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Holzbarriere errichtetBauer riegelt Alm im Pinzgau nach Kuhurteil ab

Im Salzburger Pinzgau sorgt derzeit ein Landwirt für Aufregung. Der Mann hat den Weg zu seiner Alm am Talschluss des Rauriser Krumltals mit einer massiven Barriere aus Holz versperrt.

Symbolbild. Der Landwirt verbarrikadierte seine Alm. © (c) Peter
 

Bei seiner Aktion beruft sich der Landwirt auf das Tiroler Kuhurteil. Alpenverein und Naturschutzbund laufen gegen das Tor Sturm und orten einen massiven Eingriff in das Wegerecht. Allerdings besteht Hoffnung, dass sich die Wogen glätten.

"Privatweg" und "Durchgang ausnahmslos verboten" ist auf einem Schild an der Sperre zu lesen. Und: "Angesichts des jüngst ergangenen Erkenntnisses des Obersten Gerichtshofes (Kuhattacke auf der Alm) sehe ich mich nicht länger im Stande, ein unversehrtes Durchqueren meines hier beginnenden Almgrundstückes zu gewährleisten." Um die körperliche Unversehrtheit wirksam schützen zu können, sei das Betreten und Durchqueren der Liegenschaft ohne Ausnahme untersagt. Jede Missachtung werde mit einer Besitzstörungsklage verfolgt.

Der Landwirt war für die APA mangels Handyempfang auf der Hochalm zunächst nicht erreichbar, seinem Entschluss zur Sperre dürfte aber ein konkreter Vorfall vorangegangen sein. So sollen Urlauber aus Deutschland ein Kind auf ein Kalb gesetzt haben, offenbar war auch ein Hund mit im Spiel. Die Mutter wollte darauf ihr Kalb verteidigen, das Ganze ging aber glimpflich aus.

Die Vorsitzende des Salzburger Alpenvereins, Brigitte Slupetzky, sagte nach einem Treffen mit dem Mann am Freitag zur APA, dass die Wegefreiheit in dem Gebiet unbedingt gewahrt werden müsse. Zwar ende der offiziell ausgewiesene Wanderweg vor der Alm, Routen auf benachbarte Berge führen aber über das Gebiet. "Die Sperre darf auf keinen Fall zum Präzedenzfall werden. Das wäre ein furchtbares Signal - denn andere Landwirte oder Jäger könnten dem Beispiel folgen."

Das Gesprächsklima mit dem Grundbesitzer sei jedoch gut gewesen. "Ich habe den Eindruck, dass er das der Not gehorchend gemacht hat, aber vielleicht nicht bedachte, was er auslöst. Er hat gesagt, er möchte Rechtssicherheit haben, wenn seine Kühe gereizt werden. Dann würde er die Barriere wieder abbauen."

Auch der Rauriser Bürgermeister Peter Loitfellner (SPÖ) zeigte sich nach einem Telefonat mit dem Landwirt optimistisch, eine Lösung zu finden. "Wir leben alle vom Tourismus. Das Gebiet ist mit seinen Geiern und Steinböcken ein wunderbarer Ausgangspunkt für Wanderer." Für die Bauern sei die Situation aber auch nicht immer einfach. "Die Almwirtschaft hat sich verändert, heute herrscht vor allem Mutterkuhhaltung vor. Da müssen sich Wanderer schon an ein paar Regeln halten."

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Danke für Ihr Verständnis.

Freeskier
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Mich

wundert, dass man angesichts solch eines Urteils überhaupt noch eine Alm betreten darf. In Wahrheit müssen sich die Bauern vor dem wirtschaftlichen Ruin schützen.

Ragnar Lodbrok
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Vollstes Verständnis für den Bauern!

die depperten Wanderer sollen daheim im Wirtshaus bleiben!

Peterkarl Moscher
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Piefke Saga

Super reagiert, das erinnert mich immer wieder an die
Piefke Saga !

chrispap
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Recht hat dieser Bauer

Warum soll er für diese Wanderer haften.
Ich hoffe es schliessen sich noch sehr viele Almbesitzer an

eston
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Komplett vertrottelte Wanderer

kann man nur so schützen!

merch
5
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...

Recht hat er.

TrailandError
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Touristen

Welche sich so deppert aufführen und mit Hund auf der Alm herumspazieren eine Entschädigung zuzusprechen ist total ungerecht und verkehrt! Es sollten alle Landwirte in ganz Österreich ihre Almen ausnahmslos sperren. Da würde der Richter dann aufwachen, wenn er selber auch nirgends mehr spazieren oder wandern kann! Das Leben ist halt lebensgefährlich. Wer nicht Hausverstand einsetzt und aufpasst ist selber Schuld. Alles andere ist Volksverblödung.

Lodengrün
202
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Stellen

wir die Frage wie er zu dieser Alm gekommen ist.

amse84ik
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Wenn ich 179 Daumen nach UNTEN bekomme

schreib ich sicher keine Silbe mehr und lösche meinen Account..... -(Kommt aber drauf an welchen IQ man hat...)

helmutmayr
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Ein Vorfahre

oder er selbst hat sie gekauft. Ein in unserer Welt nicht aussergewöhnlicher Vorgang.

auer47
0
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Wenn

Wenn er sie nicht gestohlen hat, besitzt er sie wohl rechtmäßig, steht daher wohl auch im Grundbuch, sonst liefen wohl Gerichtsverfahren

hermannsteinacher
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Almen

kann man verdammt schlecht stehlen.

amse84ik
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Und was geht Sie

das an ??

crawler
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Er ist

Millionär und hat sie sich gekauft.

