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BleiburgSegen, Hitze und Hitler-Grüße

In Loibach bei Bleiburg gedachten 11.000 Menschen der ermordeten Ustascha. Die Polizei-Präsenz schüchterte Krawallmacher ein, radikale Töne hörte man trotzdem.

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Die katholische Kirche Kroatiens gestaltete die Feier. Für die muslimischen Opfer sprach Idris Efendi Besic ein Gebet. Gut 11.000 kamen zum Gedenken
Die katholische Kirche Kroatiens gestaltete die Feier. Für die muslimischen Opfer sprach Idris Efendi Besic ein Gebet. Gut 11.000 kamen zum Gedenken © Markus Traussnig
 

Er ist natürlich auch hier. Weil er auf keiner Demonstration fehlen darf. Che Guevara prangt am T-Shirt eines feingliedrigen älteren Herren. „Jeder, der gegen Unrecht auftritt, ist mein Kamerad“, steht da zu lesen. Mit dem Che-Fan demonstrieren – laut Polizei – 100 andere Menschen um 11 Uhr an der Durchzugsstraße in Bleiburg/Pliberk. „Wir wollten, dass die Regierung diese Veranstaltung untersagt. Österreich übernimmt bald den EU-Ratsvorsitz. Anti-Faschismus ist eine Grundsäule der EU“, erklärt Andrej Mochar, Organisator des Protests gegen das Ustascha-Treffen. Dass die Kroaten zeitgleich schon feiern und vom Protest nichts mitbekommen, sei beabsichtigt. „Wir wollen keine Konfrontation mit den gewaltbereiten Faschisten.“

Kommentare (2)

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silentbob79
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Nicht dass ich die Verbrechen

der Rechtsradikalen verteidigen oder beschönigen will, aber vielleicht sollte sich der feingliedrige ältere Herr im Che Guevara T-Shirt auch mal ein wenig differenzierter mit seinem Idol beschäftigen ...

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edi99
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Endlich vorbei für dieses Jahr, die bizarre "Gedenkfeier" in Loibach bei Bleiburg, powered by Neo-Ustascha. Ein Blick in Abgründe die uns immer wieder einholen tut sich auf!

Der Verfassungsexperte Bernd-Christian Funk bestätigt in einem Gutachten, dass die Behörden dieses Treffen der Ewiggestrigen sehr wohl hätten verbieten können - fehlt dazu der politische Wille? Es wäre für H. C. Strache die beste Gelegenheit gewesen, seine "Wandlung zum Lamm" zu untermauern. Haben wir nicht ein ordentliches Grenzmanagement, welches radikal gesinnte Gäste abweisen könnte?

Orban und Erdogan werden ja auch unmissverständlich ausgeladen, sofern sie bei uns politisch herumfuhrwerken wollen. Am bestürzendsten für mich ist jedoch dabei die Rolle namhafter Vertreter der Katholischen Kirchen Kroatiens und Kärntens sowie Teile der kroatischen Regierung, welche diese neonazistischen Untriebe in Kauf nehmen, billigen oder sogar mittels Predigt und Rosenkranz gutheißen. Und dies im Gedenkjahr 2018 in demokratischen EU-Mitgliedsstaaten!

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