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NeuzulassungenÖsterreich hat fünfthöchsten E-Pkw-Anteil

Tempo bei Umstieg reicht nicht, um Klimaziele zu schaffen.

Berlin, October 2, 2017: Photo of the image of an electric vehicle Tesla model X at the Tesla motor show in Berlin. A modern electric car.
Tesla © franz12 - stock.adobe.com
 

Österreich hat bei den Neuzulassungen von Elektroautos den fünfthöchsten Anteil in der EU. 4,2 Prozent der Neuwagen des ersten Halbjahres 2020 fahren elektrisch. EU-Spitzenreiter ist die Niederlande, neun Prozent der Neuwagen fahren dort ausschließlich mit Strom. Dem VCÖ, der die EU-Statistik auswertete, ist der Anteil Österreichs zu gering. Dieser reiche nicht, um die Klimaziele zu erreichen.

Zwischen den Niederlande und Österreich liegen Schweden mit einem E-Pkw-Anteil von 7,2 Prozent, Frankreich mit 6,3 Prozent und Portugal mit 5,6 Prozent. Das Autoland Deutschland liegt mit 3,5 Prozent hinter Österreich. In absoluten Zahlen sind die Neuzulassungen von Elektroautos noch gering: In Österreich waren es heuer zwischen Jänner und Juni 4805. Den höchsten E-Pkw-Anteil Europas haben Norwegen mit fast 47 Prozent und Island mit 27 Prozent.

Erhöhte Förderung seit 1. Juli

Seit 1. Juli bekommt man in Österreich beim Kauf eines Elektrofahrzeugs bis Jahresende eine erhöhte Förderung. So stieg die Förderung für E-Autos von 3000 auf 5000 Euro an, für E-Motorräder gibt es im nächsten halben Jahr 1.200 statt 1.000 Euro und für Elektro-Mopeds 800 statt 700 Euro. Lastenfahrräder werden mit 850 Euro gefördert.

"Österreich kann von den Spitzenreitern lernen"

Der VCÖ kritisierte am Montag, dass gleichzeitig auch Diesel gefördert wird. Die fehlende CO2-Bepreisung und die Steuerbegünstigung von Diesel seien Hindernisse für die E-Mobilität, so der Verkehrsclub. "Österreich kann von den Spitzenreitern lernen, dass Förderungen und Steuerbegünstigungen alleine die E-Pkw nicht zum Durchbruch bringen. Es braucht auch Maßnahmen bei den Verbrenner-Pkw", so VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Insgesamt gibt es in Österreich aktuell rund 34.000 Elektroautos. Mit gut fünf Millionen Diesel und Benzinern sind rund 146 Mal so viele Verbrenner-Pkw wie Elektroautos unterwegs.

Kommentare (45)

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Plantago
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Ein Holzweg ist ein Holzweg ist ein Holzweg.

frei nach Fritz Perls.

Miraculix11
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Das böse Erwachen kommt noch

Der Boom begann mit dem Modell S - Das war im Jahre 2012.
Somit sind fast alle Elektroautos noch in der Garantiezeit für die Batterien. In ein paar Jahren sind sie mit alten Batterien ohne Garantie völlig wertlos.

schadstoffarm
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Und?

Diese Vermutung ist ein Argument wofür?

scionescio
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@Schadstoffarm: das es keinen Gebrauchtmarkt für BEVs geben wird und somit ein BEV, die ja in erster Linie als Zweit- und Drittfahrzeuge betrieben werden, eine gewaltige Ressourcenverschwendung darstellen ...

