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Herbert Kickl215 österreichische Autoren fordern den Rücktritt des Innenministers

215 österreichische Autoren und Künstler, darunter Barbara Frischmuth, Daniel Kehlmann, Gregor Seberg oder Josef Hader, fordern den Rücktritt von Innenminister Herbert Kickl.

MINISTERRAT: KICKL
Ist Herbert Kickl rücktrittsreif? © (c) APA/ROLAND SCHLAGER
 

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) macht sich mit seinen Forderungen und Äußerungen immer unbeliebter. Zuletzt hatte Kickl mit einer Wortmeldung im ORF aufhorchen lassen. Der Innenminister hatte im ORF-Report zunächst angekündigt, Grundregeln wie die Menschenrechtskonvention hinterfragen zu wollen. Auch erklärte er: "Denn ich glaube immer noch, dass der Grundsatz gilt, dass das Recht der Politik zu folgen hat und nicht die Politik dem Recht."

Während besorgte Stimmen zu Kickls Amts- und Demokratieverständnis immer lauter werden und auch die heimische Richterschaft mit Empörung auf Kickls Ankündigungen reagierte, haben sich nun österreichische Kunstschaffende zu Wort gemeldet. Und auch in der Zivilgesellschaft mehren sich die Rufe nach Kickls Rücktritt.

215 österreichische Autorinnen und Autoren sowie mehrere Autorenverbände fordern nun offiziell den Rücktritt von Innenminister Herbert Kickl und haben dazu ein Statement veröffentlicht. Darunter finden sich so bekannte Künstler wie Barbara Frischmuth, Elfriede Jelinek, Erni Mangold, Josef Hader, Gregor Seberg, Michael Köhlmeier, Lukas Resetarits, Peter Turrini, Peter Heinisch und Günter Eichberger.

Die Forderung der Künstler im Wortlaut:

 

KICKL MUSS GEHEN

„Ich glaube immer noch, dass der Grundsatz gilt, dass das Recht der Politik zu folgen hat und nicht die Politik dem Recht“, dozierte Innenminister Herbert Kickl im ORF-Report vom 22.1.2019. Dieser Grundsatz galt tatsächlich in unseligen Zeiten, als etwa die NSDAP Rechtsorgane schriftlich anherrschte, es sei „völlig abwegig und ausgeschlossen, dass die Staatsanwaltschaft die Gesetzmäßigkeit von Maßnahmen der Verwaltungsbehörde oder einer Parteidienststelle überprüft“, die Mord und Totschlag zur Folge hatten.

Die Politik hat in der Demokratie das Recht ohne Wenn und Aber zu respektieren, die in der Verfassung festgelegten Prinzipien der Gewaltentrennung und Rechtsstaatlichkeit sind zu garantieren.

Österreichischen Parteien steht es frei, national und auf EU-Ebene für die Veränderung bestehender Gesetze um je nötige Mehrheiten zu werben. Wer allerdings das Völkerrecht aushebeln will, die Menschenrechtskonvention in Frage stellt und die Gewaltentrennung und Gleichheit vor dem Gesetz als Hindernis für seine Vorhaben begreift, ist als Innenminister untragbar. Herbert Kickl muss gehen, und zwar sofort.

Aufruf von 215 österreichischen Autorinnen und Autoren und Kunst- und Kulturschaffenden und den 3 größten österreichischen Autorenverbänden:

Achleitner Barbara, Achleitner Friedrich, Aichinger Renate, Aigner Friedl, Altmann Gerhard, Amann Klaus, Amanshauser Martin, Antelmann Corinna, Aspöck Ruth, Auer Martin, Ayoub Susanne, Baar Anna, Balaka Bettina, Baum Andreas, Baumgartner Armin, Becker Gudrun, Becker Zdenka, Berger Clemens, Beyerl Beppo, Bitter Claudia, Blittersdorff Tassilo, Brazda Kurt, Breier Isabella, Bydlinski Georg, Cejpek Lucas, Chobot Manfred, Czernin Franz Josef, Dengscherz Sabine, Dinev Dimitré, Dvorak Felix, Echerer Mercedes, Eichberger Günter, Einzinger Erwin, Ernst Gustav, Everhartz Jury, Falck Serge, Faschinger Lilian, Feimer Isabella, Fink Gregor, Fink Walter, Fischer Dagmar, Flašar Milena Michiko, Flor Olga, Fónyad Gábor, Freund René, Friedmann Tomas, Frischmuth Barbara, Fritsch Sibylle, Futscher Christian, Ganglbauer Petra, Gantner Florian, Gelbmann Alfred, Gentner Monika, Göttfert Constantin, Greller Christl, Grill-Storck Evelyn, Gruber HK, Gruber Marianne, Hader Josef, Haidegger Christine, Hammerl Elfriede, Händl Klaus, Harmer Alice, Hättich Edgar, Helfer Monika, Henisch Peter, Hering Markus, Hermann Wolfgang, Hinterleitner Michaela, Hirschal Adi, Holloway Evelyn, Höllrigl Sigrun, Hoppe Maria Alraune, Huber C. H., Hundegger Barbara, Insayif Semier, Ivancsics Karin, Jatzek Gerald, Jelinek Elfriede, Jensen Nils, Jessenitschnig Andrea, Jotakin Jopa, Jungk Peter Stephan, Käfer Hahnrei Wolf, Kaip Günther, Karner Axel, Kathan Bernhard, Kehlmann Daniel, Kilic Ilse, Kim Anna, Klengel Robin, Klinger Erich, Knapp-Menzel Magdalena, Knecht Doris, Koch Manfred, Kögl Gabriele, Köhlmeier Michael, Kokarnig Hildegard, Komarek Alfred, König Alexander, König Johanna, König Walter, Kramar Hubsi, Kratz Käthe, Kreidl Margret, Kröll Norbert, Kronabitter Erika, Kupferblum Markus, Küppers Topsy, Laher Ludwig, Lasselsberger Rudolf, Laznia Elke, Licha Otto, Lipuš Florjan, Lipuš Maria, Loewy Hanno, Lohner Chris, Lukas Leo, Lunzer Heinz, Mahal Nicole, Mangold Erni, Manker Paulus, Markovics Karl, Marot Jan, Marquart Markus, Maurer Thomas, Meindl Dominika, Meisel Daniela, Mischkulnig Lydia, Mitgutsch Anna, Morrissey John, Müller Florian, Müller-Funk Wolfgang, Müller-Wieland Birgit, Murnberger Wolfgang, Neulinger Franz Neovalis, Neuner Florian, Niederle Helmuth A., Noggler Güni, Ott Angie, Palm Kurt, Peschina Helmut, Peschka Karin, Pessl Peter, Petricek Gabriele, Pfeifer Judith Nika, Piuk Petra, Platzgumer Hans, Pluhar Erika, Podzeit-Lütjen Mechthild, Pollack Martin, Ponger Lisl, Primas Heidrun, Prutsch Ursula, Rabinovici Doron, Rabinowich Julya, Reichart Elisabeth, Resetarits Lukas, Riess Erwin, Rizy Helmut, Rossmann Eva, Roth Wolfgang Martin, Ruiss Gerhard,Russwurm-Biro Gabriele, Schalko David, Schindel Robert, Schletterer Siljarosa, Schmatz Ferdinand, Schmidt Almut Tina, Schobel Eva, Scholl Susanne, Schrappeneder Reinhold, Schreiner Margit, Schrott Raoul, Schutti Carolina, Schutting Julian, Schwertsik Christa, Schwertsik Kurt, Seberg Gregor, Silberer Renate, Sinowatz Klaus, Sinowatz Martina, Slupetzky Stefan, Stangl Thomas, Stavaric Michael, Steinwendtner Brita, Sula Marianne, Tanguy Pascal C., Timoschek Michael, Tolar Günter, Tornquist Kristine, Treudl Sylvia, Truger Ulrike, Tscherkassky Peter, Turnheim Fred, Turnheim Margarete, Turrini Peter, Tuschla Gerhard, Veran Traude, Vertlib Vladimir, Wall Richard, Weibel Peter, Weidenholzer Anna, Weihs Richard, Welsh Renate, Widhalm Fritz, Willnauer Jörg-Martin, Wimmer Herbert J., Winkler Andrea, Wiplinger Peter Paul, Woska-Nimmervoll Eva, Zanke Susanne, Zeillinger Gerhard, Zeyringer Klaus, Zier O.P.

