RücktrittNorbert Hofer: "Meine Reise an der Parteispitze ist zu Ende"

Der Dritte Nationalratspräsident überrascht Freund und Feind und zieht sich spontan von der Parteispitze zurück. Die Nachfolge ist noch offen, beste Chancen dürfte Klubobmann Herbert Kickl haben, der bereits seit Wochen öffentlich an Hofers Sessel sägte.

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PK FPOe 'START DER CORONA-IMPFKAMPAGNE UND AKTUELLES' - HOFER
Norbert Hofer, der nach dem Ibiza-bedingten Aus von Heinz-Christian Strache die am Boden liegende Partei übernommen hatte, schmiss nach einem offen ausgetragenen Konflikt mit Klubobmann Herbert Kickl hin © APA/ROBERT JAEGER
 

FPÖ-Obmann Norbert Hofer tritt zurück: Auf seinem offiziellen Twitter-Account hat der 50-Jährige am Dienstagnachmittag seinen Rückzug als FPÖ-Chef angekündigt. Während der Tweet binnen Minuten gelöscht war, hat die Partei inzwischen per Aussendung bestätigt, dass Hofer sofort als Parteiobmann geht und nach Ende der Legislaturperiode sich dann aus der Politik zurückzuzieht.

"Meine Reise an der Spitze der FPÖ ist zu Ende"

"Die Zeit nach Ibiza war nicht einfach", so Hofer der Aussendung zufolge: "Es war eine schwierige Aufgabe, die Partei nach dem plötzlichen Ende der erfolgreichen schwarz-blauen Koalition wieder aufzubauen. In den letzten Monaten ist es gelungen, die Partei wieder zu stabilisieren und in Umfragen an die 20%-Marke heranzuführen. Damit habe ich die Partei soweit aufgestellt, damit sie auch in den nächsten Jahren Erfolg haben kann. Meine eigene Reise an der Spitze der FPÖ ist aber mit dem heutigen Tag zu Ende. Ich wünsche meiner Nachfolgerin/meinem Nachfolger in dieser Funktion viel Erfolg für die Zukunft".

Hofer will Dritter Nationalratspräsident bleiben

Hofer will aber als Dritter Nationalratspräsident bis Ende der Legislaturperiode - planmäßig läuft sie bis 2024 - im Amt bleiben.

Als wahrscheinlichster Nachfolger gilt Klubobmann Herbert Kickl, der in den vergangenen Wochen offensiv an Hofers Demontage gearbeitet hatte. Weitere mögliche Bewerber wären der nach einer Corona-Infektion noch immer geschwächte oberösterreichische Landesobmann Manfred Haimbuchner oder der Welser Bürgermeister Andreas Rabl.

Ein maßgeblicher FPÖ-Politiker, der nicht genannt werden will und dem Kickl-kritischen Lager zuzurechnen ist, spricht von einer "sehr persönlichen Entscheidung des FPÖ-Chefs". Wie es weitergeht, sei völlig offen: "Dass Kickl die Partei übernimmt, ist keine ausgemachte Sache. Es gibt Leute in der Partei, die meinen: Mit Kickl fällt die FPÖ nie unter 12 Prozent, schafft aber auch nicht mehr als 15 Prozent."

Hofer hatte sich in den vergangenen drei Wochen auf Reha befunden und sich währenddessen eine Auseinandersetzung mit  Kickl über die Frage, wer der nächste Spitzenkandidat der FPÖ sein sollte, geliefert. Einen Zusammenhang zwischen diesem Konflikt und seinem Rücktritt bestätigte er. "Ja natürlich. Ich lasse mir nicht jeden Tag ausrichten, dass ich fehl am Platz bin", sagte Hofer gegenüber der Tageszeitung "Österreich".

Kickl auf Berghütte überrascht

Kickl selbst wurde bei einer Partei-Bergwanderung von der Nachricht überrascht - inmitten zahlreicher Funklöcher mit pausenlos klingelnden Handys und sprachlosen Funktionären. Kickl und die anderen Funktionäre saßen gerade in der Waxriegelhütte in den niederösterreichischen Alpen auf 1.361 Meter Höhe als sie die Nachricht erreichte.

Kickl und FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz sind daraufhin zusammen nach Wien gefahren, um die Lage zu sondieren und Gespräche mit den Landesparteien zu führen, berichtete Helmut Fiedler, Vize-Stadtparteichef der FPÖ-Neukirchen und Organisator der Bergwanderung. Es werde heute oder morgen eine Stellungnahme von Kickl geben, sagte Fiedler vor Journalisten, die zuvor die Wanderung mitgemacht hatten.

Norbert Hofer: Seine Zitate

Kickl sägt an seinem Stuhl

"Wenn die Katze aus dem Haus ist, feiern die Mäuse Kirtag." - FPÖ-Chef Norbert Hofer auf Reha, Klubchef Herbert Kickl macht Stuhlsäge-Party.

