Serie angestrebt werden und die Partien ohne Fans stattfinden. Solange es keine Impfung gegen neuartigen Coronavirus gibt, werde man wohl bis ins kommende Jahr ohne Zuschauer auskommen müssen, erklärte Silver.

13.19 Uhr: Tokios Behörden stellten Spielhallen an Pranger 

Weil sie im Kampf gegen die Corona-Pandemie der Aufforderung zur Schließung nicht nachkamen, haben die Behörden in Tokio mehrere Spielhallen öffentlich an den Pranger gestellt. Wie japanische Medien am Samstag berichteten, veröffentlichten die Behörden in Japans Hauptstadt die Namen von 15 Spielhallen.

Trotz des noch bis zum 31. Mai geltenden Notstands und einer gesetzlichen Anordnung zur Schließung hatten 24 Spielhallen nach einer Ferienwoche wieder geöffnet. Daraufhin wurden sie erneut zur Schließung aufgefordert. Weil dem 15 Betriebe nicht nachkamen, wurden ihre Namen wie von den Behörden zuvor angedroht bekanntgeben, hieß es.

13.15 Uhr: Merkel sichert Kultur weitere Unterstützung zu 

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Kulturbranche weitere Unterstützung in der Coronakrise zugesichert. Das Ziel sei, dass die breite und vielfältige kulturelle Landschaft auch nach Überwindung der Pandemie weiterexistieren könne, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft (Samstag). Es sollten nun Konzepte entwickelt werden, wie mit Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen auch Theater, Konzerthäuser, Opern und andere Kulturstätten wieder öffnen könnten. Für große Konzerte und Festivals werde es noch schwer bleiben. "Aber wir freuen uns, wieder erste Schritte in den Alltag gehen zu können, gerade auch im kulturellen Bereich."

Merkel betonte, dass das Coronavirus einen tiefen Einschnitt in das gemeinsame kulturelle Leben darstelle. Besonders betroffen seien die vielen Künstlerinnen und Künstler und dabei vor allem Freischaffende. Daher wollten Bund und Länder Künstlern Brücken bauen. "Wir werden auch weiterhin schauen, welche Unterstützungsmaßnahmen auch in den nächsten Monaten für die Kunst von Notwendigkeit sind."

13.02 Uhr: Tausende bei Fahrraddemo gegen slowenische Regierung

In Slowenien haben am Freitagabend erneut Proteste gegen die Mitte-Rechts-Regierung vom Premier Janez Jansa stattgefunden. Trotz eines Verbots von öffentlichen Versammlungen wegen der Corona-Pandemie versammelten sich in der Hauptstadt Ljubljana mehrere tausend Menschen bei einer Fahrraddemo. Die Polizei sprach von 5.500 Teilnehmern, inoffizielle Schätzungen lagen über 10.000.

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12.59 Uhr: Ludwig geht von regulärem Termin im Herbst aus

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) geht davon aus, dass der für Oktober geplante Termin für die Wiener Landtagswahl trotz der Coronakrise regulär stattfinden kann. "Wenn es in der Steiermark im Juni möglich ist, wird es wahrscheinlich in Wien im Oktober auch gegeben sein", verwies Ludwig im Ö1-"Mittagsjournal" auf den für 28. Juni festgesetzten Termin für die steirischen Gemeinderatswahlen.

Ludwig hatte bereits Mitte April verkündet, dass die Wahl zum Wiener Landtag und Gemeinderat am 11. Oktober stattfinden soll. Zweifel - etwa vom Verfassungsexperten Bernd-Christian Funk - , die Wahl könnte wegen der Einschränkungen in der Coronakrise möglicherweise aufgehoben werden, da es wegen der Versammlungseinschränkungen fraglich sei, ob die Kontaktaufnahme zwischen einer wahlwerbenden Person und den Wählern gewährleistet sein kann, teilt Ludwig nicht: "Aus heutiger Sicht habe ich da keine Bedenken." Auch verwies Ludwig auf andere Staaten, in denen Wahlen trotz der Corona-Pandemie stattgefunden haben, etwa in Südkorea.

12.45 Uhr: Österreicher sind für höheres Arbeitslosengeld in der Coronakrise

65 Prozent der Österreicher befürworten ein höheres Arbeitslosengeld während der Coronakrise, wobei sich 33 Prozent der Befragten dezidiert und 32 Prozent eher für eine Erhöhung aussprechen. 17 Prozent der Befragten sind laut der von Unique research für die neue Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" durchgeführten Umfrage eher gegen eine Erhöhung; 11 Prozent lehnen eine solche strikt ab.

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12.16 Uhr: Steigende Fallzahlen im Sudan

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat die sudanesische Regierung die Ausgangssperre für den Großraum Khartum verlängert. Die Beschränkungen für die Hauptstadt und ihre Umgebung blieben für zehn weitere Tage in Kraft, berichteten Staatsmedien am Samstag. Nach offiziellen Angaben wurden in dem ostafrikanischen Land bisher mehr als 1.100 Infektions- und 59 Todesfälle registriert.