Grazer Autorinnen Autorenversammlung

IG Autorinnen Autoren

Österreichischer PEN Club

Wien 25.1.2019

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Danke für Ihr Verständnis.

Popelpeter
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Oder sagen wir 25

Immerhin !!! Auch nicht schlecht

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grazspotter
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Er scheint sich unantastbar zu fühlen

Obwohl ich die jetzige Regierung befürworte - der Innenminister gehört ausgetauscht. Kurz und Strache wären gut beraten, diesen Herrn aus der Regierungsmannschaft zu entfernen. Der Mann hat Ideen, die mich an die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnern.

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Freedom of press
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Kickl ist Fpö Programm

.das ist die Grundhaltung der Fpö. Övp okay, Fpö ist mit Rechtsstaat und Demokratie nicht vereinbar. Die Demokratie ist für die nur ein Zug, auf den man aufsteigt, um zum Ziel zu kommen.

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mapem
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Teufel – heute wird´s hier für die Verteidiger der herrschenden Leere apokalyptisch!

Oben eine endlose Liste mit Schriftstellern und Künstlern *kreiiiiisch!* … und dann noch eure obergscheitn Lieblingsposter *nocheinmalkreisch!* … hahaha!

Uff – da wird´s aber einige rote Buzzer zerbröseln!

Die PC-Zubehör-Industrie liebt euch – oh Herrscher der Leere!

Weitermachen!

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mapem
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Ja hui – man kommt bei dieser Einzelfall-Lawine ja kaum mehr zum Atmen!

Da hat man ein Thema noch gar nicht richtig reflektiert und abgearbeitet – da kommt schon der nächste Granateneinschlag aus dem BIMAZschen Ponyhof.
Das Herpferdle möchte jetzt auch gleich die Beamten in der Abteilung für Asylwesen persönlich bestimmen und einsetzen – Teufel – der hat offenbar schon sowas wie einen manischen Schub!?

Jetzt wird´s offenbar hyperaktiv pathologisch – da rotiert schon ein kleiner Derwisch!

Holt´s bitte endlich das Kriseninterventions-Team … der Ponyhof brennt!

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mapem
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Tja - Van der Bellen sagt „Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) sei eine Antwort auf den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust" gewesen.

Nun ja – man möchte jetzt ja meinen, dass dieses Bekenntnis zum Selbstverständnis eines jeden gehöre, der hohe und höchste Ämter im Staate und besonders in der Legislative bekleidet ... man wurde ja auch genau auf dieses vereidigt.

Aber genau dort fängt ja die Krux an:
• Was, wenn man jene Ideologie, die zu rund 60 Millionen Toten führte, als gar nicht so schlecht – vielleicht sogar als wieder erstrebenswert erachtet?
• Was, wenn man den Holocaust eh nicht so arg sieht – oder vielleicht sogar bedauert, dass man die siebte Million nicht mehr voll dermachte?
• Was, wenn man sich immer wieder mit so Leuten rumtreibt, die solches ja ganz frank, frei und offen postulieren?
• Was, wenn immer wieder irgendwelche Pony-Hofer in diversen einschlägigen Postillen entsprechend Feingeistiges zu Papier geben?
• Was, wenn dieser ständige Eiertanz am Rande des Rechtsstaates, der Verfassungskonformität und des Gerade-noch-nicht-Gesetzesbruches schon zur Trademark solch eines Vereins geworden ist und gar nicht mehr besonders aufregt?
• Was, wenn dem Kickl & Co. genau derlei immer wieder bewusst oder vielleicht auch unbewusst rausrutscht?