 

"Ich bin kein Klaus Kinski und Herbert Kickl ist kein Peter Alexander." - Schuster bleib bei deinem Leisten, empfiehlt Hofer.

APA/HANS KLAUS TECHT

Doch kein Berufspolitiker?

"Ich wollte eigentlich nie Berufspolitiker werden, es hat sich dann einfach so ergeben." - FPÖ-Chef Norbert Hofer stellt am "Tag der Arbeit" so einiges infrage.

APA/HERBERT PFARRHOFER

Coronakritisch

"Ich mache mir große Sorgen, was da mit den Kinderseelen passiert."- ... dazu gehören auch Coronatests in der Schule, nochmals Hofer.

APA/HELMUT FOHRINGER

Maskenstreit im Parlament

"Das freie Mandat erlaubt es, sich im Parlament der Hausordnung zu entziehen. Wer das tut, stellt sich aber in einer Selbstüberhöhung über alle Menschen, die sich an Regeln halten müssen."Norbert Hofer fordert beim Streit um das Tragen der Maske im Parlament das Einhalten der Hausordnung ein.

APA/ROLAND SCHLAGER

Impfen oder nicht?

"Ich werde mich impfen lassen." - Norbert Hofer ist die eigene Gesundheit wichtiger, er schert aus der gängigen Parteimeinung aus.

APA/HERBERT NEUBAUER

Viruseinschätzung

"Ein Grippevirus, das für über 80 Prozent der Bevölkerung nicht gefährlich ist" - Am 13. Mai 2020 forderte Norbert Hofer noch das sofortige Hochfahren des Landes.

APA/HANS KLAUS TECHT

Parteizerstörung

"Nie wieder werden wir an uns selbst scheitern." - FPÖ-Chef Norbert Hofer plant Titanisches.

APA/HERBERT NEUBAUER

Heimatpartei

"Corona ist nicht gefährlich. Da ist der Koran gefährlicher." - FPÖ-Chef Norbert Hofer definiert Islamophobie.

APA/HANS KLAUS TECHT

Nach der Corona-Quarantäne

"Ich nehme Befehle von meiner Tochter und meiner Frau entgegen. Sie können sich vorstellen, dass ich mich schon wieder sehr auf die Arbeit freue." - Norbert Hofer (FPÖ) scherzt (?) über seine Corona-Quarantäne - hier am Bild beim Präsidentschaftswahlkampf.

APA/ERWIN SCHERIAU

Gegen den ORF

"Gut, dass ich mich von der GIS abgemeldet habe." - FPÖ-Chef Norbert Hofer will sich vom ORF nicht zu den "Identitären" befragen lassen.

ORF

Nach Ibiza

"Für uns ist es eine Befreiung." - Spesensumpf und Postenkarussell: Strache wird aus der FPÖ geschmissen, Parteichef Hofer atmet auf.

APA/HWELMUT FOHRINGER

Da war die Welt noch in Ordnung

"Ich kann ihn ja nicht heiraten, um den Nachweis zu erbringen, dass wir uns gut miteinander verstehen." - Herbert Kickl, auch ohne Trauschein eng verbunden mit FPÖ-Chef Norbert Hofer.

APA/AFP/ALEX HALADA

Erfolgreichere Tage

"Schokolade ist seine große Schwäche." - Herbert Kickl zum Schmelzen bringen: FPÖ-Chef Norbert Hofer wusste vor einiger Zeit noch wie's geht.

(c) APA/HANS KLAUS TECHT (HANS KLAUS TECHT)
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Reaktion aus der Steiermark: "Entscheidung ist zu respektieren"

Offenbar wurde auch die steirische FPÖ-Spitze vom Rücktritt von Bundesparteiobmann Norbert Hofer komplett am falschen Fuß erwischt. Etwas mehr als eine Stunde dauerte die "Schrecksekunde", in einer ersten schriftlichen Reaktion dankt der steirische FPÖ-Chef Mario Kunasek am Abend Hofer für seine Leistungen.

Reaktion aus Kärnten: "Kickl sicher geeigneter Mann"

Der neue geschäftsführende Kärntner FPÖ-Chef Erwin Angerer, er ist auch Nationalratsabgeordneter, zeigte sich völlig überrascht vom Rücktritt Hofers. Er hat noch Montagnacht, nachdem er von den Kärntner Gremien zum Parteichef gewählt worden war, mit Hofer telefoniert. Der habe ihm gratuliert, man habe für nächste Woche einen Termin in Wien vereinbart. Abgezeichnet habe sich der Rücktritt Hofers aus Sicht Angerers keineswegs.