12.14 Uhr: Filmbranche fordert Unterstützung

Zahlreiche deutsche Filmschaffende haben die Politik in einem offenen Brief aufgefordert, in Zeiten der Coronakrise das deutsche Kino zu unterstützen. "Die Frankfurter Allgemeine Zeitung" veröffentlichte das Schreiben an Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Darin heißt es, für die Kinofilmproduktionen, die wegen der Pandemie abgebrochen worden seien, hätten alle Filmförderungen einen Nothilfefonds entwickelt. Für kommende Filme fehle aber jede Absicherung der Produzenten für das Risiko eines Drehstopps wegen eines Covid-19-Falls.

11.53 Uhr: Kurz besucht kommende Woche Vorarlberg und Tirol 

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird ab kommender Woche wieder Termine in den Bundesländern wahrnehmen. Den Auftakt macht am Mittwoch ein Besuch im Kleinwalsertal in Vorarlberg, das aufgrund der Erreichbarkeit nur über Deutschland besonders von den Corona-bedingten Grenzschließungen betroffen ist, wie es am Samstag aus dem Kanzleramt gegenüber der APA hieß.

Kurz werde sich gemeinsam mit Landeshauptmann Markus Wallner und Staatssekretär Magnus Brunner (beide ÖVP) ein "persönliches Bild" von der Situation machen und aufgrund der weiterhin geltenden Versammlungsbeschränkungen eine kleine Runde von Gemeindevertretern treffen. Neben dem Kleinwalsertal stehen am nächsten Tag auch weitere Termine mit Gruppen, die vom Corona-Pandemie betroffen sind, auf dem Programm, etwa in Tirol. Auch plane der ÖVP-Chef in den kommenden Wochen, alle Bundesländer zu besuchen.

11.51 Uhr: "Moment der Wahrheit" bei New Yorker Kunst-Auktionen 

Der Mai ist Rekord-Monat in New York - normalerweise. Bei den traditionellen Frühjahrsversteigerungen der großen Auktionshäuser werden schwindelerregende Preise erzielt. Aber dieses Jahr ist wegen der Corona-Krise alles anders - und die Zukunft ungewiss.

Für rund 111 Millionen Dollar ersteigerte beispielsweise im vergangenen Jahr die Stiftung von SAP-Mitgründer Hasso Plattner das Gemälde "Meules" des französischen Impressionisten Claude Monet (1840-1926). Die Heuhaufen wurden damit zum teuersten je versteigerten Monet-Bild und zum ersten impressionistischen Werk, das bei einer Auktion mehr als 100 Millionen Dollar einbrachte. Rekord-Preise und Riesen-Schlagzeilen - für die traditionellen Frühjahrsauktionen der großen New Yorker Auktionshäuser Alltag.

11.47 Uhr: EU-Kommission will staatliche Absicherung von Reise-Gutscheinen

Die EU-Kommission fordert eine staatliche Absicherung für Verbraucher, die in der Corona-Krise Gutscheine statt Geld als Erstattung für eine abgesagte Reise akzeptieren. Das geht aus einem Strategiedokument der EU-Behörde hervor. Die Kommission will am Mittwoch Richtlinien und Empfehlungen zur schrittweisen Aufhebung der Grenzkontrollen in der Gemeinschaft, der Wiederaufnahme von Reisen und der Wiederbelebung des Tourismus vorstellen. Bisher müssen Fluggesellschaften und Reiseunternehmen ihren Kunden den Reisepreis im Falle einer Absage erstatten.

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11.41 Uhr: Max-Brauer-Preis geht ausnahmsweise nach Italien 

Der mit 20.000 Euro dotierte Hamburger Max-Brauer-Preis der Alfred Toepfer Stiftung geht in diesem Jahr ausnahmsweise an eine italienische Kultureinrichtung. Preisträgerin sei die freie Theaterkompanie Compagnia dell'Argine und ihr Teatro ITC in San Lazzaro, teilte die Stiftung in Hamburg mit. Die Auszeichnung solle ein Zeichen europäischer Solidarität setzen.

Der Ort liegt laut Stiftung in der von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Region Emilia-Romagna in Norditalien. Die derzeitige Situation sei auch eine Katastrophe für die Compagnie. Alle Aktivitäten - Theatersaison, Tournee der Vorstellungen, Workshops in und außerhalb der Schulen - seien eingestellt worden. Der Max-Brauer-Preis ehrt seit 1993 jährlich Persönlichkeiten oder Einrichtungen mit besonderen Verdiensten um das kulturelle, wissenschaftliche und geistige Leben Hamburgs. Er ist dem Andenken Max Brauers, dem letzten Oberbürgermeister von Altona vor 1933 und Ersten Bürgermeister Hamburgs nach 1946, gewidmet.