Kurz – das ist deine Baustelle – du hast sie ins Boot geholt! … Schweigen ist nicht mehr drin – verstehst das nicht?! … Sonst musst halt wieder die Schulbank drücken – dann hast´s definitiv noch nicht drauf … da kannst lieb und nett sein, wie du willst … das ist ZU WENIG!

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TintifaxSchiller
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Als nächstes beschließt die Regierung

eine Gesetz zur Änderung von Vorschriften des Strafrechts, Asylrechts und deren Verfahren. Anschließend wird ein eigener Asylgerichtshof geschaffen. Die Ernennung der Mitglieder obliegt dann dem Bundesamt für Fremden- und Asylwesen.
Keine Ahnung ob das überhaupt möglich ist, aber wenn das Recht der Politik folgt wird das schon machbar sein.
Das hier vom Bundespräsidenten nicht schärfer vorgegangen wird versteh ich nicht, denn der Mann ist wirklich gefährlich.
WEHRET DEN ANFÄNGEN

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HerrschendeLeere
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@TintifaxSchiller

So gefährlich ist der Bundespräsident auch wieder nicht. Bellt nur, beißt nie.

Einen Asylgerichtshof gabs schon einmal: 2008 bis 2013. Damals war die FPÖ nicht in der Regierung.

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X22
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Ja es gab einen, warum auch nicht,

nur sollte er eben, wenn wieder ein Asylgerichtshof eingeführt werden sollte, den Spezifikationen des Vorgängers entsprechen. In der Realität wurde er ja auch nicht aufgelöst, sondern die Aufgaben gingen als Teilbereich in das Bundesverwaltungsgericht über.

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weinsteirer
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die regierung

beschließt gesetze?

wieder was gelernt!

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X22
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Ob man darauf stolz sein kann, allein dies

aus dem Kommentar herausgelernt zu haben
Wie schauts es mit dem gesamten Sinn des Kommentars aus

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Irgendeiner
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Übrigens,wie ich gerade sehe,

hat der Knabe sich die Besetzung der Beamten im Aylfragen persönlich arrogiert, da nun jeder Beamte ausnahmslos dem Recht im allgemeinen und dem Dienstrecht im Besonderen verpflichtet ist, will der sichtbar was anderes,man lasse ihn endlich in den Sonnenuntergang reiten,go, Herbert,go.

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SoundofThunder
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🤔

Tja,die "Alten Herren" wollen nach ihrem abgeschlossenen Studium schließlich mit gut dotierten Posten versorgt werden! Sonst wird aus denen nie etwas!

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HerrschendeLeere
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Jetzt bebt die Republik. Warum fehlt Melasse in der Liste?

Traut der sich nicht mehr in die Öffentlichkeit? Ist doch sonst auch bei jedem linken Faschingsumzug mit dabei.

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mapem
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Der Süße klebt zuhause fest ...

oh Herrscher der Leere!

Weitermachen - Fosching is!

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wahlnuss
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Ich finde Ihren Usernamen genial,

hatten Sie den vor dieser Regierung auch schon?

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BernddasBrot
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Peinlich

wenn nicht einmal der Name richtig geschrieben werden kann..

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Irgendeiner
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Weil Zuckersirup vielleicht nicht

die Qualifikationskriterien für den Pen Club erfüllt,es gibt schon eher zähe zu lesende Autoren aber das wär echt zach,man lacht.

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mapem
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Naja, Bernd …

vielleicht gibt´s dort, wo vorwiegend die Leere herrscht, irgendeinen Rest von irgendwas, was ansonsten dort ist … so einen kleinen Rest - sowas Melassenartiges?!

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fortus01
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genauso fangt's an !!!

Nachzulesen in den Geschichtsbüchern!

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BernddasBrot
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Kickl

könnte nach seiner Demissionierung endlich seinen eigentlichen Berufswunsch erfüllen und Maler werden..

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