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Inside TürkisNeues Buch über die "Schattenmänner" hinter Kurz

Der Journalist Klaus Knittelfelder versucht die Annäherung an "System Kurz" über dessen engste Mitarbeiter.

Bundeskanzler Sebastian Kurz
Bundeskanzler Sebastian Kurz © APA
 

Bücher über Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gibt es schon eine ganze Reihe. Der Journalist Klaus Knittelfelder versucht es nun andersherum und nähert sich dem selbst erklärten "Rudeltier" über dessen Mitarbeiter. In "Inside Türkis" zeichnet er Porträts der "Schattenmänner" (und weniger Frauen) im Umfeld des ÖVP-Chefs.

Knittelfelder entwirft das Bild einer seit Jahren eingespielten Clique, zu der Außenstehende nur noch in Ausnahmefällen dazustoßen können und in der persönliche Loyalität zum Chef mehr zählt als die Bindung zur Partei. "Partie statt Partei" eben, so der Titel des ersten Teils über die acht wichtigsten Player im "Kurz-Zirkel".

Der zweite Teil ist dann sieben politischen Verbündeten gewidmet - von Finanzminister Gernot Blümel bis zu Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Mehr Stoff bietet aber unzweifelhaft der erste Abschnitt. Hier wird das Entstehen des "Systems Kurz" erzählt - in acht Porträts und ausgehend von jener Nacht im April 2011, in der Kurz' Förderer Michael Spindelegger den noch als Partypolitiker ("Geilomobil") verschrienen JVP-Chef zum Integrationsstaatssekretär beförderte.

Ausgeprägtes Machtbewusstsein

Die heute noch zentralen Figuren im türkisen Machtzirkel waren schon damals mit an Bord: Chefstratege Stefan Steiner, der für Marketing und Kampagnen zuständige Philipp Maderthaner und für alles Organisatorische der heutige ÖVP-Generalsekretär Axel Melchior. Und auch Pressechef Gerald Fleischmann dockte damals an, anfangs allerdings nicht ganz freiwillig und nach sanftem Druck des Parteichefs.

So entsteht das Bild eines gut eingespielten, persönlich loyalen Teams, politisch sozialisiert im schwarzen Kernland Niederösterreich - mit entsprechend ausgeprägtem Machtbewusstsein, der Bereitschaft zur kalkulierten Härte und einem erklärten Hauptgegner: der SPÖ. "Wider alle Vorurteile ist das keine ideologiebefreite Buberl-Partie, sondern eine teils erzkonservative Truppe mit politischen Hardlinern", heißt es im Buch.

Nebenbei erfahren Leser auch einiges über das Corona-Krisenmanagement der ÖVP - etwa die Entscheidung, angesichts des Grünen Widerstands gegen echte Ausgangssperren die Beschränkungen eben etwas schärfer zu kommunizieren, als es die Rechtslage eigentlich hergab. Im Grunde liefert das Buch aber eine in der öffentlichen Wahrnehmung etwas unterbeleuchtete Erklärung für den bisherigen Erfolg des Bundeskanzlers, nämlich sein im Vergleich zu Vorgängern wie Werner Faymann und Christian Kern stark ausgeprägtes Gespür für Personalentscheidungen. Oder, wie Kurz selbst es im Buch sagt: "Ich will immer Leute um mich haben, die irgendetwas können, wofür ich sie bewundere."

Kommentare (33)

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donerz
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Schon interessant

wie sich hier die Befürworter und Gegner die Kommentare um die Ohren hauen

Egal wer regiert, die regierende Partei ist sich seiner selbst am nächsten und daher werden immer von denen der eine oder andere Spitzenposten besetzt..

Egal ob Schwarz, Rot, Türkis, blau...

Ist wie in einer Firma, ein neuer Chef holt sich auch Verbündete die ihm zuarbeiten.

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pesosope
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Es ist immer wieder erstaunlich, dass es Journalisten gibt, die die geheimsten Geheimnisse kennen, sämtliche bösen Interna aufdecken und dann sofort ein Buch herausbringen

Wenn es aber um wirklich wichtige Dinge geht (zB die Aufdeckung von Gesetzesbrüchen usw. ) waren diese Herren noch nie gehört oder gesehen und haben in diesen Fällen komischerweise überhaupt keine Infos.

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schadstoffarm
10
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Meistens passieren

Gesetzesbrüche im verborgenen, Interviews werden vor Zeugen gegeben. Deswegen.

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schadstoffarm
15
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Der Mann ohne Eigenschaften

es werden noch einige Bücher erscheinen die Kurz zu erklären versuchen. Und scheitern.

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ReinholdSchurz
15
13
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Ein Meister der Politik.

Wenn er in der Sonne steht wirft nur er denn Schatten und der ist politisch schneller als alle anderen Schatten der Möchtegern Schattenwerfer.
Angelegt an einen Westernhelden der als Zeichentrickfigur für Furore gesorgt hat.
Ich meinte nicht Joly Jumper und auch nicht Rantanplan seinen Hund nein es war der geniale lucky Luke.😏
Alle anderen Schattenwerfer kommen mir vor wie die Daltons stümperhaft und unmöglich😰

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schadstoffarm
10
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geh mir aus der

Sonne.

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ReinholdSchurz
16
13
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Ein Meister der Politik.

Wenn er in der Sonne steht wirft nur er denn Schatten und der ist politisch schneller als alle anderen Schatten der Möchtegern Schattenwerfer.
Angelegt an einen Westernhelden der als Zeichentrickfigur für Furore gesorgt hat.
Ich meinte nicht Joly Jumper und auch nicht Rantanplan seinen Hund nein es war der geniale lucky Luke.😏
Alle anderen Schattenwerfer kommen mir vor wie die Daltons stümperhaft und unmöglich😰

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Lodengrün
23
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Diese Gruppe

hinter ihm hat schon was drauf. Jemanden mit diesen Qualitäten so erfolgreich werden zu lassen muss man erst einmal zuwege bringen.