11.39 Uhr: Mikl-Leitner schickte Lunacek umfassende Vorschläge 

Die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ortet bei den bisherigen Corona-Hilfsmaßnahmen für die Kulturszene "noch einige konkrete Problemfelder". Das geht aus einem fünfseitigen Brief hervor, den sie an Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) richtete, wie der "Kurier" am Samstag berichtet.

In dem auch der APA vorliegenden Schreiben ersucht Mikl-Leitner die Staatssekretärin "dringend", diese Problemfelder "zu berücksichtigen". Die Landeshauptfrau verweist dabei auf zahlreiche Gespräche mit Kulturschaffenden sowie auf Anregungen des NÖ Kultursenats. Grundsätzlich sei den Betroffenen wichtig, auf Augenhöhe - und nicht als Bittsteller - behandelt zu werden. Darüber hinaus werde ihnen "in der gesamten Debatte nicht der Stellenwert gegeben, den sie als Repräsentantinnen und Repräsentanten des Kulturlandes Österreich verdienen", so Mikl-Leitner.

11.37 Uhr: Italiens Regionen fordern mehr Freiheit 

Viele italienische Regionen wollen Südtirols Beispiel in der Coronakrise folgen und machen Druck auf die Regierung in Rom für eine stärkere Lockerung der Vorsichtsmaßnahmen. So fordern sie, dass Kleinhandel, Tourismus und Gastronomie, die erst am 1. Juni neu starten sollen, früher öffnen können. Die Regionen plädieren für ein geografisch gestaffeltes Vorgehen.

Einige Regionen wie Südtirol haben einzelne Vorschriften bereits im Alleingang gelockert. Dank seiner Autonomie erlaubt Südtirol sofort dem gesamten Einzelhandel, allen Produktionstätigkeiten von Industrie, Handwerk und Handel sowie Sozialdiensten, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen. Am Montag folgen sämtliche Dienstleistungen, darunter auch Friseure und Schönheitspfleger, aber auch die Gastronomie, der Kunst-, Kultur- und Museumsbetrieb samt Bibliotheken und Jugendzentren.

11.35 Uhr: Großbritannien will minderjährige Flüchtlinge aufnehmen

Großbritannien will am Montag 16 unbegleitete minderjährige Migranten aus den griechischen Lagern auf den Inseln im Osten der Ägäis aufnehmen. Dies teilte das griechische Migrationsministerium am Samstag mit. Im gleichen Flugzeug, das aus Athen abfliegen soll, werden auch 31 erwachsene Migranten sein. Wegen der Zustände in den völlig überfüllten Lagern gibt es international viel Kritik.

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11.28 Uhr: Sportunion will Österreich mit Sport-Offensive aus Coronakrise holen 

Die Sportunion, einer dreier österreichischer Sport-Dachverbände, will die in Österreich lebenden Menschen im Sommer mit einer Sportoffensive fit machen. Vereine sollen mit Camps, Sportwochen oder kostenlosen Initiativen, wie "Bewegt im Park" ihren Beitrag dazu leisten. Dafür brauche es laut Aussendung vom Samstag die Öffnung von Schulsportstätten für Sportvereine spätestens ab den Sommerferien.

Hier könne die Politik leicht die Rahmenbedingungen anpassen, indem sie mehr Raum ohne zusätzliche Kosten schaffe, was jedoch mit großem Nutzen verbunden sei. "Ziel dieser Sportoffensive ist ein Comeback mit Herz und Hirn, zur Stärkung der Fitness sowie Gesundheit unseres Landes", wurde Sportunion-Präsident Peter McDonald zitiert. "Mehr gesunde Lebensjahre muss das Ziel sein, also 'come back stronger' nach der längsten Sportpause seit 75 Jahren", bezog er sich auf die durch den Coronavirus erzwungene Unterbrechung.

11.16 Uhr: Fast 200.000 Infektionen in Russland 

In Russland steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter rasant. Innerhalb von 24 Stunden wurden erneut mehr als 10.000 neue Ansteckungen gemeldet, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Damit sind nun 198.676 Fälle bestätigt - die fünfthöchste Zahl weltweit - hinter den USA, Spanien, Italien und Großbritannien. Die offizielle Zahl der Todesopfer bleibt mit 1.827 vergleichsweise niedrig.

Die russischen Behörden erklären den massiven Anstieg der Fallzahlen mit den deutlich ausgeweiteten Tests. Mehr als fünf Millionen Virus-Untersuchungen wurden demnach inzwischen vorgenommen. Die Hauptstadt Moskau ist mit mehr als 100.000 Infizierten und mehr als tausend Toten am stärksten betroffen. Die Ausgangssperre war dort zuvor bis Ende Mai verlängert worden.

