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Elsner Alm-Wirtin: „Hab kein Radio, Gäste sollen miteinander reden“

Seit fast 40 Jahren ist Johanna Elsner selbstständig in der Gastronomie tätig. Auf ihrer eigenen Elsner-Alm in der Eisenerzer Ramsau und in der Julius-Hütte am Präbichl sorgt sie im Sommer und im Winter für ihre Gäste.

Johanna Elsner ist seit 40 Jahren in der Gastronomie und erfolgreich als Schnitzelwirtin auf ihrer Elsner-Alm in Eisenerz
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Johanna Elsner ist seit 40 Jahren in der Gastronomie und erfolgreich als Schnitzelwirtin auf ihrer Elsner-Alm in Eisenerz
Johanna Birnbaum
Redakteurin Regionalredaktion Leoben

Die Suche nach Hüttenwirten hat sich in den vergangenen Jahren massiv verstärkt. Betreiber zu finden, die bereit sind, oft ohne großen gastronomischen Komfort zu kochen und Gäste zu bewirten, ist schwierig. Johanna Elsner hat das Problem nicht, sie ist Besitzerin zweier beliebter Hütten in der Region. Im Sommer bewirtschaftet sie als Schnitzelwirtin ihr Almhaus auf der Elsner Alm im Bereich Galleiten in der Eisenerzer Ramsau. Im Winter siedelt sie zu ihrer Julius-Hütte am Präbichl, oberhalb des Grübl-Speichersees an der Mittelabfahrt.

„Ich komme aus einer Gastronomie-Familie“, erzählt sie. Ihre Mutter Charlotte war schon Mitte der 1970er-Jahre Hüttenwirtin auf der Elsner-Alm. Ihr Vater Julius, der eigentlich Landwirt war, wurde aber auch vom Gastrovirus infiziert und betrieb zwei Lokale in Trofaiach. „Eines davon war die berühmte Glockenbar. Die war wirklich legendär“, sagt Elsner. Ihr Vater habe auch um 1974 den Präbichl aufgebaut.

Alles selbst gemacht

„Ich bin einfach mit dem Gastgewerbe groß geworden, und es hat mir immer Spaß gemacht. Das ist auch heute noch so“, betont die gelernte Kellnerin, die auch selbst kocht und dabei betont: „Ich mache alles selber, von den Kaspressknödeln bis hin zu den Wildgerichten im Herbst. Beliebt sind aber die Schnitzel, die ich mache. Und das freut mich sehr“, erzählt die 54-Jährige.

Johanna Elsners Schnitzel sind ein Fixpunkt auf der Speisekarte der Elsner-Alm
© KK
Johanna Elsners Schnitzel sind ein Fixpunkt auf der Speisekarte der Elsner-Alm

Eine berufliche Unterbrechung hat sie sich aber doch gegönnt, und zwar als im Jahr 2000 ihre Tochter zur Welt gekommen ist. „Ich habe mich aber schon wieder gefreut, bald wieder Gastwirtin zu sein“, bemerkt sie. Das würden die Gäste auch goutieren, denn „wir können wirklich nicht klagen, es kommen viele Leute zu uns“, erzählt Johanna Elsner, die selbst gerne mit ihren Gästen plaudert: „Ich hab kein Radio, die Gäste sollen miteinander reden“, meint sie.

Ihre Freude an ihrem Beruf merkt man mit jedem Wort. Der Vorteil der Hütte auf der Elsner-Alm sei, dass Gäste mit dem Auto hinfahren können. „Es kommen aber auch viele Radler, die eine Tour über den Radmerer Hals machen. Wanderer sind eher selten, weil man von uns aus keine großen Bergtouren starten kann“, lässt sie wissen.

Die Hütte von Johanna Elsner von der Elsner Alm im Galleiten in der Eisenerzer Ramsau ist auch bei Radfahrern sehr beliebt
© Privat
Die Hütte von Johanna Elsner von der Elsner Alm im Galleiten in der Eisenerzer Ramsau ist auch bei Radfahrern sehr beliebt

Viele Gäste und wenig Personal

Weil das Geschäft gut laufe, habe sie bis Ende August die Öffnungszeiten erweitert. Wir haben jetzt jeden Tag offen, Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr und Montag bis Donnerstag von 11 bis 18 Uhr. Im September läuft es dann wieder nur von Donnerstag bis Sonntag. Im Oktober gibt es Wildwochen“, sagt Elsner.

20 Gäste haben in ihrer Hütte, die sie komplett umgebaut hat, in der Gaststube Platz. Im Freien „bringe ich locker 100 Leute unter“, sagt sie und betont, dass sie meistens nur zu zweit da sind, um die Gäste zu versorgen. „Es ist schwierig, Personal zu finden. Das größte Manko ist oft die Verlässlichkeit, die zu wünschen übrig lässt“, bestätigt sie.

Dass das Wetter mit Hitze und Regen einen Gäste-Einbruch verursacht habe, könne sie nicht bestätigen. „Wir liegen ja doch auf 1000 Metern Seehöhe, da ist es schon kühler als im Tal. Und der Regen schadet nicht. Wir brauchen ihn ja“, sagt Elsner, die sich nach der Sommersaison eine Pause gönnt, ehe die Julius-Hütte ihr Winter-Arbeitsplatz wird.

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