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Wegen KarikaturEklat in der ZiB2: Vilimsky droht Wolf

Von Moderator Armin Wolf in der ZiB 2 mit dem Sujet und in Gegenüberstellung mit einer antisemitischen Karikatur aus dem "Stürmer" konfrontiert, sprach EU-Spitzenkandidat Harald Vilimsky von einer skandalösen Unterstellung. Dass Wolf die FPÖ auf diese Weise in die Nähe des Nationalsozialismus rücke, sei "jenseitig".

PODIUMSDISKUSSION ANL. PRAeSENTATION DES BUCHES 'FEINDLICHE UeBERNAHME': VILIMSKY
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Harald Vilimsky, EU-Wahl-Spitzenkandidat der FPÖ, hat seinen Auftritt am Dienstagabend in der "ZiB2" vor allem dafür genutzt, Interviewer Armin Wolf und den ORF zu attackieren. Über Fragen nach rechtsextremen "Einzelfällen" gab er sich empört, er sah seine Partei in die Nähe zum Nationalsozialismus gerückt. "Das ist etwas, das nicht ohne Folgen bleiben kann", sagte er drohend.

Das Gespräch im Wortlaut

Eine Abschrift des gesamten Interview zwischen Wolf und Vilimsky finden Sie hier.

Anlass für Vilimskys Verbalangriff war eine visuelle Gegenüberstellung, die Wolf während des Interviews präsentierte. Einem Cartoon der steirischen Parteijugend, in dem eine einheimische Familie in grüner Tracht von finsteren Zuwanderern mit langer Nase, Bart und Buckel bedroht wird, stellte der "ZiB2"-Anchorman neben die Darstellung eines Juden aus dem NS-Kampfblatt "Der Stürmer".

Vilimsky: ''Sie machen permanent Stimmung gegen uns''

Vilimsky sprach daraufhin von "unterster Schublade", die unterstellte Ähnlichkeit zum "Stürmer" sei geschmacklos und skandalös. Die Karikatur stelle für ihn einen Islamisten dar, die Geschichte sei zudem ein Jahr alt und habe im steirischen Landtag niemanden aufgeregt. Der blaue Spitzenkandidat sprach von linken Netzwerken, die gegen die FPÖ agierten und auf Twitter Stimmung machten und kritisierte Wolf dafür, das Sujet im öffentlich-rechtlichen Rundfunk einen Monat vor der EU-Wahl hervorzuziehen.

Die Ratten-Affäre

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Auch sonst zeigte er sich mit der ORF-Berichterstattung unzufrieden. "Sie bringen in der ZiB1 null über unsere Kampagne", klagte Vilimsky. Man versuche der FPÖ zu schaden, auch bezüglich der auf einem freiheitlichen Ticket in die Bundesregierung eingezogenen Außenministerin Karin Kneissl, die seiner Ansicht nach in der ORF-"Pressestunde" vor laufender Kamera zu einem "Parteistriptease" genötigt wurde - und sich dort nicht zur Wahl Vilimskys bekennen hatte wollen. Die "linke Seite" in der Republik wende hier ganz aggressive Methoden an. Wolf wies dies zurück, man habe die Ministerin einfach gefragt.

SPÖ-Kritik an Gesicht für ÖVP unglaubwürdig

Für ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer ist die Kritik der SPÖ an der Regierungszusammenarbeit mit den Freiheitlichen "unglaubwürdig". Und zwar so lange, bis die Sozialdemokraten ihre Koalition mit den Freiheitlichen im Burgenland und in Linz nicht beendet haben, so Nehammer in einer Aussendung.

"Es bleibt abzuwarten, ob sie dort auch auf die Hilfe des Bundespräsidenten hofft", meinte der ÖVP-Generalsekretär in Anspielung auf den Brief von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner an Bundespräsident Alexander Van der Bellen, in dem sie das Staatsoberhaupt um Unterstützung ersucht hatte. Die Volkspartei habe nach dem "widerwärtigen Gedicht" des Braunauer Vizebürgermeister "klar eine Grenze gezogen", argumentierte Nehammer.