11.06 Uhr: Bobic warnte Frankfurt-Fans: Keine Treffen am Stadion 

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat an die Fans des deutschen Fußball-Bundesligisten appelliert, sich bei den Geisterspielen vom Stadion fernzuhalten. "Wir haben viel mit unseren Fans gesprochen und gesagt: "Hört zu, Jungs, taucht nicht am Stadion auf. Wenn ihr dort auftaucht, verlieren wir dieses Spiel, weil die Regeln sehr streng sind", sagte Bobic dem Sportsender ESPN.

Falls die Anhänger zum Stadion kommen sollten, gehe das Spiel an das Auswärtsteam, erklärte Bobic. Er vertraue aber auf das Verantwortungsbewusstsein der Fans, auch dem Club gegenüber. "Sie sind schlau. Sie haben in den letzten Wochen die Regeln befolgt und viel für die Gemeinde getan, insbesondere für die Ältesten", sagte der frühere Stürmer. Die Kommunikation mit den Fangruppen sei gut verlaufen und von ihnen seien positive Signale gekommen, sich an die Vorgaben zu halten.

10.59 Uhr: Deutsche und französische Politiker fordern Grenzöffnung

Wegen der sinkenden Zahl von Corona-Infektionen beidseits der Grenze könnten die Beschränkungen "nicht mehr mit Gesundheitsschutz begründet werden", schrieben die zwölf Abgeordneten des Bundestags und der französischen Nationalversammlung in dem Aufruf, der AFP am Samstag vorlag. Die Grenzübergänge müssten "unverzüglich" wieder geöffnet werden. "Das kann keinen Tag länger dauern!"

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10.57 Uhr: Italo-Frächter kritisieren Österreich für Kontrollen am Brenner hart 

Der italienische Frächterverband Anita beklagt Engpässe für Lkw an der Brenner-Grenze. Auch am Freitag hätten sich lange Lkw-Schlangen an der Grenze gebildet, was die Fahrer zu langen Wartezeiten gezwungen habe.

"Trotz der Aufforderung Brüssels, dass Lkw nicht länger als 15 Minuten lang den Covid-19-Kontrollen unterzogen werden sollen, kommt es am Brenner weiterhin zu Problemen, wegen denen die Fahrzeuge Stunden und Stunden stehen bleiben müssen", klagte der Südtiroler Thomas Baumgartner, Präsident des Anita-Verbands, in einer Presseaussendung.

10.55 Uhr: Maradona-Trikot brachte Armenviertel Lebensmittel 

Ein handsigniertes Trikot der argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona hat einem Armenviertel bei Buenos Aires dringend benötigte Lebensmittel und Gesundheitsprodukte gebracht. Für das Viertel Favaloro kamen fast hundert Kilo Nahrungsmittel sowie dringend benötigtes Desinfektionsgel und Schutzmasken gegen die Corona-Pandemie zusammen, wie die Initiative am Freitag (Ortszeit) mitteilte.

"Von ganzem Herzen: Wir schaffen das", hatte Maradona auf das Trikot geschrieben. Das in der Armenküche des Viertels ausgestellte Fußballshirt soll nun unter den Spendern verlost werden. Maradonas Hilfe sei "unbezahlbar", erklärte die Mitarbeiterin der Einrichtung, Marta Gutierrez. "Ich werde ihm bis zu meinem Tod dankbar sein." Das Trikot gleicht dem, das Maradona bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko trug.

10.51 Uhr: Mailands Bürgermeister kontrollierte Stadtviertel

Nach einem Eklat um Menschenansammlungen im Mailänder Lokalviertel Nivigli hat der Bürgermeister der lombardischen Metropole, Giuseppe Sala, Gegenmaßnahmen ergriffen. Polizisten patrouillierten am Freitagabend in den Gassen des Viertels, wo sich Menschen versammelten, um vorbestellte Speisen und Getränke abzuholen. Die Polizei sorgte dafür, dass sich keine Ansammlungen bildeten.

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10.43 Uhr: 1.290 Personen in Österreich noch erkrankt 

Die Zahl der in Österreich am Coronavirus aktuell erkrankten Personen ist unter 1.300 gefallen. Die Statistik des Innenministeriums wies am Samstag (9.00 Uhr) 1.290 Infizierte auf, was im Vergleich zum Freitag ein Minus von 34 ist. 309 Personen waren am Samstagvormittag hospitalisiert, 79 befanden sich auf Intensivstationen. Das sind um 30 bzw. zwei weniger als 24 Stunden davor.

Die Gesamtzahl aller jeweils Infizierten in Österreich beläuft sich auf 15.833 Menschen, 13.928 sind wieder genesen und 615 verstorben. Das bedeutet einen Anstieg seit Freitag um ein Todesopfer. Die Todesfälle betreffen nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit 57 Prozent mittlerweile klar mehr Männer als Frauen. Nach Altersgruppen war bisher jene ab 85 Jahren mit 235 Opfern am stärksten betroffen, 217 sind es bei den 75- bis 84-Jährigen, und immerhin noch 94 bei den 65- bis 74-Jährigen. Die übrigen Opfer waren jünger.