... ganz abgesehen von den unverhältnismässig hohen Kosten pro gefahrenen Kilometer und dem Entsorgungsproblem mit dem Akku-Sondermüll.

schadstoffarm
9
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scio Gschichtldrucka

es wird keinen Gebrauchtwagenmarkt für Dieselfahrzeuge geben, wegen Fahrverboten und Ende des Dieselprivilegs. Tesla wird Preis absehbar auf 100$ /kWh drücken, bei 60 kWh kostet mich dann ein 8 Jahre altes Auto nur 6000$, eh günstig.

melahide
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Sinnloses

geplapper eines Menschen der Angst vor Veränderung hat. Sie haben sicher auch eine Statistik dass Bio Landwirtschaft schädlicher ist als Konventionelle :)

scionescio
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@Melahide: ein Apfelbauer, der jeweils zur Hälfte konventionell und biologisch produziert ...

... hat mir erzählt, dass er bei seinen konventionellen Anlagen 1-2x mit seinem Gerät zu Spritzen ausrückt und im Bioteil 6-8x ausrücken muss - dementsprechend sind dort die Böden auch viel mehr verdichtet und mit weniger Mikroorganismen durchsetzt dh seiner Meinung nach, sind die Bioböden schlechter beinander als seine konventionellen Böden.
Dementsprechend mehr Chemie braucht er wieder, um das auszugleichen- Bio heißt ja nicht, dass keine Chemie zum Einsatz kommt, es ist nur genau spezifiziert, welche Mittel er verwenden darf.

schadstoffarm
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@melahide

Antwort Scio:
Biologische Landwirtschaft gefährdet die Welternährung da der Ertrag 15% unter der Konventionellen liegt. Bei jedem Biss in die Biokarotte stirbt ein Hase der ja jetzt von Karotte zu Karotte 15% weiter hoppeln muss. Und hinterlässt Waisen. Und Menschenkinder die nichts zu streicheln haben.

scionescio
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@MIraculix11: alle Hersteller haben auch eine Kilometerbeschränkung in ihren Garantien ...

... bei Tesla läuft die Garantie bei einigen Modellen sogar schon bei 160.000km aus.
Abgesehen von den horrenden Kosten bei einem Austausch bedeutet das aber auch, dass das bei der Herstellung des Akkupacks erzeugte CO2 bei dieser Laufleistung deutlich höher ist, als ein Verbrenner bei dieser Kilometerleistung produzieren würde dh. das BEV erreicht nicht einmal den Break Even Point und ist somit auch schon ohne die problematische Entsorgung des Akku-Sondermülls klimaschädlicher als ein kleiner Diesel.

schadstoffarm
8
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Scio

Gschichtldrucka. Aber wenigstens unterstellst Tesla die Fähigkeit die Lebensdauer präzise vorherzusagen. Am Tag nach Ablauf isse natürlich hin, ihr kapazunder.

Miraculix11
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@ schadstoffarm

Überhaupt nicht. Es gibt welche die kaputtgehen und welche die halten. Hängt ja auch davon ab wie genutzt und geladen wurde. Aber für diejenigen xx % deren Akku eingeht gibts ein ganz böses Erwachen. Ebenso für alle die verkaufen wollen. Derzeit noch nicht, weils momentan noch genug Leute gibt die den Trend geil finden. Aber wie geschrieben: Das böse Erwachen kommt noch.

Plantago
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Am schnellsten erreichen wir die Klima-Ziele,

wenn wir alle nur noch zu Fuß gehen.

schadstoffarm
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Oder nach USA auswandern

Die ignorieren das. 70++ Präsidenten haben deine Einstellung und ignorieren des nicht einmal.

Plantago
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In Rätseln du sprichst,

junger Jedi.

LaPantera69
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.

