Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Xaver Schlager sauer: „Dann können wir gleich daheim bleiben“

Beim 1:1 gegen Kosovo erzielte mit Christoph Lang wieder ein Spieler seinen Debüttreffer. Der Platz in Pristina sorgte für großen Ärger unter den Spielern.

Xaver Schlager (rechts) haderte mit dem Rasen
© AFP
Xaver Schlager (rechts) haderte mit dem Rasen

Vier Spiele, keine Niederlage, aber zuletzt auch zwei Partien in Serie ohne Sieg. Auswärts wartet Österreich nach dem 1:1 gegen Kosovo weiter auf den ersten Sieg in der Nations League. Trainer Ralf Rangnick zeigte sich mit dem Ergebnis jedoch nicht unzufrieden: „Es war schon wichtig, dass wir den Punkt geholt haben, auch für den direkten Vergleich.“ Das schwierige Geläuf in Pristina war schon vor dem Spiel Thema, auch nach dem Spiel war Rangnick nicht glücklich über den Rasen: „Dass wir auf dem Untergrund keinen Schönheitspreis gewinnen werden, war klar.“ Auch Xaver Schlager war richtig verärgert: „Jeder, der sich das Spiel heute anschauen musste, tut mir leid. Es ist das vierte Spiel innerhalb von zwei Wochen, was schon ein Wahnsinn ist, und dann findet das noch auf einem Platz statt, wo man nicht spielen kann. Dann kann man das nächste Mal gleich daheim bleiben und etwas Gescheiteres machen. Hauptsache, es gibt immer mehr Spiele. Wie es uns Spielern dabei geht, ist scheißegal.“

Abgesehen von den Platzverhältnissen sorgte das Abwehrverhalten, speziell vor dem Gegentor, für Ärger. „Die Restverteidigung war nicht das Problem. Bei so einem Doppelpass muss man mitgehen. Es war super rausgespielt, aber wir hatten schon unseren Anteil daran. Wir haben zu viele unsaubere Pässe im eigenen Ballbesitz gespielt, was nicht nur am Rasen gelegen hat“, ärgerte sich Rangnick. Auch Tormann Alexander Schlager sah es ähnlich: „Es hat schon die Analyse rund um die WM gezeigt, dass wir im Strafraum zu viele freie Schüsse zulassen.“

Doch auch Freude war im ÖFB-Lager angesagt. Einerseits waren mit Torschütze Christoph Lang und Assistgeber Sasa Kalajdzic wieder zwei Wechselspieler maßgeblich am Comeback beteiligt, noch dazu traf man wieder per Standardsituation, diesmal nach einem Einwurf. „Ich bin sehr glücklich über das Tor. Zuerst habe ich es gar nicht gecheckt. Ich bin nicht so das Kopfballungeheuer und war schockiert, dass der Ball im Tor war. Ich freue mich auch für Maximilian Ritscher, der als Co-Trainer für die Standards verantwortlich ist. Wir waren in allen Spielen über Standardsituationen gefährlich“, erklärte Lang, der in seinem zweiten Länderspiel zum ersten Mal traf. „Wir haben den Einwurf behandelt wie einen Eckball. Mit Kalajdzic und Michael Gregoritsch hatten wir zwei kopfballstarke Spieler im Strafraum und so haben wir den Zufall etwas erzwungen. Es freut mich auch für ‚Langi‘“, sagte Rangnick über den Treffer.

Wie das Ergebnis zu bewerten ist, darüber herrschte geteilte Meinung. „Wir können mit dem Punkt leben“, erklärte etwa Tormann Schlager während Torschütze Lang sagte: „Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein.“ Mit dem vierten Länderspiel binnen eineinhalb Wochen fand die Länderspielserie ein Ende, weiter geht es am 14. November gegen Irland. „Wir freuen uns schon auf den November“, sagte Rangnick. „Die Energie und den Drive von der Aufholjagd nehmen wir mit“, erklärte sein Keeper.

Nations League