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10.24 Uhr: Kurz spricht sich für neuen EU-Vertrag aus

"Die Europäische Union ist eine der größten Errungenschaften des 20. Jahrhunderts und gleichzeitig das erfolgreichste Friedensprojekt unseres Kontinents", erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Samstag. Um ihre Errungenschaften "und unser einzigartiges europäisches Lebensmodell für die Zukunft zu wahren und weiterzuentwickeln", sei Veränderung nötig.

"Viele große Zukunftsfragen werden sich nicht mehr von den Mitgliedsstaaten alleine lösen lassen, sondern nur von einer starken europäischen Union, wie uns die Coronakrise aktuell beispielhaft vor Augen führt", bekräftigt Kurz seine Forderung nach einem "Umdenken" auf europäischer Ebene. 

10.18 Uhr: Unternehmer beschweren sich über Banken und Bürokratie

Das berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" unter Berufung auf vertrauliche Wochenberichte der aws an Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) für die Kalenderwochen 16 bis 18. In diesem Zeitraum (April) meldeten sich demnach mehr als 5.000 Anrufer, wovon annähernd 50 Prozent Schwierigkeiten bei der Kreditgewährung beklagten. Rund ein Drittel beschwerte sich über den bürokratischen Aufwand zur Erlangung der aws-Überbrückungsgarantien.

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10.13 Uhr: Anschober hofft für Bundesliga-Neustart auf "gute Lösung"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat eine Entscheidung über die mögliche Fortsetzung der Fußball-Bundesliga für nächste Woche angekündigt. Man befinde sich in einem konstruktiven Dialog mit den Vertretern des Fußballs, wie bei allen anderen Öffnungsschritten habe aber der Gesundheitsschutz Vorrang. Trotz der guten Entwicklung dürfe man nicht unvorsichtig werden, so Anschober.

"Wir wollen mit aller Kraft eine zweite Welle der Erkrankung vermeiden. Ob und wie eine derartige Lösung auch im Bereich der Fußball-Bundesliga und anderer Teamsportarten gelingen kann, werden die nächsten Tage entscheiden. Ich hoffe auf eine gute Lösung", betonte Anschober in einer Aussendung am Samstag.

09.58 Uhr: Pandemie trifft Gesundheitskasse

Die Maßnahmen der Regierung zur Einschränkung des Coronavirus haben auch Krankenkassen und Pensionsversicherung massiv getroffen. Durch die hohe Zahl an Arbeitslosen gibt es deutlich weniger Beitragseinnahmen, - aber auch durch Stundungen fehlen viele hundert Millionen Euro.

Gleichzeitig sind weniger Patienten zu Vertragsärzten und in die Gesundheitszentren gekommen. Die ÖGK streckt den Ärzten aber 80 Prozent der Honorare vor, schreibt oe1.orf.at.

09.56 Uhr: China plant Seuchenprävention-Reform

"Diese Coronavirus-Epidemie ist ein großer Test für die Regierungsfähigkeit unseres Landes, und sie hat Schwachstellen im Umgang mit einer schweren Epidemie und den Systemen der öffentlichen Gesundheitsversorgung offengelegt", sagte Li Bin von der Nationalen Gesundheitskommission.

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09.52 Uhr: Japaner helfen Gasthäusern mit Vorabzahlungen

Japaner unterstützen in der Coronakrise ein Projekt, um existenzbedrohte traditionelle Ryokan-Gasthäuser am Leben zu erhalten. Sie zahlen online vorab für Übernachtungen, die sie irgendwann in der Zukunft antreten. Viele der wegen des Corona-Notstands geschlossenen Ryokan-Gasthäuser stehen kurz vor dem Aus. Auf einer Internetseite mit dem Namen "save ryokan", (beschützt Ryokan) können sich Gäste als Unterstützer registrieren und einen Mindestbetrag von 5.000 Yen (43,35 Euro) für eine zukünftige Übernachtung zahlen. Den Restbetrag zahlen sie erst, wenn sie im Ryokan erscheinen.

Die Internetseite sei von Naohiko Niwa gestaltet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag. Der Japaner hatte die Online-Plattform zur Unterstützung von Ryokan nach der Dreifachkatastrophe von 2011 betrieben, als ein Erdbeben und Tsunami weite Regionen im Nordosten des Landes zerstört hatten und es in Fukushima zu einem schweren Atomunfall gekommen war. Anfang April startete der 51-Jährige das Projekt wegen der Coronakrise erneut. Bis Anfang Mai hätten sich mehr als 60 Gasthäuser auf seiner Webseite eingetragen und rund 1.500 Bürger hätten mehr als 40 Millionen Yen (rund 347.000 Euro) an sie gezahlt, hieß es.