Bereits Ende der 1990er haben wir bei Magna mit der Entwicklung alternativer Konzepte begonnen und wir haben bald festgestellt, dass das Fahrzeug mit E-Antrieb physikalisch und technisch gesehen nicht der Weisheit letzter Schluss ist.
Jetzt wo diese Fahrzeuge medial gepuscht werden und die BEV-Lobby die Politiker mit unrichtigen Fakten füttert, springen die (ahnungslosen) Trendsetter auf den Zug auf.
Vom technischen Standpunkt betrachtet, ist der Wasserstoff die Zukunft, gekoppelt mit der Windenergie, doch das ist nicht so spektakulär wie ein Auto, welches furzen kann...

schadstoffarm
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Wieder ahna

Der die Zukunft kennt. Wie ist eigentlich euer physikalischer/technischer test bez. Brennstoffzelle ausgefallen? Nur weil ihr kein bev zsammbringt heißt das nicht automatisch mit brennstoffzelle erfolgreich zu sein, zumal zu bev Technik zus. Komponenten hinzukommen. Im übrigen gelten alle bev Vorteile auch für brennstoffzelle.

melahide
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Das

Wasserstoff in Kombination mit Windenergie, versucht man ja gerade in Nord-Holland mit einem Off-Shore-Windpark. Ob dies in Österreich möglich wäre? Versuchen Sie einmal einen Windpark irgendwo in Österreich aufzustellen. Jeder ist dagegen. ""Wird ja die Landschaft verschandelt". Und grundsätzlich bräuchte es - meine Meinung als Laie - Solar und Wind. Wasserstoff wird für Flugzeuge, LKWs, Schiffe, Züge, eine wichtige Rolle spielen. Ob es auch für Autos funktioniert, werden wir noch sehen... in den 70ern befanden auch viele die Atomenergie als Heilsbringer. Schauen wir was passiert, wenn die erste Wasserstoff-Fabrik in die Luft fliegt ..

LaPantera69
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Blicken Sie über den Tellerrand...

...und schauen Sie ins Nordburgenland, Windräder soweit das Auge reicht.

melahide
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Grml

Ich wollt noch schreiben „außer in Parndorf“. Aber schauen Sie mal. In den Niederlanden sprechen sie grad von 1500 - 2000 Windrädern. Wie viele haben wir im Burgenland? 200 insgesamt? 250? So um den Dreh? Und ich lese häufig von Bürgerprotesten wenn irgendwo ein neuer Windpark errichtet werden soll.... bei Solar das gleiche. Gerade für Mobilitätswenden gegen konservative Schätzungen davon aus, dass 25 % mehr Strom gebraucht werden wird. Österreich hat einen Selbstversorgungsgrad von ca 50 % der heute benötigten Energie.... für die prod von Wasserstoff wird mal wohl auch noch was brauchen, wobei man aus WS ja wieder zur Stromgewinnung nutzen kann ...

Miraculix11
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Zahlen aus dem Traumland?

Allein im Bezirk Neusiedl gibts über 400 Windräder

melahide
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Der

geneigte Österreicher ist grundsätzlich gegen Technik und gegen alles was "neu" ist. Man liebt, was man kennt. Das merkt man immer, so bald in der "Kleinen Zeitung" irgendwo der Begriff "E-Auto" fällt. Personen mutieren dann zu 8-jährigen Buben zu denen die Mama sagt: "Gehen wir was zum Anziehen kaufen"... es folgen Trotzreaktionen. Trotzreaktion indem ein Mobilitätsverband schlecht gemacht wird, indem elektrischen Antrieben das fatale Wirtschaftssystem angelastet wird und man mit Meldungen aufwartet, dass die Verbrennung von aus der Erde gespeicherter Rohstoffe umweltfreundlicher sei als alternative Antriebe, obwohl dies wissenschaftlich als auch mit ein bisschen Hausverstand unmöglich ist. Aber gut - Menschen leben gerne im Gestern und kritisieren Neues. Man war ja auch gegen Computer, gegen das Internet, hat gelacht als Mobiltelefone eingeführt wurden - "wer soll so etwas brauchen"... man war auch bewusst gegen Streaming und findet biologische Landwirtschaft scheisse - man hat ja gerne Pestizide und Kunstdünger im Essen. So ist der geneigte Österreicher. Auf, in den Untergang liebe Freunde!

scionescio
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@melahide: das E-Auto ist nicht neu - die allerersten Automobile sind von einem E-Motor angetrieben worden ...

