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Nach MenschenansammlungenMailands Bürgermeister kontrollierte Stadtviertel

In Mailand geht Bürgermeister Giuseppe Sala derzeit selbst auf die Straße und kontrolliert die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen. Zuvor war es in der italienischen Stadt immer wieder zu Menschenansammlungen gekommen.

Giuseppe Sala kontrolliert selbst
Giuseppe Sala kontrolliert selbst © (c) AP (Claudio Furlan)
 

Nach einem Eklat um Menschenansammlungen im Mailänder Lokalviertel Nivigli hat der Bürgermeister der lombardischen Metropole, Giuseppe Sala, Gegenmaßnahmen ergriffen. Polizisten patrouillierten am Freitagabend in den Gassen des Viertels, wo sich Menschen versammelten, um vorbestellte Speisen und Getränke abzuholen. Die Polizei sorgte dafür, dass sich keine Ansammlungen bildeten.

Der Mailänder Bürgermeister selbst vergewisserte sich, dass die Vorschriften eingehalten werden. Er postete auf seiner Instagram-Seite Bilder von wenigen Menschen entlang der Kanäle aus dem Mittelalter, Restaurants am Wasser und Ateliers in versteckten Höfen, die seit jeher Mailänder in ihren Bann ziehen. Vor Beginn der Coronavirus-Krise war die Gegend ein bekanntes Ausgeh-Viertel mit Bars und Musik.

Der Stadtchef hatte mit hartem Durchgreifen gedroht, sollten sich seine Mitbürger in der "Phase 2" nicht an die Abstandsregeln halten. "Das ist ein Ultimaturm: Entweder halten sich die Mailänder an die Vorsichtsmaßnahmen, oder ich verbiete Take-away-Speisen in Lokalen und Restaurants", warnte Sala am Freitag. Die Bilder der Menschenansammlungen, die sich am Donnerstag im Viertel gebildet hatten, bezeichnete er als "schandhaft", da die Epidemie in der Lombardei noch nicht besiegt worden sei. Mailand zählt noch zu den italienischen Städten mit den meisten neuen Infektionsfällen.


In Italiens Großstädten wächst die Sorge wegen der vielen Menschen, die sich angesichts des schönen Wetters mit sommerlichen Temperaturen in Parks und in Stadtzentren aufhalten. Befürchtet wird, dass es zu Menschenansammlungen kommt, was zu einer neuerlichen Steigerung der Epidemiekurve beitragen könnte. Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi betonte, dass Parks und Grünflächen seit Montag wieder offen seien. Es sei jedoch wichtig, sich streng an die Vorsichtsmaßnahmen zu halten. "Wir dürfen nicht die Opfer zunichtemachen, die wir bisher zur Eindämmung der Infektionen geleistet haben", sagte Raggi.

Nach knapp zwei Monaten kompletten Stillstands wegen des Coronavirus hatte in Italien am vergangenen Montag die "Phase 2" begonnen. Damit wurde ein wichtiger Schritt zurück in die Normalität unternommen. Die italienischen Regionen machen Druck auf Rom für weitere Lockerungen.

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