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Martin Puchers AnwaltMattersburg: Wie es zum Skandal kam und wohin das Geld floss

Nun lässt der gestürzte Commerzialbankchef Martin Pucher seinen Anwalt Norbert Wess über den Bilanzskandal sprechen: Warum und mit wem er mit den Malversationen begonnen hat – und was mit dem vielen Geld passierte: Mindestens die Hälfte des Geldes sei "verbrannt" worden, indem das falsche Konstrukt über mehr als 25 Jahre am Leben erhalten wurde.

Zentrale der Commerzialbank in Mattersburg © Juergen Fuchs
 

Erster Wiener Bezirk, Himmelpfortgasse. Die Kanzlei des Wirtschaftsanwalts Norbert Wess befindet sich in einem gediegenen, an Sommertagen angenehm kühlen Altbau. Wess ist Strafverteidiger des gestürzten Martin Pucher, Hauptfigur im Skandal um eine Regionalbank, die seit Wochen Österreich beschäftigt.

Kommentare (18)

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feringo
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Täter zum Opfer

Da kommt einem schon das Grinsen, wenn vom Anwalt Puchers versucht wird, die Schuld den Prüfern zu übertragen. Täter-Opferumkehr, wie es hier schon formuliert.
Der Kriminelle ist einzig und alleine Pucher. Von Haus aus als Banker ungeeignet, lediglich als Krimineller klug aber auch da nicht klug genug.
🤣 🤣 🤣

gmirakel
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Skandal

Was in Mattersburg passiert ist, ist ein Skandal. Was aber noch skandalöser ist, besteht in der Aussage des Raiffeisen-Generaldirektor bezüglich des Selbstbehalt. Also ich würde die RLB auseinandernehmen. Sofortige Prüfung der Bank. Ich glaube nicht, dass der Direktor noch weiß, wer Raiffeisen war.

VH7F
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Najo, bei 3% Selbstbehalt überlegt man es sich vielleicht

wohin man sein Geld wegen 1% mehr Zinsen trägt? Bei Raiffeisen hat bis dato meines Wissens noch kein Sparer Geld verloren?

Bond
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So ein Guter!

Sicherlich hat sich Pucher 350.000 Euro im Monat ur auszahlen lassen, damit niemand Verdacht schöpft, die Bank sei pleite.

Bond
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Korr.

350.000 / Jahr

hfg
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Privatinsolvenz, Pflegegeld, kein Haftgrund

In 4 Jahren Prozessbeginn - der arme Herr Pucher - jährlich 350.000 Gehalt plus Spesen hat gelebt wie ein „Fürst“ über mehr als 25 Jahre alle betrogen, ist natürlich sehr krank und zu bedauern. Bereichert hat er sich selbst nicht!!! Außer einer Person hat in der Bank niemand etwas gewusst. Alle anderen Bankangestellten und Prüfer konnten nichts erkennen. Wer das liest glaubt man ist im Märchenland.
Jeder der sein Geld ehrlich verdient ist demnach ein Dummkopf.
Dieser „Rechtsanwalt“ ist ein Rechtsverdreher und Märchenerzähler dem man keine „BÜHNE“ geben darf.
Schade das Herr Pucher nicht die Größe und den Anstand hat sich selbst zu richten. Er ist eben durch und durch ein Gauner und Verbrecher.

VH7F
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Der große Ergebnisdruck bei Banken

Begann 2008 nach Lehman. Davor war es wohl was anderes?

kairos55
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"Schlaflose Nächte" hat ER und es gilt die Unschuldsvermutung, sagt man .......

" Mit dem Beginn des Strafprozesses wegen Untreue und Bilanzfälschung rechnet Wess (Anwalt von Pucher) in vier Jahren".
Die Annahme des Anwalts entsetzt!
Was machen die Amerikaner in Wirtschaftsprozessen effizienter wie z. B. im weltgrößten Finanzstrafprozess " Bernard Madoff"?
Eine kurze Chronologie: PS: Quellen: "manager magazin vom 29.06.2009 und "Frankfurter Allgemeine vom 29.06.2009".
• 11. Dezember 2008: Madoff gesteht den Betrug.
• Schaden: 65 Milliarden Dollar
• 16. Dezember 2008: Die US-Börsenaufsicht SEC räumt schwere Versäumnisse ein.
• 10. März 2009: Die Staatsanwaltschaft legt die Anklage vor. Für die elf Punkte drohen insgesamt bis zu 150 Jahre Haft.
• 12. März 2009: Madoff bekennt sich vor einem Gericht in New York als in allen Anklagepunkten schuldig und bittet seine Opfer um Vergebung.
• 29. Juni 2009 Urteil: Der geständige Milliardenbetrüger Bernard Madoff ist in New York zu einer Haftstrafe von 150 Jahren verurteilt worden. Der zuständige Bundesrichter Denny Chin gab damit den Forderungen der Staatsanwaltschaft statt und schöpfte die gesetzlich mögliche Höchststrafe für Madoffs Vergehen voll aus. Die Höhe der Strafe begründete Chin zudem mit Abschreckung für andere mögliche Täter und der symbolischen Bedeutung für die Opfer.

