Debatte um Jobs mit ImpfungBei Impfverweigerung auch Mindestsicherung bedroht

Jobs mit Impfung: Bei Impfverweigerung auch Mindestsicherung bedroht, berichtet "profil". Nur Wohnanteil bleibt gesichert.

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++ THEMENBILD ++ AMS/ARBEITSMARKT
++ THEMENBILD ++ AMS/ARBEITSMARKT © (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Wer einen Job verweigert, für den eine Impfpflicht gilt, kann nicht nur das Arbeitslosengeld verlieren, sondern auch die Mindestsicherung. Denn Sanktionen des Arbeitsmarktservice AMS wirken sich auch auf die Mindestsicherung aus, schreibt das "profil". Das gelte seit einer Reform des Jahres 2018 obwohl die Bundesländer die Sozialleistung der Mindestsicherung auszahlen, während das Arbeitslosengeld vom AMS kommt.

Wenn jemand die Arbeitsaufnahme verweigere "kürzen wir die Bezüge in einem ersten Schritt automatisch um 25 Prozent, dann um 50 Prozent und am Ende um 100 Prozent", zitiert das "profil" den Sprecher des Wiener Soziallandesrates Peter Hacker, Mario Dujaković. Wobei nur ein Teil der Mindestsicherungsbezieher für den Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. In Wien seien das 46.500 der 128.000 Betroffenen. Der Rest sind Kinder, Pensionisten oder körperlich beeinträchtigte Personen, die nicht ans AMS angedockt sind.

Einzig der Wohnanteil der Mindestsicherung sei nicht von Sanktionen berührt. Dieser betrage laut Dujaković in Wien 25 Prozent. Ein Vollbezieher, der ungeimpft bleiben möchte, und deswegen Jobs mit Impfpflicht hartnäckig verweigert, müsse daher im Extremfall mit 237 Euro im Monat auskommen.

Kommentare (21)
Klaus19
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Passt bitte alle einwenig mehr auf!

Wir befinden uns alle in einer medial-politischen Agitationspirale und sehen nur mehr die Bedrohung durch andere!!!
Lässt euch nicht instrumentalisieren. Danke!

diss
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Die nächsten Opfer könnten die

Diabetiker, Übergewichtigen, Raucher, usw. sein. Die sind ja auch meist selbst verantwortlich für ihre Situation.

gm72
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Wieso? Dagegen gibt's ja keine Impfung.

Oder weshalb sollte ein Diabetiker so behandelt werden wie Impfverweigerer? Ist Diabetes mittlerweile ansteckend?

Stadlhof
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Da eine Pandemie

etwas ist das uns alle angeht, würde ich eine verbindliche Volksbefragung anstreben.

wischi_waschi
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Arbeitslose

Na hallo wo ist den die Gewerkschaft?
HALLO seit Ihr in der Karibik ?

helmutmayr
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Kurze Frage:

Welche gesetzliche Impfpflicht?

Alfa166
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Wenn du IM Lebensmittel Einzelhandel arbeitest, ist Hepatitis Impfung Pflicht.

Schon seit Jahrzehnten... Gesetzlich festgelegt.

calcit
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Wo steht da was von „gesetzlich“?

Es gibt bereits für bestimmte Berufe eine „Impfpflicht“, z.B. sehr wohl seit langen in den Gesundheits- und Pflegebereichen, wenn sie z.B. in der Abfallwirtschaft, Kanalsanierung arbeiten (Hepatitis) ode beim Tierarzt (Tollwut) etc… und wenn sie diese Impfungen nicht haben und eine Gefährdung besteht darf sie ihr Arbeitgeber in diesen Bereich nicht einsetzen… also würde ich als Arbeitgeber so jemanden auch nicht nehmen der keine Bereitschaft dazu hat sich impfen zu lassen - man kann ja niemanden zur Impfung zwingen.