09.36 Uhr: Mehr als 200 Erntehelfer in Oberösterreich gelandet

Am Freitag sind 213 Erntehelfer aus der Ukraine am Linzer Flughafen gelandet. Sie wurden via Sonderflug nach Oberösterreich geholt, um in den kommenden Wochen bzw. Monaten Erdbeeren, aber auch anderes Obst und Gemüse zu pflücken. Es handelt sich um eingespielte Teams, die von "ihren" Bauern erleichtert in Empfang genommen wurden. Nach der Ankunft mussten die Erntehelfer zuerst zum Coronatest. Sie müssen dann noch in den Betrieben in ihren Quartieren in Isolation bleiben, bis die Testergebisse vorliegen.

09.19 Uhr: Ex-Ethikrats-Chef über deutschen Bundesliga-Neustart: "Fatale Wirkung"

Der Neustart der deutschen Fußball-Bundesliga ist nach Ansicht des langjährigen Ethikrats-Vorsitzenden Peter Dabrock eine Gefahr für die Solidarität in der Gesellschaft. "Das Konzept ist von vorne bis hinten nicht durchdacht und wird eine fatale Wirkung auf das gesamte Einhalten der Einschränkungen haben", sagte der Theologie-Universitätsprofessor mit Blick auf den Fahrplan mit Start am 16. Mai.

"Wenn das Mantra lautet: kein Kontakt, Abstand, Hygiene, Schutz, aber man dann ausgerechnet eine Sportart zulässt, in der all das von Anfang an und notorisch nicht eingehalten werden kann, hat das natürlich Auswirkungen darauf, ob sich die Menschen fragen: Warum muss ich mich in meinem Bereich an solche Einschränkungen halten?", erläuterte Dabrock.

09.06 Uhr: Deutsche Grüne: Umweltauflagen für Staatshilfen für Lufthansa 

Die Grünen in Deutschland - dort im Gegensatz zu Österreich eine Oppositionspartei - pochen darauf, Staatshilfen für die AUA-Mutter Lufthansa und andere Fluggesellschaften an Auflagen zu knüpfen. Im Falle von Rettungsmaßnahmen müssten Aktionäre und das Spitzenpersonal "die Kappung der Managergehälter und -boni und das Streichen von Dividenden hinnehmen". Das steht in einem Papier der Grünen-Bundestagsfraktion, aus dem das "Handelsblatt" (Wochenendausgabe) zitiert. Zudem müsse es Umweltauflagen geben. Als Vorbild nennen die Grünen die Air-France-Rettung in Frankreich.

"Es ist in unserem Interesse, Airlines und Flughäfen in systemrelevantem Umfang dauerhaft zu erhalten", heißt es laut "Handelsblatt" in dem deutschen Grünen-Papier. Eine stille Beteiligung des Staats an Fluggesellschaften sei jedoch inakzeptabel. In Österreich bekräftigte zuletzt die grüne Verkehrs- und Umweltministerin Leonore Gewessler, dass sie staatliche Beihilfen für die Austrian Airllines (AUA) an Klimaauflagen koppeln möchte.

08.40 Uhr: China bietet Nordkorea Hilfe an 

China ist nach den Worten von Präsident Xi Xinping bereit, Nordkorea im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu unterstützen. Dies habe Xi dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un in einem Schreiben mitgeteilt, berichtet das staatliche chinesische Fernsehen. Xi sei sehr besorgt über die Situation in Nordkorea und die Gesundheit der Menschen dort.

08.11 Uhr: Neues Buch über die "Schattenmänner" hinter Kurz

Bücher über Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gibt es schon eine ganze Reihe. Der Journalist Klaus Knittelfelder versucht es nun andersherum und nähert sich dem selbst erklärten "Rudeltier" über dessen Mitarbeiter. In "Inside Türkis" zeichnet er Porträts der "Schattenmänner" (und weniger Frauen) im Umfeld des ÖVP-Chefs.

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08.06 Uhr: Großbritannien plant Quarantänepflicht für Einreisende aus dem Ausland

Laut Medienberichten plant Großbritannien die Einführung einer zweiwöchigen Quarantänepflicht für Einreisende aus dem Ausland. Von der Maßnahme ausgenommen werden sollen lediglich Menschen, die aus dem Nachbarland Irland ins Vereinigte Königreich kommen, so "The Times".

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07.30 Uhr: Mindestsicherung: Länder rechnen Corona-bedingt mit Steigerung 

Bei der Mindestsicherung gehen die Bundesländer infolge der Coronakrise von einem Anstieg der Bezieher aus. In einzelnen Bundesländern - etwa Wien oder der Steiermark - wurde bereits eine leichte Steigerung der Bezieher bzw. der Nachfrage verzeichnet, wie ein APA-Rundruf ergab.

