Zum NachsehenSteht die Murtalbahn vor dem Aus? Wir laden zur Diskussion!

Wie geht es mit der Murtalbahn weiter, was erwartet Fahrgäste und Mitarbeiter? Und: Droht der Bahn gar das Aus? Wir laden heute um 18 Uhr zur Online-Diskussion.

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Die Murtalbahn ist heiß umstritten © Peter Haselmann
 

Die Bergung der verunfallten Murtalbahn ist noch in Planung. Seit dem Bahnunglück am 9. Juli wird in der Region und im benachbarten Salzburg jedoch intensiv wie nie über die Zukunft der längsten Schmalspurbahn der Steiermark diskutiert. Ist das Aus für die Bahn nahe? Grund für Spekulationen gibt eine Aussage von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der bei einem Besuch im Juni eine Umstellung auf Busbetrieb ins Spiel brachte. Seither sind die Sorgen bei Fahrgästen und Mitarbeitern groß, zahlreiche Gerüchte kursieren.

Schon zuvor wurde jahrelang debattiert, mit welchem Antrieb die Bahn denn betrieben werden soll. ÖVP und Neos favorisierten den Wasserstoff, die SPÖ konnte sich damit nicht anfreunden. Eine Anfragebeantwortung von Verkehrslandesrat Anton Lang ließ für die Murauer nicht auf einen großen Wurf hoffen, Bundesministerin Leonore Gewessler sprach sich klar für Prioritätensetzung aus - und die liegen beim Netz der Graz-Köflach-Bahn, nicht in der Obersteiermark. Ihr fehlte zudem ein fertiges Konzept aus der Steiermark.

In einer Aussendung demonstrieren ÖVP und SPÖ letzte Woche schließlich Einigkeit, sie wollen die Bahn erhalten und fordern Geldmittel vom Bund ein. Die Grünen sprachen von "schwarz-rotem Totalversagen", sie sehen die Verantwortung nicht bei der Grünen Ministerin Gewessler, sondern sehr wohl beim Land Steiermark.

Zeit für Antworten

Gegenseitige Schuldzuweisungen und Streitereien gab es rund um die Murtalbahn also schon genug. Wir wollen es nun genau wissen: Wie stehen die Parteien zur Murtalbahn? Ist eine Modernisierung in absehbarer Zeit vorgesehen und wenn ja: Wer zahlt? Wir laden daher heute um 18 Uhr zur Online-Diskussion. Mit dabei sind Manuela Khom, Landtagspräsidentin und ÖVP-Abgeordnete, die sich seit Jahren auch intensiv für eine Wasserstofflösung einsetzt. Max Lercher, SP-Nationalratsabgeordneter, kritisierte das als "Luftschlösser" und fordert Sofortmaßnahmen ein. Für das Grüne Ministerium spricht Landtagsabgeordneter Lambert Schönleitner, der dem Verkehrsressort von Anton Lang Versäumnisse vorwirft. Und schließlich diskutiert auch Muraus Bürgermeister Thomas Kalcher mit, dem die Versäumnisse rund um die Bahn bestens bekannt sind. Moderiert wird die Disskusion von Kleine Zeitung-Redakteurin Sarah Ruckhofer.

Ausstrahlung

am 28. Juli um 18 Uhr auf ww.kleinezeitung.at

Am virtuellen Podium:
Manuela Khom, Landtagspräsidentin (ÖVP)
Max Lercher, Nationalratsabgeordneter (SPÖ)
Lambert Schönleitner, Landtagsabgeordneter (Grüne)
Thomas Kalcher, Bürgermeister Murau (ÖVP)

Moderation: Sarah Ruckhofer

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Danke für Ihr Verständnis.

Hildegard11
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Was soll bei einer Diskussion mit Politikern herauskommen, ...

...die sich eh nur selbst und die Partei vertreten und nicht das Volk. Frau Khom, auf bayrisch gesagt: eine Luftpumpe.

schafferus
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„Diskussion“

Alleine die einseitige Besetzung (Teilnehmer) lässt nicht wirklich eine konstruktive Diskussion erwarten.

Falkenprecht
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7
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Ghega schau oba

Schon die Tatsache, dass die
Bergung eines Schmallspurtriebwagens solange dauert zeigt das die sogenannten Experten in Graz mit diesem Thema völlig überfordert sind.
Österreichische Ingenieurskunst sieht anders aus!
Maibäume mit 30m Länge werden z.B. im Bezirk Murau noch mit Muskelkraft aufgestellt.

Hildegard11
3
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Das sind unsere Kleinklein Visionäre in der Politik

Genau. Murtalbahn auf 1 m Spur neu aufsetzen und über Obertauern bis Radstadt (Zahnrad) führen. Mal in die CH fahren und sehen was möglich ist. Dasselbe mit KötschachMauthen. Weiter durchs Lesachtal zurück nach Sillian. Aber nein: eine Draisinenbahn wird gemacht. Zum Wundern und Kotzen.

MMK2014
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Welchen Vorteil hätte dei Meterspur?

Wenn umgespurt wird, dann bitte gleich auf Normalspur! Meterspur hat keinen Mehrwert ggü 760 mm!

HRGallist
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Am Mittwoch um 18 Uhr

Warum macht man nicht bei unseren wunderbaren Alpenbahnen, wie z.B. in der Schweiz zum Regelverkehr ein zusätzliches touristisches Angebot mit einem gewissen Luxus, Restauration im Zug und angenehmer Ausflugsvernetzung? Man legt die Strecken, wie z.B. die Gesäuse - oder Erzbergbahn still statt mit nachhaltigen Investitionen dauerhaften Nutzen daraus zu ziehen. Verkehrsverlagerung auf die Straße, wie in der Grazer Burg wohl angedacht, ist sicher die am wenigsten nachhaltige und für unsere Zulunft teuerste Lösung.