Freeskier
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@crawler

Alle Bergbauern sind Millionäre?

Lodengrün
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Danke @crawler

Die haben mir die Antwort gegeben. Ich habe nur eine Frage gestellt. Was war das Resultat?
Man hat mich geprügelt. Frage warum? Wegen der Frage? Resümee, - irre Welt.

calcit
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Machen sie sich nichts draus...

...da gibt es viele die da einfach herumgeifern ohne eine Ahnung. Viele haben das Urteil einmal nicht gelesen und wissen gar nicht warum es in dem konkreten Fall überhaupt gegangen ist und dass den Bauern damals sehr wohl eine Mitschuld getroffen hat. Und sie haben schon recht, vielen Alme sind in Besitz von Adeligen (z.B. in der Steiermark) oder Großgrundbesitzern die, sagen wir mal "irgendwie" mal in grauer Vorzeit an diese Almflächen gekommen sind und natürliche einiges an Agrarsubventionen dafür löhnen. Und dann gibt es auch viele Almen die in Gemeinbesitz stehen - das heißt eigentlich Gemeindebesitz sind und wo Bauern nur bestimmte Weiderechte haben - diese Almen gehören also auch uns alle! Und dann gibt es da noch sogenannte Agrargemeinschaften - aber die verdienen ihr Geld ja eh meistens mit dem Tourismus, Liftgesellschaften und den EU Subventionen.

Balrog206
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Loden

Ist schon komisch das dein erster Gedanke darauf hinzieht das der Besitzer nicht rechtmäßig zu diesen Besitz kam !
Aber es ist halt typisch auch dein Gedankengang ! Irre Welt da hast einmal recht !

Prewo
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Neidhammel " Wasfürgrün"

Nicht "Irre" Welt, sondern ein Irrer mehr in unserer Welt. Es grünt nicht nur das Alpengrün sondern auch das
" Wasfürgrün" Ein in Loden gehülltes neidiges, mit Hass erfülltes Grün.
Genau wegen solchen Personen wie "Dich" Herr Wasfürgrün hat der Bauer den Weg gesperrt.
Ein Gedankenspiel:
Die Kuh tritt genau "Dich" lieber Wasfürgrün in den Hintern, du wärst der erste der den Bauern bis aufs letzte Hemd nieder Prozessieren würde.
Dein Posting sagt alles. Neid und Missgunst. Darum Türl zu.
Sicher ist sicher

Landbomeranze
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Nicht über die

Mindestsicherung, sondern vielleicht mit einer 70 Stunden Woche, Loden.

Miraculix11
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Er scheint zu denken...

...Eigentum ist Diebstahl.

luffygc
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Bravo !!

Die einzige Möglichkeit um „Idioten“ auszuschließen!!!

Landbomeranze
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Na endlich reitet ein Landwirt vor.

Da profitieren viele vom Tourismus und die Almbauern sollen allein für Unfälle Unbelehrbarer mit dem Almvieh, das seit jeher auf den Almen ist, haften. Wäre ich Almbauer, hätte ich schon lange zugedreht. Am besten ist überhaupt der Alpenverein. Markiert Wanderwege durch Weiden, ist damit also Wanderwegehalter und glaubt bei jeder Haftung freizugehen. Da riskieren Unbelehrbare mit Hunden Unfälle und erhalten von den Richtern in Schadenersatzprozessen lebenslange Renten und Schmerzensgeld. Ganz besonders irr ist das neue Gesellschaftsspiel "Kuh schrecken ("Kulikitaka"). Dabei wird nicht nur die eigene Verletzung riskiert (gerechte Strafe) sondern auch noch der Absturz verstört flüchtender Tiere in felsigem Gelände. Hoffentlich folgen viele Bauern dem Salzburger Bauern und zwar so lange, bis der Unvernunft in der Rechtsprechung oberstgerichtlich der Garaus gemacht wird.

erstdenkendannsprechen
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nicht nur die eigene gesundheit und die der rinderherden wird beim erschrecken oder beim beunruhigen der herde durch hunde riskiert:

die herde braucht nur einige solcher vorfälle erlebt haben und ist noch wachsamer und unruhiger.
ein vorfall mit einem hund am vormittag, der die kühe nervös gemacht hat, kann sehr kritisch für alle sein, die an dem tag noch die weide queren - auch wenn diese alles richtig machen

wollanig
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Vieles richtig,

aber das Kuhurteil konnte aufgrund der Umstände und Rechtslage gar nicht anders ausgehen. Leider kennt fast niemand den Inhalt des Urteils, denn der ganze Sachverhalt hatte absolut nichts mit normalen Wanderwegen oder gar Kuhweiden zu tun. Keinem normalen Almweidenbauer könnte es gleich ergehen. Leider leieren auch die Medien nur alles ungeprüft herunter und haben eine öffentliche Wahrnehmung bzw. Darstellung des Ereignisses geschaffen, die es bei dem Unfall gar nie gegeben hat.

scionescio
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@Wollanig: wir leben in einer Welt, wo Fakten zweitrangig werden und veröffentlichte Meinung zur angeblichen öffentlichen Meinung wird ...

... für differenzierte und objektive Betrachtung bleibt da kein Platz mehr - dann regieren Emotionen, Glaube, der gesunde (und bei näherer Betrachtung oft doch so trügerische )Hausverstand und natürlich das „Volksempfinden“ - da kämpfst du mit Fachwissen gegen Windmühlen.

 
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