Der Kärntner FPÖ-Chef hält unter diesen neuen Voraussetzungen Herbert Kickl "sicher als geeigneten Mann für die Funktion des Bundesparteiobmannes. Er ist in der Lage die Partei zu führen." Was Kickl besser könnte als Hofer? Das wollte Angerer nicht sagen. "Jeder bemüht sich."

Haimbuchner: "Großes Verständnis"

Der oberösterreichische FPÖ-Chef LHStv. Manfred Haimbuchner, der sich zuletzt hinter Hofer gestellt hatte, zeigte sich in einer schriftlichen Stellungnahme "überrascht". Er nehme aber "mit großem Verständnis" zur Kenntnis, dass Hofer seine Funktion zurücklege. Hofer habe die Partei "in den schweren Stunden nach der Ibiza-Krise" übernommen und sie "wieder in ruhigere Gewässer und zurück auf die Erfolgsspur" geführt. "Norbert Hofer hat die Partei strategisch dorthin gestellt, wo sie meinem Selbstverständnis nach hingehört: rechts der Mitte, mit einer bürgerlichen Ausrichtung und sowohl regierungs- als auch koalitionsfähig", so Haimbuchner. Hofer gebühre "der Dank des gesamten Dritten Lagers".

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte am Rande einer Pressekonferenz, er habe mit Hofer zwar immer wieder "inhaltliche Differenzen und unterschiedliche Sichtweisen" gehabt, "aber auf menschlicher Ebene immer gut zusammengearbeitet." Der ÖVP-Obmann wünschte Hofer "persönlich alles Gute."

Wie geht es weiter?

Der an Jahren ältesten Hofer-Stellvertreter, Justizsprecher Harald Stefan, kündigte an, er werde umgehend Kontakt mit den weiteren Mitgliedern des Bundesparteipräsidiums der FPÖ aufnehmen, damit die zuständigen Gremien unverzüglich zusammentreten, um über die Nachfolge zu beraten.

Kommentare (99+)
satiricus
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Das war ja nur ein kleiner und relativ unbedeutender Schritt.

Richtigerweise müsste er auch auf seinen (gutbezahlten) Job als 3.NR-Präsidenten verzichten und sich gänzlich aus der Politik zurückziehen.

Irgendeiner
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Nein,satiricus,ich mag ihn nicht,ich muß ihn nicht unbedingt dort haben,

und ich hab ihn immer für gefährlicher gehalten als Strache oder den Hoppe-Reiter,weil ihm weder Intelligenz noch Langzeitstrategie mangelt,aber was dieses Amt betrifft,da hat er es tatsächlich gebracht sich gegen die eigene Partei zu stellen und damit eine bessere Performance abgelegt als andere und ich mein definitiv nicht Frau Bures die in dem Amt bis jetzt unauffällig ist.Den zu entfernen und Sobotka zu behalten wäre einfach nicht gerecht,der wieder soll mir endlich sagen welche NGO geschleppt hat,Unterstellung einer Straftat,ich werd langsam ungeduldig.

GustavoGans
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Wieso

müsste er das?

wischi_waschi
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Hofer

Sie sind nett......
Kickl ist der beste Mann...
Wünsche alles Gute Herrn Kickl...
Passens auf sich auf.......

Irgendeiner
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Ach wischi, der beste Mann,

Kickl,da gehen dir seine Pferde durch,woran bemißt Du das,erzähl, daß er dich in empörte Erregung versetzen kann,das kann ich mit dem Posting auch.

Mein Graz
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@wischi_waschi

Welche Überraschung!
War er doch für dich auch der BIMAZ...

DannyHanny
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Wischiwaschi

Darf ich Ihnen Eukalyptusöl empfehlen.........wirkt ausgesprochen " schleimlösend "!

wischi_waschi
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DannyHanny

Wen Sie glauben, das ich schleime , dann täuschen Sie sich....

Kickl ist der beste Mann, in der Politik , da er eben kein "Schleimer" ist......
Daher trifft meine Wahl eben auf Herrn Kickl,, der nie von seiner Meinung abgewichen ist......

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Jetzt hat´s die Kreide-Patina vom Schaukelstuhl gewaschen …

das ist gut so, denn man möchte ja Wissen, aus welchem Material er tatsächlich gemacht ist.
Allerdings ist so ein grober Klotz aus deutscher Eiche aus Walhalla äußerst unbequem – und man weiß ja aus der Geschichte, dass da oft so kleine Würmer im Holz ihr Unwesen treiben – und dann macht´s Kracks … und man liegt auf der Schnauze …

vandiemen
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Mir gefällt immer der Fingerzeig auf die Blauen!