In Wien beginnt sich die Coronakrise bereits in den Mindestsicherungszahlen widerzuspiegeln, hieß es aus dem Büro von Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber der APA. Im April gab es einen Anstieg der Bezieherinnen und Bezieher von 2,4 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2019. Überdurchschnittlich stark zugenommen hat die Gruppe der sogenannten Aufstocker - nämlich um elf Prozent gegenüber 2019, wobei sich die Zahlen hier auf den März beziehen, da sie für April noch nicht vorliegen.

07.27 Uhr: Mindestsicherung: Armutskonferenz will Reform wegen Coronakrise 

Das soziale Netz muss in der Coronakrise außergewöhnliche Belastungen tragen. Das zeigt auch die Schwachstellen des Systems auf, meint die Armutskonferenz, die deswegen einen radikalen Umbau der Mindestsicherung fordert. "Wir brauchen eine neue Mindestsicherung, die Existenz, Chancen und Teilhabe sichert", erklärte der Sozialexperte Martin Schenk. "Die sozialen Probleme werden größer werden."

Die derzeit gültige Rechtslage verschärfe Armutslagen und degradiere Betroffene zu Bittstellern, heißt es in einer Aussendung der Armutskonferenz. Das von der alten ÖVP/FPÖ-Regierung beschlossene Rahmengesetz, das der Verfassungsgerichtshof (VfGH) im Dezember 2019 teilweise aufgehoben hat, eröffnet laut Schenk "neue Hürden und Unsicherheiten, mit denen Menschen in schwierigen Lebenssituationen konfrontiert werden".

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07.23 Uhr: Sprecherin von US-Vizepräsident Pence an Covid-19 erkrankt

Es gehe ihr gut und sie freue sich, bald wieder zurück zur Arbeit zu kommen, schrieb Sprecherin Katie Miller auf Twitter. Miller war zuletzt auch in Kontakt mit dem Vizepräsidenten, Journalisten und ranghohen Beamten gewesen. Der Chef der Lebensmittel- und Arzneibehörde FDA, Stephen Hahn, begann wegen seines Kontaktes zu Miller als Vorsichtsmaßnahme eine zweiwöchige Phase der Isolierung, wie US-Medien berichteten. Ein Test sei bei Hahn am Freitag negativ ausgefallen, berichteten die Nachrichtenseiten Politico und CNN.

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07.04 Uhr: Sondertopf für Lehrlinge mit Gehaltseinbußen startet

Zwischen 16. März und 03. Mai fanden Covid-19-bedingt keine Lehrabschlussprüfungen statt. Anträge sind ab sofort möglich. Laut Wirtschaftsministerium wurden 7.331 Lehrabschlussprüfungstermine verschoben, davon anspruchsberechtigt sind etwa 3.700 Personen. Lehrlinge, die aufgrund einer Verschiebung der Prüfung zwischen Mitte März und Ende Mai kollektivvertraglich einen Einkommensentgang haben, werden mit einem Pauschalbetrag unterstützt. Die Entschädigung - quasi die Differenz zwischen Bruttolehrlingseinkommen und Fachkräfteentgelt mit abgeschlossener Lehrabschlussprüfung - wurde mit 25,30 Euro pro Tag festgesetzt.

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05.06 Uhr: Coronakrise könnte einige neue Wörter in den Duden bringen 

Die Coronakrise bringt neue Wörter hervor oder rückt alte in den Fokus. Ob neue Wörter einen Eintrag im Duden erhalten, darüber entscheidet die Dudenredaktion. "Heißer Kandidat für die Aufnahme in den Duden ist die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenerkrankung Covid-19", erläutert die Leiterin der Redaktion, Kathrin Kunkel-Razum.

Unter Beobachtung stehen die Anglizismen Lockdown, Shutdown und Social Distancing. Weniger Chancen haben die Begriffe Corona-Party und Infodemie.

04.25 Uhr: Tiger, Tricks und Tragik: Magier Roy Horn ist tot

Seine Ärzte haben es "ein Wunder" genannt, dass Roy Horn die schweren Verletzungen nach dem Angriff seines weißen Tigers Mantecore überhaupt überlebte. Mit einem letzten Zaubertrick hatte sich das Duo "Siegfried & Roy" im März 2009 endgültig vom Showbusiness verabschiedet. Nun starb Horn an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

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03.12 Uhr: Erfolge bei Coronavirus-Behandlung durch Medikamenten-Kombination 

Wissenschafter in Hongkong haben eine erfolgreiche Behandlung des Coronavirus mit einem Cocktail aus drei Medikamenten gemeldet. Es habe sich gezeigt, dass die Kombination der Wirkstoffe bei Patienten mit einem milden bis moderaten Krankheitsverlauf die Anzahl der Viren im Körper schnell verringere, schrieb der Mikrobiologe Kwok-Yung Yuen in der im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichten Studie.

