Vor zwei Jahren bekamen Sie in einem Hotelzimmer erstmals Einblick in das „Ibiza-Video“. Erinnern Sie sich an einen bestimmten Moment, in dem Sie dachten, das wird einschlagen?
Bastian Obermayer: Ich saß mit Kopfhörern da und habe versucht, mich an den österreichischen Zungenschlag zu gewöhnen. Und dann höre ich, wie Strache der vermeintlichen Oligarchin sagt, dass er der Strabag Aufträge wegnehmen und sie ihr zuschanzen würde – sie müsse nur eine Baufirma wie die Strabag gründen. In diesem Moment war mir klar: Wenn das stimmt, ist das ein korruptes Angebot, und das ist eine große Geschichte.