... sie haben sich aber nicht durchsetzten können, weil die Nachteile damals wie heute zu eklatant sind.
Es hat schon vor Jahrzehnten E-Autos gegeben, aber der Konsument hat diese Fahrzeuge (klein, leicht, vernünftig zB E-Smart) nicht angenommen.
Erst Elon Musk hat dem E-Auto jede Sinnhaftigkeit genommen und statt klima- und ressourcenschonden Kleinfahrzeugen plötzlich das E-Auto als Sportauto mit phänomenalen Beschleunigungswerten für naive Angeber positioniert - und weil es anscheinend etliche davon gibt und er ein absolutes Marketinggenie ist, sogar Tesla bis dato am Leben erhalten können.
Das ändert aber nichts daran, dass diese überschweren, völlig überteuerten Protzkisten viel mehr zusätzliche Probleme schaffen, als sie zu lösen imstande sind.
Dass die Energieversorgerlobby natürlich gerne auf diesen Zug aufspringt, weil sie plötzlich die Chance sieht, der Erdölindustrie eine Menge Geschäft wegzunehmen, liegt auf der Hand - und dumme Politiker, die unsinnige Gesetze und Förderungen beschließen, tun das Übrige dazu.
Am allerwenigsten geht es dabei um den Klima- und Ressourcenschutz - da würde mit viel weniger Geld schlagartig viel mehr erreicht werden, wenn man nur zB die Hochöfen in Linz auf Wasserstoff umstellt.
Technikfeindlichkeit ist ganz sicher nicht der Grund (die Österreicher sind sogar mehrheitlich innovatorische Annehmer) und sinnvolle Technik verkauft sich von selbst (ohne Förderungen) -naive Technikgläubigkeit(zB Atomkraft) ist dumm und gefährlich!

melahide
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Das

Tesla nicht gerade "das beste" gemacht hat stimmt natürlich. War es nicht Tesla der diese Lithium-Ionen-Akkus total gepusht hat? Elon Musk ist ein Marketing-Genie - ähnlich wie Didi Mateschitz. Der schafft es, dass alle begeistert überteuertes Zuckerwasser mit Taurin und Koffein trinken... natürlich muss man aber die E-Mobilität weiter denken. Die Sinnhaftigkeit, Strom aus eigener Produktion zu "tanken" ist schon gegeben. Alleine schon, um sich vom Erdöl zu lösen, das wir aus Arabien importieren. Leider wird aber unser fatales Wirtschaftssystem auch am E-Auto betrieben - anlasten kann man es ihm aber nicht. Man möchte eine Mobilitätswende - das Wirtschaftssystem solla ber so bleiben wie es ist... oder so?

schadstoffarm
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etwas weniger Fatalismus

wenns es dann begriffen haben gehts aber Schlag auf Schlag. Keiner trennt heute so effizient Müll wie die Austriaken, klärt Abwässer und Emissionen. Selbiges wird mit Raumordnungsplan und Mobilität passieren, in kaum 10 Jahren. Und das trotz und nicht wegen der Politik.

LaPantera69
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VCÖ...

... ist so unnötig wie eine eitrige Angina.

Deren weltfremden Konzepte funktionieren lediglich im großstädtischen Ballungsräumen mit sehr gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz, doch dieses ist am Land, wo die Pendler auf eigene Mobilität angewiesen sind, zum Scheitern verurteilt.

scionescio
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@LaPantera69: der VCÖ ist ein reiner Lobbyistenverein und Experten vom Fach wirst du dort nicht finden - dafür jede Menge Spezialisten im Fundraising und Marketing...

... wer’s nicht glaubt: einfach auf der HomePage die CVs der Klubmitglieder anschauen.
Warum dieser Truppe so viel mediale Präsenz gewidmet wird, zeigt einmal mehr, wie man versucht, den Steuerzahler zu verarschen.

 
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