Gleich vorweg: Es schaut schwerer aus, als es ist. Diese Angst kann ich Ihnen also nehmen. An dieser Stelle wollen wir ja wöchentlich genial einfache Gerichte vorstellen. Also regionale Produkte in Pfanne, Topf oder Ofen und fertig sei der Gaumenschmaus. Das ist auch heute so. Aber da Weihnachten vor der Tür steht, darf man sich beim Anrichten ruhig auch etwas Mühe geben, oder?

Mit etwas Übung ist es keine große Hexerei, aus den fein geschnittenen Rettichblättern eine Rose zu formen
© Helmuth Weichselbraun

Tipps und Tricks zum optischen wie aromatischen Festtagsmenü gibt es von einem, der das von den Großmeistern seiner Zunft gelernt hat. Stefan Glantschnig. Die bisherige Karriere des gebürtigen Gailtalers liest sich passenderweise ohnehin wie ein kleines Weihnachtsmärchen.

Der geschmorte Sellerie wird mit knusprigen Zwiebelringen garniert
© Helmuth Weichselbraun

Nach dem zu frühen Tod des Vaters konnte er den elterlichen Betrieb „Stotterhof“ in Untervellach nicht weiterführen. Dafür war er lange Souschef bei Manuel Ressi in Hermagor. Dem Mann, der im Wiener Steirereck ein Talent nach dem anderen herausgebracht hat. Ein solches ist auch Glantschnig. Denn nach Ressi ging es auf zum Münchener 3-Sterne-Koch Jan Hartwig, wo er sich ebenfalls zum Souschef hochkochte.

Für den Bratapfel im Glas braucht es herrlich aromatische Äpfel
© Helmuth Weichselbraun

Seit diesem Jahr kommen auch die Kärntner wieder in den Genuss seiner Küche. Und die ist bodenständig. Am Weißensee hat er das Hotel Neusacherhof übernommen. „Sterz, Gulasch und Backhendl“ lautet die Devise. Kärntnerküche trifft auf Moderne. Wie das am Weihnachtstisch schmeckt, können Sie mit einfachen Tipps nachkochen.