Der Generalsekretär der Volkspartei ortete wiederum in den Reihen der SPÖ "mangelnde politische Hygiene". Schließlich stehe "jener Mitarbeiter, der gemeinsam mit Silberstein die antisemitischen und rassistischen Fake-Facebook-Seiten betrieb nach wie vor im Dienste der SPÖ", meinte Nehammer in Bezug auf einen entsprechenden Bericht der "Presse" vom Mittwoch. Hier seien Rendi-Wagner und ihr Bundesgeschäftsführer Drozda "mehr als gefordert".

Kommentare (99+)

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SoundofThunder
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😏

Tja,hat sich Wolf nicht an den Fragenkatalog aus der Message Control gehalten? Wolf ist halt einer der wenigen mit Rückgrat! Und die Entlassungsdrohung von Vilimsky zeigt wohin die Reise der Pressefreiheit geht.

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himmel17
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Gerneralangriff auf den ORF und auf Armin Wolf statt auf Arminia Czernowitz

Wie oft wurde Strache schon verurteilt, musste Strafe zahlen und musste sich bei Armin Wolf entschuldigen? ...
Wer redete beim Rechtsextremenkongress in Linz? Ach ja Kickl.
Seit wie vielen Tagen findet der Vizebürgermeister - der ach so kleinen, unbedeutenden Stadt Graz die Identitären nicht mehr so toll?
Warum sind die Umfragewerte von Vilimsky ständig "unterm Hund"?
Gibt es Steger wirklich oder ist er ein Fake?

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X22
3
5
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Mir gefallen die Sujets der Wahlplakate, zuerst dachte ich

da lacht der Berlusconi runter, dabei wars nur der Heinzi, alt is er worden. Was der Text darunter mit der EU zu tun hat, keine Ahnung. Das Zweite war arg verunstaltet.
Kann das nicht wer anschmieren?

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Feja
6
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Lustig..

Das Bild ist ein Jahr alt und hat niemand mehr zu interessieren.
Meinen die selben Leute die bei jeder nur erdenklichen Möglichkeit über Kern und Silberstein lamentieren..

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hcandussi
4
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Strache selbst

hat die Pressekonferenz zur Anti-EU-Kampagne der FP mit einem Statement zur Causa Rattengedicht eröffnet. Wieso darf Wolf dann den Generalsekretär der FP nicht dazu befragen?

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joschi41
6
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Zugegeben

Ja, Armin Wolf ist ein unangenehmer Interviewer. Das weiß inzwischen jeder Fernsehzuschauer, aber auch jeder Mensch der dort hin geht. Vilimsky war dieser Prüfung offensichtlich nicht gewachsen. Sein Sprache war aggressiv, laut und im Ganzen unsympathisch bis zum geht nicht. Die Wähler werden sein Verhalten einzuordnen wissen.

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alfjosef
6
35
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Was soll das alles? Was glaubt der FP-General eigentlich? Schon einmal gab es einen "Sturm" auf ein ORF-Zentrum nach einer Wahl!?!

Es wird immer unglaublicher! Vielleicht wollen Leute aus "der Regierung" vorher schon angeben, was sie denn überhaupt gefragt werden dürfen???
Ein Generalsekretär, diesmal in Doppelfunktion, tut sich halt wohl schwer, für seine Partei ungute Themen live abzuhandeln! Es war beschämend wie es abgelaufen ist. Herrn Wolfs Geduld war schon etwas Besonderes. Der FPÖ-"General" wollte einfach nur reden, relativieren und die "Ungeheuerlichkeit" da irgendwie "weg-reden", so zumindest vieler Leute Eindruck! Wie soll das alles weitergehen? Ist der Herr Bundeskanzler hier überhaupt am Laufenden? Ist eine "Übernahme" des ORF irgendwo in "einem Programm"? Da erinnert man sich, beim ersten Wahlerfolg (30%) Haiders "stürmten" FPLer den örtlichen ORF. Schon vergessen, was da ablief? Jetzt heisst es, wachsam zu bleiben!