Summerrain777
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Stigmatisierung

Mit dieser Stigmatisierung wird sich früher oder später die Geschichte wiederholen.
Wer kommt als Nächstes dran, die Behinderten, die Alten, die nicht mehr produktiv sein können. Die gesetzlichen Grundlagen liegen eh schon bereit. In welcher Gesellschaft leben wir?

scionescio
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@regen: wenn wir Gewaltverbrecher einsperren…

… damit die Gesellschaft vor ihnen geschützt ist - ist das auch eine Stigmatisierung?
Oder war es die freie Entscheidung dieser Menschen Verbrechen zu verüben und das Gefängnis die logische Konsequenz?
Niemand entscheidet sich aus Dummheit alt oder krank zu werden- dein Vergleich ist ein absoluter Schwachsinn!

Summerrain777
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@scion

Sie vergleichen Äpfel mit Birnen, wenn für AL eine Impfpflicht gefordert wird, dann bin ich ferner für eine allgemeine Impfpflicht. Weiters sollten all jene ihre Behandlungskosten selbst tragen müssen,die rauchen, saufen oder einen Freizeitunfall erleiden etc.
Wie kommt die Allgemeinheit dazu, diese Kosten mitzutragen - so schaut’s aus.

scionescio
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@Regen: da bin ich sofort dabei …

… dass es nicht ok ist, nur für bestimmte Gruppen eine Impfplicht zu fordern (außer es ist aus nachvollziehbaren Gründen sinnvoll zB Krankenhauspersonal) - nur mit Stigmatisierung hat es nichts zu tun, wenn absichtliche Impfverweigerer von nicht lebensnotwendigen Dingen ausgeschlossen werden! (Mindestsicherung ist lebensnotwendig und daher ungeeignet, auf diese Art Druck auszuüben!)

STEG
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Stigmatisierung

wird von Impfverweigerern als Schutzschild für "Tatenlosigkeit in der Pandemie" benutzt. Ansonsten müssten sie sich Frage stellen: " Was ist mein gesellschaftlicher Beitrag im Kampf gegen die
Pandemie ?". Die Antwort "Nichts" hört keiner gerne!!!!!

microfib
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Was ist mein gesellschaftlicher Beitrag

Sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen und die sogenannte AHA-Formel zu beachten.
Abstand halten
Hygienemaßnahmen
Maske tragen - Eine gut sitzende Maske hilft, die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen.
Die Impfung ist NUR ein Teil zur Eindämmung der Pandemie. Mit der Impfung alleine wird das nicht funktionieren. Besonders, wenn in Kontinenten wie Afrika erst 5 % geimpft sind.

checker43
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Alter

und Behinderung kann man sich nicht aussuchen. Impfung schon.

hk1976
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🤔

Aber zur Arbeit zwingen!
Sonst gibt es kein Geld 💰
Keine Arbeit kein Geld 💰

ARadkohl
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Ja wenn dich deine Firma kündigt,

Und du mit Null Euro dastehst, dann möchte ich dein langes Gesicht sehen.

hk1976
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Nicht falsch verstehen!

Langzeit Arbeitslose….
Oder nicht Arbeitswillige

ARadkohl
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Jetzt fehlt nur noch

Wer sich nicht impfen lässt, verliert die Pension. Wenn das alles Schule macht, floriert bald die Armut und niemanden interessiert es. Corona macht in einem Land anscheinend alles möglich!

Toyota11000
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gute

Idee, um 20% kürzen und das Geld in die ögk stecken.

beneathome
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Dumme Diskussion

Der/die Arbeitslose braucht das Arbeitsangebot ja nicht ablehnen, wenn eine Impfung gefordert wird. Wenn er sich trotzdem nicht impfen lassen will, dann lehnt ja der Arbeitgeber den Arbeitslosen ab. Also, mit welchem Recht entzieht das AMS dem Jobanwärter dann das Geld. Man hat nur schlecht vermittelt, wie üblich.Man kann einen Koch ja auch nicht in die Küche zwingen, nur weil er als Jugendlicher den falschen Beruf gelernt hat. Ich würde euch verklagen bis ihr schwarz/grün werdet.