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02.34 Uhr: Drei Krankenschwestern in Mexiko ermordet

Drei Krankenschwestern sind am Freitag in Coahuila im Norden Mexikos tot aufgefunden worden. Die drei Schwestern dürften stranguliert worden sein. Gesundheitspersonal war in den vergangenen Wochen in Mexiko einer zunehmenden Aggression ausgesetzt gewesen. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, ob die Morde mit der Corona-Pandemie und der Tätigkeit der Geschwister in Verbindung stehen.

"Die Morde passierten in einem Moment, in dem unsere Gesundheitsmitarbeiter das wichtigste Element sind, um der Gesundheitskrise zu begegnen", sagte Javier Guerrero vom mexikanischen Gesundheitsservice. In Mexiko wird der Höhepunkt der Corona-Ausbreitung für die kommenden Tage erwartet. 31.522 Personen wurden bisher nachweislich infiziert, 3.160 starben.

01.13 Uhr: Corona-Versteigerung von Treffen mit Stars brachte 450.000 Dollar 

Das Auktionshaus Sotheby's hat im Kampf gegen das Coronavirus virtuelle Treffen mit Stars für 450.000 US-Dollar (rund 417.000 Euro) versteigert. Am meisten Geld brachte dabei eine private Aufnahme-Session für einen Song mit Grammy-Gewinner Sting, die auf mehr als 137.000 Dollar (127.000 Euro) kam, wie Sotheby's in New York am Freitag mitteilte.

Auch ein Kaffee mit Hillary Clinton oder ein Plausch mit Schauspieler Sacha Baron Cohen gingen an den jeweiligen Meistbietenden. Das Geld soll der Flüchtlingsorganisation International Rescue Committee bei ihren Anstrengungen gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zugutekommen.

00:54 Uhr: Google verordnet Mitarbeitern im Home Office freien Tag 

Der Internetkonzern Google will, dass seine Mitarbeiter am 22. Mai einen freien Tag nehmen. Damit solle einer Überlastung der Angestellten entgegengewirkt werden, die aus der Arbeit von zu Hause entstehe. Google-Chef Sundar Pichai kündigte dies in einer Nachricht an die Mitarbeiter an. Der Sender CNBC hatte als erstes darüber berichtet.

Weltweit würden ab Juni zwar immer mehr Google-Büros wieder geöffnet, die meisten Angestellten würden wahrscheinlich aber bis Ende des Jahres von zu Hause arbeiten, erklärte Google. Auch Facebook hatte angekündigt, dass die Angestellten wenn möglich bis Ende des Jahres von zu Hause arbeiten könnten.

00.27 Uhr: Zahl der Toten in Brasilien stieg um weitere 751

Brasilien ist bei der Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus derzeit auf verlorenem Posten. Die registrierten positiven Fälle stiegen von 135.106 auf 145.328, die Zahl der Toten wuchs um 751 auf 9.897, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Es ist die bisher höchste Todeszahl an einem Tag. Weltweit könnte am Samstag die Viermillionengrenze an jemals positiv Getesteten überschritten werden.

 

Kommentare (9)

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satiricus
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3
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Diese Entwicklung ist nicht gut.

Und dies wird unserem politischen Multi-Talent Köstinger gar nicht gefallen, will sie doch die deutschen Urlauber als Geldesel demnächst nach Österreich locken.....

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tubaman58
0
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Nicht so pessimistisch,

Rückschläge wird es immer wieder geben.
Davonlaufen können wir dem Corona-Virus nicht - uns immer einsperren ist keine dauerhafte Lösung - also bleibt auf lange Sicht nur sich der Gefahr mit bedacht zu stellen.

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scaramango
12
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Die Nachrichten aus Deutschland...

.... sind durchaus beunruhigend!

Schade, dass auch durch Gier (Arbeiter der fleischverarbeitenden Industrie) bereits errungene Erfolge wieder zunichte gemacht werden !

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checker43
3
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Hätte auch in

einem Tofu-verarbeitenden Betrieb passieren können.

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blubl
1
6
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🤔

Wer sinnerfassend lesen kann, ist im Vorteil

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dieRealität2019
2
14
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Unglaublich aber wahr!

Die zum dänischen Königreich gehörenden Färöer-Inseln sind offiziell corona-frei. Es gebe keine aktiven Fälle mehr, teilte die Regierung am Samstag mit. Die insgesamt 187 mit dem Coronavirus infizierten Menschen seien allesamt genesen.
.
Tolle Sache, wenn nur 48.000 Menschen auf den Färöer-Inseln leben.

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Bond
13
53
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Gesundheitskasse

Tausende Operationen wurden aufgeschoben, keiner geht zu Arzt, aber die Gesundheitskasse klagt über Einbußen.

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EhEgal
8
32
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schon mal dran gedacht

wieviele Einnahmen der ÖGK durch die derzeit extrem hohe Arbeitslosenrate entgehen???🤦🏼‍♂️

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DerEnnstaler
3
24
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Medikamenten-Kombi?

Welche Nebenwirkungen können daraus entstehen?

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