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heku49
0
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Wachsam bleiben, sehr sogar

Der ORF MUSS unabhängig bleiben!!

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mrbeem02
45
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WOLF HAT THEMA TOTAL VERFEHLT

Ich bin ein echter überzeugter Feind all dieser rechts-rechten Umtriebe und Blödheiten, und ein absoluter Fan eines Polit- lagerfreien ORF.
Aber wenn der Herr Wolf (neben anderen Funktionen) den FPÖ Spitzenkandidaten zur Europawahl interviewen will, dann soll er sich gefälligst an das Thema halten, und für die zahlenden Seher die Unterschiede für die EU Wahl klar herausarbeiten.
Aber dummes Hick-Hack, da muss er es erwarten, eine aufs Hirn zu bekommen. Das geschieht ihm auch völlig recht, auch wenn er Kreide geschluckt haben sollte.

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Mein Graz
3
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@mrbeem02

Ob du tatsächlich ein Fan eines "Polit-lagerfreien ORF" bist kann ich nicht beurteilen. Einige deiner Postings lassen mich allerdings annehmen, dass du keine besondere Abneigung gegen die FPÖ hast. (Postings zu: "Gegen Kickl-Asyl: Vorarlberg macht 1,50 Euro-Lohn nicht mit" bzw. zu "Mitterlehners Demontage-"Faktisch gab es zwei ÖVP-Chefs, mich und Kurz").

Hr. Wolf ist m.E. ein guter Journalist. Als solcher hat er jedes Recht, Fragen zu aktuellen Themen zu stellen - auch wenn sie nicht viel mit dem angekündigten Thema zu tun haben!

"Dummes Hick-Hack" waren die Fragen sicherlich nicht, sie waren für Vilimsky entlarvend - und es ist doch die Aufgabe eines Journalisten, den Interviewpartnern auf den Zahn zu fühlen, auch wenn es weh tut, weil er eine Karies befallene Stelle trifft.

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bmn_kleine
8
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Re WOLF HAT THEMA TOTAL VERFEHLT

Welche Fragen wären Ihnen denn genehm gewesen?

Wenn eine Partei (in diesem Fall die FP) für die EU-Wahl kanditiert, darf man doch wohl Fragen zu dieser Partei stellen, auch wenn diese Fragen der FP nicht passen. Die Wählerinnen und Wähler wollen sich ja ein Bild über diese Partei machen. Das haben sie natürlich auch gestern mit diesem Interview gemacht. Ich bezweifle aber, dass diese Form der "Antworten" (eigentlich waren es Beschuldigungen und Drohungen) bei potenziellen Wählerinnen und Wählern eine für die FP positive Wirkung erzielt haben, FP-Stammwähler wie Sie natürlich ausgenommen. Bei diesen FP-Stammwählern kann die FP soeieso machen, was sie will, von diesen Leuten wird sie ja sowieso gewählt.

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Sepp57
8
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In diesen Zeiten

brauchen wir nicht einen Wolf. Wir bräuchten hunderte davon . . .

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JK1976
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Zum Glück gibt's den SPÖ Sender

Indem die unabhängigsten Journalisten ala Wolf arbeiten

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Irgendeiner
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Willst Leute da drin die so wahrheitsbewußt sind

wie diese Regierung,komm,redma drüber,über die Wahrheit bei Basti und Plumsti.Lieber ein Unabhängiger mit Objektivitätsgebot aber Vilimsky sollte mal ein nicht gebundener gegenübersitzen der ihm seine Naturalgröße wieder näherbringt.