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herwag
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!!!

die qualitäten sind wie man sieht ja zweifelsfrei vorhanden - im gegensatz zur rotjackenpartie die seit kreisky (staatsschulden UND arbeitslose) nichts zusammengebracht hat außer prw umfragen manipulieren

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metropole
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Schulden

Die millarden Staatsschulden und 600.000 arbeitslose,100tausende die dz.an der Armutsgrenze leben dank der Bastipolitik werden von HERWAG übersehen....

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tannenbaum
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Aber herwag

Jeder von der rotjackenpartie hat als Bundeskanzler um einiges mehr trauf gehabt als euer Greenhorn!

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schteirischprovessa
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Der war gut, selten so gelacht.

Nach Kreisky:
- Sinowatz war eine burgenländische Lachnummer
- Vranitzky war ein klassischer Sozialist, sein Sozialismus war Geld scheffeln, das einzig, was neben Schulden geblieben ist, war dass er aus Sozialisten Sozialdemokraten gemacht hat
- Klima hat nur Schulden hinterlassen
- Gusenbauer hat immerhin Intellekt gehabt, wurde ganz schnell rausgeschmissen, als er richtigerweise erkannt hat, dass eine hohe Funktion bei einem der Sozialpartner einen Interessenskonflikt mit einem Nationalratsmandat oder Ministeramt darstellt
- Faymann war bestenfalls eine Karikatur eines Politikers, aber immerhin hat er rund 30 Milliarden im koalitionsfreien verpulvert und ist draufgekommen, wie die Steuerzahler den Wahlkampf der Pleite-SPÖ finanzieren
- Kern war der Meister des Dirty Compaigning und der Polemik, das war es schon
Das ist eine kurze Zusammenfassung, warum ich nach Kreisky ein typischer Wechselwähler geworden bin, ohne jemals wieder die SPÖ zu wählen.

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schadstoffarm
10
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Vessa

Bist bei der Heimweh aktiv? Du wählst nicht sozialdemokratisch weil du ein konservativer bist, die Politiker haben damit nichts zu tun.

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schteirischprovessa
6
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Lieber arm!

Mit der aktuellen SPÖ können aktuell rund 80% etwas anfangen.
Willst denen so wie mir unterstellen, mit einer Heimwehr was tun zu haben?
Mir zumindest ist nichts ferner als Extremismus, völlig egal ob links oder rechts.

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schteirischprovessa
5
6
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... "nichts anfangen"...

natürlich richtigerweise

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schadstoffarm
4
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Vessa

Definitiv. Sozialdem. Politik mit charakterfehlern zu erklären deutet auf eine Radikalisierung hin.

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Lodengrün
5
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Mein Freund

bist beim Fußball ein Schwoarzer auf Lebenszeit. Gut so! 😁

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ErwinZebedin
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ÖVP bzw Türkis

Das trifft eher auf ÖVP zu, ist seit 1986
ununterbrochen in der Regierung und stellt auch seit 2000 den Finanzminister. Die Staatsschulden sind 2007 bis 2017 von 179Milliarden Euro auf 289Milliarden gestiegen, d. s. um 110Milliarden Euro, durchschnittlich also allein in diesen 11 Jahren um 10 Milliarden Euro jährlich. Und dies alles unter einem ÖVP - Finanzminister.

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Trieblhe
20
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@zebedin

Stimmt, guter Punkt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie der Werner die ÖVP angefleht hat, auf einen ausgeglichenen Haushalt zu schauen. Die haben ihm da 100 Milliarden Schulden während seiner Kanzlerschaft untergejubelt. Dabei weiß doch jeder wie sparsam die Roten mit Steuergeldern umgehen. 🤫

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knapp
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Wenn Sie von Manipulation einer parteiinternen

Umfrage sprechen, sollten Sie schleunigst Beweise vorlegen und das der Polizei melden. Falls sie das nicht können, bleibts eben nur bei einer Verleumdung. Politischer Kampfposter zu sein muss ziemlich öd sein, oder?

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Lodengrün
16
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Was

hat die SPÖ mit dem Buch zu tun und was hat Ihnen Frau Rendi getan? Und nein, ich bin kein Roter.

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metropole
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Sensation

Eine sensationelle Erscheinung auf dem Buchmarkt.Die Frankfurter Buchmesse hat darauf schon gewartet,Natürlich berichtet darüber die Kl.Z. mit Schlagzeile.die übliche Hofberichterstattung !Der dank für die türkisen Inserate !

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tannenbaum
20
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Also,

ich kann mir nicht helfen, aber bei Kurz stell ich mir seinen Arbeitsbeginn immer so vor, dass ihm die Mama in der Früh die Schuhe bindet, das Radieschenbrot einpackt und zum Bus schickt! Mit der Anweisung, dass er schön aufpassen soll was ihm die Berater sagen, damit er bei der Pressekonferenz keine Fehler macht!

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harri156
17
34
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Wenn selbst Schüssel

im Vergleich zu Kurz, wie ein Nobelpreisträger rüberkommt????

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SoundofThunder
25
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Ich möchte auch einen Kanzler der etwas kann wofür man ihn bewundern kann

Aber man kann ja nicht alles haben im Leben 😏. Bücher gibt es schon viele,darunter ist besonders Mitterlehners Buch zu empfehlen. Und : Schwarzbuch ÖVP.

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Balrog206
34
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Sound

Hättest wohl gern den Werner zurück 🤪 Gusi, Klima und Schröder wären auch nicht sozialistische Vorbilder !

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