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800 Haushalte müssen ihr Trinkwasser weiter abkochen

Auch zwei Wochen nach der ersten Warnung bleibt die Abkochanordnung bestehen. Der mikrobiologische Parameterwert im Trinkwassernetz von Döbriach ist weiterhin überschritten.

Frisches Leitungswasser fließt aus einem Wasserhahn in ein Glas
© IMAGO/Petra Schneider
Derzeit gilt eine Abkochanordnung für Trinkwasser in der Gemeinde Radenthein
Leonie Katholnig
Regionalbüro Oberkärnten

Seit mittlerweile zwei Wochen gilt für die rund 800 an die Wassergenossenschaft Döbriach angeschlossenen Haushalte die Abkochanordnung für Trinkwasser. Ein Ende der Vorsichtsmaßnahme ist weiterhin nicht in Sicht. Wie Obmann Michael Ertler in einer Aussendung mitteilt, arbeiten die Verantwortlichen gemeinsam mit den zuständigen Fachstellen mit Hochdruck daran, die Ursache zu beseitigen und die Wasserversorgung wieder in den gewohnten Zustand zu bringen. Auslöser der Abkochanordnung war die Überschreitung eines mikrobiologischen Parameterwertes bei einer der insgesamt 23 Quellen der Wassergenossenschaft.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Untersuchungsergebnisses sei die betroffene Quelle vorsorglich vom Leitungsnetz getrennt worden. Das Versorgungsnetz umfasst rund 36 Kilometer Leitungsnetz sowie Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 400 Kubikmetern. Ertler: „Das gesamte System muss sorgfältig gespült werden, damit die Verunreinigung vollständig beseitigt werden kann. Das braucht Zeit und kann leider nicht beschleunigt werden.“

Weiterhin drei Minuten abkochen

Das Leitungswasser darf daher weiterhin nicht ungekocht als Trinkwasser verwendet werden. Erst nach mindestens drei Minuten Kochen kann es bis auf Widerruf bedenkenlos getrunken werden. Von der Abkochanordnung sind neben den privaten Haushalten auch der Campingplatz und die Schwimmbäder betroffen. „Wir hoffen natürlich bei jeder einzelnen Probe auf ein positives Ergebnis“, sagt Ertler.

Wann die Abkochanordnung aufgehoben werden kann, ist derzeit noch offen. Erst wenn die Untersuchungen bestätigen, dass das Wasser wieder uneingeschränkt den gesetzlichen Anforderungen entspricht, werde die Bevölkerung umgehend informiert. „Ich weiß, dass die derzeitige Situation für viele mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Auch für uns als Verantwortliche ist sie sehr belastend“, betont Ertler.

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