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checker43
10
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Wolf

ist nicht nur von der FPÖ unabhängig, sondern auch von allen anderen Parteien. Er mag kein Identitärer sein, aber unabhängig ist er.

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Sepp57
10
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Man stelle sich vor,

Strache hätte die Wahl gewonnen und solche Leute wie Vilimsky und Kickl hätten dann freie Bahn.
Was dann passieren würde? Der ORF wäre tot und gleichgeschaltet ("patriotisch" natürlich). Und was "patriotisch" ist, das schreibt die FPÖ vor.
Und man müsste Angst haben, hier einen Kommentar zu schreiben. Weil dann morgen der Geheimdienst, den sie dann natürlich auch voll (gegen die eigene Bevölkerung) einsetzen, vor der Tür stehen kann.
Wann wachen die Leute endlich auf? Wählt sie weg - die gehören nicht in´s Parlament!

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create
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Tja, da ist der Cartoon also schon ein Jahr alt...

und hat damals niemanden aufgeregt. Nun ist die nachweisliche Existenz, bzw sind die Schöpfer des Cartoons also eine linke Stimmungsmache gegen die FPÖ? Oder sind´s doch Diejenigen, die ihn zum jetzigen Zeitpunkt ausgegraben haben? Allerdings muss man anmerken, es gäbe dbzgl ohne das Sujet auch keine Angriffsfläche. Agiert die FPÖ also gegen sich selbst? ...

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checker43
2
10
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Der V.

sagt, dass sich niemand aufgeregt hat. Stimmt halt mal wieder nicht.

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Irgendeiner
12
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Das create,ist gut,

wird aber ebendort nicht ankommen,mehrstufiges kommt nicht durch die Uploadfilter von Blauköpfen,man lacht.

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Mikimaus197
102
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...was

soll man zu diesem Moderator noch sagen? Wird Zeit das der ORF gründlich reformiert wird, denn es zahlt sich nicht mehr aus die dafür vorgeschriebene Gebühr zu bezahlen....

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Mein Graz
1
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@Mikimaus197

Naja, diese Regierung bemüht sich eh nach Kräften um "Reformen".
Dass dies beim ORF nicht gelingt, das will ich wohl hoffen. Denn gelänge es wäre es doch logisch, dass die Österreicher ausschließlich das zu hören bekommen was der Regierung in den Kram passt.

Und das will ich nicht. Ich will Nachrichten von Wert und keine vorgefertigte Meinung hören.

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laster
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@mikimaus197

Es ist ihnen freigestellt, ob sie ORF konsumieren und dafür bezahlen. Einfach abmelden! Im Gegensatz können wir nicht entscheiden, wofür unser Steuergeld verschwendet wird.

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mobile49
2
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@laster

die Menschen glauben halt,nur was sie selber einzahlen,ist aus ihrem Börsel.das Steuergeld sehen sie ja nicht,es wird ihnen ja schon abgezogen,ehe sie es mitkriegen und mitdenken ist anscheinend nicht mehr modern im Wischzeitalter.

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voit60
4
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Dein Hirn

scheint dem einer Maus von der Größe her zu ähneln.

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wahlnuss
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Gründlich reformiert...

Meinen Sie Zensur? Kontrolle durch die Parteien? Was ich zu diesem Moderator sage ist, dass ich froh bin, dass es solche Moderatoren im ORF gibt und dass ich gerne und pünktlich dafür die Gebühr entrichte. Ich kann es mir leisten, weil ich keinen Parteimitgliedsbeitrag bezahlen muss. Ich bezahle dafür, dass er so die Fragen stellt, dass der Interviewpartner auch Antworten gibt und den Fragen nicht ausweicht. Wenn er dies nicht will, soll der Politiker zu Hause bleiben und sich nicht der Wahl stellen. Dem schwitzenden Vilimsky sei noch gesagt, dass eine ZIB - Einladung kein Freibrief für eine Wahlrede ist.

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