Und: Die Finanzmarktaufsicht FMA hat am 14. Juli den Fortbetrieb untersagt. Bis jetzt wurde er zwei Mal einvernommen, mit seinem Anwalt steht er mehrmals wöchentlich in Kontakt.
Frage: Und was sagen Sie und Du?

satiricus
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@ kairos55: Wir sind in Österreich und hier heisst es vorerst: "Gut Ding braucht Weile"

Wie es bei uns abläuft, sieht man ja an anderen großen Verfahren:
Zuerst wird (jahre)lang ermittelt, wobei die Ermittlungen meist von Seiten des/der Angeklagten eingebremst & verzögert werden.
Ist die Anklageschrift endlich fertig, wird sie selbstverständlich beeinsprucht. Kommt es irgendwann endlich zum Prozess, wird womöglich der/die RichterIn aus (banalen)Gründen abgelehnt. Gibt's irgendwann dann vielleicht doch ein Urteil, wird dieses selbstverständlich beeinsprucht.
So vergeht dann Jahr um Jahr und schlussendlich wird dieser Zeitgewinn von der letzten Instanz auch noch als wesentlicher Milderungsgrund berücksichtigt (lange Verfahrensdauer).......

beneathome
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Vorbildlicher Balkanstaat

Wenn Bauern und Handelsschüler Banken beaufsichtigen und prüfen dürfen, dann wird‘s wahrscheinlich ein Leichtes sein ungeschoren aus der Sache raus zu kommen. Also ansehen und nachmachen. Nur so kommt man heute in Österreich noch zu Ruhm und Reichtum.

VH7F
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Anderswo funktioniert aber auch die Revision

TPA haben sich wohl nicht mit Ruhm bekleckert?

Ka.Huber
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"Es gibt für eine Haft keine rechtliche Grundlage"

und das sollen wir so stehen lassen. Sicher nicht. Der Hr. Pucher ist ein Betrüger der sich seit mindestens 20 Jahren auch persönlich bereichert hat. Mit 350.000 EUR pro Jahr für das Fälschen von Bilanzen. Warum da ein Anwalt meint es habe keine persönliche Bereicherung gegeben ist nicht nachzuvollziehen ausser man nimmt an dass der Anwalt ein kompletter Trottel ist. Warum der Betrüger Pucher noch 4 Jahre in Freiheit herumlaufen und sich als Opfer des immensen Druckes der auf ihn gelastet hat darstellen darf ist ein Hohn. 2015 hatte er eine oder 2 Schlaganfälle, esdewegen soll dieser Betrüger nicht haftfähig sein ? Wie konte dieser Haftunfähige trotzdem noch 5 Jahre eine Bank leiten ? In jedem nicht Bananenstaat sitzt dieser Typ seit Aufliegen der Betrügereien im Häfn. Im Burgenland sind offensichtlich so viele Wichtige in diesen Fall involviert dass er wahrscheinlich nie in den Häfn muss...

Herzilein1103
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Haftuntauglich

Pucher ist 64 Jahre alt. Sein Anwalt -auch der von Grasser-ein Experte auch für Prozesse in die Länge ziehen , siehe Buwog. Prozessbeginn in Vielleicht vier Jahren. Da ist Pucher schon 68 und vielleicht nicht mehr Verhandlungsfähig - siehe Plech im Buwogverfahren. Urteil vielleicht in zwei Jahren, sicher eine Berufung in die nächste Instanz . Pucher ist über 70 Jahre alt und sicher nicht mehr hafttauglich. Zahlen dürfen alles inklusive Anwaltskosten für Pucher im Rahmen der Verfahrenshilfe die Steuerzahler.

satiricus
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Wird hier vom Anwalt versucht, einen Täter als "Opfer" darzustellen?

Der 'arme' Bankdirektor - ein Opfer seiner Eitelkeit, seiner Geltungssucht usw.?
Um Pflegegeld wird er auch ansuchen! Bis Mitte Juli war er noch gesund genug, um zu arbeiten und zu betrügen. In Zukunft braucht er wohl das (unpfändbare) Pflegegeld, um finanziell irgendwie zu überleben, denn von der (Berufsunfähigkeits)Pension wird ihm wohl nur das Existenzminimum bleiben......

blackpanther
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Pflegegeld???

Das die Allgemeinheit zahlt? Gehts noch? Hier wird offenbar versucht, ihn als armes krankes Opfer zu inszenieren! Für einen Schaden, egal wer Nutznießer war, von über einer halben Milliarde Euro und unzähligen wirklichen finanziellen Opfern gibt es nur eines - was das ist, sagt jedem der gesunde Menschenverstand. Dieser werte Herr hat offenbar fast drei Jahrzehnte so ziemlich alle in seinem Umfeld belogen und getäuscht und sich hofieren lassen, da hält sich mein Mitleid mit ihm als armes Opfer in Grenzen.

vanhelsing
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Mein Mitleid mit diesem Betrüger..

hält sich sehr un Grenzen!!! Dazu noch Pflegegeld! Bei einem Jahresbrutto von 350.000,-- ist das ein Hohn gegenüber vielen anderen!!

Ka.Huber
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der Pucher

hat sich 350.000 EUR pro Jahr fürs Betrügen bezahlt. Und sein Anwalt meint der Pucher hat sich nicht selbst bereichert. JUS Studenten waren mir schon immer subspekt.

sugarless
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Schuld

Kein Mitleid mit den Sparern, nur die Gier nach ein paar Prozentpunkten mehr Zinsen. Das darf keinesfalls der „konservative“ Steuerzahler übernehmen.