Ganz ehrlich betrachtet gibt es keine moralisch einwandfreie Partei in Österreich! Und Politiker noch weniger. Denkt einmal darüber nach welche Skandale die Roten hatten. Abgelöst wurden die dann vom Jörg und dessen Jüngern. Und nun fährt die ÖVP, sorry die Türkisen unter Aufsicht der Grünen mit windeseile in mehrere mega Skandale, die die Republik noch erschüttern werden.
Die Grünen die einst die stolzen Sittenwächter und moralisch so halbwegs einwandfrei waren, verfallen auch dem Machtrausch. Liebe Leser, es gibt keine saubere Politik und schon gar nicht Politiker. Zur Zeit ist auf Bundesebene keine einzige Partei wählbar!

kepepe
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vandiemen

Sie sprechen mir aus der Seele, DAS ist die Wahrheit!!

tomtitan
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Das stimmt - momentan ist die Politik in unserem Land auf einem personellen Tiefpunkt angelangt

und das zieht sich leider durch ALLE Parteien...

Lodengrün
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Wo war die Leistung

über den gesamten Zeitraum gesehen? Hat er nachhaltige Akzente gesetzt? Stellen wir das seinen Bezügen gegenüber. Warum die Aufregung? Er ist nicht mehr Obmann. Na und weiter? Am gut bezahlten Stuhl des NR Präsidenten bleibt er hocken. Und wenn ihn die Partei nominiert kandidiert er für den BP. Und ich denke das er das nach wie vor im Sinn hat.

Swwi07
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Wo war die Leistung?

Das Schlimmste, dass sich diese Säcke mit Steuergeldern die Bäuche vollschlagen. Diese Typen zocken ohne Leistung ab.....

helmutedelsbrunner
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Mauer...

... naja, seine Mauer auf Steuergelder hat er jetzt ja.

frogschi
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Da sollte sich Kurz aber ein Beispiel nehmen.

Manche gehen aufrecht von ihrem Platz, wenn die Zeit für sie gekommen ist. Hut ab, Herr Hofer

Amadeus005
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HOFER geht allein

Kurz würde 100e Leute mitnehmen

Irgendeiner
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Danke für

den schönen Gedanken,es würde,um mit Danilo Kunhar zu sprechen,niemandem etwas weggenommen.

krisensitzung
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Spaltung, Spaltung,Spaltung

Diese Partei ist nicht in der Lage eine Führungsposition zu übernehmen.

future4you
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Verschleiß

Diese Fluktuation und wie sie zustande kommt, sagt sehr viel über diese Partei aus. Unvorstellbar, wenn die unser Land führen würden.

lieschenmueller
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Wieso kratzt sich Kickl

auf so vielen Fotos am Kopf?

Mein Graz
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@lieschenmueller

Dabei kann er unauffällig den Kopf schief halten.

Hat mein Onkel immer gemeint: "Haltn Kopf schief, damits Hirn zammen rinnt!".

zill1
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Jörg

Der Haider täte sich im Grab umdrehen! Der eine betrügt und Lügt und lässt sich in Ibiza Filmen ! Der andere wäre auch für und NORMALEN zu wählen! Und dann tritt ein Politiker an die Spitze der alle Versager im Leben und sonstige nicht so gescheite Leute anspricht ! Jörgale schau bitte oba von do oben

Lepus52
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Der Jörgale

ist mit Sicherheit nicht da oben, sondern dort unten und Warum sollte ihn das nicht gefallen. Er hat doch das gleiche Spiel gespielt.

lieschenmueller
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"Da unten" beschrieb Heino Ferch in "Spuren des Bösen" folgendermaßen:

Dort sitzt man hungrig um einen Suppentopf. Jeder hat einen Löffel in der Hand. Aber der Löffel ist so lang, dass in keiner zum Mund führen kann.

Mein Graz
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@lieschenmueller

Da gibts noch eine andere Geschichte:
Ein Mann kommt nach seinem Tode - und von Petrus im Himmelreich abgelehnt - in der Hölle an. Nach einem harten Aufprall erwacht er langsam in einer Lounge. Die Wände waren strahlend weiß; ihm gegenüber befand sich eine Bar in modernster Ausstattung. Alle trugen weiße Anzüge und angenehme Jazzmusik ertönte im Hintergrund. Da kam ein Mann auf ihn zu und sagte: "Herzlich willkommen in der Hölle. Ich werde Ihnen Ihr Zimmer zeigen". - "Was ist denn mit all dem Feuer, den Qualen und dem ganzen Zeug?" fragt der Verstorbene. Der Mann im weißen Anzug seufzte und bedeutete ihm, mitzukommen. Sie kamen in einer Nische mit Holzwand an, in der ein Guckloch war. Dort hindurchsehend erblickte der Verstorbene all die Höllenpein, welche man ihm einst angedroht hat. "Genau das meinte ich: Die Hölle", sagte der Verstorbene. Antwortet der andere Mann: "Das sind die Katholiken, die wollen das so".

 
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